Aus der Tiroler Tageszeitung, leider nix konkretes
Rangger Köpfl soll Familien anlocken
Der Oberperfer Gemeinderat beschloss Leitlinien für die Zukunft der Bergbahn aufs Rangger Köpfl. Die Opposition forderte konkretere Schritte.
"Der Hut brennt. Wir müssen endlich zur Umsetzung kommen und den Schnee am Berg sichern", sagt Gemeinderat Michael Niederkircher ungeduldig am Ende der Präsentation. Es geht um das Leitbild für das Skigebiet Rangger Köpfl.
Der Gemeinderat stimmt ab, beschließt mit 13 gegen zwei Stimmen den Sechs-Jahres-Plan. Unter dem Slogan "Rangger Köpfl, starker Berg" soll der Berg moderne Lifte, Schneekanonen und Flutlichtanlagen zum Nachtskilaufen bekommen. Kulturelle Veranstaltungen und Sportevents ergänzen die Investitionen.
"Das Leitbild ist die Grundlage für zukunftsweisende Konzepte. Zentrale Zielgruppen sind Erholungssuchende aus dem Großraum Innsbruck", erklärt Peter Paul Schmid, Obmann des Liftausschusses. Er will das Rangger Köpfl mit günstigen Preisen für Familien interessant machen. Und ein qualitativ hochwertiges gastronomisches Angebot am Berg etablieren.
Mandatare der "Dorfliste" und von "Oberperfuss aktiv" üben Kritik am Bürgermeister. Es solle Konkretes präsentieren; etwa die Beschneiungsanlage forcieren oder engagierter nach einem Investor suchen.
Der Bürgermeister entgegnet, es brauche zuerst einen guten Plan. Erst dann könne man - mit genauen Zahlen - in Verhandlungen treten. Außerdem, sagt Spiegl, ist er in ständigem Kontakt mit Naturschutzlanderätin Anna Hosp. Sie habe im Mai bei einer öffentlichen Diskussion ihre Hilfe angeboten. (TT)