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Zum Thema Föhn

ich kann mich in 35Jahren Skifahren nicht erinnern dass es früher so gewesen sein sollte, das man bei Schlechtwetter das Geld zurück bekam und der Vermieter dann womöglich auf noch einen Rabatt gewährt hat.
Im Gegenteil, die Möglichkeiten der Kunden sind durch Bewertungen und Social Media um einiges besser geworden.
Früher war eben manchmal doch nur die Zukunft besser.
Alle haben heute quasi unbegrenzte Informationsmöglichkeiten in der Tasche und keiner Informiert sich.
Und die Schuld der eigenen Unzulänglichkeit soll natürlich immer ein anderer Tragen.
Was früher definitiv besser war: man hat aus solchen Geschichten gelernt, heute ist das meist nicht der Fall.
 
valdebagnes schrieb:
ich kann mich in 35Jahren Skifahren nicht erinnern dass es früher so gewesen sein sollte, das man bei Schlechtwetter das Geld zurück bekam

Vor 35 Jahren gab es auch noch keine intransparenten dynamischen Preise, welche den Kunden dazu animieren sollten, möglichst früh die Katze im Sack zu kaufen. Kürzlich habe ich das Ticket in Z wie früher am Schalter gekauft. Weil der Sonntag eher schlecht war, habe ich erst ab Montag gebucht. Am Ende habe ich aber für 14 Tage genau so viel bezahlt wie zwei Wochen zuvor für 15 Tage aufgerufen wurden. Erst später habe ich erfahren, dass in Z die Preise ihre Dynamik in den letzten zwei Wochen entfalten. Natürlich nach oben. Trotz der Fönlage und praktisch weitgehend geschlossenem Skigebiet hat man den Gästen dann ein paar Tage später für die Tageskarte weiterhin volle 102 Franken abgeknöpft. Sogar die Option "international" war auswählbar, obwohl der Bereich Süd dicht war. Der Hinweis, dass wegen Wind viele Bahnen nicht fahren, stand natürlich an anderer Stelle.

Als die Preise für die Tageskarte und Mehrtageskarten noch fix waren, konnte man als Kunde viel flexibler auf schlechtes Wetter reagieren. Heute kommt es am Ende auf das gleiche raus. Entweder man beisst in den sauren Apfel und kauft den Mehrtagespass, obwohl der nach der Wetterprognose zur Hälfte kaum sinnvoll genutzt werden kann. Oder man arbeitet eine Woche mit Tageskarten und zieht erst für die folgende Woche den Mehrtagespass, zahlt dann unverschämte 102 Franken für drei geöffnete Bahnen und am Ende genau so viel wie für den Mehrtagespass für den gesamten Zeitraum.

Man merkt die Absicht und ist verstimmt.
 
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