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Zwiespältige Moral?!

Aso, du meintest ICE-Look. Ich dachte du meintest durch den Fehler ICE-Lok, deswegen war ich stutzig. Die Umlackierei ist wirklich schwachsinnig, aber diese unnötigen Redesigns gibts ja auch in Wirtschaftszweigen.


Warum muß man den einen Güterwagen neu lackieren? Erst Cargo dann Railion das macht schon Sinn demächst kommt noch Stinnes (war mir neu) dazu.
Naja, es soll damit indirekt Werbung gemacht werden. Wobei wenn man genau hinschaut, die wenigsten Waggons die rote Lackierung haben.
Railion gibts weiterhin, gehört halt nur jetzt zu Stinnes, die wiederum zur Deutschen Bahn Gruppe gehören.

...genau und ich auch, daher fahre ich lieber mit dem Auto, das ist für mich wirtschaftlicher.
Kann dich da verstehen. Bei mir z.b. wärs andersrum.
 
...ich würde mir ja gern ne DB- Cargo oder Railion Lock in Spur- N kaufen, aber erst mal abwarten was es jetzt mit dem Design gibt :?
Habe übrigens ca. 120 Güterwagen.
Beim ICE1 wars genauso kaum hatte ich die Treibköpfe gekauft ändern die die Farben. :cry: O.k. sieht eh nur der Bahnfreund.
 
Was mich nervt, sind die dummen Kommentare von Gleichaltrigen wieso ich keinen Führerschein habe, ich sei doch ja schon 20. Ätzend sowas.

.. wenn ich in einer Großstadt (ab 500k Einwohner) wohnen würde und nicht skifahren tät, hätt ich sicher auch keinen FS.. Hab eigentlich mit 24 Jahren nur deshalb den FS gemacht, weil meine Mutter wg. eines Hundes nicht mehr zum Skifahren mitkonnte - und ich nicht "auf immer und ewig" auf die paar Skigebiete in direkter Umgebung Innsbrucks angewiesen sein wollte...

Die Jahre zuvor hatte ich jedenfalls das Auto nicht vermißt und alles mit Bus, Bahn und Rad "gemanaged", und dazu gehörte auch der oben schon angesprochene Weg zur Arbeit bzw. zuvor die ca. 1 stündige Fahrt von Nürnberg nach Erlangen zum Zivildienst ...
 
@christoph84: Wg meiner Anmerkung, dass die effektivste Energieeinsparung das Ableben wäre: schade, dass die Ironie nicht ganz rüber gekommen ist.

Das gesamte Leben in unserer modernen Zivilisation ist pure Energieverschwendung, oder wie Miki das so schön dargestellt hat (früher hat man es bei 17°C in der Wohnung auch ausgehalten). Das Problem ist tatsächlich, von diesem Anspruchsniveau wieder herunter zu kommen.
Der Idealismus, den einige User hier an den Tag legen, in allen Ehren, aber, Leute, ein bisschen mehr Realismus sollte auch mit von der Partie seien. Von schönen Reden ist noch kein Problem gelöst worden (z.B. jeder sollte einen Beitrag leisten etc. => stimmt zwar, aber ständiges Wiederholen hilft auch nicht immer, vgl. Politiker die in jeder Sonntagsrede Rassimus etc. kritisieren, was die wirklich relevante Zielgruppe aber leider auch nicht erreicht...), auch Bahn-Idealismus macht die DB nicht wettbewerbsfähiger. Warum verliert denn der Güterzugverkehr seit Jahrzehnten an Marktanteilen? Das liegt doch nicht daran, dass alle Entscheidungsträger möglichst der Umwelt schaden wollen! Schon mal etwas von Nutzenmaximierung gehört? Das macht jeder von uns, der eine wohnt in der Stadt braucht kein Auto, der andere auf dem Land und braucht es. Wenn es umgekehrt wäre, wäre es doch total widersinnig!
Das zu Recht angesprochene Problem der externen Effekte (z.B. Umweltbelastung beim Wirtschaftsprozess) ist IMHO nur schwer lösbar. Wie soll denn das bewerkstelligt werden? Alles pauschal um 100% verteuern durch eine "Externe Effekte-Steuer"? Und was soll mit diesem Geld angestellt werden? Und wie misst man z.B. wissenschaftlich exakt wie viel Umweltbelastung bei welchen Aktivitäten/Tätigkeiten entsteht? Eine qualitative Analyse, im Stile von "Industrieproduktion schadet der Umwelt" bringt uns da nicht weiter. Und Quantifizierung ist wie immer auch sehr kritisch. Wenn man soweit gehen würde zu sagen, eine Tonne CO2-Ausstoß kostet so und so viel, dann müsste man als nächstes eine Rangfolge erstellen und festlegen welche Tätigkeit etwas kosten und welche nicht (außer ihr wollt das Atmen besteuern, was Elmar Brandt ja in seinem Steuer-Song so unnachahmlich vorgeschlagen hat).

Thema "Bedauern des Gletscherschwunds": bitte lassen wir doch jedem seine privaten Vorlieben, okay? Ich fahre Ski und Auto und bedauere den Gletscherschwund, und andere bedauern den Gletscherschwund nicht und fahren kaum Auto und halten Predigten mit dem moralisch erhobenen Zeigefinger. Jeder soll nach seiner Facon selig werden! Und deshalb halte ich es für legitim, auch wenn es nicht der Realität entspricht, zu bedauern, dass wg dem Gletscherschwund vielleicht die skifahrerischen Möglichkeiten eingeschränkt werden. Die bergsteigerischen und ästethischen Möglichkeiten leiden ja auch. Das zu bedauern ist hoffentlich aber "erlaubt"?!

Thema Wirtschaftsprozess: natürlich gibt es große Fehlallokationen, aber ich warte nach wie vor auf eine wirtschaftliche Organisationsform in der es "besser" läuft, als in der unseren! Will heißen: Wohlstand für die meisten, soziale Sicherheit für die meisten, relativ intakte Umwelt. Das haben wir doch momentan in der westlichen Welt mehr oder weniger realisiert. Natürlich wären Verbesserungen wünschenswert, sie sollten sich aber im realisierbaren Rahmen bewegen und nicht in reine Phrasendrescherei ausarten.
 
Mit dem Zug fahren kann jeder. Die Frage ist ob es sich dann überhaupt noch loht die Reise zu unternehmen.

Für strecken, bei denen man nicht umsteigen muss, ist die Bahn perfekt. Man ist nicht viel langsamer als mit dem Auto, wenn man bedenkt das man teilweise beim Skigebiet die Zeit mit Parkplatzsuchen und Ausrüstung zur Bahnstation verplempert. Mit dem ÖV wird man gleich vor der Talstation abgesetzt.

Ich war letzten Winter einige male mit dem ÖV Skifahren. Zwei Beipiele:

Gotthard-Oberalp
Anfahrt: Bus bis Luzern Bahnhof, Luzern-Goldau, Goldau-Göschenen, Göschenen-Andermatt, Andermatt-Sedrun.

Das waren 4x umsteigen und eine Reise zeit von fast 3h (lange Aufenthalte in den Bahnhöfen). Das heisst um halb acht auf den Bus und dann erst um 10.30 im Skigebiet sein.
-> nie wieder. Mit dem Auto bin ich, wenn ich um 7.30 Zuhause abfahre, um 9 Uhr auf der Piste (falls direkten Anschluss in Andermatt).

Melchsee-Frutt
Anfahrt: Bis Luzern Bahnhof mit Bus, Luzern-Sarnen, Sarnen-Stöckalp
2x Umsteigen, aber immer direkter Anschluss.

Reise Zeit ca. 1.30h, grösster Teil macht die Fahrt mit dem Postauto nach Stöckalp aus, und das ist man mit dem Auto nicht schneller, da man die Zeit, die man an den Haltestellen verliert, bei der Stöckalp locker aufholt, weil einem der Bus direkt vor die Station chauffiert.

Was das schleppen der Skier etc. bis zum Bahnhof angeht, so finde ich das das kleinste Problem. Ich hab einen Dakine-Rucksack mit einer Halterung für die Skier (lassen sich so sehr gut transportieren), Helm, Brille etc. Kommt alles in/an den Rucksack. Skischuhe hab ich an und hab einfach die Schnallen offen (und ich laufe so über einen Feldweg, was überhaupt kein Problem darstellt). Stöcke an die Hände. Fertig!!! Kein Problem!
 
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