Garmisch P.-Alpspitze (2628m), 0609-0709
- snowotz
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Das hört sich ja wirklich sehr interresant an, werde auf jedem Fall versuchen das dieses Jahr in Angriff zu nehmen.
Mit Klettern hab ich´s nämlich noch nicht so, aber wenn man das als normaler Bergwanderer hinbekommt ist´s OK.
Muß man in der Reintal-Angerhütte an den WE´s sich eigentlich voranmelden ??? (Bin auch im DAV drin, könnte vielleicht von Vorteil sein)
Und wie schaut´s mit dem Aufstieg über´s Höllental aus ?
Wie lange dauert das u. ist dort Kletter-Ausrüstung erforderlich ???
@k2k: Als Du über´s Höllental hoch bist u. Rheintal runter, wo habt Ihr da Übernachtet ?
Mit Klettern hab ich´s nämlich noch nicht so, aber wenn man das als normaler Bergwanderer hinbekommt ist´s OK.
Muß man in der Reintal-Angerhütte an den WE´s sich eigentlich voranmelden ??? (Bin auch im DAV drin, könnte vielleicht von Vorteil sein)
Und wie schaut´s mit dem Aufstieg über´s Höllental aus ?
Wie lange dauert das u. ist dort Kletter-Ausrüstung erforderlich ???
@k2k: Als Du über´s Höllental hoch bist u. Rheintal runter, wo habt Ihr da Übernachtet ?
- Alpenkoenig
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@Höllental:
nicht ganz so einfach, da konditionsraubend (2200 (!) Höhenmeter) und sowohl etwas Gletscher als- auch Klettersteigerfahrung (mäßig schwierig) notwendig ist.
Stabile Wetterlage Voraussetzung und wegen (Alt)schneeresten würde ich erst frühestens Ende Juli eine solche Unternehmung starten.
Ansonsten eine grandiose Tour mit Höllentalklamm, dem luftigen Brett, Gletscherüberschreitung, ...
nicht ganz so einfach, da konditionsraubend (2200 (!) Höhenmeter) und sowohl etwas Gletscher als- auch Klettersteigerfahrung (mäßig schwierig) notwendig ist.
Stabile Wetterlage Voraussetzung und wegen (Alt)schneeresten würde ich erst frühestens Ende Juli eine solche Unternehmung starten.
Ansonsten eine grandiose Tour mit Höllentalklamm, dem luftigen Brett, Gletscherüberschreitung, ...
- k2k
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^^ Genau so ist es. Ich erlaube mir trotzdem noch ein paar ausführlichere Worte zum Höllental: Geht zunächst durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte. Diesen Abschnitt kenne ich nicht, wir sind von der Alpspitze her zur Höllentalangerhütte abgestiegen.
Von der Hütte gehts dann über den zunächst flachen Höllentalanger zu einem ähnlichen Steilabbruch wie im Reintal. Im Gegensatz dazu sind hier jedoch schon im unteren Abschnitt Klettersteig-Passagen drin. Geht glaube ich zunächst mit einer längeren Leiter los, danach folgt das berühmte "Brett":

Wenn man den ersten steilen Abschnitt überwunden hat, geht's wieder ein wenig flacher bis zum Höllentalferner. Der Gletscher dürfte wohl noch der fitteste im Zugspitzgebiet sein, da er von diversen Lawinen aus den umliegenden Felswänden gefüttert wird und ausserdem nordseitig ausgerichtet ist. Der Zustand des Gletschers kann variieren, man sollte IMHO mindestens ein Paar Grödeln dabei haben. Ansonsten ist noch die Randkluft interessant, da auf den Gletscher direkt der Klettersteig mit einer Leiter folgt. Da musste man sich, als ich dort war, recht abenteuerlich nach vorne fallen lassen. Der Abschnitt nach dem Gletscher ist wie gesagt reiner Klettersteig, dessen Schwierigkeiten allerdings hauptsächlich in der Abgegriffenheit des Felses und in den Massen liegen, die bei schönem Wetter dort hinauf gehen.
Um die Frage von oben noch zu beantworten: Wir haben am 1. Tag zum Eingehen die Alpspitze gemacht (allerdings "aussen herum" über den einfacheren Steig), und sind dann zur Höllentalangerhütte abgestiegen. Am zweiten Tag gings dann zum Gipfel und übers Platt zur Knorrhütte, wo wir spontan beschlossen, doch noch zur Reintalangerhütte abzusteigen (Eine Mördertour, Gehzeit war rd. 9 Stunden). Am letzten Tag gings dann wieder zurück nach Partenkirchen.
Von der Hütte gehts dann über den zunächst flachen Höllentalanger zu einem ähnlichen Steilabbruch wie im Reintal. Im Gegensatz dazu sind hier jedoch schon im unteren Abschnitt Klettersteig-Passagen drin. Geht glaube ich zunächst mit einer längeren Leiter los, danach folgt das berühmte "Brett":
Wenn man den ersten steilen Abschnitt überwunden hat, geht's wieder ein wenig flacher bis zum Höllentalferner. Der Gletscher dürfte wohl noch der fitteste im Zugspitzgebiet sein, da er von diversen Lawinen aus den umliegenden Felswänden gefüttert wird und ausserdem nordseitig ausgerichtet ist. Der Zustand des Gletschers kann variieren, man sollte IMHO mindestens ein Paar Grödeln dabei haben. Ansonsten ist noch die Randkluft interessant, da auf den Gletscher direkt der Klettersteig mit einer Leiter folgt. Da musste man sich, als ich dort war, recht abenteuerlich nach vorne fallen lassen. Der Abschnitt nach dem Gletscher ist wie gesagt reiner Klettersteig, dessen Schwierigkeiten allerdings hauptsächlich in der Abgegriffenheit des Felses und in den Massen liegen, die bei schönem Wetter dort hinauf gehen.
Um die Frage von oben noch zu beantworten: Wir haben am 1. Tag zum Eingehen die Alpspitze gemacht (allerdings "aussen herum" über den einfacheren Steig), und sind dann zur Höllentalangerhütte abgestiegen. Am zweiten Tag gings dann zum Gipfel und übers Platt zur Knorrhütte, wo wir spontan beschlossen, doch noch zur Reintalangerhütte abzusteigen (Eine Mördertour, Gehzeit war rd. 9 Stunden). Am letzten Tag gings dann wieder zurück nach Partenkirchen.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Emilius3557
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Ein paar Erfahrungen:
Höllentalangerhütte - Zugspitze - Reintalangerhütte: 12 h, allerdings mit Gipfelaufenthalt. Für den Höllentalaufstieg haben wir gut 6 1/2 Stunden gebraucht (aber schweres Gepäck wg. dreitägiger Tour)
Das zweite Mal bin ich mit zwei sehr fitten Leuten an einem Tag übers Höllental rauf, da haben wir insgesamt 6 H 20 min gebraucht.
Der Gipfelklettersteig ist wirklich einfacher als es aussieht, technisch wirklich kein Problem, man sollte aber darauf gefasst sein, dass man an manchen Stellen gute 100 Hm senkrecht nach unten in gähnende Gletscherspalten schauen kann.
Ab der Irmerscharte merkt man auch die Höhe, man ist ja auch schon einiges unterwegs.
Den Gletscher sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, zu viele Leute sind schon dort wg Spaltensturz ums Leben gekommen.
Auch wenn viele Leute den Steig ungesichert gehen - ich würde das nicht machen, die Sicherung kann Leben retten und mit einiger Routine kostet das nicht übermäßig viel Zeit. Die allermeisten Passagen kann man auch frei gehen, im unteren Teil würde ich z.B. nur "die Leiter" und "das Brett" sichern, oben allerdings alles.
Höllentalangerhütte - Zugspitze - Reintalangerhütte: 12 h, allerdings mit Gipfelaufenthalt. Für den Höllentalaufstieg haben wir gut 6 1/2 Stunden gebraucht (aber schweres Gepäck wg. dreitägiger Tour)
Das zweite Mal bin ich mit zwei sehr fitten Leuten an einem Tag übers Höllental rauf, da haben wir insgesamt 6 H 20 min gebraucht.
Der Gipfelklettersteig ist wirklich einfacher als es aussieht, technisch wirklich kein Problem, man sollte aber darauf gefasst sein, dass man an manchen Stellen gute 100 Hm senkrecht nach unten in gähnende Gletscherspalten schauen kann.
Ab der Irmerscharte merkt man auch die Höhe, man ist ja auch schon einiges unterwegs.
Den Gletscher sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, zu viele Leute sind schon dort wg Spaltensturz ums Leben gekommen.
Auch wenn viele Leute den Steig ungesichert gehen - ich würde das nicht machen, die Sicherung kann Leben retten und mit einiger Routine kostet das nicht übermäßig viel Zeit. Die allermeisten Passagen kann man auch frei gehen, im unteren Teil würde ich z.B. nur "die Leiter" und "das Brett" sichern, oben allerdings alles.
- billyray
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Das geht schnell (wenn man nicht grade auf Fließendes-Wasser-Fotografieren steht) und ist völlig unproblematisch. Höllentalklamm kostet ¤ 1,50, wenn ich mich recht entsinne.k2k hat geschrieben: Geht zunächst durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte. Diesen Abschnitt kenne ich nicht, wir sind von der Alpspitze her zur Höllentalangerhütte abgestiegen.
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Sehr schöne Info´s, dank Euch.
So wie sich das alles anhört werde ich doch für den Anfang bei meinem Vorhaben bleiben und erst mal nur mit dem Reintal den Anfang machen (mit Übernachtung in der Reintal Angerhütte).
Schließlich habe ich noch keine Klettererfahrung bzw. den Umgang mit nem Klettersteig-Set !
So wie sich das alles anhört werde ich doch für den Anfang bei meinem Vorhaben bleiben und erst mal nur mit dem Reintal den Anfang machen (mit Übernachtung in der Reintal Angerhütte).
Schließlich habe ich noch keine Klettererfahrung bzw. den Umgang mit nem Klettersteig-Set !