Technische Farge zu Rollen und Seil

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Thomas CH
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Technische Farge zu Rollen und Seil

Beitrag von Thomas CH »

Wie gross ist der Druck (Kg) pro Rolle mit dem das Seil (zb bei einer Gondelbahn) aufliegt?
Ich habe mir schon überlegt, was passiert wenn zb ein Rollenlager defekt ist und eine Rolle blockiert?

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Migi
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Beitrag von Migi »

Kommt aufs Seilgewicht, die Seillage, die Belastung und die Anzahl und Aufteilung der Rollen an.
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Thomas CH
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Beitrag von Thomas CH »

Aber es muss doch sicher einen Mindestauflagedruck geben, damit bei jedem Wetter das Seil sicher in den Rollen bleibt. Ist das im Bereich von 200-300Kg oder 2000-3000Kg :?: :?:
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Alpi
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Re: Technische Farge zu Rollen und Seil

Beitrag von Alpi »

Thomas CH hat geschrieben: Ich habe mir schon überlegt, was passiert wenn zb ein Rollenlager defekt ist und eine Rolle blockiert?
Dann reibts den Rollengummi durch!
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Migi
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Beitrag von Migi »

Puh, die Details kenn ich net, bin kein Physiker *g*. Hm, 2 - 3 Tonnen werdens kaum sein. Da hätte die Rolle wohl net so ne lange Lebensdauer...
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

ich glaub maximum ist sowas um 750 KG pro Rolle.
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Hägar
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Beitrag von Hägar »

Ram-Brand hat geschrieben:ich glaub maximum ist sowas um 750 KG pro Rolle.
Du liegst nicht schlecht. Bei einer 6er Gondel (die ich gut kenne) stimmt dieser Wert nicht schlecht. Allerdings ist das dann schon die obere Grenze. Mit diesem Wert ist der Verschleiss der Einlageringe sehr gross. Am Abend konnten einzelne Rollen mit der blossen Hand nicht mehr angefasst werden. Und solche Einlageringe sind dann nach einer Saison durch. Es wurden dann Batterien mit mehr Rollen eingebaut, und nun liegt der Wert bei rund 500 Kg. pro Rolle.
Der Wert ist natürlich auch vom Seildurchmesser abhängig. Bei einem 15 mm Seil eines Skiliftes würde sich das Seil mit 750 kg pro Rolle in kurzer Zeit in den Einlagering fressen.
Thomas CH
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Beitrag von Thomas CH »

Vielen Dank für Eure Antworten :D :D . Ich dachte die Werte seien viel höher. Bei diesem Auflagedruck braucht es wohl nicht sehr viel, damit das Seil entgleist (Seitenwind + ein paar "Helden", die die Kabine ins schwingen bringen.....).
Von meiner Arbeit her bin ich andere Achsdrücke gewohnt. Zb eine Lokomotive mit ca 20 t pro Achse.... :lol:
Hägar
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Beitrag von Hägar »

Thomas CH hat geschrieben:Vielen Dank für Eure Antworten :D :D . Ich dachte die Werte seien viel höher. Bei diesem Auflagedruck braucht es wohl nicht sehr viel, damit das Seil entgleist (Seitenwind + ein paar "Helden", die die Kabine ins schwingen bringen.....).
Von meiner Arbeit her bin ich andere Achsdrücke gewohnt. Zb eine Lokomotive mit ca 20 t pro Achse.... :lol:
Wir sprechen von den Max. Werten. Die Min. Werte sind eben genau wegen den Seilentgleisungen auch vorgeschrieben. Kenne allerdings die Zahlen nicht auswendig. Wegen den Seilentgleisungen kommen noch 2 andere Faktoren zum tragen.
a) Tiefe der Rille im Einlagering
b) Seilspannung

Bei Skiliften kommt dein Fall leider schon manchmal vor. Oder bei einem Sturz kurz vor einer Stütze, und dann bleibt der Bügel an einer Strebe hängen.

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motorschaden
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Beitrag von motorschaden »

Ich glaube, dass (zumindest in Österreich) die Mindestrollenlast bei einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 2,5 m/s mit 0,5 kN, bei bis zu 5,0 m/s mit 1,0 kN festgelegt ist.
Hägar
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Beitrag von Hägar »

motorschaden hat geschrieben:Ich glaube, dass (zumindest in Österreich) die Mindestrollenlast bei einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 2,5 m/s mit 0,5 kN, bei bis zu 5,0 m/s mit 1,0 kN festgelegt ist.
Finde die Werte sehr tief. Kann es momentan aber nicht wiederlegen. Werde versuchen, mich morgen mal schlau zu machen.
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motorschaden
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Beitrag von motorschaden »

ich habe mal gesucht und was von ms-fk gefunden:
die Wechsellast hat den Vorteil das die Rollen in Summe (oben - unten )einen fast konstanten Druck haben ( durch die Federn ).
Die Summe pro Rolle liegt bei ca. 7kN ( 700kg ).
Sommit ist die 4er Kombi für Seillasten von ca. +/- 24kN vorgesehen.

Die Rollendrücke pro Rolle bei DM bewegen sich zwischen 1 - 9 kN.

Wobei in Österreich ein minimum von 1kN vorhanden sein muss.
Und bei hohen Lasten um die 10kN geht der Gummi zu schnell kaputt.
hier nachzulesen:
http://www.ski-world.net/forum/viewtopi ... echsellast
Hägar
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Beitrag von Hägar »

@ motorschaden

Jo der ms-fk müsste es ja wissen.
Gehe mal der Frage nach, ob die Werte in der Schweiz anders sind. Wird aber sicher Montag
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Beitrag von motorschaden »

Hägar hat geschrieben: Jo der ms-fk müsste es ja wissen.
ja, das habe ich mir auch gedacht!
Hägar hat geschrieben: Gehe mal der Frage nach, ob die Werte in der Schweiz anders sind. Wird aber sicher Montag
das wäre super! würde mich nämlich interessieren!
ich glaube nämlich einmal gelesen zu haben, dass in der schweiz die mindestrollenlast auch irgendwie in verbindung mit der rillentiefe steht! (vielleicht ist das inzwischen auch schon in österreich so seit dem neuen seilbahngesetz vom mai, weil es werden doch viele schweizer seilbahngesetze übernommen...)
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Beitrag von seilbahner »

Bei Leitner sind die Rollenbatterien immer so gebaut, das der Auflagedruck im Schnitt 450 kg Beträgt.
Es werden dann auch verschiedene Rollendurchmesser verwendet.
Bei 4er Sesselbahnen kommen 460er und 500er zur verwendung zum Beispiel.
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Beitrag von Hägar »

Wir legen bei uns die max. Lasten pro Rolle übrigens meist in der Ausschreibung der Bahn fest. Liegt je nach Bahntyp auch so um die 500 Kg
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Beitrag von Dresdner »

Vorgeschrieben ist sowohl für Zug- als auch Tragseile nicht die größte, son dern die kleinste Auflagekraft.
Bei Pendelbahnen gilt für Zugseile:
Die Auflagekraft des Zugseils darf nicht negativ werden,
- wenn der größte bei gleichförmiger Bewegung vorhandene Seilzug um 40 % erhöht wird;
- bei Verdopplung des durch die Stützenüberfahrt des beladenen Fahrzeugs verursachten Seilzugunterschiedes, wenn nicht ein kleinerer Seilzugunterschied rechnerisch nachgewiesen wird.
- bei Stützenauflagen, wenn die Bahn dynamischen Einflüssen unterworfen ist.
Bei Pendelbahnen gilt für Tragseile:
Die kleinste Auflagekraft muß mindestens gleich sein der Windkraft, die bei einem Staudruck von 500N/Quadratmeter auf die halbe Seillänge der beiden angrenzenden Spannfelder wirkt ...
Sie darf nicht negativ werden, wenn
- der größte Seilzug um 40 % erhöht wird;
- die Fangbremse mit dem größten Reibwert der Bremsbeläge wirkt
- bei Niederhalteschuhen in Stationen der kleinste Seilzug um 40 % vermindert wird.
Mit Berücksichtigung der Fahrzeugfläche muß der für die statische Entgleisung kritische Staudruck mindestens 250 N/Quadratmeter betragen.
Ich könnte auch noch die Formel für die Berechnung des kritischen Staudrucks posten, jedoch brauche ich dazu Wurzelzeichen in verschiedenen Ebenen und soweit bin ich in die Geheimnisse meiner Computertastatur noch nicht eingedrungen.
Ich hoffe, die ganze Sache ist jetzt schon verwirrend genug. :D
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

^^ Tipp:

Schreib die Formel auf einen Zettel und scane den Zettel oder fotografier ihn ab.
Dann füg das Bild hier ein. fertig.
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Dresdner
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Beitrag von Dresdner »

Ja,
ansonsten findest du die Formel unter Punkt 453.4 der schweizer Pendelbahnverordnung.
Pendolino
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