Angesichts der Wetter- und Schneelage sollte es statt dessen in den Dolomiten gehen. Um mal etwas Neues zu sehen, wählten wir Cortina d´Ampezzo als Ziel. Eine richtig gute Entscheidung!!
Ich werde im Lauf der nächsten Wochen einzeln über die 4 Tage berichten, wenn ich dazu Zeit finde. Zur Zeit gibt es hier ja sowieso sehr viel zu lesen! Die Bilder sind zum Teil von meiner billigen Digicam, zum Teil von meiner Spiegelreflex. Die Qualität der verkleinerten Bilder ist in beiden Fällen nicht berauschend, falls jemand aber Bilder in besserer Auflösung will lässt sich das bei einzelnen Aufnahmen schon machen.
Ein paar allgemeine Infos zu den Tagen:
Anfahrt:
Problemlos in ca. 5 Stunden von München über Kufstein, Innsbruck, Sterzing, Bruneck, Toblach nach Cortina. Pause am Autohof in Sterzing (leckere Pizza!!). Danach wollte die Karre zwar mal wieder nicht anspringen, ein slowenischer Pannenhelfer zeigte uns aber vor Jahren mal die Stelle, wo man mit dem Hammer drauf schlagen muss, damit er doch wieder anspringt. Klappte auch dieses Mal!
Unterkunft:
Camping Cortina: Preiswert, gute Sanitäranlagen, empfehlenswerte Pizzeria, Skibushaltestelle vor der Tür!
Skigebiet und Skibusverbindung:
Cortina bietet 6 Skigebiete, die nicht oder nur teilweise zusammenhängen. Mit gültigem Skipass kann man bis 17.15 Uhr aber kostenlos die Ortsbusse benutzen, die im Winter gleichzeitig Skibusse sind.
Das Netz ist für Fremde anfangs etwas komplex, man kommt aber überall hin. Leider fallen nach dem 6. Januar viele Verbindungen weg. Gut erreichbar sind die Skigebiete Faloria, Cristallo, Tofana und Cinque Torri/Lagazui. Deutlich schlechter dagegen das kleine Gebiet Mietres. Kaum erreichbar (wir waren aber auch nicht dort!) die Lifte am Misurinasee.
Jetzt aber zum ersten Tag:
6.1.2005: Faloria, Cristallo, Mietres
Anfahrt:
Verstärkerbus (nur noch an diesem Tag) um 8:49 zur Autostazione. Dort Skipasskauf und zu Fuss in wenigen Minuten zur Faloria-Seilbahn.
Wetter:
Am Vormittag bewölkt, nachmittags zunehmend wolkenlos, am Nachmittag deutlich über 0°C
Schnee und Pistenverhältnisse:
30-80 cm (geschätzt), auf den Pisten vor allem Kunstschnee. Harte griffige Pulverschneepisten, nur an wenigen Stellen etwas glatter. Am Nachmittag an sonnigen Hängen firnig bis sulzig. Nur am Cristallo wenige Steine.
Geöffnete Anlagen:
Alle außer oberer Teil der DSB Forcella Staunies
Geöffnete Pisten:
Alle außer oberer Teil Forcella Staunies und eine Piste an der Faloria wegen eines Rennens
Wartezeiten:
0 Minuten:
Funivia Faloria (9:10 Uhr)
TSL Tondi Faloria
DSB Girilada 1 und 2
3SB Rio Gere - Pian de Ra Bigontina (Leitner)
TSL Guargnè
DSB Guargnè-Col Tondo (Graffer)
DSB Col Tondo - Mietres (Graffer)
5 Minuten:
4 KSB Pian de ra Bigontina (DM)
4 KSB Rio Gere Son Forca
ca. 10 Minuten:
4 KSB Vitelli (erst ab 11 Uhr) (Agamatic)
DSB Padeon
DSB Staunies
gefallen:
+ tolle Pisten
+ gutes Wetter
+ schöne Schneeverhältnisse
+ Traumlandschaft
+ im allgemeinen keine Wartezeiten
+ lange Öffnungszeiten (viele Lifte bis 16:30 Uhr)
nicht gefallen:
- Wartezeiten DSB Staunies
- Busverbindung Mietres (dazu mehr im Text)
Fazit: Mir hat´s getaugt! Meine Mitfahrer mussten aber wohl etwas darunter leiden, dass ich alle Lifte fahren wollte!
Unser Tag:
Um kurz nach 9 schweben wir mit der eindrucksvollen Faloria-PB (Mittelstation Mandres) hinauf. Noch ist es zwar bewölkt, doch das tut der Dramatik der Landschaft keinen Abbruch. Zum Aufwärmen fahren wir eine Runde am TSL Tondi-Faloria, dann geht es zur 4 KSB Vitelli. Nach mehreren Fahrten auf den schattigen und zum Teil recht steilen Pisten, genießen wir die längere Abfahrt hinunter nach Rio Gere. Ein Traum auch zum Carven. Nur das letzte Stück ist ein flacher Wanderweg!
Gegen 11 staut es sich an der 4 KSB Vitelli, so dass wir auf die nun geöffneten DSB Girilata 1 und 2 (Hersteller?) ausweichen. Coole Anlagen, wenn es nicht zu kalt ist. Nachdem wir alle Pisten gefahren sind, wechseln wir auf die sonnigeren Hänge am Cristallo.
An der 4 KSBB nach Son Forca gibt es ca. 5 Minuten Wartezeiten, vor allem unsere Damen aber meinen die Bahn wäre mit einer Sitzheizung ausgestattet, so warm sind (und bleiben) die Sitze bei der Auffahrt. Oben dann Mittagessen (Lasagne und Obstsalat: teuer aber gut) und weiter zur DSB Padeon (schöne aber recht kurze Hänge). Leider ist der Lift etwas überlastet, er wird aber nächstes Jahr durch eine 4 KSB ersetzt.
Auch an der DSB Staunies (Cristallo-Scharte) gibt es ungefähr 10 Minuten Wartezeit. Schade auch, dass der obere Teil wegen zu wenig Schnee noch geschlossen ist. Landschaftlich trotzdem vielleicht die schönste Piste (und Liftauffahrt), die ich kenne.
Am Nachmittag soll es noch zu den beiden Sesselliften im Mietres-Gebiet gehen. Die Skibusverbindung ist leider nicht optimal. Unser Plan ist es über die Talabfahrt von Faloria bis zur Haltestelle Alvera (etwas abseits der Piste zu fahren). Die Abfahrt ist sehr flach, wurde lange nicht mehr präpariert und ist entsprechend ausgefahren. Wir finden zwar die richtige Abzweigung durch den Tiefschnee zur Bushaltestelle, verpassen den Bus aber um zwei Minuten. Der nächste Bus solle erst in einer Stunde fahren.
Also fahren wir auf Skiern durch die Wiesen und wandern zu Fuss auf völlig vereisten Straßen zum TSL Guargnè. Mittlerweile ist es spät geworden, doch der Graffer Sessellift zum Col Tondo fährt bis 16:30 Uhr. Die obere Sektion bis Mietres leider nur bis 16 Uhr. Wir dürfen um 16:05 Uhr trotzdem noch hochfahren.
Früher gab es in Mietres mehr Anlagen, ein paar Fotos davon stelle ich demnächst ins LSAP-Topic. Gegen 17:30 erreichen wir schließlich nach einigen Busfahrten wieder den Zeltplatz (Umsteigen an der Piazza Roma).
Der Rest bei den Bildern: