Hinfahrt: 1h 40 min, am Ofenauer-/Hieflertunnel kurz Stehen, dann mit 20, 40 und 60 durch die Röhren. Dabei war zuvor auf der A10 wenig los. Offensichtlich haben man-che Autofahrer Probleme hintereinander mit 60 durch ein Tunnel zu fahren.
Rückfahrt: 2h 40 min, an der Tunnelbaustelle Rückstau bis Werfen, sind ab Bischofshofen die B159 gefahren, dort teilweise Stehen, dann langsames Vorankom-men, zumal von der Autobahn eine Menge Autos rausgefahren sind. Wahrscheinlich war zum Schluss im Tunnel keiner mehr… Dann ab Inntaldreieck das Übliche für ein schönes Wochenende, sind dann ab Weyarn Landstraße gefahren. Warum ist ab Irschenberg wirklich jedes Wochenende ein Riesenstau?!
Fazit: wenn mal nicht so viel los wäre und die Baustelle nicht wäre, echt ideal zu erreichen
Wetter: sonnig, keine Wolken, nur frühmorgens in Flachau leichte Talnebel
Temperaturen: morgens und abends in Flachau (im Tal allgemein) sehr kalt, morgens -15°C, abends -9°C, untertags und vor allem auf den Gipfeln deutlich wärmer
Schnee: 35-70-85 cm meldet Flachau, die anderen ähnlich.
Zusammensetzung: sehr viel Kunstschnee, vor allem in Flachau frisch produziert, deshalb teilweise „Tiefschnee“ an den Kanonen.
Präparierung: Vorbildlich, selbst nachmittags um 15.40 Uhr war die „Wagrainer Höhe“-Abfahrt noch ein Genuss, auch die Talabfahrt Flachau trotz kleinerer Schneehau-fen gut zu fahren. In Alpendorf vor allem auf der Talabfahrt weniger gut präpariert. Generell wirken die Betreiber sehr bemüht perfekte Verhältnisse zu schaffen, die Kanonen sind den ganzen Tag über gelaufen, was sehr wichtig war, da die Unterlage zwar sehr gut ist (kein Stein in Flachau, sehr sehr wenige in Wagrain und Alpendorf), aber doch recht eisig und hart. Generell waren mir einige Abschnitte einfach zu glatt, wenn es mal 20+x cm Naturschnee auf diese gute Unterlage gibt, sind die Bedingun-gen sicher noch besser.
Offene/Geschlossene Abfahrten: Alles offen, sogar eine der Stegbach-Abfahrten.
Gefahrene Lifte: Alle außer 4KSB Topliner, PB Kogelalm, 6KSB Grafenberg, 6KSB Hirschenkogel, SL Stegbach und die DSBs in Alpendorf.
Wartezeiten: den ganzen Tag über nicht, außer einmal 5 min an der 4KSB StarJet3, vulgo Kesselbodenbahn.
Auf den Pisten war es folglich zwar belebt, aber nie überfüllt oder unangenehm voll. Komplett allein war man allerdings auch nicht.
Allgemeiner Kommentar:
Wir sind ungefähr 10 Jahre nicht mehr dort gewesen und haben uns teilweise echt nicht mehr ausgekannt (v.a. in Wagrain/Alpendorf). Hier wurde überall wirklich mas-siv investiert, der Liftkomfort ist kaum zu übertreffen, die Präparierung hervorragend. In Wagrain wurde am Sonntagskogel echt der Berg komplett umgestaltet, so dass einige sehr gut aussehende Steilstücke hinzugekommen sind. Generell finde ich die Abfahrten in Wagrain interessanter als in Flachau (Ausnahme: Gipfelhänge und Weltcupabfahrt), dort hat mich vor allem die Talabfahrt zum Space Jet 1 nicht so ü-berzeugt. Die Abfahrt am Flying Mozart und erst recht an der Wagrainer Höhe sind da ganz andere Kaliber. Auch die Grafenberg-Abfahrt ist klasse, der Steilabschnitt der 36aer unterhalb der Krapfenalm (sehr zu empfehlen, hausgemachte Krapfen und Gratis-Schaps und leutselige Kellner LOL) hat mir nicht gefallen, die 36er auf der anderen Seite ist, glaube ich, deutlich schöner. Sehr schön sind die neuen Abfahrtsab-schnitte an der 8KSB Almbahn, was mich am Flachauer Liftsystem aber nicht über-zeugt, ist die Tatsache, dass man, wenn man ganz nach oben will um die eindeutig besten Hänge zu genießen, immer ein ordentliches Stück hinunter muss, vor allem vom Space Jet2 zum Space Jet3, das kostet einiges an Zeit, da finde ich die EUBs mit Mittelstationen in Wagrain deutlich besser. Die Kesselbodenbahn ist dazu dem Andrang zur Nebensaison schon nicht ganz gewachsen (bleibt oft stehen), das liegt aber auch daran, dass man von der 8KSB wie bereits gehört, nicht so gut nach Wag-rain kommt. Das Einzige, was man wirklich noch verbessern könnte ist das Liftticket-system, dieses „Karte aus dem Anorak fummeln“ und „reinstecken“ ist echt nicht zeitgemäß. Warum geben die keine Magnet-Karten mit Pfand aus, selbst am Spitzing schaffens das?!
Sehr praktisch ist der Pendelbus in Wagrain mit freundlichen Busfahrern, die auch noch mal anhalten, wenn man winkend angerannt kommt. Dadurch konnten wir beide Skischaukelteile an einem Tag befahren und nach langen Jahren mal wieder sehen, was mich sehr gefreut hat. Erstaunlich ist auch, wie sich die eigene Raumwahrnehmung verändert. Ich war ja früher wirklich oft in Alpendorf, aber die herrliche Land-schaft mit dem Blick ins Salzachtal und die gewaltigen Bergmassive von Hochkönig und Tennengebirge habe ich echt noch nie so wahrgenommen gehabt. Wo hatte ich denn früher bloß meine Augen…
Fazit: meine Mitfahrer und ich waren uns einig, dass der Preis von 34¤ für die Tageskarte zwar hoch ist, dass dafür aber auch extrem viel geboten wird und das Preis-Leitungsverhältnis deshalb für sehr gut befunden.
Bewertung:
Gefallen:
- tolles Wetter
- tolle Lifte
- keine Wartezeiten
- hervorragende Präparierung
- große Schischaukel (3 Vallées-Feeling
- Nostalgie
Nicht gefallen:
- Liftkartensystem
- keine direkte Tal-Gipfel-Verbindung in Flachau
- zu wenig Naturschnee, deshalb oft glatte Pisten