Drei Verletzte bei Absturz von Sessellift in Tirol

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PB_300_Polar
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Beitrag von PB_300_Polar »

Wenn die das bringen, dann wäre die skandalnachricht doch keine Skandalnachricht, oder???
Der Schnee kommt.....

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Petz
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Beitrag von Petz »

Es rächt sich jetzt, daß man von den verschraubten Rollen abgekommen ist und einem einzigen Federstahlring anstelle von etlichen Schrauben mit selbstsichernden Muttern die Sicherung des Rollenbordes überlässt welches bei einigen Betriebsleitern und auch bei mir schon lange Unverständnis hervorrief.
Vielleicht überdenkt aufgrund des Vorfalles zumindest die italienische Seilbahnbehörde ihren Plan, verschraubte Rollen ab 2008 zu verbieten und besser diese neue Rollenbauart aus dem Verkehr zu ziehen oder zumindest zusätzliche Sicherungen vorzuschreiben. :!:
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Jens
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Beitrag von Jens »

Sachverständige zurückhaltend

Fahrgäste wollten vor Zwischenfall Geräusch gehört haben

Die an Ort und Stelle tätigen Sachverständigen von Gericht, Landesregierung und Seilbahnbetreiber zeigten sich in einer ersten Reaktion am Nachmittag zurückhaltend. Ein erster Vorbericht soll bis Ende der kommenden Woche vorliegen nach entsprechenden Untersuchungen der Technischen Universität Wien. Bekannt wurde außerdem, dass Fahrgäste vor dem Zwischenfall ein verdächtiges Geräusch gemeldet hätten. Noch bevor ein Seilbahnbediensteter dies überprüfen habe können, sei es zu dem Zwischenfall gekommen, erklärte der Bahnbetreiber in einer Pressekonferenz.

In ganz Österreich seien derzeit etwa 500.000 derartige Rollen bei Seilbahnen im Einsatz. In Tirol dürften "vier bis fünf Anlagen" in Betrieb sein. Die Bahnbetreiber sollen zu besonderer Vorsicht und zusätzlichen Kontrollen aufgefordert werden, erklärten Vertreter der Tiroler Landesregierung.

Der Schaden sei nicht eins zu eins auf andere Anlagen übertragbar, erklärte der Sachverständige der Tiroler Landesregierung, Klaus Oberdorfer. Weitere genaue Schadenserhebungen seien notwendig. Es handle sich um eine besondere Konstruktion. Der seinerzeitige Errichter der Anlage sei in Konkurs gegangen, Unterlagen müssten daher erst ausgehoben werden. Unklar sei außerdem, warum sich der Klemmmechanismus geöffnet habe und daraufhin der Sessel in die Tiefe gestürzt sei.

Der Sachverständige des Gerichts, Hubert Schupfer, meinte zu den Berichten der Augenzeugen, dass zuerst die Vernehmungsprotokolle der Gendarmerie abgewartet werden müssten. Untersuchungen kündigte er auch für das Seil an, das bei dem Vorfall beschädigt wurde.

Der von der Wirtschaftskammer zuständige Techniker Robert Steinwander sprach von einem ungünstigen Zeitpunkt, an dem alle negativen Faktoren zusammen getroffen seien. Die Konstruktion der Anlage habe bisher als "sehr sicher und durchdacht" gegolten.

Unternehmenssprecher Michael Stiller verteidigte die 14 Jahre alte Bahn. Normalerweise betrage die Lebensdauer 25 Jahre. Man sei an einer lückenlosen Aufklärung interessiert. Seilbahnen nach 14 Jahren komplett zu erneuern, werde nicht zielführend sein, meinte Stiller.
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starli
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Beitrag von starli »

Unternehmenssprecher Michael Stiller verteidigte die 14 Jahre alte Bahn. Normalerweise betrage die Lebensdauer 25 Jahre.
.. und wenn man die Bahnen ordentlich wartet und nicht so wie in der Lizum, halten sie auch mal 50 Jahre ...

:)
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Petz
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Beitrag von Petz »

Ich würde da den Betreibern keinen Vorwurf machen denn da müßte man vorschreiben, jeden dieser Ringe regelmäßig einer Ultraschalluntersuchung zu unterziehen.
Wenn da jemandem ein Vorwurf zu machen ist dann den Herstellern (und praktisch alle bauen heutzutage diese Rollenform), die sich über die Folgen dieser Konstruktion offenbar keine Gedanken machten und vor allen Dingen (wieder mal) der sonst ja so gerne so selbstherrlich handelnden Aufsichtsbehörde, die einen solchen konstruktiven Schwachsinn (wie sich ja jetzt bestätigte) nicht von vornherein unterband - Bedenken über die Konstruktionsart wurden seit Einführung dieser Bauart immer wieder geäußert.
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Den Bildern nach zu urteilen würde ich sagen, dass der Bolzen an der Rolle gebrochen ist. Vielleicht Matterialermüdung.
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Beitrag von Yeti01 »

@Kris: Sorry, wollte hier auf keinen Fall beleidigend sein!! :oops:
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Axams

Beitrag von schifreak »

heute in der TZ - München
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Fabi,alpiner Schifreak

TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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Beitrag von Petzi »

starli hat geschrieben:
Unternehmenssprecher Michael Stiller verteidigte die 14 Jahre alte Bahn. Normalerweise betrage die Lebensdauer 25 Jahre.
.. und wenn man die Bahnen ordentlich wartet und nicht so wie in der Lizum, halten sie auch mal 50 Jahre ...

:)
:?:

Also Deine Meinung halte an dieser Stelle für sehr entbehrlich! Typisch na ja ... Erstens wäre Deine Aussage strafrechtlich relevant, da Du den Betreiber bezichtigst seine Anlagen verwahrlosen zu lassen und zweitens stellst Du jeden Angestellten der Lizum als Trottel hin und das finde ich eine Frechheit. Gerade Ing. Adalo Klotz gilt als Profi in der Branche, der über sehr hohes Detailwissen und Kenntnis der Anlagen verfügt! Und Du kannst Dir sicher sein, solche Profis wie in der Lizum findest Du so schnell nicht wieder, die arbeiten jeden Tag für Dich, damit Du "Flachländer" eine super präparierte Piste (soweit Schnee da ist) hast und zudem sehr sichere Anlagen - oder fallen Dir irgendwelche Vorfälle ein, wo die Lizum gepfuscht hat - MIR NICHT! Und dass alle mit dem Wopfner Lift nicht glücklich sind hat nichts mit dessen Sicherheit zu tun, sondern damit, dass dieser Lift halt teuer im Betrieb ist! UND SONST gar nichts.
Also bevor wieder mal so unqualifiziert über die Seilbahnbetreiber geschumpfen wird - dank unserer Profis in der Branche gilt trotz einiger kleiner Unfälle in letzter Zeit die Seilbahn nach wie vor als sicherstes Verkehrsmittel (bei beiden Unglücken in Tirol die medial mordsmässig aufgeblasen waren ist im Endeffekt nämlich kaum was passiert. Und bei kuppelbaren Systemen bleibt der Unsicherheitsfaktor Klemme immer bestehen!!!)
Grüsse aus Salzburg und meine Hochachtung den Lizumern

Petzi

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Downhill
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Beitrag von Downhill »

Geht das schon wieder los?
Hinter dem Beitrag von starli war übrigens ein Smilie!
Petzi hat geschrieben:bei beiden Unglücken in Tirol die medial mordsmässig aufgeblasen waren ist im Endeffekt nämlich kaum was passiert
Durch viel Glück, gottseidank, ja.
Dove vai senza sci?
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

^^ Da ist zwar ein Smilie, aber den kann man auch mißverstehen.

Ist ja auch kein ;-) sondern ein :) .

Vielleicht freut er sich ja über den Unfall?


Und diese Saison haben wohl Seilbahnunfälle Konjunktur. Sowas wird in den nächsten Jahren sicherlich nicht passieren.

Das ist halt das Restrisiko. Wobei ich mich immernoch frage wieso die Klemme aufgegangen ist. Das hätte eigentlich nicht passieren dürfen.
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starli2
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Beitrag von starli2 »

Also Deine Meinung halte an dieser Stelle für sehr entbehrlich! Typisch na ja ... Erstens wäre Deine Aussage strafrechtlich relevant, da Du den Betreiber bezichtigst seine Anlagen verwahrlosen zu lassen
Aber sonst gehts dir gut, oder? Hast du deutsch studiert, daß du so wie ein Literaturkritiker 578% in einen Satz hineininterpretieren kannst?!


1. War meine Aussage prinzipiell an die Aussage mit den "25 Jahren" geklammert und im Hintergedanken diverse kuppelbare Seitwärts-DSBs von VonRoll und Müller aus der Schweiz

2. Ist ja bekannt, daß der Inhaber der Axamer Lizum sehr aufs Geld schaut (deshalb wurde ja auch die Mutteralm stillgelegt und nicht ausgebaut). Da liegt es nahe (bild mir auch ein, das schon mal von dem einen oder anderen gehört zu haben), daß eben nur das nötigste gemacht wird. D.h. man kann sicherlich Anlagen so warten, daß sie eben gerade durch die Abnahme kommen, oder eben so warten, daß es zwar etwas mehr ins Geld geht, aber dafür eben noch eine spur besser geht. Ob das jetzt diesen speziellen Unfall verhindert hätte, will ich nicht behaupten, da ich mich in diesem Bereich zu wenig auskenne.

3. Hab ich hier auch eigene Erfahrungen:
a) In besagter Wopfner-4KSB konnte man als Einzelperson schon 1996/98 die Hauben fast bei keinem Sessel runtertun bzw. nur mit extremer Kraftanstrengung. Das gehört halt bei mir zu einem "ich geb ein bissl mehr aus, dafür ist der Lift optimal gewartet"
b) vor ein paar Jahren (vermutlich bei meinem letzten Besuch am 26.11.2000) hab ich an diesem Lift im Seil rote Plastik(?)fäden raushängen sehen, über ein größeres Stück. Hab ich bisher bei keinem anderen Lift mehr gesehen. Was das war? Keine Ahnung.

Ich verweise auch mal kurz auf dieses Topic:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=2495
:)

die arbeiten jeden Tag für Dich, damit Du "Flachländer" eine super präparierte Piste (soweit Schnee da ist) hast und zudem sehr sichere Anlagen - oder fallen Dir irgendwelche Vorfälle ein, wo die Lizum gepfuscht hat
4. arbeiten die sicher nicht für mich und
5. bin ich kein "Flachländer" - jedenfalls seit fast 9 Jahren nicht mehr ..
6. Um etwas im Archiv zu wühlen: Mußte man den Pleissen-SL damals nicht nur deshalb zur DSB umbauen, weil "alle paar Jahre" da einer in der Lifttrasse gestorben ist?

Aber daß ich mit der Lizum schon mal "Theater" hatte, ist ja auch bekannt
(http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=1391)
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Theo
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Beitrag von Theo »

Egal was bis jetzt berichtet wurde, ich gehe davon aus das die Bordscheibe erst nach dem aufprall der Rolle ab Boden von dieser losgeschlagen wurde.
Die Bordscheibe ist ja auch verbogen aber wohl nicht gebrochen.

Das eine evt. von der Rolle gelöste Bordscheibe einen kompletten Rollenabsturtz verurschen könnte, halte ich eigentlich für ausgeschlossen.

Zum absturz des Sessels:
Zuerst wäre es mal interessant zu wissen ob die Klemme göffnet oder zerstört wurde.

Egal welcher von beiden Fällen eingetreten ist, ist der Fehler wohl kaum an der Klemme zu suchen sonder an der Konstruktion der gesamten Rollenbatterie.
Die grosse Frage ist dort: Ist die Zweierwippe frei beweglich oder gibt es dort irgendwo einen Anschlag?

Ich erinnere mich, mal in einem Leitner Inserat gelesen zu haben, das ihre Rollenbatterien so konstruiert seien das ein unbemerkter Rollenverlust keine Gefahr für den betrien sei.

Auf alle Fälle war wieder mal viel Glück dabei, das es nur ein paar verletzte und keine Toten gab.
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Beitrag von Yeti01 »

@Petzi: Deiner Meinung muß ich definitiv zustimmen, denn grad wir sollten uns hier im Forum mit solchen Schuldzuweisungen zurückhalten. Ein Teil von uns sind Seilbahner, und der andere Teil zumindest Seilbahnverrückt!! Ich glaube wir wissen, welches Restrisiko noch vorhanden ist, auch wenn Seilbahnen zu den sichersten Verkehrsmitteln überhaupt zählen. Ich fände es schade, wenn das Forum auf das Niveau der Skandalpresse heruntersinken würde!!

( Zum Glück ist starlis "Hang zum Pessimismus" ja bekannt :wink: )

Auch ist , meiner Meinung nach, die Klemme nicht aufgegangen, sondern wurde vom Seil "heruntergestreift", als sie an der Wippe hängenblieb.

Ich kann mir nur vorstellen, daß, wie ich bereiz erwähnt hatte, sich der Rollenbolzen, aus welchen Gründenauch immer, sich löste oder brach und die Rolle damit erst abstürzen konnte. Daß die Rolle aussieht, als hätte sie eine flache, abgeriebene Stelle, unterstützt meine Meinung ja noch, außerdem würde das die, von Gästen angeblich gemeldete, "Rauchentwicklung" erklären: Eine Rolle, die sich nicht mehr bewegt.
Auch ich würde sagen, daß die gebrochene Bordscheibe nicht als direkte Unfallursache zu werten ist.


ALSO: trotz allem, immer mit Niveau!!! ( Sie -, statt Du Wix...)
HP
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Klemme / Sesselliftabsturz in Tirol

Beitrag von HP »

Was ist hier wohl gemeint.... "Bei Klemmenmechanismus scheint es grundlegende Fehler zu geben"... Diese Frage gebe ich gerne an unsere
Spezialisten (Seilbahnbauer etc.....) weiter.

Text gefunden unter: http://tirol.orf.at/oesterreich.orf?rea ... &id=369109

Materialermüdung kann sein, wenn das Material ungenügend ist. Das bedeutet, nur eines, häufige Kontrolle oder Austausch. Alles andere ist Gelaber. Bei Klemmmechnismus scheint es grundlegende Fehler zu geben. Dies ist nun kein Einzelfall mehr. Hier wird alles ebenfalls auf Nachbesserung hinauslaufen. Alles andere wäre unverantwortlich. Den Liftangestellten nun die Schuld zu geben, ist Unsinn. Diese sind für Standardprobleme geschult, aber es sind keine ausgebildeten Techniker. Nur, wenn es etwas verdächtig aussieht, müsste der Seilbahnangestellte die Bahn sofort stoppen und erst wieder in Betrieb setzen, wenn der technische Leiter das OK gibt. Weder in Sölden noch hier, ist voll verantwortlich gehandelt worden.
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

^^ Immer schön ruhig bleiben.

Die Seilrolle war mit Sicherheit verklemmt. Siehe abgeriebenes Gummi an der Rolle. Vielleicht ist dies durch die Bordscheibe passiert.

Mal sehen was der Sachverständige herausfindet.

Außerdem sollte man sich mit Schuldzuweisungen und Anschuldigungen ein bißchen zurück halten.

Damit beschäftigen sich andere Leute.
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MartinWest
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Beitrag von MartinWest »

Hat noch jemand auf dem Bayerischen Fernsehen das BR-Extra über das Unglück gesehen?

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Jens
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Beitrag von Jens »

Hier ein Interview mit einem der Betroffenen:
Als der Sessellift abstürzte

Würzburg - Stefan Wenzel hatte Glück: Am Samstag stürzte der 27-jährige Würzburger im österreichischen Skigebiet Axamer Lizum bei Innsbruck zusammen mit drei weiteren Skifahrern aus einem Sessellift acht Meter in die Tiefe. Doch bis auf einige kleinere Prellungen und Stauchungen kamen alle vier Insassen mit dem Schrecken davon. "Zum Glück ist der Vierer-Sessel an einer Stelle mit Tiefschnee aufgekommen", sagt Wenzel.


Bereits eine halbe Minute vor dem Absturz bahnte sich das Unglück an, erinnert sich Stefan Wenzel. Der Arzt, der gerade an der Würzburger Uni-Klinik an seiner Doktorarbeit schreibt, hörte einen lauten Knall, wusste aber nicht, woher das Geräusch kam: "Ich hab mir darüber aber auch keine Gedanken gemacht. Schließlich hätte das auch eine normale Lawinensprengung sein können." Kurze Zeit später war ihm aber klar, dass mit der Seilbahn irgendetwas nicht stimmte, so Wenzel: "Eine Mitfahrerin in dem überdachten Vierer-Sessel rief plötzlich: "Da oben brennt's." Aus einem Führungsrad am letzten Masten vor der Bergstation drang dichter, dunkler Rauch. Doch noch machte sich Stefan Wenzel keine Sorgen: "Was sollte da schon großartig Feuer fangen können, hab' ich mir gedacht. Ich war mir sicher, dass wir heil oben ankommen." Dort wollte er das Personal auf das defekte Rad hinweisen.

Doch bis dahin kam sein vollbesetzter Vierersessel gar nicht mehr. "Als wir den Masten erreichten, machte es 'klick', die Halterung der Gondel löste sich und der Sessel rutschte vom Seil." Dann ging es acht Meter abwärts. Den Sturz, das Herabfallen des Vierersessels, hat Stefan Wenzel gar nicht so richtig miterlebt, so geschockt war er von der Tatsache, dass ausgerechnet ihm das passiert: "Ich war zum ersten Mal in diesem Winter in den Bergen. Seit ich ein kleines Kind bin gehe ich jedes Jahr Ski fahren." Seine Freunde, die ein paar Sessel früher mit dem Lift gefahren sind, eilten sofort zu der Absturzstelle. Als sie bei Stefan Wenzel eintrafen, wusste der studierte Mediziner bereits, dass ihm nicht viel passiert war: "Ich habe meine Beine gespürt, das war sehr beruhigend."

"Wären wir an einer höheren Stelle abgestürzt oder auf die präparierte Piste gefallen, hätten sich alle Insassen schwere Knochenbrüche holen können." Doch der 27-Jährige will das Geschehen gar nicht dramatisieren: "Ich bin immer noch der Meinung, dass die österreichischen Liftanlagen mit die sichersten Europas sind."

Daher hat er sich auch gleich am Sonntag, einen Tag nach dem Absturz, wieder in einen Sessellift gesetzt. "Um erst gar kein Trauma entstehen zu lassen", sagt er. "Ich fahre viel zu gerne Ski, ich wollte davor keine Angst haben."
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Beitrag von trincerone »

@Petzi: Welchen Straftatbestand soll das denn erfüllen? Verbreiten von Witzen in ernster Angelegenheit?!

Dass im Laienbereich gern mal viel Schmu geschrieben wird, was machen und insbesondere die Profis vielleicht auch mal ärgert, will ich ja nicht absprechen, aber wie dem auch sei: gibt auch ne Menge diskutables in dem Bereich, und da muss man ja auch nicht immer gleich beleidigt sein! Meine Meinung.
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Re: Klemme / Sesselliftabsturz in Tirol

Beitrag von Yeti01 »

HP hat geschrieben:Was ist hier wohl gemeint.... "Bei Klemmenmechanismus scheint es grundlegende Fehler zu geben"... Diese Frage gebe ich gerne an unsere
Spezialisten (Seilbahnbauer etc.....) weiter.

Text gefunden unter: http://tirol.orf.at/oesterreich.orf?rea ... &id=369109

Materialermüdung kann sein, wenn das Material ungenügend ist. Das bedeutet, nur eines, häufige Kontrolle oder Austausch. Alles andere ist Gelaber. Bei Klemmmechnismus scheint es grundlegende Fehler zu geben. Dies ist nun kein Einzelfall mehr. Hier wird alles ebenfalls auf Nachbesserung hinauslaufen. Alles andere wäre unverantwortlich. Den Liftangestellten nun die Schuld zu geben, ist Unsinn. Diese sind für Standardprobleme geschult, aber es sind keine ausgebildeten Techniker. Nur, wenn es etwas verdächtig aussieht, müsste der Seilbahnangestellte die Bahn sofort stoppen und erst wieder in Betrieb setzen, wenn der technische Leiter das OK gibt. Weder in Sölden noch hier, ist voll verantwortlich gehandelt worden.

Das halte ich allerdinx nur für den Kommentar eines Mitbürgers, der sich aufgrund von Unzufriedenheit, welcher Art auch immer, in diversen Foren und Chatrooms im Internet abreagiert!
Mir wurde bisher nix bekannt, was mein Vertrauen in die Axamer Lizum und in Wopfner Lifte schwächen könnte!!!!! :!:


Übrigens: Dies ist ein Einzelfall, genauso wie div. andere Vorfälle auf Seilbahnen!!
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Beitrag von trincerone »

@yeti01: Ich will Dir in keinster Weise widerprechen, zumal ich selber nicht geradeein Freund der Polemik bin. Aber
Übrigens: Dies ist ein Einzelfall, genauso wie div. andere Vorfälle auf Seilbahnen!!
ist ein etwas widersrpüchliche Aussage. (diverse Einuelfälle?) ;) Ja ja, ich weiß ja was Du meintest... ;)
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Beitrag von Seilbahnfreund »

Bericht von tirol.com:
Ursache für Liftunglück in der Lizum ist weiter ungeklärt

Schönbodenbahn bleibt geschlossen

orerst noch ungeklärt ist die Schadensursache für das Liftunglück im Skigebiet Axamer Lizum nahe Innsbruck. Bei dem Unfall Ende Februar waren vier Personen mit einem Vierersessel in die Tiefe gestürzt und verletzt worden. Die Schönbodenbahn blieb bis auf weiteres geschlossen.

Der technische Gutachter legte der Innsbrucker Staatsanwaltschaft bisher nur einen Tätigkeitsbericht vor, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Das endgültige Gutachten werde voraussichtlich erst in einigen Wochen eintreffen.

Nach früheren Angaben dürften "Formabweichungen am Rollenkörper durch Unebenheiten im Kontaktbereich Rollenkörper - äußerer Rollenbord" ursächlich für das Versagen der Seilrolle sein. Die Formabweichungen könnten zu örtlichen Überbeanspruchungen des Rollenkörpers und zur Bildung von Anrissen geführt haben, die letztlich das völlige Versagen des Bauteiles zur Folge hatten, wurde vermutet.

Der Zwischenfall hatte sich am 26. Februar gegen 11.30 Uhr auf 2.100 Metern Höhe ereignet. Ein vollbesetzter Sessel stürzte rund zehn Meter zu Boden. Zwei Wienerinnen und zwei Deutsche wurden dabei unbestimmten Grades verletzt. 140 Skifahrer mussten in einer stundenlangen Bergungsaktion vom stehenden Lift in Sicherheit gebracht werden.
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Beitrag von Seilbahnfreund »

Ein weiterer Bericht von tirol.com:
Schönbodenbahn in Axams wieder in Betrieb

Seit dem Unfall bei der Schönbodenbahn in der Axamer Lizum am 26. Februar 2005 waren die Sachverständigen von Behörde, Staatsanwaltschaft und Technischer Universtät Wien am Zug.

au zwei Wochen nach dem schweren Zwischenfall beim Vierersessellift "Schönbodenbahn" im Skigebiet Axamer Lizum bei Innsbruck ist der Betrieb Samstag früh wieder aufgenommen worden. Es liege ein rechtsgültiger Bescheid des Landes vor, teilte der Liftbetreiber mit.

Die Untersuchungen zum Unfallhergang seien teilweise noch am laufen, hieß es. Den Bescheid des Landes hatte der Liftbetreiber am Freitag um 19.00 Uhr erhalten.

Der Zwischenfall hatte sich am 26. Februar gegen 11.30 Uhr auf 2.100 Metern Höhe ereignet. Ein vollbesetzter Sessel stürzte rund zehn Meter zu Boden. Zwei Wienerinnen und zwei Deutsche wurden dabei unbestimmten Grades verletzt. 140 Skifahrer mussten in einer stundenlangen Bergungsaktion vom stehenden Lift in Sicherheit gebracht werden.
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Beitrag von Yeti01 »

@ trincerone: Erst wenn zweimal der gleiche Fehler auftritt, kann man von einem Serienfehler sprechen!!
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Beitrag von trincerone »

Richtig, ich wusste nicht, dass Du dich auf die Art der Unfälle bezogen hast.

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