Bergstation
dito
Talstation schon fertig montiert, Umlenkstation noch gar nichts, Stützenjöcher auch bereits alle zusammengeschraubt.
Die "Kapruner Lösung " ist gescheitert
24. März 2005
Die Übernahme der Verbund-Anteile an den Gletscherbahnen durch die Kaprun Tourismus Holding ist überraschend geplatzt. Gründertreffen abgesagt.
MICHAEL SMEJKALHEINZ BAYERKAPRUN, SALZBURG (SN). Eigentlich wäre am heutigen Gründonnerstag im Kapruner Hotel Steigenberger das dritte Gründertreffen der neuen "Kaprun Tourismus Holding" (KTH) angesetzt gewesen, doch am Mittwoch erhielten die Interessenten überraschende Nachrichten: Die geplante Übernahme des 45-Prozent-Anteils des Verbundes an den Kapruner Gletscherbahnen durch die KTH ist endgültig gescheitert. Verbund-Vorstand Michael Pistauer erachte die Gespräche "nicht für sinnvoll". Mangels "Grundlage für die KTH" wird es damit auch zu keiner Holding-Gründung kommen, teilte der Deutsche Unternehmer Hans-Peter Bauer, zugleich Aufsichtsrat der Maiskogel AG, den Interessenten mit.
Hinter der so genannten "Kapruner Lösung" verbirgt sich der Zusammenschluss der Maiskogel-Bahnen und des Gletscher-Skigebietes auf dem Kitzsteinhorn. Die beiden Gebiete sollten nicht nur wirtschaftlich verbunden werden sondern auch durch eine neue Talabfahrt. An den Gletscherbahnen ist der Verbund zu 45 Prozent beteiligt, die restlichen Anteile halten die Gemeinde (35 Prozent), der Tourismusverband und die Kapruner Lift Gesmbh. (je sieben Prozent), der Rest gehört Kleinaktionären.
Die neue KTH, in der auch namhafte Pinzgauer Unternehmer vertreten gewesen wären, wollten neben den 45 Prozent vom Verbund auch sechs Prozent von den anderen Partnern kaufen, um eine stabile Mehrheit von 51 Prozent zu haben. "Leider war im letzten Moment die Einigung unter den Kaprunern nicht mehr gegeben", meinte Willi Klepsch, Eigentümer und Vorstand der Senoplast-Gruppe, Mittwoch zu den SN. Konkret habe sich die Gemeinde Kaprun geziert, ihren Anteil zu verkaufen. "Schade. Ich habe mich 30 Jahre um diese Lösung bemüht, jetzt ist sie wieder in weiter Ferne", meinte Klepsch.
Ein Hintergrund könnte auch in der Seilbahn-Katastrophe vom 11. 11. 2000 zu finden sein. Der Verbund wolle sich nicht durch einen Verkauf aus einer "Versöhnungskommission" stehlen.
Bürgermeister Norbert Karlsböck (SPÖ): "Der Verbund investiert in das neue Kraftwerk Limberg II 360 Mill. Euro. Er hat vitale Interessen am Standort Kaprun und war immer ein guter Partner. Ich bin nicht traurig, dass kein Kapruner Kapital in die Gletscherbahn fließt. Dieses Geld stünde sonst nicht für Investitionen im Ort bereit."
© SN.
Das halte ich für sinnlos. Eine direkte Bahn ohne Abfahrt wäre nicht möglich, der Zubringer wird aber vor allem im Herbst benötigt. Daher hat man sich wohl für das Parallelsystem entschieden...mic hat geschrieben:...dann hättens mal das machen sollen was einige Kapruner wollten. Den neuen Zubringer über die Maiskogel hochziehen.Eine Talabfahrt, die den Gletscher mit dem Maiskogel verbinden soll?
Quelle: Salzburger NachrichtenNeue Lifte am Kitzsteinhorn
29.04.2005
Kaprun boomt: Neue Lifte sollen die Skifläche am Kitzsteinhorn erweitern. Im Ort will man die Zahl der Gästebetten von 5300 auf 7000 aufstocken.
kaprun (SN-heba). Kaprun hat die wirtschaftlichen Folgen der Gletscherbahnkatastrophe vom 11. 11. 2000 überwunden. Der Ort boomt. Deshalb wurde bei der Hauptversammlung der Gletscherbahn (GBK) am Donnerstag eine Erweiterung des Bettenangebots von 5300 auf 7000 gefordert. "Am Bettensektor haben wir seit Jahren eine Stagnation. Der Gletscher kann sich nur entwickeln, wenn es mehr Gästebetten im Ort gibt", sagte Gletscherbahnvorstand Manfred Müller. Die Entwicklung des Bettenangebots im gehobenen Bereich sei ein Projekt für die nächsten sieben Jahre, ergänzte Bürgermeister Norbert Karlsböck (SPÖ).
Nicht nur im Tal, auch auf dem Gletscher des Kitzsteinhorns wird weiter investiert: Spätestens im Herbst 2006 sollen zwei neue Lifte in Betrieb gehen. Vor allem dem 1500 Meter langen Lift vom Salzburger Boden zum Tristkogel kommt eine wichtige Rolle zu. Er erweitert den derzeit 200 Hektar großen Skiraum entscheidend. ÖVP-Gemeinderat Erich Riedlsperger: "Ein Schlüsselprojekt und der erste Schritt auf dem Weg zur Talabfahrt."
Viele Sturmtage am "Kitz" drückten den Umsatz im Winter 2003/04 auf 23,93 Mill. Euro. 2002/03 lag er bei 27,79 Mill. Euro. Auch der Frost-Winter 2005 beschert ein Minus. Neu im Aufsichtsrat der GBK sitzt der in den Schoß des Verbundes zurückgekehrte Ex-ÖVP-Vizebürgermeister von Salzburg, Karl Gollegger.