Gletscherprojekte blockiert: Pitztal und Ötztal uneins

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gerrit
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Beitrag von gerrit »

Tatsache ist, daß die Pitztaler wahrscheinlich wesentlich mehr Interesse am Zustandekommen der Projekte haben müssen als die Ötztaler. Für das Ötztal bedeutet die Erweiterung zwar in etwa eine Verdoppelung des Gletscherskigebiets (zumindestens flächenmäßig) und einen weiteren Dreitausender im Gebiet (allerdings den höchsten), das Gesamtgebiet würde jedoch (geschätzt) nur um etwa 25% größer), für die Pitztaler würde ein Zusammenschluß jedoch zu einer Vervielfachung der Größe ihres gesamten Skigebiets führen, was die Attraktivität des Tales natürlich enorm steigern würde. Wohnen kann man im Pitztal dzt. auf jeden Fall günstiger als im Ötztal, bin mir aber sicher, daß beim Zusammenschluß die Preise rasch hinaufgehen werden.
Ist natürlich klar, daß für das Pitztal jeder Zusammenschluß, der näher am Ötztaler Wintergebiet ist, wegen der damit kürzeren Transferwege attraktiver ist.
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Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 »

Ist es möglich, dass der Bereich Pitztaler Jöchl aus dem Söldener Skigebietsraum herausgenommen wurde bei der diesjährigen Novelle?
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Bogner
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Beitrag von Bogner »

@Marius: Stimmt Pitztaler Jöchl ist nicht mehr innerhalb der Skigebietsgrenzen, aber auch kein Schutzgebiet. Sollte also theoretisch gehen.
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Beitrag von trincerone »

Ich dachte immer v.a. die Rückseite, da wo die Braunschweiger Hütte ist, sei nicht im Raum mit drin. ?!?
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Beitrag von Bogner »

Die "Rückseite" war auch nicht mit drin, nur der Bereich in dem der Schlepper stand.
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starli
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Beitrag von starli »

Man könnte ja auch eine ober- oder unterirdische Standseilbahn irgendwo als Verbindung hinpflanzen .. wäre eine Alternative zu der bisher hier im Forum oft geäußerten PB ...
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xcarver
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Beitrag von xcarver »

glaubt ihr, dass mit den zwei neuen bahnen am pitztaler gletscher, sofern sie denn die betriebsbewilligung erhalten :fluchen: , auch wieder bewegung in die sache mit dem zusammenschluss kommt???
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Schwarzwälder
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Beitrag von Schwarzwälder »

Zum klären der Gebietsfragen:
Bild
das ganze in groß:
http://www.seilbahn.net/aktuell/gletsch ... itztal.jpg
Gletscherschigebi et Pitztal – Ötztal (Zusammenschluß)

Erschließungsstand und Erschließungsmöglichkeiten Das Pitztal ist in den Gemeinden Jerzens (Schigebiet Hochzeiger) und St. Leonhard (Schigebiet Rifflsee und Gletscherschigebiet) mit Aufstieghilfen erschlossen. Das Gletscherschigebiet stellt dabei einen Anteil von etwa 57% an der gesamten Seilbahn-Transportkapazität des Tales. Die Transportkapazität der Seilbahnen und Lifte ist in ganz Tirol seit 1994 um 28% gestiegen. Im Pitztaler Gletscherschigebiet hat es in diesem Zeitraum kaum leistungserhöhende Investitionen gegeben. Hier hat die Transportkapazität nur unwesentlich um 6%, zugenommen. Auch die Zahl der beförderten Personen entwickelte sich im Vergleich zum Landestrend unterdurchschnittlich. Markant ist ein „Absturz" von 1997 – 1999, der seither jedoch kontinuierlich wieder aufgeholt wird. Gegenüber 1994 war 2002 eine Zunahme der beförderten Personen um 7% zu verzeichnen. Der bisherige Höchstwert von 1995 konnte bisher nicht wieder erreicht werden. Die Zubringerleistung der Stollenbahn ist seit der Ersterschließung gleich geblieben und hinsichtlich der qualitativen Erfordernisse (Wartezeiten, Sicherheit) nicht mehr ausreichend. Die Seilbahngrundsätze des Landes Tirol treffen auch im Pitztal eine enge Abgrenzung der Schigebiete. Zwar wurde im Schigebiet Jerzens ein vorläufiges Planungsgebiet für eine Erweiterung ausgewiesen, raumordnungspolitisch jedoch negativ beurteilt. Das Schigebiet Rifflsee hat keine räumlichen Erweiterungsmöglichkeiten und auch auf dem Gletscher umfassen die äußeren Grenzen des Schigebietes den derzeit schon schitechnisch genutzten Raum. Das Gletscherschigebiet ist mit dem bisher genutzten Schiraum im westlichen Teil des Mittelbergferners abgegrenzt. Erweiterungsmöglichkeiten gibt es im südöstlichen Bereich des Ferners ausgehend vom Mittelbergjoch, d.h. im unmittelbaren Nährgebiet des Gletschers, im nordöstlichen Bereich des Ferners bis in seinen Auslaufbereich sowie im Bereich nördlich des Linken Fernerkogels auf dem Hangenden Ferner und auf dem Karlesferner. Von diesen Varianten ist jene am sinnvollsten, die eine Erschließung des Linken Fernerkogels mit einer Zubringerbahn (als Mittelstation einer Zubringerbahn von Mittelberg aus) ermöglicht. Von dort können Pisten sowohl auf der Nordseite über den Hangenden Ferner und den Karlesferner an den Nordrand des Mittelberg Ferners wie auch auf der Südseite als Verbindung in das bestehende Pitztaler Gletscherschigebiet geführt werden. Weiters wird damit ein Zusammenschluß zwischen dem Pitztaler- und Ötztaler Gletscherschigebiet ermöglicht. Vom Nordrand des Mittelberg Ferners soll eine Schiroute durch das Griestal zurück zur Talstation der Zubringerbahn in Mittelberg führen. Schitechnisch ist das Ötztal mit dem Schigebiet Hochötz in der Gemeinde Ötz, einem Kleinstschigebiet in der Gemeinde Umhausen und mit den großen Schigebieten Sölden-Hochsölden und Obergurgl-Hochgurgl im hintersten Ötztal erschlossen. Auf den Talschluß konzentrieren sich dabei etwa 85 % der gesamten Transportkapazität. Im Hinblick auf die gesamte Transportkapazität des vorgenannte Großschigebietes Sölden-Ötztal haben die Gletscherbahnen einen Anteil von 21 %. Alleine daraus ist abzuleiten, daß sie nicht jene zentrale touristische Bedeutung für das Tal wie die beiden vorstehend behandelten Gletscherschigebiete haben. Im Gletscherschigebiet gibt es in naturräumlicher Hinsicht auf dem Rettenbach- und Tiefenbachferner keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr, sie sind praktisch vollständig erschlossen.
Die quelle ist: http://www.seilbahn.net/aktuell/gletsch ... esetz.htmlDort befinden sich auch informationen über andere gletscherschigebiete.
MfG Schwarzwälder
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k2k
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Beitrag von k2k »

Das war schon vor ca. zwei Jahren hier im Forum. Nichts Neues also.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)

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