Dachstein: Auf der Suche nach Schnee, 16.-17.12 2006

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Gletscherfloh
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Dachstein: Auf der Suche nach Schnee, 16.-17.12 2006

Beitrag von Gletscherfloh »

Endlich, nach etlichen Monaten Skiabstinenz ging es dieses Wochenende zum Skifahren. Als eifriger Forumsleser war mir das Gejammere über angeblich schlechte Schneeverhältnisse bzw. über die generell geringe Schneelage zwar vertraut, trotzdem irgendwann musste ich einfach doch wieder mit Ski raus (nachdem ich Anfang Dezember noch Bergwandern war …). Als Ziel wurde der Dachstein ausgewählt – schließlich war ja das ganze Wochenende Zeit, also lohnte sich die doch recht weite Anreise. Das Wetter begann am Samstag verheissungsvoll. Kurz nach Durchbrechen der Nebelgrenze im südlichen Wiener Becken tauchten bereits die ersten Schneeflecken auf (und zwar auf dem Schneeberg auf ca. 2000m), die Menge ließ jedoch eher an Anfang Juni erinnern (bzw. an Anfang Oktober nach ersten Schneefällen ….).

Davon unbeeindruckt lenkten wir unseren Wagen zur Talstation der Dachstein-Seilbahn in Ramsau. Zumindest oben kam zumindest der Eindruck von Winter auf.

Funpark unterhalb der Hunerscharte am Schladminger Gletscher
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Um etwas in Schwung zu kommen fuhren wir gleich mal die Pisten runter bis zur Talstation der 2SB Mitterstein. Oben am Gletscher war die Piste griffig und schön zu fahren, die Piste des SB hingegen war eher hart und unschön – immerhin gab es jedoch keine Steine.

Nachdem wir mit dieser einen Abfahrt praktisch das ganze offizielle Skigebiet des „Dachsteingletschers“ kennen gelernt hatten, machten wir uns endlich auf zu unserem eigentlichen Unternehmen, nämlich der halben „Überschreitung“ des Dachsteinmassivs bis zur Simonyhütte. Dies entspricht dem ersten Teil der so genannten „National-Skitour“, wobei üblicherweise natürlich bis ins Tal – nämlich nach Hallstatt – abgefahren wird, das sind dann immerhin 2500 Hm. Da wir schon spät dran waren (wir sind erst um ca. 13h00 auf den Gletscher rauf gekommen) mussten wir leider auf den Gipfel des Dachstein verzichten.

Und begnügten uns mit dem Blick zum Dachstein (2996m) bei der Querung des oberen Hallstätter Gletschers
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Die Tour vermittelt landschaftlich schöne Eindrücke: Blick zum Hohen Gjaidstein (2792m)
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Die Schneeverhältnisse ließen zu wünschen übrig. Durch die Stürme der vergangenen Tage war der Schnee stark windgepresst. Trotzdem gab es Möglichkeit für ein paar „Tief“schneeschwünge neben der durch einen Pistenbully „präparierten“ und durch Holzstangen markierten Route.

Rückblick auf den Dachstein oberhalb des Hallstätter Gletschers
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Zuletzt geändert von Gletscherfloh am 21.12.2006 - 22:34, insgesamt 1-mal geändert.

Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Schöne Bilder aber! Nummer 3 der an den Dachstein fährt und die Bachmannkurve nicht fotografiert. :(
Please!
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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

An der Gletscherzunge wiesen die geparkten Skidoos der Simonyhütte darauf hin, dass auf der weiteren Route mit Schneemangel zu rechnen ist. Das Finden einer geeigneten „Spur“ zwischen all den Felsen wurde daher zu einer Prüfung meiner „Routenfindungsnase“. Zumal mein Kumpel Gerhard das erste mal auf Skitour bzw. überhaupt das erste mal abseits einer präparierten Piste fuhr.

Auf der Suche nach Schnee zwischen all den Felsen
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Nichtsdestotrotz gelang es mir eine Spur zu finden, die ein ununterbrochenes Abfahren durch Schneemulden in der Steinwüste ohne Steinkontakt ermöglichte. Teilweise kam aufgrund der relativen Windgeschütztheit dieser Mulden sogar so was wie „Tiefschneefeeling“ auf. Der Haken an der Route war allerdings, dass wir aus dieser Mulde wieder ca. 50 Höhenmeter durch teils knietiefen Schnee zurück zur markierten Standardroute aufsteigen.

Der Rückblick auf die markierte Standardroute zeigt deren Nichtbefahrbarkeit. Das Suchen einer eigenen Linie hat sich also ausgezahlt.
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Knapp vor der Simonyhütte (2203m) ergibt sich ein schöner Blick auf das Gebiet des Krippensteins.

Da schauts traurig aus … gut zu erkennen das weiße Band (zwischen all den Latschen) der offiziellen Talabfahrt. Unterhalb der lang gestreckten Felswand links führt die Imisl, eine der Varianten am Krippenstein
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Der Abend auf der Hütte war recht gemütlich – knistender Kachelofen, ausgiebiges Essen. Die Überraschung war, dass der Hüttenwirt den Schneemangel recht gelassen nahm. Voriges Jahr gab’s zur gleichen Zeit zwar Tonnen von Schnee, dafür aber so gut wie keine Gäste (aufgrund des Schlechtwetters). Heute hingegen waren durchaus einige Gruppen (z.B. ein deutscher Skitourenkurs, ein deutscher Schneeschuhkurs sowie einige Individualgäste wie wir).

Über Nacht gab’s dann den angekündigten Schlechtwettereinbruch. Insbesondere am Vormittag herrschte Nebel und schlechte Sicht sowie leichter Schneefall. Mehr als 1-2 cm Neuschnee waren allerdings nicht drin.

Aufstieg zurück zum Hallstätter Gletscher bei schlechtem Wetter am Sonntag – Das „Hüttenmatterhorn“ (Schöberl, 2422m)) im frischen Winterkleid
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Am Schladminger Gletscher im Skigebiet angekommen gab’s sogar kurzfristig einige Sonnenstrahlen, die wir für kurze Abfahrten im Bereich des Hunerkogellifts nutzten. Wartezeiten gab’s hier – wie bereits auch am Samstag – keine. Um 15h30 ging es dann wieder zurück auf die Heimfahrt nach Wien.
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Beitrag von Gletscherfloh »

Michael Meier hat geschrieben:Schöne Bilder aber! Nummer 3 der an den Dachstein fährt und die Bachmannkurve nicht fotografiert. :(
Please!
Ups, gelesen hatte ich deinen Wunsch noch. Aber dann völlig drauf vergessen, sry :oops:
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