Millionen für Kunstschnee: Liftler fordern Solidarität

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
Benutzeravatar
powder-fan
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 494
Registriert: 22.06.2006 - 15:55
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: München
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Beitrag von powder-fan »

ich halte subventionen auch nur in wenigen fällen für sinvoll. ich wollte es auch nur als eine möglichkeit nennen. die forderung danach wird aber sicher aufkommen und die politik wird der sache denke ich mal nicht unbedingt abgeneigt gegenüber stehen. denn es ist immer einfacher und bequemer den strukturwandel hinaus zu schieben und das bestehende einfach zu erhalten. und um die zeit des wandels erträglicher gestalten zu können, könnten solche subventionen oder beihilfen auch sinnvoll sein. Ich kenne mich in der Rechtslage auch nicht gut genug aus, aber eventuell kann man sowas ja auch kommunal organisieren, dann kann jede Gemeinde entscheiden ob deren Bürger oder deren Wirtschaftsbetriebe die Liftbetreiber unterstützen wollen oder nicht.

aber man brauch in österreich(und auch anderswo) auch ein alternativkonzept für das wärmere klima.

Benutzeravatar
trincerone
Jungfrau (4161m)
Beiträge: 4262
Registriert: 08.02.2004 - 23:32
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von trincerone »

Ebenfalls großer Gegner von Subventionen. Klar, ein bisschen Unterstützung hier und da - gerade auch als Anschub - macht schon mal Sinn. Aber es darf nicht zur Regel werden und die Verhältnisse müssen stimmen. Man kann nämlich - gerade auch bei Schigebieten - recht gut beobachten, dass Geld, das nicht selbst erwirtschaftet werden muss, doch tendenziell sehr viel unbedarfter ausgegeben wird, als anderes. Insbesondere natürllich dann, wenn Folgezahlungen eventuell davon abhängen, ob der frühere Betrag auch vollständig benötigt wurde. Sehr kritisch, die ganze Sache.

Es gibt jedenfalls Schigebiete, die konnte durch eine einmalige Unterstützung eine nötige Modernisierung durchführen, um anschließend wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Dagegen ist sicher nichts zu sagen. Das Gegenbeispiel ist regelmäßig Olympia wo für Milliarden völlig überdimensionierte und sinnlose Bauten getätigt werden. (Ich sag nur Olympique in Meribel etc etc etc).
Benutzeravatar
snowflat
Moderator
Beiträge: 16030
Registriert: 12.10.2005 - 22:27
Skitage 25/26: 3
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 249 Mal
Danksagung erhalten: 3472 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von snowflat »

Teure Beschneiung in Bad Kleinkirchheim: 1,8 Mio. für Kunstschnee

Schnee ist teuer, besonders in diesem ungewöhnlich milden Winter. Alleine im Skigebiet Bad Kleinkirchheim/St. Oswald mit 103 Pistenkilometern hat der Schnee aus Kanonen und Lanzen in dieser Saison 1,8 Mio. Euro gekostet.

Grundbeschneiung nur bis 31. Jänner erlaubt
Am Donnerstag ist Schluss mit dem Schnee, der nicht als weißer Segen vom Himmel, sondern aus Lanzen oder Kanonen kommt.

Mit 1. Februar darf in Kärntens Skigebieten nicht mehr flächendeckend beschneit werden, sagt Rudolf Egger von den Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen: "Die Grundbeschneiung muss laut Gesetz per 31. Jänner fertiggestellt sein. Es sind dann nur mehr Punktbeschneiungen möglich. Nachdem wir in den vergangenen Tagen die Pisten gut einschneien konnten, haben wir genug Schnee für den ganzen Winter."

Bis Ostern sollte man mit dem Kunstschnee auskommen, falls Petrus im Februar noch ein bisschen Schnee nachschickt.

Heuer schwierige Bedingungen
Beschneien war in diesem milden Winter eine Kunst, denn dafür sind minus vier Grad notwendig. Je nach Temperatur hat man im Tal, bei den Mittelstationen oder am Berg beschneit. Insgesamt viereinhalb Tage, dafür aber aus allen 750 Rohren.

Kostenpunkt: Jährlich 1,8 Mio. Euro
Egger: "In Bad Kleinkirchheim kostet die Beschneiung etwa 1,8 Millionen Euro pro Jahr. Der Schnee ist aber nicht nur in Bad Kleinkirchheim, sondern generell teuer." 1.200 Liter Wasser pro Sekunde sind in diesem Winter verschneit worden - das ist mehr als der Inhalt des Rauschelesee.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Stani
Matterhorn (4478m)
Beiträge: 4796
Registriert: 01.06.2005 - 22:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Hat sich bedankt: 45 Mal
Danksagung erhalten: 344 Mal

Beitrag von Stani »

dazu ein passender Bericht aus Kärnten Heute:
http://your.orf.at/bheute/player.php?id ... t=00:09:55
Benutzeravatar
snowflat
Moderator
Beiträge: 16030
Registriert: 12.10.2005 - 22:27
Skitage 25/26: 3
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 249 Mal
Danksagung erhalten: 3472 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von snowflat »

Kanonenschnee verhindert Tiroler Millionen-Einbuße

Tausende Schneekanonen verhindern Umsatzeinbußen der Tiroler Skigebiete. Der Stromverbrauch steigt, der Bedarf an Alternativen auch.

Aus vollen Rohren wird auf die Tiroler Skipisten geschossen. Nicht zuletzt damit erklärte sich Tiwag-Vorstandschef Bruno Wallnöfer unlängst einen neuen Rekord in Sachen Tagesverbrauch (Strom).

Höhere Ausgaben
Die Skigebiete reagieren vergleichsweise gelassen: So würde die Bergeralm (Steinach) der heurige Winter nur unwesentlich teurer kommen: "Die Mehrkosten sind bei uns relativ gering", sagt Marketingleiter Roland Volderauer. Insgesamt 112 Schneeerzeuger seien im Einsatz, genügend Wasser für die Beschneiung immer noch vorhanden. Nur zwei bis drei Tage bräuchten die Kanonen für eine Vollbeschneiung.

Im Tiroler Unterland schätzt man die Mehrkosten durch die bisher schneearme Wintersaison schon höher ein. "Dieser Winter ist wesentlich teurer. Die Kosten durch die Beschneiung sind rund 30 bis 40 Prozent höher als im vergangenen Winter", erklärt der Geschäftsführer der Bergbahnen Ellmau, Klaus Exenberger. Rund 600 Schneeerzeuger zählt er in seiner Skiwelt. Erste Konsequenz: Statt in neue Liftanlagen zu investieren, will er das Beschneiungssystem ausbauen.

Mit 20 bis 30 Prozent höheren Kosten rechnet auch Alois Geiger, Geschäftsführer der Bergbahnen Fiss-Ladis. Die Beschneiung sei aber der Garant für einen gleichmäßigen Umsatz, unterstreicht er. "Ein Ausfall wegen Schneemangels wäre viel schlimmer."

Ins gleiche Horn stößt Gregor Reitmair, Geschäftsführer der Muttereralm Bergbahnen: "Ohne Beschneiung hätten wir keinen Betrieb gemacht!" Der Verlust würde sich am Saisonende auf 600.000 Euro belaufen, weshalb sich die Kosten für den neuen Speicherteich samt Beschneiungsanlage (2 Mio. Euro) bald rechnen würden.

Wie die Entwicklung voranschreitet? Christian Mayr, Beschneiungs-Experte des Landes, weiß um den Vorstoß in Sachen Beschneiungsanlagen: "Die Speicherteiche boomen." Die technische Evolution würde allerdings auch zu Diskussionen mit Umweltschützern führen.

Neue Schnee-Keime
So wird seit geraumer Zeit die Effektivität von Kristallisationskeimen geprüft, die auch bei null Grad zur Schneeerzeugung beitragen. In den USA und in der Schweiz kommt der als "SNOWMAX" bekannte biochemische Schneezusatz bereits zum Einsatz.

Selbst das System einer Fußbodenheizung würde sich laut Christian Mayr auf Skipisten übertragen lassen: "In die Piste eingelassene Schläuche würden von unten her für die nötigen Minus­temperaturen sorgen." Nachteil: Das benötigte Kühlmittel würde den Untergrund im Falle eines Lecks kontaminieren und der Umwelt damit großen Schaden zuführen. "Wir müssen uns um vernünftige Alternativen umschauen", warnt Experte Christian Mayr.
Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Antworten

Zurück zu „Medienberichte“