Schnee: nicht gut. Neben der Piste hart und durchwachsen, auf den Pisten leider recht eisig. Präparation am Morgen auch schlecht, teilweise Löcher obwohl mit Raupe präpariert
Los: ging so.
Mal wieder Arlberg. Funitel fahren, Schindlergrat runter, und all die Lifte, die mir da noch fehlen. So gings nach Garmisch am Freitag abend, nach ein paar gemütlichen Bier dann früh ins Bett, da laut map24 es 2 Stunden von GAP bis St. Anton sind. Gebraucht haben wir dann knapp 1:30, dafür waren wir früh über den Fernpass. Nun standen wir um kurz nach 8 als erste in Nasserein am Parkplatz und wunderten uns, ob hier nun Parkgebühren verlangt werden oder nicht. Als kurz später ein Parkwächter kam und 7 (in Worten sieben) Euro verlangte (für den Tag wohlgemerkt!), waren wir doch etwas baff. Und das in Nasserein, das ja eigentlich für Tagesgäste gedacht war (so dachten wir zumindest bis dato). Sollens in Landeck ein großes Schild hinstellen so a la „Wir wollen keine Tagesgäste“ dann bieg ich eben ins Paznaun! Aber 7 Euro finde ich einfach eine Frechheit. Der Parkplatz fasst 180 Autos (so wurde mir berichtet) – macht ein hübsches Sümmchen für die Gemeinde. Bitte nicht falsch verstehen, gegen 2 oder 3 Euro hätte ich ja gar nix gesagt (ok, etwas gemurrt schon) aber 7 ist mir einfach zu viel. Vor allem da das Liftticket auch am obersten Limit ist. Rabatt für deutsche Seilbahner gibt’s natürlich auch keinen, nicht mal einen Euro oder so.
Also waren wir nun um kurz vor halb 9 an der Nassereinbahn gestanden. Und pünktlich um 8:30 gings dann los. Ziel des Tages: alles was kein Schlepplift ist fahren! Inklusive Rendlgebiet. An der sehr schön gebauten Bergstation der Nassereinbahn ging es dann sofort über die blaue 20 und 1 zum neugebauten Funitel (den Kapallbereich wollten wir uns für den Schluss aufbewahren, sollte die Zeit nicht ganz reichen kommt man wenigstens zum Auto). Nach der sehr ruhigen, wenn auch etwas langsamen Fahrt mit der Galzigbahn (die Riesenräder sind ein Gag, hatte es mir aber irgendwie intensiver vorgestellt) gingen wir sofort zur Vallugagratbahn (im Nachhinein genau richtig, später stand man da mindestens 2 Gondeln lang an). So kamen wir aber sofort mit rauf, um dann die Ski abzustellen, da wir die Gunst der Stunde nutzen wollten (nix los) und mit der Valluga 2 Pendelbahn auf die Valluga ganz rauf zu fahren. Eine kleine 6er Pendelbahn, ewig alt, kultig. Oben hat man eine geniale Aussicht überallhin. Einige Gruppen an Tourenfahrern fuhren mit Ski hier rauf, wir nach einem kurzen Genuss der Aussicht gleich wieder mit der Bahn runter. Nun hiess es aber mal, Ski fahren! Die gut laufende rote 19 zum Vallugaschlepplift, anschliessend nun eine meiner Arlberglieblingsabfahrten runter: die 14 vom Schindlergrat. Bis zur Ulmer Hütte eine tolle rote Abfahrt, hier kann mans gut laufen lassen. Leider kommt dann ein Schiebestück, um zur Schindlerkarbahn zurück zu gelangen. Wir aber wollten weiter abwärts, weshalb wir direkt auf die blaue 17 wechselten um zur Alpe Rauz zu gelangen. Die 3 DSBs von Stuben liessen wir bewusst aus, irgendwie reizte es uns nicht. Nachdem wir das Förderband mit Kurve (eigentlich mal wieder eine Werbevera*sche: nix anderes als 2 Förderbänder hintereinander, die Kurve muss man laufen – hatte mir das ganz anders vorstellt (ach ja, der Schlepplift ist entschieden schneller)) getestet hatten, ging es mit der wunderbaren Valfahgerbahn wieder rauf. Eine der schönsten Bahnen unserer Meinung nach im Arlberggebiet, schön gebaute Talstation und die Sitzheizung funktioniert auch. Von dort den Schiebeweg entlang und dann runter zur Talstation der Schindlergrat 3KSB. Eine tolle alte KSB. Und die Trasse ist einfach der Hammer. Unbedingt fahrenswert. Wenn man dann über die letzten Stütze rauscht, die Bergstation schon fast erreicht hat, aber doch noch am Grat entlang fährt, einfach geil. Oben hat man dann die Wahl, entweder die schöne rote Abfahrt wieder zur Ulmer Hütte zu nehmen, der Schindlerkarroute zu folgen oder aber sich eine der irrwitzig steilen, engen und felsigen Rinnen runter zu wagen. Wir blieben auf der normalen Piste, die bis zur Ulmer Hütte schön verläuft (bei mehr Schnee und mit einer anderen Einstellung würden mich einige der Varianten sicherlich auch sehr reizen). Unser nächstes Ziel hiess nun Arlenmähderbahn, eine recht neue 6KSB-B, diesmal von DM. Von der Ulmer Hütte kommend suchten wir nun die blaue Piste, fanden diese aber zuerst nicht. Erst an der Talstation der Schindlergratbahn sieht man die weiterlaufende blaue Abfahrt. Die rote Piste war wegen Schneemangels nicht präpariert, die Routen eh nicht. Nach einer Fahrt hier ging es nun durch das Steißbachtal eine erst breite, dann immer enger werdende blaue Abfahrt entlang (nachmittags erinnerte mich diese Piste doch sehr an den Smartieshang in Ischgl) bis zur Zammermoosbahn. Hier staute es sich einige Minuten, diese Bahn hat halt 2 gute Abfahrten (die blaue 4 und die schwarze 2) und viele, die vom Kapall kommen fahren mit der Zammermoosbahn zum Galzig rauf. Nun ging es schnell die blaue 5 zur Osthangbahn runter, mit der 4KSB-B wieder rauf (auch hier viel los auf dem Hang und an der Bahn und die Piste ist doch recht schmal meiner Meinung nach), um dann anschliessend an der Bergstation der Galzigbahn vorbei gen St. Christoph zu fahren. Da die Maienlifte in vielen Skiatlanten drin sind, mussten wir einen davon auch einmal fahren (man kann sogar noch Spuren der früher weiterführenden Anlage sehen). Anschliessend ging es mit dem Leitner 4er Bubble von St. Christoph wieder auf den Galzig. Da wir nun diesen Sektor so weit fertig hatten, fuhren wir die schwarze 2 zur Zammermoosbahn (die Piste war dank Beschneiung in einem super Zustand). Am Funitel vorbei suchten wir eine Beschildung, die uns den Weg zur Rendlbahn zeigen würde. Da wir in etwa wussten, wo wir hinmussten, fanden wir dann auch einen recht dezenten Wegweiser. Leider waren die 3 Seillifte, die im Plan als „Rendl direkt“ eingetragen sind, ausser Betrieb (wohl wegen zu wenig Schnee). Also ging es zu Fuss rüber (ist in ein paar Minuten erledigt). Nach einer kurzen Besichtigung der Talstation (überraschend große Kurve, kommt wohl vom starren Laufwerk) ging es mit dieser doch schon etwas betagten 6er ZUB hinauf. Schnurstraks steuerten wir nun das Rendlrestaurant an, da wir einerseits schon hungrig waren und wir uns dachten, dass auf dieser Seite des Skigebiets weniger los sein würde. So war es dann auch. Also ich kann den Grillteller jedem empfehlen, der wirklich großen Hunger hat. Mir hat der locker gereicht, es war fast etwas zu viel. Preislich ist das Restaurant auch in Ordnung, den Service fand ich sehr gut (nettes Personal). Nach dem Essen war nun zuerst die neue 6KSB-B Gampberg dran. Deren beide Abfahrten sind sehr interessant, gut steil und gut zu fahren. Generell ist am Rendl wohl meist weniger los, so dass a) die Pisten besser fahrbar sind und b) der Schnee auch besser ist. Weiter ging es zur Riffel 1 Doppelsesselbahn. Eigentlich wollten wir nun noch die Riffel 2 fahren, diese wurde aber kurz bevor wir einsteigen konnten geschlossen. Schade, aber kann man nix machen. Also war unser nächstes Ziel die Maaßbahn, ebenfalls eine DM Standardbahn der Ende der 80ger Serie (Antrieb in dem viereckigen Kasten über der Seilscheibe etc.). So war nun unser Ausflug zum Rendl auch fast schon wieder vorbei, nur die schöne, rote Talabfahrt stand uns noch bevor. Diese läuft sehr schön bergab, ist gut beschneit und dementsprechend gut zu fahren. Im Tal hatten wir Glück, es kam gerade ein Skibus. Also damit wieder rüber zur Galzig-Funitel. Warum es hier keine Verbindungsbahn gibt, muss ich mich nach meinen Ausflügen nach Italien natürlich schon fragen – dachte wir sind im Topskiort Österreichs… Nun also noch eine Fahrt mit dem Funitel (läuft schön ruhig, nur kam es uns etwas langsam vor – interessant auch wie medienwirksam es präsentiert wurde, in der Gondel wurde des öfteren über die Technik und die neue Anlage an sich geredet). Leider fährt die Bahn nicht ganz auf den Galzig rauf, so dass man nun, kommend vom supermodernen Funitel, in den Tanzbödenschlepper steigen muss. Noch kurz eine Fahrt mit der Schindlerkar- und der Valfahgerbahn und dann ging es wieder das Steißbachtal runter, diesmal aber kurz vor der Zammermoosbahn scharf links abgebogen, um zur Mattunbahn zu gelangen. Weiter rauf bis zum Kapall, dann die blaue 36 bis zum Gampen und anschliessend die rote 21 (teilweise sehr eisig) bis St. Anton. Eine kurze Fahrt mit dem Muldenschlepper, dann ging es mit der Fangbahn hoch. Über die rote 24a (teilweise eng und eisig) kamen wir wieder zur Nassereinbahn. Am Gampen dann nochmals die 21 runter (obwohl an einigen Stellen eisig immer noch eine gut zu fahrende Piste) und die Gampenbahn brachte uns wieder nach oben. Weiter mit der Kapallbahn, diesmal nahmen wir dann die 37 zum Schöngrabenschlepper. Dieser abgelegene Schlepplift hat noch die beste Piste und vom Schnee her auch sehr gut. Deshalb nochmals die 37 runter, diesmal aber kurz vor der Talstation des Schleppers rechts weg gen Gampen. Die schwarze 25 war gesperrt, deshalb die blaue 24 runter. Hier gibt es ein kurzes Steilstück (als Abkürzung für den normalen Weg der 24), welches die ersten Meter einen super Schnee hatte. Dann kam der Steilhang und der Schock! Kein Schnee! Langsam hab ich mich über Dreck, Eis und zum Glück wenige Steine nach unten gekämpft. Sorry, aber an so eine Stelle gehört einfach ein „Gesperrt“ Schild. Der fürchterliche Steilhang ist von oben nicht einsehbar. So hörte der Tag auf, wie er angefangen hatte: mit einem bitteren Beigeschmack. Zwar hätten wir mit der Nassereinbahn noch ein oder zwei Mal fahren können, aber die blaue 24 (auch diese gut abgefahren, eng und eisig) reizte uns nicht mehr. So ging es nun zum Auto und mit einem längeren Zwischenstop in Pertisau dann wieder nach Garmisch.
Fazit: Sorry St. Anton bzw. Arlberggebiet, aber als normales Pistenskigebiet finde ich euch nicht wieder besuchenswert. Sehr negativ fand ich die Parkgebühren, die engen Pisten, die schlechte Beschneiung (ich würde nicht sagen, dass es dort einen Schnei“meister“ gibt, eher einen Beschneier). Gut gefielen mir die Lifte, das Rendlgebiet und die hochalpine Landschaft um Valluga und Schindlergrat. Auch obwohl es sich ja um ein Apres Ski Mekka handelt, bekommt man beim Skifahren davon fast gar nix mit (anders als z.B. in Ischgl).
Talstation Nassereinbahn.
Blick zum Galzig. Hier schon Sonne.
Schwarze 2 und blaue 4 (Steißbachtal)
Funitel Trasse.
St. Anton mit Funitel.
Talstation.
Strecke der Vallugabahn.
Kabine der Valluga 2 Pendelbahn.
Ausblick von der Valluga.
Gipfel Valluga.
auf der roten 19.
Trasse des Valluga Schleppliftes.
rote 14, im Hintergrund die Arlenmähder Bergstation.
blaue 17.
im Förderbandtunnel.
Talstation Valfahgerbahn.
Trasse.
Talstation Schindlerkarbahn.
Trasse.
Trasse.
Innenansicht Bergstation.
Zammermooostalstation.
Lanze auf Turm - so auch noch nicht gesehen.
Bergstation Osthangbahn.
Bergstation des Funitels.
St. Christoph.
Trasse der St. Christophbahn.
Talstation Funitel in der Sonne.
Strecke Rendlbahn.
Talstation Rendlbahn.
Talstation Gampbergbahn.
Kreuzung Rendlbahn und Gampbergbahn.
Blick ins Rendlgebiet.
Interessante Talstation Riffel 1.
blaue R4 mit Maaßbahn.
in der Maaßbahn - es hat wenig Naturschnee.
Rendl Talabfahrt, im Hintergrund der Galzig.
Pistenplan auf Glas. Wenn die Sonne durchscheint sieht der super aus.
Kurve Tanzbödenlift mit Talblick.
Steißbachtal.
Mattunbahn. Interessant in den Hang gebaute Bahn.
Funitel mit St. Anton.
Fangbahn Talstation.
Schneelage: Italienisch.
Strecke der Nassereinbahn.
Talstation Nassereinbahn.