St. Anton (AT) / 10.02.07 / Pistenskitag

Austria, Autriche, Austria
Forumsregeln
Antworten
kaldini
Moderator a.D.
Beiträge: 6221
Registriert: 19.08.2002 - 22:17
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Wörgl
Hat sich bedankt: 1069 Mal
Danksagung erhalten: 2167 Mal

St. Anton (AT) / 10.02.07 / Pistenskitag

Beitrag von kaldini »

Wetter: Sonne, kalt
Schnee: nicht gut. Neben der Piste hart und durchwachsen, auf den Pisten leider recht eisig. Präparation am Morgen auch schlecht, teilweise Löcher obwohl mit Raupe präpariert
Los: ging so.

Mal wieder Arlberg. Funitel fahren, Schindlergrat runter, und all die Lifte, die mir da noch fehlen. So gings nach Garmisch am Freitag abend, nach ein paar gemütlichen Bier dann früh ins Bett, da laut map24 es 2 Stunden von GAP bis St. Anton sind. Gebraucht haben wir dann knapp 1:30, dafür waren wir früh über den Fernpass. Nun standen wir um kurz nach 8 als erste in Nasserein am Parkplatz und wunderten uns, ob hier nun Parkgebühren verlangt werden oder nicht. Als kurz später ein Parkwächter kam und 7 (in Worten sieben) Euro verlangte (für den Tag wohlgemerkt!), waren wir doch etwas baff. Und das in Nasserein, das ja eigentlich für Tagesgäste gedacht war (so dachten wir zumindest bis dato). Sollens in Landeck ein großes Schild hinstellen so a la „Wir wollen keine Tagesgäste“ dann bieg ich eben ins Paznaun! Aber 7 Euro finde ich einfach eine Frechheit. Der Parkplatz fasst 180 Autos (so wurde mir berichtet) – macht ein hübsches Sümmchen für die Gemeinde. Bitte nicht falsch verstehen, gegen 2 oder 3 Euro hätte ich ja gar nix gesagt (ok, etwas gemurrt schon) aber 7 ist mir einfach zu viel. Vor allem da das Liftticket auch am obersten Limit ist. Rabatt für deutsche Seilbahner gibt’s natürlich auch keinen, nicht mal einen Euro oder so.
Also waren wir nun um kurz vor halb 9 an der Nassereinbahn gestanden. Und pünktlich um 8:30 gings dann los. Ziel des Tages: alles was kein Schlepplift ist fahren! Inklusive Rendlgebiet. An der sehr schön gebauten Bergstation der Nassereinbahn ging es dann sofort über die blaue 20 und 1 zum neugebauten Funitel (den Kapallbereich wollten wir uns für den Schluss aufbewahren, sollte die Zeit nicht ganz reichen kommt man wenigstens zum Auto). Nach der sehr ruhigen, wenn auch etwas langsamen Fahrt mit der Galzigbahn (die Riesenräder sind ein Gag, hatte es mir aber irgendwie intensiver vorgestellt) gingen wir sofort zur Vallugagratbahn (im Nachhinein genau richtig, später stand man da mindestens 2 Gondeln lang an). So kamen wir aber sofort mit rauf, um dann die Ski abzustellen, da wir die Gunst der Stunde nutzen wollten (nix los) und mit der Valluga 2 Pendelbahn auf die Valluga ganz rauf zu fahren. Eine kleine 6er Pendelbahn, ewig alt, kultig. Oben hat man eine geniale Aussicht überallhin. Einige Gruppen an Tourenfahrern fuhren mit Ski hier rauf, wir nach einem kurzen Genuss der Aussicht gleich wieder mit der Bahn runter. Nun hiess es aber mal, Ski fahren! Die gut laufende rote 19 zum Vallugaschlepplift, anschliessend nun eine meiner Arlberglieblingsabfahrten runter: die 14 vom Schindlergrat. Bis zur Ulmer Hütte eine tolle rote Abfahrt, hier kann mans gut laufen lassen. Leider kommt dann ein Schiebestück, um zur Schindlerkarbahn zurück zu gelangen. Wir aber wollten weiter abwärts, weshalb wir direkt auf die blaue 17 wechselten um zur Alpe Rauz zu gelangen. Die 3 DSBs von Stuben liessen wir bewusst aus, irgendwie reizte es uns nicht. Nachdem wir das Förderband mit Kurve (eigentlich mal wieder eine Werbevera*sche: nix anderes als 2 Förderbänder hintereinander, die Kurve muss man laufen – hatte mir das ganz anders vorstellt (ach ja, der Schlepplift ist entschieden schneller)) getestet hatten, ging es mit der wunderbaren Valfahgerbahn wieder rauf. Eine der schönsten Bahnen unserer Meinung nach im Arlberggebiet, schön gebaute Talstation und die Sitzheizung funktioniert auch. Von dort den Schiebeweg entlang und dann runter zur Talstation der Schindlergrat 3KSB. Eine tolle alte KSB. Und die Trasse ist einfach der Hammer. Unbedingt fahrenswert. Wenn man dann über die letzten Stütze rauscht, die Bergstation schon fast erreicht hat, aber doch noch am Grat entlang fährt, einfach geil. Oben hat man dann die Wahl, entweder die schöne rote Abfahrt wieder zur Ulmer Hütte zu nehmen, der Schindlerkarroute zu folgen oder aber sich eine der irrwitzig steilen, engen und felsigen Rinnen runter zu wagen. Wir blieben auf der normalen Piste, die bis zur Ulmer Hütte schön verläuft (bei mehr Schnee und mit einer anderen Einstellung würden mich einige der Varianten sicherlich auch sehr reizen). Unser nächstes Ziel hiess nun Arlenmähderbahn, eine recht neue 6KSB-B, diesmal von DM. Von der Ulmer Hütte kommend suchten wir nun die blaue Piste, fanden diese aber zuerst nicht. Erst an der Talstation der Schindlergratbahn sieht man die weiterlaufende blaue Abfahrt. Die rote Piste war wegen Schneemangels nicht präpariert, die Routen eh nicht. Nach einer Fahrt hier ging es nun durch das Steißbachtal eine erst breite, dann immer enger werdende blaue Abfahrt entlang (nachmittags erinnerte mich diese Piste doch sehr an den Smartieshang in Ischgl) bis zur Zammermoosbahn. Hier staute es sich einige Minuten, diese Bahn hat halt 2 gute Abfahrten (die blaue 4 und die schwarze 2) und viele, die vom Kapall kommen fahren mit der Zammermoosbahn zum Galzig rauf. Nun ging es schnell die blaue 5 zur Osthangbahn runter, mit der 4KSB-B wieder rauf (auch hier viel los auf dem Hang und an der Bahn und die Piste ist doch recht schmal meiner Meinung nach), um dann anschliessend an der Bergstation der Galzigbahn vorbei gen St. Christoph zu fahren. Da die Maienlifte in vielen Skiatlanten drin sind, mussten wir einen davon auch einmal fahren (man kann sogar noch Spuren der früher weiterführenden Anlage sehen). Anschliessend ging es mit dem Leitner 4er Bubble von St. Christoph wieder auf den Galzig. Da wir nun diesen Sektor so weit fertig hatten, fuhren wir die schwarze 2 zur Zammermoosbahn (die Piste war dank Beschneiung in einem super Zustand). Am Funitel vorbei suchten wir eine Beschildung, die uns den Weg zur Rendlbahn zeigen würde. Da wir in etwa wussten, wo wir hinmussten, fanden wir dann auch einen recht dezenten Wegweiser. Leider waren die 3 Seillifte, die im Plan als „Rendl direkt“ eingetragen sind, ausser Betrieb (wohl wegen zu wenig Schnee). Also ging es zu Fuss rüber (ist in ein paar Minuten erledigt). Nach einer kurzen Besichtigung der Talstation (überraschend große Kurve, kommt wohl vom starren Laufwerk) ging es mit dieser doch schon etwas betagten 6er ZUB hinauf. Schnurstraks steuerten wir nun das Rendlrestaurant an, da wir einerseits schon hungrig waren und wir uns dachten, dass auf dieser Seite des Skigebiets weniger los sein würde. So war es dann auch. Also ich kann den Grillteller jedem empfehlen, der wirklich großen Hunger hat. Mir hat der locker gereicht, es war fast etwas zu viel. Preislich ist das Restaurant auch in Ordnung, den Service fand ich sehr gut (nettes Personal). Nach dem Essen war nun zuerst die neue 6KSB-B Gampberg dran. Deren beide Abfahrten sind sehr interessant, gut steil und gut zu fahren. Generell ist am Rendl wohl meist weniger los, so dass a) die Pisten besser fahrbar sind und b) der Schnee auch besser ist. Weiter ging es zur Riffel 1 Doppelsesselbahn. Eigentlich wollten wir nun noch die Riffel 2 fahren, diese wurde aber kurz bevor wir einsteigen konnten geschlossen. Schade, aber kann man nix machen. Also war unser nächstes Ziel die Maaßbahn, ebenfalls eine DM Standardbahn der Ende der 80ger Serie (Antrieb in dem viereckigen Kasten über der Seilscheibe etc.). So war nun unser Ausflug zum Rendl auch fast schon wieder vorbei, nur die schöne, rote Talabfahrt stand uns noch bevor. Diese läuft sehr schön bergab, ist gut beschneit und dementsprechend gut zu fahren. Im Tal hatten wir Glück, es kam gerade ein Skibus. Also damit wieder rüber zur Galzig-Funitel. Warum es hier keine Verbindungsbahn gibt, muss ich mich nach meinen Ausflügen nach Italien natürlich schon fragen – dachte wir sind im Topskiort Österreichs… Nun also noch eine Fahrt mit dem Funitel (läuft schön ruhig, nur kam es uns etwas langsam vor – interessant auch wie medienwirksam es präsentiert wurde, in der Gondel wurde des öfteren über die Technik und die neue Anlage an sich geredet). Leider fährt die Bahn nicht ganz auf den Galzig rauf, so dass man nun, kommend vom supermodernen Funitel, in den Tanzbödenschlepper steigen muss. Noch kurz eine Fahrt mit der Schindlerkar- und der Valfahgerbahn und dann ging es wieder das Steißbachtal runter, diesmal aber kurz vor der Zammermoosbahn scharf links abgebogen, um zur Mattunbahn zu gelangen. Weiter rauf bis zum Kapall, dann die blaue 36 bis zum Gampen und anschliessend die rote 21 (teilweise sehr eisig) bis St. Anton. Eine kurze Fahrt mit dem Muldenschlepper, dann ging es mit der Fangbahn hoch. Über die rote 24a (teilweise eng und eisig) kamen wir wieder zur Nassereinbahn. Am Gampen dann nochmals die 21 runter (obwohl an einigen Stellen eisig immer noch eine gut zu fahrende Piste) und die Gampenbahn brachte uns wieder nach oben. Weiter mit der Kapallbahn, diesmal nahmen wir dann die 37 zum Schöngrabenschlepper. Dieser abgelegene Schlepplift hat noch die beste Piste und vom Schnee her auch sehr gut. Deshalb nochmals die 37 runter, diesmal aber kurz vor der Talstation des Schleppers rechts weg gen Gampen. Die schwarze 25 war gesperrt, deshalb die blaue 24 runter. Hier gibt es ein kurzes Steilstück (als Abkürzung für den normalen Weg der 24), welches die ersten Meter einen super Schnee hatte. Dann kam der Steilhang und der Schock! Kein Schnee! Langsam hab ich mich über Dreck, Eis und zum Glück wenige Steine nach unten gekämpft. Sorry, aber an so eine Stelle gehört einfach ein „Gesperrt“ Schild. Der fürchterliche Steilhang ist von oben nicht einsehbar. So hörte der Tag auf, wie er angefangen hatte: mit einem bitteren Beigeschmack. Zwar hätten wir mit der Nassereinbahn noch ein oder zwei Mal fahren können, aber die blaue 24 (auch diese gut abgefahren, eng und eisig) reizte uns nicht mehr. So ging es nun zum Auto und mit einem längeren Zwischenstop in Pertisau dann wieder nach Garmisch.
Fazit: Sorry St. Anton bzw. Arlberggebiet, aber als normales Pistenskigebiet finde ich euch nicht wieder besuchenswert. Sehr negativ fand ich die Parkgebühren, die engen Pisten, die schlechte Beschneiung (ich würde nicht sagen, dass es dort einen Schnei“meister“ gibt, eher einen Beschneier). Gut gefielen mir die Lifte, das Rendlgebiet und die hochalpine Landschaft um Valluga und Schindlergrat. Auch obwohl es sich ja um ein Apres Ski Mekka handelt, bekommt man beim Skifahren davon fast gar nix mit (anders als z.B. in Ischgl).


Bild
Talstation Nassereinbahn.

Bild
Blick zum Galzig. Hier schon Sonne.

Bild
Schwarze 2 und blaue 4 (Steißbachtal)

Bild
Funitel Trasse.

Bild
St. Anton mit Funitel.

Bild
Talstation.

Bild
Strecke der Vallugabahn.

Bild
Kabine der Valluga 2 Pendelbahn.

Bild
Ausblick von der Valluga.

Bild
Gipfel Valluga.

Bild
auf der roten 19.

Bild
Trasse des Valluga Schleppliftes.

Bild
rote 14, im Hintergrund die Arlenmähder Bergstation.

Bild
blaue 17.

Bild
im Förderbandtunnel.

Bild
Talstation Valfahgerbahn.

Bild
Trasse.

Bild
Talstation Schindlerkarbahn.

Bild
Trasse.

Bild
Trasse.

Bild
Innenansicht Bergstation.

Bild
Zammermooostalstation.

Bild
Lanze auf Turm - so auch noch nicht gesehen.

Bild
Bergstation Osthangbahn.

Bild
Bergstation des Funitels.

Bild
St. Christoph.

Bild
Trasse der St. Christophbahn.

Bild
Talstation Funitel in der Sonne.

Bild
Strecke Rendlbahn.

Bild
Talstation Rendlbahn.

Bild
Talstation Gampbergbahn.

Bild
Kreuzung Rendlbahn und Gampbergbahn.

Bild
Blick ins Rendlgebiet.

Bild
Interessante Talstation Riffel 1.

Bild
blaue R4 mit Maaßbahn.

Bild
in der Maaßbahn - es hat wenig Naturschnee.

Bild
Rendl Talabfahrt, im Hintergrund der Galzig.

Bild
Pistenplan auf Glas. Wenn die Sonne durchscheint sieht der super aus.

Bild
Kurve Tanzbödenlift mit Talblick.

Bild
Steißbachtal.

Bild
Mattunbahn. Interessant in den Hang gebaute Bahn.

Bild
Funitel mit St. Anton.

Bild
Fangbahn Talstation.

Bild
Schneelage: Italienisch.

Bild
Strecke der Nassereinbahn.

Bild
Talstation Nassereinbahn.

Benutzeravatar
McMaf
Wildspitze (3774m)
Beiträge: 3787
Registriert: 03.10.2003 - 18:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Ort: Bonn
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 72 Mal

Beitrag von McMaf »

Ein großartiger und besonders objektiver Bericht kaldini.
Fazit: Sorry St. Anton bzw. Arlberggebiet, aber als normales Pistenskigebiet finde ich euch nicht wieder besuchenswert.
In deinem Fazit muss ich Dir 100% zustimmen. Die Pisten auf der St.Antoner Seite haben mich auch nie wirklich begeistert. Die Bahnen sind dagegen schon teilweise recht spektakulär. Vielen Dank, für die Bilder der Valugabahn. :)
Benutzeravatar
gerrit
Punta Indren (3250m)
Beiträge: 3379
Registriert: 19.12.2004 - 18:23
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Niederösterreich
Hat sich bedankt: 1117 Mal
Danksagung erhalten: 1314 Mal

Beitrag von gerrit »

Ein ambitioniertes Programm habt Ihr da gemacht! Auch meine Meinung ist, daß der Arlberg als reines Pistengebiet wesentlich weniger taugt als z.b. Ischgl oder SFL und in einem Winter wie diesem ist es halt im Gelände auch eher problematisch.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
Benutzeravatar
oli
Zuckerhütl (3507m)
Beiträge: 3767
Registriert: 14.11.2002 - 08:54
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: 32XXX
Hat sich bedankt: 238 Mal
Danksagung erhalten: 198 Mal

Beitrag von oli »

Stimme Euch uneingeschränkt zu. Die Antoner Seite des Arbergs ist insbesondere für Mittelklassefahrer völlig ungeeignet. Entweder, die Pisten sind recht schwer, oder es sind vorwiegend Ziehwege. Wenn ich da an das allabendliche Drama im Staißbachtal denke. Unglaublich Szenen spielen sich da ab.
Planungen 2023/2024
Dez: SFL____________Dez: BKK
Jan: Wilder Kaiser_____Feb: Saalbach
März: Skitour _________März: 3 Vallees
Mai: Stubai
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
$cHn3E-Fr3aK
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 324
Registriert: 12.10.2006 - 20:50
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: 32312 Lübbecke
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Beitrag von $cHn3E-Fr3aK »

Tut mit leid aber da kann ich euch überhaupt nicht verstehn.
Ich finde es super, dass die Pisten dort sehr anspruchsvoll sind...
Und Ziehwege habe ich auch shcon viel schlimmere gesehn und an viele lange kann ich mich in ST. Anton nicht errinern... und das STeißbachtal würde ich nicht als ein Ziehweg ansehn.
Aber naja es ist ja eine ansichtssach von jedem Einzelnem...


ABer schöne Bilder hast du da gemacht! :)
Benutzeravatar
gerrit
Punta Indren (3250m)
Beiträge: 3379
Registriert: 19.12.2004 - 18:23
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Niederösterreich
Hat sich bedankt: 1117 Mal
Danksagung erhalten: 1314 Mal

Beitrag von gerrit »

Es ist halt die Frage WARUM eine Piste anspruchsvoll ist. Steile und kupierte Pisten mag ich sehr gerne, aber wenn eine Piste deshalb anspruchsvoll ist, weil zu viele Menschen auf zu engen Abfahrten den wenigen Schnee hinunterrutschen (wie z.B. von der Bergstation St. Christophbahn Richtung Ulmerhütte oder im Steißbachtal), dann werde ich eher mißmutig.
Viele Pisten auf der St. Antoner Seite wären m.E. durchaus nett, sind aber oft hoffnungslos überfüllt und leiden darunter sehr. Deshalb würde ich einem reinen Pistenfahrer St. Anton nicht als erste Wahl empfehlen.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
Benutzeravatar
$cHn3E-Fr3aK
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 324
Registriert: 12.10.2006 - 20:50
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: 32312 Lübbecke
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Beitrag von $cHn3E-Fr3aK »

Okay das ist ein gutes Argument, obwohl ich es noch nicht bestätigen kann, da ich meistens keine probleme mit überfüllten Pisten hab, wahrscheinlich weil ich immer glück hab, dass ich immer dann da bin wenn es noch angemessen leer ist...
Aber eine steile Piste kann auch darunter leiden, dass sie überfüllt ist.
kaldini
Moderator a.D.
Beiträge: 6221
Registriert: 19.08.2002 - 22:17
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Wörgl
Hat sich bedankt: 1069 Mal
Danksagung erhalten: 2167 Mal

Beitrag von kaldini »

Wobei ich mir die Frage stelle, welche schweren Pisten ihr meint. Ok, vielleicht waren diese nicht offen wegen Schneemangels, aber ausser der schwarzen 2 habe ich keine schwere Piste (auf dieses Wort lege ich hierbei großen Wert - Routen und andere Freeridewege bleiben dadruch sofort aussen vor) gesehen. Meist eher blaue Pisten, die ihre Schwierigkeit aus viel los, schlecht beschneit und schlecht präpariert zogen.
Benutzeravatar
Huppi
Moderator a.D.
Beiträge: 3222
Registriert: 09.01.2006 - 23:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Ort: Bad Tölz
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 105 Mal

Beitrag von Huppi »

Hi kaldini!
Toller Bericht. Nur der Arlberg braucht einfach mal wieder Schnee.
Being awesome is awesome!

Benutzeravatar
gerrit
Punta Indren (3250m)
Beiträge: 3379
Registriert: 19.12.2004 - 18:23
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Niederösterreich
Hat sich bedankt: 1117 Mal
Danksagung erhalten: 1314 Mal

Beitrag von gerrit »

kaldini hat geschrieben:Wobei ich mir die Frage stelle, welche schweren Pisten ihr meint. Ok, vielleicht waren diese nicht offen wegen Schneemangels, aber ausser der schwarzen 2 habe ich keine schwere Piste (auf dieses Wort lege ich hierbei großen Wert - Routen und andere Freeridewege bleiben dadruch sofort aussen vor) gesehen. Meist eher blaue Pisten, die ihre Schwierigkeit aus viel los, schlecht beschneit und schlecht präpariert zogen.
Ist halt die Frage, wie man den Begriff "schwere Piste"definiert.
Wenn man nur nach der Kategorisierung und damit nach der Steilheit geht, dann gibts am Arlberg nicht viel, eben die Piste an der Zammermoosbahn und in Lech die Abfahrt Langer Zug vom Rüfikopf, die zwar als Route ausgewiesen ist, aber meist planiert wird (Die möchte ich jedem wärmstens ans Herz legen, ist sehr eindrucksvoll, die Steilpassage hinunterzufahren).
Was aber am Arlberg vor allem bei schlechten Schneeverhältnissen passiert, ist, daß an und fürsich höchstens mittelschwere Teilstücke von Abfahrten durch die Massen extrem in Mitleidenschaft gezogen werden und damit für weniger Versierte wirklich schwer zu fahren werden.
Ich finde es dort meist extrem unangenehm, abgefahrene Eisplatten und Unmengen von Leuten, die jenseits ihrer Grenzen fahren (müssen, weils nicht anders runtergeht). Wirklich steile Pisten, die weniger befahren werden, könnte man zwar als "schwerer" einstufen, sie sind aber m.E. wesentlich leichter und angenehmer zu befahren.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
Benutzeravatar
br403
Matterhorn (4478m)
Beiträge: 4752
Registriert: 04.03.2005 - 09:24
Skitage 25/26: 6
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: München
Hat sich bedankt: 1260 Mal
Danksagung erhalten: 542 Mal

Beitrag von br403 »

Mich hat es letzten Sonntag auch etwas verwundert sieben Euro nur zum Parken zu bezahlen...dann war der Parkplatz nichtmal geteert...ein Schmutz und Dreck, mein Auto sieht aus...naja, was will man machen.

Ich finde das Gebiet eigentlich ganz OK, allerdings kann ich das Chaos auf den Talabfahrten bestätigen, das ist ech nicht mehr Feierlich... :evil:
Benutzeravatar
oli
Zuckerhütl (3507m)
Beiträge: 3767
Registriert: 14.11.2002 - 08:54
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: 32XXX
Hat sich bedankt: 238 Mal
Danksagung erhalten: 198 Mal

Beitrag von oli »

kaldini hat geschrieben:Wobei ich mir die Frage stelle, welche schweren Pisten ihr meint.
Wir haben in meiner Truppe einen dabei, der eher etwas zurückhaltender fährt und den Status eines Mittelklassefahrers wohl nicht mehr überwinden wird.

Zwei Beispiele:
1. Valluga und Schindlergrat
Dort oben ist es für ihn schon etwas schwierig. Allein die Ausfahrt aus der Schindlergratbahn ist ab Mittag sehr ausgefahren und vergeichsweise Eng und von daher schon nicht einfach. Weiter geht es dann mit dem oberen Teil der Abfahrt in Richung Ulmer Hütte. Auch hier geht es tüchtig runter.
2. Galzig
Wer vom Galzig wieder in Richtung St. Anton will, hat die Auswahl zwischen einem sehr steilen Stück an der Zammermoosbahn oder Ziehwegen, die ins Steißbachtal münden.
Ich persönlich finde das Gebiet rund um den Kapall in St. Anton noch am attraktivsten.
Planungen 2023/2024
Dez: SFL____________Dez: BKK
Jan: Wilder Kaiser_____Feb: Saalbach
März: Skitour _________März: 3 Vallees
Mai: Stubai
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
Pharao
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 139
Registriert: 24.11.2006 - 21:02
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: Mt. Neuss
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Beitrag von Pharao »

Stimme den meisten Aussagen zu. Allerdings muss man beachten,dass die heutigen Scheeverhältniss es besonders schwierig machen. St. Anton zeichnet sich "normalerweise" durch die Vielzahl der möglichen Varianten aus.
Schindlersteilhang, Mattun, Bachseite (direkte Galzig/steissbachtal), Maienplat, Osthang (nicht die oft fälschlicherweise so bezeichnete Osthangeinfahrt) sind Traumabfahrten wenn der Schnee dazu da ist. Aber alle sicherlich nichts für Jedermann.

@ Olli Neben den beiden Talabfahrtsvarianten, die Du beschrieben hast (Kandahar und Steissbachtal) könnte man mit einem schwächeren Skifahrer vom Steissbachtal aus über den Gampen ins Tal fahren.

Aber insgesamt gesehen ist Anton keine Gebiet für die Schwächeren schon garnicht bei dem diesjährigen Schnee und der daraus resultierenden Überbelastung. :?
Den Wert eines Menschenlebens bestimmt nicht seine Länge, sondern seine Tiefe.
gunnar
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 137
Registriert: 01.02.2007 - 16:33
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Hessen
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 7 Mal

... dabei darf eines nicht übersehen werden ...

Beitrag von gunnar »

@kaldini ... gerade die Zeit (diese Saison z.B.) um den 10 Februar bis Ende Februar ist mit Sicherheit die Saisonperiode wo am Arlberg die meisten Skifahrer auf der Piste sind ... Gründe:
Zum einen natürlich die gute Erreichbarkeit, Fasching, Semesterferien in Österreich, Winterferien/Energieferien/Krokusferien und wie die weiter heißen mögen in Bayern, Niederlande, einigen osteuropäischen Ländern, in den skaninavischen Ländern usw. (achte z.B. nur auf die Kennzeichen der PKW).
Meiner Erfahrung nach ist dieser Zeitraum derjenige in dem die Pisten am dichtesten bevölkert sind.
Ich fahre schon viele , viele Jahre regelmäßig nach St. Anton und es ist meiner Meinung nach nach wie vor eines der besten Skigebiete in den Alpen.
Dieses Jahr haben wir natürlich das Extrem der allgemeinen miserablen Schneelage und davon blieb auch der Arlberg nicht verschont.
Viel zu warm und zu oft heftige Winde die den wenigen Schnee noch wegblasen ... daher die mittlereweile oft eisiegn Pistenbereiche.
Da funzt irgendwann die beste Pistenpräparation nicht mehr.
Ich war Ende Januar in St.Anton und kann nur sagen das es zu dieser Zeit
bezüglich der Pistenpräparation keine Beanstandung gab.
Zudem bin ich auch der Meinung das ein erfahrener Skifahrer Pistenbereiche beurteilen können sollte bevor er blindlings irgendwo einfährt. Mir würde es bei aktueller Schneesituation z.B. nicht in den Sinn kommen unbedingt den "Eisfall" (darum handelt es sich bei Deinem Steilhang wohl) fahren zu müssen zudem man den sehr wohl von oben einsehen kann. Dieses Stück war Ende Januar schon nicht vernünftig befahrbar. Und ... wenn man mit der Nassereinbahn fährt hat man den "Eisfall" sowieso bestens im Blick !

gruß Gunnar
kaldini
Moderator a.D.
Beiträge: 6221
Registriert: 19.08.2002 - 22:17
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Wörgl
Hat sich bedankt: 1069 Mal
Danksagung erhalten: 2167 Mal

Beitrag von kaldini »

Ja, gunnar, als ich morgens mit der Nassereinbahn gefahren bin, hatte ich den Hang kurz gesehen (zu diesem Zeitpunkt war ich aber viel mehr mit der tollen Stütze der Bahn beschäftigt).
Als ich dann nachmittags da entlang kam, dachte ich mir, guter Schnee, guter Hang. Das Steilstück konnte ich von oben nicht einsehen (sonst wär ich da ja auch nicht eingefahren). Und da nix abgesperrt war und ich mich mitten im kontrollierten Pistenraum befand, fuhr ich einfach rein.
Es war auch mein erster Besuch in St. Anton (zumindest in dieser Ecke, Ulmer Hütte etc. hatte ich vor einigen Jahren schon mal gefahren). Sorry, dass ich nicht erst 10 Jahre lang auf den langweiligen blauen Ziehwegen fahre, bis ich jede Ecke auswendig kenne und das Verhalten jedes Eisbrockens weiss (war eher zynisch gemeint).
Benutzeravatar
k2k
Moderator a.D.
Beiträge: 7999
Registriert: 03.10.2002 - 01:01
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 72 Mal
Danksagung erhalten: 18 Mal

Beitrag von k2k »

@ "langsame Funitel-Fahrt": L�uft denn die Bahn mittlerweile auf Normalgeschwindigkeit? In den Berichten vom Dezember war ja immer von reduzierter Geschwindigkeit die Rede, und seither hat irgendwie niemand mehr der da war �ber dieses Thema geschrieben.
Oder sind dir einfach die 6 m/s zu langsam? ;-)
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
kaldini
Moderator a.D.
Beiträge: 6221
Registriert: 19.08.2002 - 22:17
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Wörgl
Hat sich bedankt: 1069 Mal
Danksagung erhalten: 2167 Mal

Beitrag von kaldini »

hmm, irgendwie kam mir das nicht wie 6m/s vor. Kann aber auch sein, dass die Bahn, da sie so neu ist, so ruhig läuft dass es sich nicht wie 6m/s anfühlt. :D

gunnar
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 137
Registriert: 01.02.2007 - 16:33
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Hessen
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 7 Mal

Beitrag von gunnar »

@ kaldini ... in einem geb ich Dir schon recht ... dieser Pistenabschnitt gehört schon abgesperrt ... zudem da ja nicht nur "geübte" Skifahrer einfahren sondern auch solche Skifahrer die mit diesem Steilstück mit immerhin 78% Gefälle selbst bei guten Schneeverhältnissen schlichtweg überfordert wären.

Gruß Gunnar
Benutzeravatar
Oscar
Moderator a.D.
Beiträge: 5384
Registriert: 02.07.2003 - 17:30
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 460 Mal
Danksagung erhalten: 503 Mal

Beitrag von Oscar »

war gestern in St.Anton, es waren super Verhältnisse trotz des warmen Wetters, den Bildern kan ich nichts zufügen, daher schenke ichs mir meine/unsere zu posten!

Der Tag wurde dann am Mooserwirt abgerundet.
fettiz
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 922
Registriert: 14.01.2005 - 09:52
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: Olching bei München
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 107 Mal

Beitrag von fettiz »

Wer bitte geht nur zum Piste fahren nach Stanton?!? dafür ist es echt zu teuer. Die Variaten sind dagegen unbezahlbar...

Sicher hat Ischgl die besseren Pisten. Der Arlberg hat aber die besseren Varianten. IMHO sind beide Gebiete zwar vergleichbar, aber aber mit den jeweiligen Siegern in unterschiedlichen Kategorien.

Was gerade bei Pistenfahren in Stanton ärgert ist, dass es halt im Vergleich mit Ischgl eigentlich relativ kleine Gebiete sind (wo alles zusammenhängt) - die dann auch etwas übererschlossen sind (z.b. Gampen). Dito muss es auf den Pisten voll sein, welche dann auch etwas gleichförmig sind.

Aber was gibt es besseres als z.B. am Albona die Varianten zu fahren...
---------------------------------------------
Don't forget: Realize your dreams....
----------------------------------------------
↓ Mehr anzeigen... ↓

Antworten

Zurück zu „Österreich“