Schnee: Genialer Kunstschnee. Naturschnee lag auch rum (wer braucht den in Italien?)
Los: wenig. Einzig am Maierl 6er gabs Wartezeiten
Pistenplan: http://www.latemar.it/default.asp?tipo= ... e=i&foto=3
Nach meinem Skitag in Ratschings ging es nun weiter gen Süden. Einen kurzen Blick aufs Leitner/Prinoth Werk geworfen (ausser ein paar Altmaschinen und einigen Wagen der Bahn für Peruggia war aber nix erkennbar – von Stahlbauteilen in vielen Farben und Formen abgesehen), deshalb ohne Photostop gleich wieder auf die Autobahn. An Bozen vorbei ging es in Ora den Berg hinauf. Eine wunderbare Strasse – steil, eng am Berg, gut ausgebaut. Und zum Glück immer nur da Autos, wenn ich überholen konnte
Nach einem reichlichen Abendessen ging es dann früh ins Bett (ok, ich war einfach saumüde), am Freitag dann früh raus, einfaches Frühstück (2 Brötchen mit Marmelade und ein Capuccino) und schon sass ich im Auto gen Predazzo (Predazzo als Startort, damit ich auch mit der EUB fahren konnte – Pampeago wäre auch gut möglich gewesen, dort hätte ich dann länger ski fahren können).
Skicenter Latemar, seit Jahren (ok, eher Jahrzehnten) wollte ich da schon mal hin. Dieses Gebiet fiel mir schon früh im Skiatlas auf, da ich mal alle Gebiete durchging und die Förderleistung durch die Anzahl Lifte teilte und Latemar war damals das Gebiet, welches als Erstes auf einen Durchschnitt von 2000 P/h kam. Dies und das doch recht große Skigebiet machten mich dann immer mehr darauf aufmerksam. Leider gab es hier im Forum nur selten Berichte von dort, deshalb entschloss ich mich, dies mal selber zu erkunden.
Um kurz nach halb neun war ich dann in Predazzo am Parkplatz, die 12 EUB lief schon (hatte ganz vergessen, dass Dolomiti Superski ja einheitlich um 8:30 das meiste aufmacht). Erst mal ein 3 Tagesticket gekauft (Axxess System, na ja, diesmal ging es besser als im Januar – ich will Freemotion überall
Rauf gings nun mit der doch sehr langen 12 EUB zum Rifugio Gardone, von dort anschliessend dann gleich mit der 4KSB-B zum Passo Feudo. Die Abfahrt zurück nach Gardone sah verführerisch gut aus (schöner Mix aus roter Piste mit einem schwarzen Teilstück), deshalb gleich wieder hier runter. Der Kunstschnee war top griffig, die Präparation tadellos. Unten merkte man dann, dass doch recht viele vom Tal her hinaufkamen, die Warteschlange an der 4KSB wurde minütlich länger. Deshalb verzichtete ich auf eine weitere Wiederholung und fing nun an, mich gen Obereggen durchzufahren. Vom Passo Feudo ging es nun erst einen Ziehweg entlang, dann eine schöne rote Abfahrt runter bis Pampeago. Hier wurden meine Anstehbefürchtungen gleich zerstreut, an der Latemar 4KSB (alte Agamatic Schüssel) nix los. Nun wollte ich eigentlich gleich weiter nach Obereggen, aber der Pala di Santa mit der tollen schwarzen Abfahrt zog mich irgendwie magisch an – und die beiden dieses Jahr neu gebauten DM 4er. Interessante Station, beide nutzen die selbe Garage. Die eine Bahn (Pala di Santa) hat aber Hauben, die andere nicht (und die Auffahrtsseite ist auch noch unterschiedlich, also Verwechslung ausgeschlossen). Bisher ging ein Doppelschlepper hier hinauf (respekt! Vor allem die Länge und Steilheit müssen ganz schön anstrengend gewesen sein). Dieser wurde nun zu 80% von der neuen 4KSB-B ersetzt, einer der Schlepper wurde aber auf verkürzter Trasse wieder aufgebaut, so dass man nach ganz oben nur mit diesem Tellerlift kommt. Wenn ich schon hier oben war, dann auch gleich noch den Schlepper mitgenommen. Hier oben war es ganz schön zugig, deshalb war auch die Piste etwas hart. Zuerst ist es ein toller Carvinghang, der dann aber kurz unterhalb der Talstation des Schleppers in einen sehr steilen, mittelbreiten aber hervorragend beschneiten Hang übergeht. Geil! Endlich mal wieder was, wo man sich der Neigung wegen Konzentrieren muss. Sehr schön griffig, kann man hier in schönen engen Kurzschwüngen runter. Da geht der Puls mal wieder hoch! Anstelle einer Wiederholung machte ich mich, aufgrund des meiner Meinung nach doch noch recht aufwändigen Programmes, nun aber doch wieder gen Obereggen auf. Hierzu die neue, sehr kurze (hat die einen fixen 4er ersetzt?) Obereggen 4KSB rauf (hat rechts einen schönen Funpark). Dem Schild gen Obereggen bin dann nicht direkt gefolgt, sondern ich bog in die kurze rote Abfahrt zur Reiter Joch 4SB. Ok, hier eine Wiederholung noch schnell, dann wieder die rote runter, die dann in einen blauen Ziehweg gen Maierl überging. Hier flux in die Laner 4SB (noch einer der überraschend kurzen 4er Rückbringer) und nun kam ich auf die Abfahrt nach Obereggen. So war ich schon um 10:30 in Obereggen, hatte damit eher gegen 11:30 gerechnet. Also mit der 8EUB rauf, dann die andere rote Abfahrt zu dieser wieder runter (schöner Carverhang), nochmals rauf (dabei versucht, ein paar Streckenbilder hinzubekommen, leider wegen der Sonne nicht möglich). Irgendwie gefiel es mir hier auf der Seite (man merkt auch sehr stark, dass in etwa an der Bergstation der Obereggen 4KSB die Grenze zwischen Südtirol und Trentino ist – auf der einen Seite wird man Deutsch angesprochen und es gibt traditionelles Tiroler Essen, auf der anderen Seite ist Italienisch Usus sowohl beim Reden als auch beim Essen). Deshalb gleich doppelt mit der Oberholz 4KSB (noch so eine alte Agamatic Bahn, die Stationen sind nicht so mein Geschmack – dafür neue Sessel) gefahren (die rote Abfahrt hier lief schön und war nicht zu voll). Nun wurde es Zeit für Absam-Maierl. Ungewohnt für Italien, dass hier eine 6KSB steht. Aber auf jeden Fall notwendig. Anstehzeit hier war immer ein paar Minuten, obwohl es mit der Singlespur schneller ging. Hier entdeckte ich dann meine Lieblingspiste dieses Gebietes: die rote 6a. Geht entspannt los (hier kann man gut Fahrt aufnehmen), dann geht’s einen mittelsteilen, meist wenig befahrenen Hang runter und zum Abschluss ein ruhiger Auslauf. Glaube hier hab ich dann auch meinen bisherigen Vmax Rekord gebrochen, abends zeigte das GPS dann 121 km/h an (könnte hinkommen, mit der Schneebrille und dem Helm bekomm ich von der Geschwindigkeit nicht mehr so viel mit). Diese Abfahrt rief natürlich sofort nach einer Wiederholung. Dann noch die normale 6 runter, dabei entdeckte ich die Maierl-Alm, wo ich dann spontan zum Mittagessen anhielt. Beim Essen beschloss ich dann, noch mal kurz nach Obereggen zu fahren, um den Tellerlift dort noch mitzunehmen. Also nach einem sehr guten Wiener Schnitzel gings wieder über die Laner 4SB runter nach Obereggen. Hier nun eine Fahrt mit dem Anfängertellerlift, dann wieder mit der Oberholz 4KSB rauf, gleich weiter zu Absam-Maierl (übrigens eine sehr schöne Talstation – toll mit Glas und so siehe Bilder). Einmal noch die tolle rote 6a unter, dann gings weiter gen Pampeago. Hier waren ja noch einige Lifte, die mir noch fehlten. Reiter Joch brachte mich wieder in den Pampeago Bereich, nun gings den Liften dort auf den Sessel. Zuerst die 3SB Campanil rauf, dann gings zur Campo Scuola 4SB (ja, alles muss mal gefahren werden, auch wenn’s ein flacher Hang ist). Diese Bahn musste ich dann leider doppelt fahren, da ich beim ersten Mal verpennt hatte, das „Technische Daten“ Schild zu fotographieren. Ausserdem fand ich die Kindersicherung ganz interessant bei dieser Leitnerbahn (ok, die Bahn ist auch noch voll in der Sonne, nett wars). 2x Hellblau rief nun aber nach Abwechslung. Über die schwarze 29 (die war Abwechslung genug) ging es nach Pampeago. Hier geht als zweite Bahn die Agnello 4KSB hoch (die Dritte alte Agamatic Bahn), die zusammen mit der Tresca (die einzige Leitner KSB im Gebiet) einige sehr schöne mittelschwere Hänge erschliesst. 2 Fahrten Tresac, 2 mit Agnello, und auch in diesem Sektor hatte ich alles. Sehr schön fand ich hier die rote 28 und die rote 29, beide gut zu fahren, schnell laufend, auch am Nachmittag noch gut in Schuss. Nun war es kurz nach 14 Uhr, Mission so gut wie erledigt (die 4KSB zum Passo Feudo fehlte noch und die kurze fixe 4er am Gardone). Diese waren aber für die Rückfahrt eh vorgesehen, deshalb ging es noch einmal gen Pala di Santa. Also von Pampeago mit der Latemar 4KSB rauf, rüber zum Pala di Santa 4er und oben dann den Schlepper genommen. Nun wollte ich die im Plan eingezeichnete rote 21 probieren – davon war ich dann aber enttäuscht. Ist nur ein Ziehweg, der einen guten Teil des Steilhanges umfährt. Mehr leider auch nicht. Leicht unbefriedigt ging es an er Pala di Santa Station vorbei die rote Abfahrt bis Pampeago wieder runter, mit der Latemar rauf und wieder Pala di Santa. Diesmal direkt in den schwarzen Hang, immer noch sehr gut fahrbar und noch mal weiter ohne Stop bis Pampeago. Wieder oben, ging es noch mal die schwarze 26 runter, Latemar brachte mich wieder rauf. Nun wurde es langsam Zeit, sich gen Predazzo zu machen. Noch kurz eine Fahrt mit der Obereggen 4KSB (neu gebaute Bahnen ziehen mich irgendwie immer an), den Campanil 3er genommen und schon ging es zur Residenza 4KSB. Diese brachte mich zum Passo Feudo, von hier hätte ich nun direkt zur 12 EUB fahren können, aber eine Wiederholung war locker drin und der rote Hang von heute morgen war mir noch positiv in Erinnerung geblieben. Residenza brachte mich wieder hoch, nun war es fast 16 Uhr und es ging gen 12 EUB. Bzw. zur Gardone 4SB. Einmal kurz gefahren, Anfängerhang halt. Aus der Bahn kann man sich den neu gebauten Alpine Coaster gut anschauen (was dann auch Lust weckte, eine Fahrt zu machen). Da an der EUB einiges los war (vielleicht 10 Gondeln hätte ich warten müssen), Ski kurz abgeschnallt und ein Ticket gelöst (4 Euro geht noch). Die Fahrt war ganz gut, aber Alpine Coastern fehlt einfach der Kick des „Ich kann rausfallen“. Danach dachte ich mir „Upps, die Bahnen laufen hier ja bis 16:30. Ganz vergessen, da geht ja noch was.“ Also noch 2 Fahrten Passo Feudo bis kurz vor 16:30, dann wars genug und es ging mit der 12 EUB wieder runter.
Nachdem ich den Skiballast los geworden war, schaute ich mir noch ein paar Sprünge von der Skisprungschanze an und natürlich den ESL. Danach gings in mein Albergo, wobei ich erst mal schaute wie weit hoch man denn den Maghenpass fahren kann. Leider war nach einer Brücke dann Schluss – ein Schneehaufen machte ein Weiterfahren unmöglich. Also gings ins Albergo, wo der Wirt zum Glück an diesem Abend wohl nur für sich und mich den Steinbackofen angeheizt hatte, so kam ich zu einer lecker Pizza mit einem guten Forst-Bier.
Fazit: Wow, wunderbares Skigebiet. Bietet alles, was man will. Für die meisten auch für mehrere Tage gut fahrbar. Ich will da wieder hin!!!
Talstationskomplex kurz hinter Predazzo.
Trasse.
Talstation Passo Feudo.
Trasse, von links kommt die schwarze Abfahrt, rechts die Rote.
Herrlich.
Gardone von der schwarzen Abfahrt aus.
rote 31 gen Pampeago
Pampeago liegt noch im Schatten.
Blick zum Zanggen.
Bergstation der Latemar 4KSB.
Talstation Pala dioe Santa DM 4er.
Strecke und Talstation des verkürzten Schleppers.
Agamatic Stationsdesign - mal kein Uni-G.
Trasse.
kaldini's neues Auto
Blick zum Rosengarten.
Welschnofen?
Blick in die Dolomiten
Steilhang schwarze 20.
Talstation Obereggen 4er.
Trasse.
vom Reiter Joch aus zur roten 9.
Rosengarten mit Maierl.
Laner Talstation.
Laner Bergstation.
rote Abfahrt gen Obereggen.
Obereggen.
ohne Worte
Talstation 8EUB Ochsenweide
Ausblick gen Norden
Talstation Maierl 6er.
Trasse mit der 6a.
dito.
Trasse mit Rosengarten.
Zanggen komplett.
rote 6a.
Nochmals Talstation Maierl 6er.
Talstation Übungsschlepper Obereggen.
leichte Übungspiste.
Trasse der Oberholz 4KSB.
Ochsenweide 8er Bergstation.
nochmals Trasse Maierl.
in der 3SB Campanil.
Bergstation Latemar 4er - gewöhnungsbedürftig.
Ziehweg vom Passo Feudo kommend
Anfängerbereich von Pampeago
Agnello Bereich.
Campo Scuola 4SB.
Trasse der Agnello 4KSB.
Bergstation.
Tresca Trasse mit Pisten.
Blick gen Agnello.
Zanggen
Pampeago - ein kleines Hoteldorf.
und vor allem die Farbe passt
Gemeinsame Talstation der beiden neuen 4KSBs.
Abfahrt nach Pampeago.
Trasse der Residenza 4KSB mit Notweg.
Auffahrtstrasse des Alpine Coasters.
Abfahrtstrasse des Alpine Coasters.
alle wollen ins Tal fahren.
Abendstimmung am Passo Feudo.
Blick gen Passo Rolle.
Graffer ESL im Tal bie den Sprungschanzen.
Trasse.
ESL und die Schanzen.
Schanzen.