Seinen Namen hat das Gebiet freilich vom berühmten Aletschgletscher, der sich hinter dem Skigebiet befindet, jedoch mit den Skipisten dort eigentlich gar nicht´s zu tun hat.
Name verpflichtet! Doch nicht nur das, sondern auch der eindrucksvolle Pistenplan versprach ein großartiges Skigebiet. Somit waren natürlich die Erwartungen sehr hoch gesteckt! Auch der Besuch der Skigebiete vor dem Tag am Aletsch, insbesondere Chamonix und Zermatt, machten es für das Gebiet nicht gerade leicht.
Eins vorab: Meine Erwartungen konnte das Gebiet leider nicht erfüllen!
Doch dazu später!
Hier nochmal meine Wallistour im Überlick:
10.3. Super St.Bernard + Vichers
11.3. Ovronnaz + Anzere
12.3. Chamonix (Balme, Brevent, grand Montets)
13.3. Chamonix (Aguille du Midi)
14.3. Zermatt/Cervinia
15.3. Aletsch
16.3. Zinal/Grimmentz mit Gerrit, seiner Frau und Gletscherflo
Die Berichte der anderen Gebiete habe ich getrost Casseral überlassen, denn an diese Qualität der Berichtersattung komme ich bei Weitem nicht heran.
Überschattet wurde die Wallistour leider davon, daß Casseral krank wurde! Schon in Zermatt beendete er völlig geschwächt den Skitag nach ein paar Fahrten am Stockhorn.
Am Tag, als das Aletschgebiet auf dem Programm stand musste er leider aussetzten.
Also machte ich mich alleine von Salgesch, dem Ort unserer Unterkunft, mit dem Zug auf den Weg bis nach Mörel.
Von dort ging´s mit der 6-EUB hoch zur Riederalp. Die erste Abfahrt an Riederfurka konnte überzeugen. Weiter ging´s mit der nostalgischen DSB Hohfluh. Durch die exponierte Südlage des Skigebiets war der Schnee auf Grund der hohen Temperaturen schon am Morgen sehr weich!
Weiter ging´s zur EUB Moosfluh, an deren Bergstation sich mir zum ersten Mal der große Aletschgletscher in seiner vollen Pracht präsentierte!
Die Skiabfahrten um Hohfluh und Moosfluh waren nicht gerade mein Geschmack: Schmale Pistenabschnitte, die sich wild kreuzten wechselten sich immer wieder mit Ziehwegen ab. Teilweise wußte man gar nicht mehr wo´s lang geht!
Drüben unterhalb des Bettmerhorns an Schönbiel und Wurzenbord dann ein ganz anderes Bild: Hier waren es breite, durch die Sonne aufgeweichte Pistenautobahnen, auf denen sich der meiste Betrieb abspielte.
Am besten gefiel mit dann die Tunnelpiste hinüber zum Eggishorn, sowie die schwarze Piste vom Eggishorn runter. Auch hier glänzte der Aletschgletscher immer wieder in der Sonne!
An der Heimattbahn war dann Wasserskifahren angesagt
Der Rückweg von der Fiescheralp zur Riederalp war dann wieder fast ein einziger Ziehweg, bei dem man sogar zwei kleinere Aufstiege meistern mußte!
Das Skigebiet wirkt auf dem Pistenplan viel größer als es eigentlich ist.
Ist im Nachhinein ja auch klar, denn es besitzt 6 Zubringerbahnen ohne Skipisten (jedenfalls als ich da war konnte man keine Talabfahrt fahren)!
Auch die vielen kleinen Schlepplifte an der Bettmeralp lassen das Gebiet größer wirken, als es eigentlich ist!
Fazit:
Ich bin froh, daß ich das Gebiet mal kennengelern habe. Überzeugen konnte es mich allerdings nicht. Für einen Tag war´s ganz OK, aber eine ganze Woche dort Ski zu fahren kann ich mir nicht vorstellen.
Die anderen Gebiete im Wallis (z.B. Ovronnaz, Anzere, Zinal/Grimmentz) hatten schönere Skipisten und auch bessere Schneeverhältnisse.
Einzig und alleine das Panorama konnte wirklich überzeugen!
Zusammenfassung:
Gefallen:
- Panorama
- moderne Bahnen
- Tunnelpiste und Piste vom Eggishorn
Nicht gefallen:
- ausschließlich Südhanglage, dadurch sehr weicher Schnee
- sehr viele Ziehwegverbindungen, teils mit Steigungen
- Skipisten
Der Bericht geht gleich weiter mit den Bildern!