Historische Anlagen in Chamonix
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Ja, das Buch ist auf Französisch. Aber es lohnt sich nur schon wegen den Bildern, sicher!
Und hier ist es erhältlich: htttp://www.pizbube.ch
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fxgrossrgb
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Habe fürs Forum eine meiner Lieblings-Seilbahndokus als PDF eingestellt: Eine ausführliche Dokumentation von PB Aiguille du Midi und Vallée Blanche, erschienen im Jahr 1959 als Sommerausgabe bzw. Sonderheft des französischen Magazins "Le Ski". Das Heft enthält neben vielen schönen Schwarzweißfotos u.a. Reliefzeichnungen, technische Daten usw. Der Text ist in französischer Sprache. Achtung: Wegen des Umfangs von 44 gescannten Seiten umfasst die PDF-Datei 11,6 MB.
Hier der Bildlink:

Eine Recherche meinerseits hat ergeben, dass die Zeitschrift "Le Ski" offenbar seit Jahrzehnten nicht mehr erscheint (jedenfalls schweigt sich das Internet über sie gänzlich aus, was ungewöhnlich ist) und dass das vorliegende Heft nirgends käuflich zu erwerben ist. Sollte jemand Gegenteiliges in Erfahrung bringen, bitte ich um entsprechende Information.
Unter den vielen interessanten Informationen im Heft ist mir ein winziges Detail besonders aufgefallen: Auf einer Kartenskizze ist ein Sommerskilift an der Aiguille du Midi verzeichnet. Weiß jemand dazu Näheres?
Hier der Bildlink:
Eine Recherche meinerseits hat ergeben, dass die Zeitschrift "Le Ski" offenbar seit Jahrzehnten nicht mehr erscheint (jedenfalls schweigt sich das Internet über sie gänzlich aus, was ungewöhnlich ist) und dass das vorliegende Heft nirgends käuflich zu erwerben ist. Sollte jemand Gegenteiliges in Erfahrung bringen, bitte ich um entsprechende Information.
Unter den vielen interessanten Informationen im Heft ist mir ein winziges Detail besonders aufgefallen: Auf einer Kartenskizze ist ein Sommerskilift an der Aiguille du Midi verzeichnet. Weiß jemand dazu Näheres?
Zuletzt geändert von Harzwinter am 14.11.2007 - 14:05, insgesamt 1-mal geändert.
- gerrit
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Daß das hier noch niemand bemerkt bzw. Kommentiert hat???
(Gut, ich hab´s auch erst nach "persönlicher" Einladung jetzt gefunden....).
Tolle Broschüre, selten einen so informativen Text zu einer Seilbahn gesehen (leider hauptsächlich gesehen, weil für´s Lesen reicht mein Französisch nur sehr teilweise).
Sehr schöne Bilder, so etwa die "Abspannstützen" der Gletscherbahn, die ja noch heute im Originalzustand sind.
Auch ich bin verwundert ob des Sommerschilifts nahe der Aiguille du midi (Seite 27), gibts im Text irgendwo einen Hinweis darauf? Auch die vorgesehene 3. Sektion der alten Bahn ist eingezeichnet.
Jedenfalls herzlichen Dank fürs Scannen!
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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Hui, das ist mir auch entgangen! Werde ich einer ausführlichen Betrachtung unterziehen sobald ich Zeit habe, sieht sehr vielversprechend aus.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Mein Französisch reicht ungefähr, um den Text halb zu verstehen. Großartig an dem Heft finde ich (neben den einmaligen, zum Teil großformatigen Fotos und technischen Zeichnungen) die übermittelte Stimmung, die den Stolz auf die technische Leistung des Seilbahnbaus auf die Aiguille du Midi und weiter zur Pointe Helbronner übermittelt. Wer selbst schon durch die Vallée Blanche abgefahren ist, den versorgt das Heft nachträglich mit interessanten Hintergrundinformationen.
Haben die heute noch käuflichen Bücher über die Aiguille du Midi-Seilbahn einen ähnlichen Inhalt?
Haben die heute noch käuflichen Bücher über die Aiguille du Midi-Seilbahn einen ähnlichen Inhalt?
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Michael Meier
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Also das Jubiläumsbuch zur Aiguille du midi Bahn ist weltklasse. Diese Buch dass letzten Sommer erschienen ist hat Massstäbe gesetzt in diesem Bereich.
Wer selber schonmal mit diesen Anlagen gefahren ist weis worum es geht. Übrigens die Gruppenumlaufbahn am Mer de Glace war vorher eine kurze einspurige Windenpendelbahn mit Doppeltragseil und schrägem Wagenkasten mit Doppelaufhängung. Wie eine Standseilbahn die hängt.
- Chasseral
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Ich war neulich in Chamonix und habe mir das von k2k oben empfohlene Buch gekauft (L'Aiguille du Midi et l'invention du téléphérique -> Die Aiguille du Midi und die Entwicklung der Seilbahn). Ist jetzt meine Abendlektüre.
Die Geschichte der ursprünglichen (1910 geplanten) Seilbahn auf die Aiguille du Midi ist doch etwas anders, als auf der ersten Seite berichtet und es gab eine sehr interessante technische Lösung, auf die ich kurz eingehen möchte.
Hier erst mal ganz kurz die historischen Daten dieser Bahn:
1909/1910: Konzeptentwurf und Konzessionsverhandlung für Bahn in 3 oder 4 Abschnitten bis zur Aiguille du Midi
1924: Eröffnung 1. Sektion bis Para (1600 m) mit niedriger Tragseilspannung und Bremsseil
1928: Eröffnung 2. Sektion bis Les Glaciers mit nachträglich leicht erhöhter Tragseilspannung (3 Masten wurden gestrichen) (2400 m)
-> Die Technik mit niedriger Tragseilspannung und Bremsseil war inzwischen hoffnungslos veraltet - inzwischen war gegenüber die toppmoderne Planpraz-Bahn im Bau und bei der 2. Sektion Aiguille hat Ceretti & Tanfani noch das ausserordentlich lange Spannfeld von 250 m gelobt.
1932: Umplanung des Trasses für die 3. Sektion zum Col du Midi, später Beauftragung von Bleichert anstelle C & T.
1939: Ausschluss von Bleichert aufgrund Krieg (Bleichert = Deutscher) und detuliche technische Modifikation aufgrund der Rauhreif-Problemaitk (erzähle ich in Anschluss)
1942: Beginn Bau der Kaffemühle/Bügeleisen
1948: Der weit fortgeschrittene Bau (fast alles war montiert, geliefert oder in der Vorfertigung) wird endgültig eingestellt. Im Bereich der Bergstation ist man auf gravierende geologische Probleme gestossen.
Wahnsinn: 40 Jahre hat man an dem Ding rumgewerkelt. Und dann hat man es aufgegeben und ist nie über die 2. Sektion hinausgekommen.
Zur technischen Besonderheit:
Das grosse Problem am Col du Midi war der Rauhreif. Aufgrund der Erfahrungen mit der Baubahn befürchtete man, dass der Rauhreif an den Tragseilen so schwer wird, dass das Seil reisst oder sich so stark dehnt, dass die Kabine am Boden aufsetzt. Dann hat man sich entsonnen, dass die in Salève komplett aus umlaufenden Seilen besteht (Sdchalufe, die gleichzeitig als Trag- und Zugseil dient). man aktivierte den Ingenieur der Salève-Bahn. Der hat für die Aiguille eine ganz neue Lösung entwickelt: Eine dreifach-Einseil-Pendelbahn. Man hat also 3 parallele umlaufende Förderseile vorgesehen, an denen die beiden Kabine starr befastigt sind. Also ähnlich wie Gamplüt oder Dorfbahn Adelboden, nur mit 3 dünnen Seilen, da diese damals logistische Vorteile hatten (spätere bahn hatte ja auch 3 Zugseile). Die Spannung dieser 3. Sektion sollte dann durch die Mobile Talstation (Kaffemühle / Bügeleisen) gewährleistet werden. Die Brückenkonstorktion der Kaffemühle / Bügeleisen steht ja noch heute.
Das mit der Lösung ohen Tragseil war mir bis dato neu.
So viel erst mal hierzu.
p.s.: Das Buch behandelt einerseits den Bau der Anlagen an Aiguille du Midi und Brévent, aber andererseits auch die Entwicklungen der Seilbahnen allgemein. In diesem Zusammenhang werden beschrieben:
- Wetterhornaufzug
- Kohlernbahn
- Zugspitz-Seilbahnen
- Constam-Lift Davos (Bolgenlift)
- Pomagalski-Lift
- Sessellifte sehr allgemein
Die Geschichte der ursprünglichen (1910 geplanten) Seilbahn auf die Aiguille du Midi ist doch etwas anders, als auf der ersten Seite berichtet und es gab eine sehr interessante technische Lösung, auf die ich kurz eingehen möchte.
Hier erst mal ganz kurz die historischen Daten dieser Bahn:
1909/1910: Konzeptentwurf und Konzessionsverhandlung für Bahn in 3 oder 4 Abschnitten bis zur Aiguille du Midi
1924: Eröffnung 1. Sektion bis Para (1600 m) mit niedriger Tragseilspannung und Bremsseil
1928: Eröffnung 2. Sektion bis Les Glaciers mit nachträglich leicht erhöhter Tragseilspannung (3 Masten wurden gestrichen) (2400 m)
-> Die Technik mit niedriger Tragseilspannung und Bremsseil war inzwischen hoffnungslos veraltet - inzwischen war gegenüber die toppmoderne Planpraz-Bahn im Bau und bei der 2. Sektion Aiguille hat Ceretti & Tanfani noch das ausserordentlich lange Spannfeld von 250 m gelobt.
1932: Umplanung des Trasses für die 3. Sektion zum Col du Midi, später Beauftragung von Bleichert anstelle C & T.
1939: Ausschluss von Bleichert aufgrund Krieg (Bleichert = Deutscher) und detuliche technische Modifikation aufgrund der Rauhreif-Problemaitk (erzähle ich in Anschluss)
1942: Beginn Bau der Kaffemühle/Bügeleisen
1948: Der weit fortgeschrittene Bau (fast alles war montiert, geliefert oder in der Vorfertigung) wird endgültig eingestellt. Im Bereich der Bergstation ist man auf gravierende geologische Probleme gestossen.
Wahnsinn: 40 Jahre hat man an dem Ding rumgewerkelt. Und dann hat man es aufgegeben und ist nie über die 2. Sektion hinausgekommen.
Zur technischen Besonderheit:
Das grosse Problem am Col du Midi war der Rauhreif. Aufgrund der Erfahrungen mit der Baubahn befürchtete man, dass der Rauhreif an den Tragseilen so schwer wird, dass das Seil reisst oder sich so stark dehnt, dass die Kabine am Boden aufsetzt. Dann hat man sich entsonnen, dass die in Salève komplett aus umlaufenden Seilen besteht (Sdchalufe, die gleichzeitig als Trag- und Zugseil dient). man aktivierte den Ingenieur der Salève-Bahn. Der hat für die Aiguille eine ganz neue Lösung entwickelt: Eine dreifach-Einseil-Pendelbahn. Man hat also 3 parallele umlaufende Förderseile vorgesehen, an denen die beiden Kabine starr befastigt sind. Also ähnlich wie Gamplüt oder Dorfbahn Adelboden, nur mit 3 dünnen Seilen, da diese damals logistische Vorteile hatten (spätere bahn hatte ja auch 3 Zugseile). Die Spannung dieser 3. Sektion sollte dann durch die Mobile Talstation (Kaffemühle / Bügeleisen) gewährleistet werden. Die Brückenkonstorktion der Kaffemühle / Bügeleisen steht ja noch heute.
Das mit der Lösung ohen Tragseil war mir bis dato neu.
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Je doch le moulin à café / le fer à repasser selbst wurde nicht von Rebuffel konstruiert, sondern von Marius Brossé (nein, das ist nicht der Marius aus dem Forum hier). Diese Konstruktion war jedoch unter damalige Voraussetzungen für die 3fach-Einseilpendelbahn bei den Spannfeldern von von mehr als 1 km Länge erforderlich.
Ich hoffe, ober wurde klar, warum keine Tragseile verwendet werden sollten: Die umlaufenden Seile hätten den Vorteil gehabt, dass sich der Reif an den Antriebseinheiten abreibt, unterstützt durch das mildere Klima an der Talstation, das immer wieder durchfahren wird.
Ich hoffe, ober wurde klar, warum keine Tragseile verwendet werden sollten: Die umlaufenden Seile hätten den Vorteil gehabt, dass sich der Reif an den Antriebseinheiten abreibt, unterstützt durch das mildere Klima an der Talstation, das immer wieder durchfahren wird.
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- Harzwinter
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Als Ergänzung zur oben eingestellten Zeitschrift "Le Ski" von 1959 habe ich hier noch ein weiteres Dokument aus dieser Zeit zur Seilbahn auf die Aiguille du Midi eingestellt. Es handelt sich um die Januarausgabe 1956 des damaligen französischen Journals "Lumière et Beauté", das die Seilbahn eher trivial vorstellt, aber weitere, schöne Fotos liefert.
"Lumière et Beauté" war eine Art Reisejournal, herausgegeben vom früheren französischen Pharmaunternehmen "Laboratoire Actifran" in Villefranche-sur-Saône. Das Journal erschien offenbar von 1931 - 1938 und dann noch einmal von 1956 bis Anfang der 1960er Jahre. Genaueres ist dem Internet nicht zu entnehmen. Auch das Pharmaunternehmen "Laboratoire Actifran", dessen Produktwerbung "Lumière et Beauté" finanzierte, gibt es offenbar seit Jahrzehnten nicht mehr. Das Unternehmen ist im Internet nicht dokumentiert.
© Edition du Laboratoire Actifran (Villefranche-sur-Saône)
Fotos: Philippe Gaussot
Umfang der Broschüre 20 Seiten, Dateigröße 1,5 MB
Die Klappbroschüre wird hier doppelseitig wiedergegeben, weil die Textzuordnung zu den Fotos sonst nicht klar wird.
Download des Scans (PDF-Datei) per Rechtsklick aufs Vorschaubild, Ziel speichern unter ...
"Lumière et Beauté" war eine Art Reisejournal, herausgegeben vom früheren französischen Pharmaunternehmen "Laboratoire Actifran" in Villefranche-sur-Saône. Das Journal erschien offenbar von 1931 - 1938 und dann noch einmal von 1956 bis Anfang der 1960er Jahre. Genaueres ist dem Internet nicht zu entnehmen. Auch das Pharmaunternehmen "Laboratoire Actifran", dessen Produktwerbung "Lumière et Beauté" finanzierte, gibt es offenbar seit Jahrzehnten nicht mehr. Das Unternehmen ist im Internet nicht dokumentiert.
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- Chasseral
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Vielen Dank @Harzwinter!
Ein paar Dinge sind mir im Text aufgefallen:
- Seite 3: Da steht, dass eine 70-Personen-Kabine oben ankomme. Das stimmt nicht ganz. Diese Kabinen der ersten Generation habe nur 50 Personen gefasst.
- Seite 7: Interessamt, dass hier der Hauptgipfel "sommet principal" genannt wird. Mir ist die Bezeichnung "piton central" geläufig.
- Seite 9: Hier steht, dass die Piste durch das Vallée Blanche markiert sei. Ich habe sie komplett unmarkiert erlebt. Das in der Broschüre stützt aber die Behauptung meines Ski-Händlers, der auch behauptet sie sei markiert. Das habe ich die ganze Zeit für Quatsch gehalten, aber nach dieser Broschüre könnte es früher mal so gewesen sein. Immerhin ist mein Skihändler auch schon 70 Jahre alt (fährt aber immer noch wie die Sau und fährt erfolgreich Skirennen).
Den letztgenannten Punkt finde ich ehrlich sehr bemerkenswert.
Man sieht auch, dass die Sommerskilifte wohl unmittelbar nach Bau der Panoramic gebaut wurden.
Ein paar Dinge sind mir im Text aufgefallen:
- Seite 3: Da steht, dass eine 70-Personen-Kabine oben ankomme. Das stimmt nicht ganz. Diese Kabinen der ersten Generation habe nur 50 Personen gefasst.
- Seite 7: Interessamt, dass hier der Hauptgipfel "sommet principal" genannt wird. Mir ist die Bezeichnung "piton central" geläufig.
- Seite 9: Hier steht, dass die Piste durch das Vallée Blanche markiert sei. Ich habe sie komplett unmarkiert erlebt. Das in der Broschüre stützt aber die Behauptung meines Ski-Händlers, der auch behauptet sie sei markiert. Das habe ich die ganze Zeit für Quatsch gehalten, aber nach dieser Broschüre könnte es früher mal so gewesen sein. Immerhin ist mein Skihändler auch schon 70 Jahre alt (fährt aber immer noch wie die Sau und fährt erfolgreich Skirennen).
Den letztgenannten Punkt finde ich ehrlich sehr bemerkenswert.
Man sieht auch, dass die Sommerskilifte wohl unmittelbar nach Bau der Panoramic gebaut wurden.
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@Chasseral / zu Deinem Hinweis bzgl. Pistenmarkierung Vallée Blanche:
Als ich die Vallée Blanche in den 1990ern mit Bergführer gefahren bin, war sie natürlich auch unmarkiert. Ich vermute, dass sie in der Euphorie der Eröffnungsjahre der neuen Aiguille du Midi-Seilbahn in den 1950ern / 1960ern tatsächlich als Piste markiert war, bis man aufgrund der hochalpinen Geländeveränderungen (und sicherlich auch an der Zahl der Spaltenopfer) festgestellt hat, dass das so keinen Sinn hat. Eine hochalpine Gletscherroute ist nun mal keine Skipiste für jedermann.
Als ich die Vallée Blanche in den 1990ern mit Bergführer gefahren bin, war sie natürlich auch unmarkiert. Ich vermute, dass sie in der Euphorie der Eröffnungsjahre der neuen Aiguille du Midi-Seilbahn in den 1950ern / 1960ern tatsächlich als Piste markiert war, bis man aufgrund der hochalpinen Geländeveränderungen (und sicherlich auch an der Zahl der Spaltenopfer) festgestellt hat, dass das so keinen Sinn hat. Eine hochalpine Gletscherroute ist nun mal keine Skipiste für jedermann.
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Hi, schönes Forum hier...schön zu wissen, dass auch andere Gefallen an Liftanlagen haben
ich hab mir hier jetzt mal alles durch gelesen, viele weis ich nur und ich finde es sehr interessant, jedoch blieben auch Fragen offen:
Wo ist hier eine Standseilbahn und woh eine Luftseilbahn??? ich hab am Anfang von nem Tunnel gehört (=>Standseilbahn) und noch ein Bild einer Standseilbahn gesehen, bei der es hieß das sei die 3. Sektion
jedoch seh ich sonst nur Seilbahnen, was ist nun was?
ich hoffe ihr könnt mich da aufklären...
Nachdem ich mich noch im I-net umgeschaut habe, habe ich gesehen, dass von Aiguille du Midi auch auf die andere seite eine Bahn geht, geht die bis ins Tal? also kann man theoretisch auf von einer anderen Seite auf den Berg?
Ich hoff ihr könnt mir da mal helfen
mfg
Wo ist hier eine Standseilbahn und woh eine Luftseilbahn??? ich hab am Anfang von nem Tunnel gehört (=>Standseilbahn) und noch ein Bild einer Standseilbahn gesehen, bei der es hieß das sei die 3. Sektion
Nachdem ich mich noch im I-net umgeschaut habe, habe ich gesehen, dass von Aiguille du Midi auch auf die andere seite eine Bahn geht, geht die bis ins Tal? also kann man theoretisch auf von einer anderen Seite auf den Berg?
Ich hoff ihr könnt mir da mal helfen
mfg
- Chasseral
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Im Sommer kannst auch von Courmayeur aus in 4 Sektionen auf die Aiguille du Midi.
Im Winter ist die Sektion Pointe Helbronner - Aiguille du Midi leider geschlossen. Als ich vor ein paar Wochen auf der Helbronner war, lief sie nur zu Wartungszwecken.
Ansonsten wäre schöne Rundtour mit den Skis möglich: Auffahrt Courmayeur-Helbronner; Abfahrt über Me de Glace nach Chamonix; Auffahrt über Aiguille du Midi bis Helbronner; Toula-Abfahrt bis Courmayeur.
Im Winter ist die Sektion Pointe Helbronner - Aiguille du Midi leider geschlossen. Als ich vor ein paar Wochen auf der Helbronner war, lief sie nur zu Wartungszwecken.
Ansonsten wäre schöne Rundtour mit den Skis möglich: Auffahrt Courmayeur-Helbronner; Abfahrt über Me de Glace nach Chamonix; Auffahrt über Aiguille du Midi bis Helbronner; Toula-Abfahrt bis Courmayeur.
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aber das sind doch sehr schwierige Pisten und man sollte einen dabei haben der Ahnung vom Gletscher hat oder?Chasseral hat geschrieben:Im Sommer kannst auch von Courmayeur aus in 4 Sektionen auf die Aiguille du Midi.
Im Winter ist die Sektion Pointe Helbronner - Aiguille du Midi leider geschlossen. Als ich vor ein paar Wochen auf der Helbronner war, lief sie nur zu Wartungszwecken.
Ansonsten wäre schöne Rundtour mit den Skis möglich: Auffahrt Courmayeur-Helbronner; Abfahrt über Me de Glace nach Chamonix; Auffahrt über Aiguille du Midi bis Helbronner; Toula-Abfahrt bis Courmayeur.
Gibts da oben eig. auch noch andere Liftanlagen an denen man Ski fahren könnte? ich hab mal rum gestöbert und auf ner Karte noch nen Schlepplift nahe Aguille de Midi gesehen
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- Die Abfahrt hinunter nach Chamonix ist extrem einfach - könnte man fast Schuss fahren. Die Abfahrt über den Toula-Gletscher nach Courmayeur degegen kann man schon als schwierig bezeichnen und sie neigt wegen der Südexposition zu schwerem Schnee. Außerdem hat sich in den letzten 2 Jahren eine Schlüsselstelle entwickelt, weil sie der Gletscher vor der Treppe, die die Steilstufe überwindet offenbar aufgefaltet hat. Während der Gletscher hier noch vor 2 Jahren viel niedgriger war, ist er jetzt vom Niveau her einige Meter höher und es ist ein eklatantes Steilstück zu überwinden (also nicht überall werden die Gletscher niedriger!). Alleine sollte man diese Tourenabfahrten nicht fahren. Entweder mit Führer (kostet als Gruppenführung etwa 60-70 Euro pro Person) oder bei guten Bedingungen in der eigenen Gruppe mit guter Sicherheitsausrüstung und erfehrenen Leuten dabei. Ich habe beides schon gemacht.Fire-Phoenix-Fire hat geschrieben:... aber das sind doch sehr schwierige Pisten und man sollte einen dabei haben der Ahnung vom Gletscher hat oder?
Gibts da oben eig. auch noch andere Liftanlagen an denen man Ski fahren könnte? ich hab mal rum gestöbert und auf ner Karte noch nen Schlepplift nahe Aguille de Midi gesehen
- Auch wenn die Verbindungsbahn nicht läuft - man kann alle Abfharten fahren: Aig du Midi - Chamonix (über eine leichte oder schwierige Route); Helbronner - Courmayeur; Helbronner - Chamonix (Rückkehr mit Bus). Irgendwann sollte man sich diese Abfahrten durchs Mont-Blanc-Massiv mal "gönnen" und notfalls die paar Euro für einen Führer ausgeben. Die Organisation der Führungen ist dort eine ganz alltägliche Sache und problemlos. Die Landschaft dort oben ist einmalig - das sollte man mal erlebt haben.
- An der Punta Helbronner hat es bis in die 90er Jahre etwa 4 Sommer-Schlepplifte gegeben. An der Aiguille du Midi war mal ein Lift eingezeichnet und den könnte es auch gegeben haben. Irgenndwo hier steht etwas dazu. Das war dann aber schon länger her.
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erstmal vielen Dank für die bisherige Hilfe
hättest du vllt noch ein gute Skikarte von dem Gebiet? ich hab mal rum gesucht, stoße aber immer nur auf ziehmlich schlechte, wo man immer nur die eine Route von Aig du Midi bis nach Chamonix sieht und ein wenig mehr Überblick hätt ich da schon gerne, bevor ich mal hin fahre
hättest du vllt noch ein gute Skikarte von dem Gebiet? ich hab mal rum gesucht, stoße aber immer nur auf ziehmlich schlechte, wo man immer nur die eine Route von Aig du Midi bis nach Chamonix sieht und ein wenig mehr Überblick hätt ich da schon gerne, bevor ich mal hin fahre
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Ich habe gute Übersichtsfotographien mit den Routen eingezeichnet von der Bergführervereinigung Courmayeur. Die kann man aber schlecht hier reinbringen. Die sind in einer Infobroschüre in Format und Machart einer Tageszeitung.Fire-Phoenix-Fire hat geschrieben:...
hättest du vllt noch ein gute Skikarte von dem Gebiet? ich hab mal rum gesucht, stoße aber immer nur auf ziehmlich schlechte, wo man immer nur die eine Route von Aig du Midi bis nach Chamonix sieht und ein wenig mehr Überblick hätt ich da schon gerne, bevor ich mal hin fahre
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