Bergsteiger überlebt 20m-Spaltensturz auf der Zugspitze

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snowotz
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Bergsteiger überlebt 20m-Spaltensturz auf der Zugspitze

Beitrag von snowotz »

Am Dienstag wurde ein 34-jähriger Deutscher unverletzt aus einer rund 20 Metern tiefen Gletscherspalte geborgen. Er war bei einer Tour auf die Zugspitze abgestürzt und zwei Tage lang hilflos gefangen. Der aus Landsberg am Lech in Bayern stammende Bergsteiger hatte unglaubliches Glück: Am Sonntag hatte er sich allein zu einer Tour auf die Zugspitze aufgemacht und war beim Überqueren des Zugspitzplatt-Gletschers durch den Schnee gebrochen und etwa 20 Meter in die Tiefe gestürzt. Beim Sturz in eine Gletscherspalte blieb der Alpinist wie durch ein Wunder unverletzt.

Auf den Absturz folgte ein 48-stündiges Martyrium im ewigen Eis der Zugspitze, ein verzweifeltes Warten auf Rettung. Erst zwei Tage später – also am Dienstag – wurde der 34-Jährige schließlich in der Gletscherspalte entdeckt. Im Rahmen einer sofort gestarteten Rettungsaktion der Bergwacht konnte der Mann ohne Verletzungen, allerdings mit Unterkühlungen geborgen werden.


Quelle: krone.at

Tja, auch so ein Mini-Gletscherchen kann gefährlich sein :wink:

War aber dennoch erstaunt, daß es da 20-Meter tiefe Spalten gibt! Hätte ich nicht gedacht 8O
Zuletzt geändert von snowotz am 28.06.2007 - 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

Da ist wohl ein Fehler im Bericht! Auf sueddeutsche.de stand, er ist über den Höllentalferner aufgestiegen. Naja, Kronenzeitung halt... :roll:
Absturz an der Zugspitze
Zwei Tage in Gletscherspalte überlebt
Den Sturz in die 20 Meter tiefe Spalte am Höllentalferner überstand ein bayerischer Bergsteiger leicht verletzt. Dann begann das lange Warten auf Rettung.

Der 34 Jahre alte Mann aus Landsberg am Lech war am Sonntag allein zum Zugspitzgipfel aufgebrochen, um dort seine neuen Steigeisen zu testen.

Nach Angaben der Bergwacht war er beim Überqueren des Höllentalferners durch die Schneedecke gebrochen und in eine rund 20 Meter tiefe Spalte gestürzt.

Ein Freund hatte am Montag die Polizei alarmiert, weil der 34-Jährige nicht an seinem Arbeitsplatz erschienen war - der Beginn einer dramatischen Rettungsaktion.

Die Bergwacht machte sich daraufhin mit acht Mann zum 2962 Meter hohen Zugspitzgipfel auf und suchte mit Unterstützung eines Hubschraubers das Gelände ab. Wegen dichten Nebels und Schneefall musste die Aktion allerdings abgebrochen werden, so Einsatzleiter Anton Fogg.

Sturmböen machten die Fortsetzung der Suche mit dem Polizeihubschrauber am Dienstag zunächst unmöglich. Erst gegen Abend konnte ein Bundeswehrhelikopter die Rettungsmannschaft unterstützen, die den gesamten Gletscher Spalte für Spalte absuchte.

Gletscherwasser gegen den Durst

Gegen 19.00 Uhr am Abend fanden die Bergwachtler den Verunglückten in einer Spalte sitzend. Er wurde mit Hilfe des Hubschraubers befreit und kam mit Unterkühlungen, leichten Prellungen und Schürfwunden in eine Klinik. „Es ist ein Wunder, dass ihm nicht mehr passiert ist“, sagte Fogg.

Eine Schneebrücke am Grund der Spalte habe den Sturz gedämpft. Um sich vor der Eiseskälte in 2.500 Meter Höhe zu schützen, habe sich der Bergsteiger auf seinen Rucksack gesetzt und Gymnastik gemacht. Gegen den Durst trank er Gletscherwasser. Mit dem Handy hatte er aus dem Gletscher keine Verbindung.

(sueddeutsche.de/dpa(AP)
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snowotz
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Beitrag von snowotz »

Aha, das ist was anderes!

Der Höllentalferner kann natürlich schon 20m tiefe Spalten haben!

Beim Zugspitzplatt-Gletscher (also Schneeferner) hätte mich das doch schon sehr gewundert :wink:
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k2k
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Beitrag von k2k »

"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Beitrag von Carvergirl »

Der Schneeferner hat, wie ja auch alle schon gesagt habt, keine Splaten mehr... oder hatte wohl auch nie welche (zumindest seit dem da die Lifte laufen)!
Bis Weihnachten nur selten online.
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snowotz
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Beitrag von snowotz »

@carvergirl:

Ich weiß, deshalb hab ich mich ja so gewundert!
Ich selbst bin schon im Sommer über den Schneeferner gelaufen, doch außer daß ich in ein Wasserloch getreten bin und mir das Wasser in die Wanderschuhe lieft habe ich dort auch keine größeren Löcher oder Spalten gesehen.

Daß ein Journalist den Zugspitzplatt-Gletscher mit dem Höllentalferner verwechselt hat, kann halt mal vorkommen.
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Beitrag von Carvergirl »

War auch nicht böse gemeint. Das mit dem Wasser im Schuh tut mir doppelt Leid. Einmal für deine Gesundheit und einmal für den armen Gletscher... :wink:
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Beitrag von YESHAR »

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Beitrag von snowotz »

Carvergirl hat geschrieben:War auch nicht böse gemeint. Das mit dem Wasser im Schuh tut mir doppelt Leid. Einmal für deine Gesundheit und einmal für den armen Gletscher... :wink:
Ich habs auch gar nicht böse aufgefasst :wink:

Das Wasser im Schuh habe ich zum Glück auch überlebt, war zwar etwas kalt, aber in der Sonne trocknete das auch wieder schnell :D
Meiner Gesundheit hat´s nicht geschadet, Kneippen soll ja angeblich sehr gesund sein. Aber was den armen Gletscher betrifft...
Da kann ich für nix garantieren, daß der keinen Schaden genommen hat!
Zuletzt geändert von snowotz am 29.06.2007 - 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Flachlandtiroler »

Ohje. Das ist die Route, die wir für unseren Zugspitzaufstieg nehmen wollen. Steht jetzt übrigens fest. Seltsam, der Weg soll ja angeblich spaltenfrei sein, ist er davon abgekommen? Oder sollte man sich lieber als Gruppe zusammenseilen zur Sicherheit, wenn man da rüberläuft? Ich hab bisher nur von Leuten gehört die da nur mit Steigeisen und ohne Seil gegangen sind.
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k2k
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Beitrag von k2k »

Es kommt drauf an ob noch Firnschnee drauf liegt oder ob man auf dem Gletschereis geht. Und ob man auf der (meist ausgetretenen und sichtbaren) Route bleibt oder nicht.
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Beitrag von Stefan »

Am Gletscher ist ein Seil immer eine gute Idee :roll:
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