Anfahrt:
Von Rheinfelden via Belchen, Luzern, Göschenen, Andermatt. 180km in gut 2 Stunden.
Wetter:
Sonne pur - morgens gegen 14°, am Nachmittag gut das doppelte
Strecke:
Andermatt - Nätschen - Oberalppass - Tschamutt - Dieni - Sedrun - Disentis - Coraglia - Lukmanierpass - Campione - Olivone - Biasca - Faido - Ambri - Airolo - Gotthardpass - Hospental - Andermatt.
Statistische Daten:
Gefahrene Strecke: 159.47km
Zeit im Sattel: 07:23:52
Durchschnittsgeschwindigkeit: 21.5km/h
Maximalgeschwindigkeit: 78.5km/h
Höhenmeter: 3'304m
Direkt in Andermatt gehts nach dem Kreisel den Oberalppass hinauf. In etlichen Kehren schraubt sich die Passstrasse mit insgesamt moderater Steigung bis nach Nätschen hoch, danach wird sie deutlich flacher und verläuft praktisch ohne Kurven bis zum Oberalpsee. Auf eben dieser flachen, langen gerade will meine Schaltung nicht mehr so richtig und wird flux nachjustiert. Nach 30 Sekunden gehts weiter. Nach 46 Minuten ist der Oberalppass (2046m) erreicht, schnell das obligate Passfoto schiessen, Windstopper anziehen und runter gehts in Richtung Tschamutt - Dieni - Sedrun. Der Pass ist morgens um 09:30 Uhr noch ziemlich leer und so sind wir auf der Abfahrt praktisch alleine. In Disentis genehmigen wir uns ein Schoggi-Gipfeli, dann gehts auch schon weiter in Richtung Lukmanierpass. Die ersten 2km fällt die Strasse ab, überquert den Vorderrhein und steigt bis Curaglia mit gut 8% - 10% Steigung stetig an. Ab Curaglia wirds deutlich flacher und es können grössere Gänge gedrückt werden. Die Landschaft im Val Medel ist traumhaft schön, der Pass ist nicht so stark befahren und die Temperaturen sind angenehm. Vorbei am Lei da Sontga Maria mit seiner imposanten, von weitem sichtbaren Staumauer gehts durch die Gallerie zum Ospizi del Lucmagn (1920m). Hier oben bläst ein wenig der Wind, was bei den herrschenden Temperaturen aber sehr angenehm ist. Wieder Windstopper anziehen und rein in die Abfahrt. Es folgen 40km High-Speed Abfahrt vom Lukmanier über Olivone bis nach Biasca. Im Tessin wird die 30° Marke um die Mittagszeit erreicht - höchste Zeit also, eine Portion Spaghetti einzuwerfen.
Nach einem ausgezeichneten Mahl gehts gegen 13:30 Uhr weiter die Leventina hoch in Richtung Airolo. Die ersten Kilometer fahren sich noch easy - vorbei an der Baustelle für den neuen Gotthard Basistunnel gehts in die ersten Serpentinen welche uns nach Faido bringen. Stetig steigt die Strasse an, der Wind bläst leicht von vorne, die Sonne brennt. Kurz nach 15:00 Uhr erreichen wir Airolo, das Fligt-Deck zeigt mittlerweile den Kilometer 132 an, als es in die Steigung zum Gotthardpass geht. Auf der Autobahn sind rund 12km sauber geparkte Autos mit laufendem Motor sichtbar... Die Beine drehen unten noch ziemlich gut, die Steigung ist mit rund 7% moderat. Bis zur Abzweigung in die Tremola gehts recht gut, dann kommt der Wind - meistens von vorne. Eigentlich wäre die Passstrasse nicht viel schwerer als der Oberalppass... Wind, Sonne und die mittlerweile 138km in den Beinen tragen aber das ihrige dazu bei, dass die Geschwindigkeit zusammenfällt.
Um 17:04 Uhr dann die Erlösung - der Gotthardpass auf 2109m ist erreicht. Von nun an gehts nur noch bergab... Die Abfahrt nach Hospental wäre prädestiniert für Geschwindigkeitsrekorde - doch leider machen Wohnmobile und Autos mit gelben Nummernschildern dieses Vorhaben praktisch unmöglich. Immerhin - vom Pass bis nach Hospental hat uns niemand überholt. Es folgen noch einige Kilometer bis nach Andermatt und dann das Ausrollen auf dem andermattigen Kopfsteinpflaster...
Nach 7 Stunden und 23 Minuten ist das Auto wieder erreicht. Oberalp und Lukmanier sind traumhaft zu fahren - die umgebende Landschaft ist schlicht atemberaubend. Der Gotthard hingegen mag noch immer die wichtigste Nord-Süd Verbindung der Alpen sein... Landschaftlich hat er ziemlich wenig zu bieten.
Some Pictures
Kollege Lance auf dem Oberalppass. Morgens um 09:35 Uhr ists noch relativ ruhig.
Kloster Disentis
Blick zurück in Richtung Sedrun und zur Baustelle der PB Caischavedra
Kollege Lance in der Nordrampe zum Lukmanierpass
Landschaft am Lukmanierpass im Val Medel
Stausee Lei da Sontga Maria
Staumauer des Stausees
40km Abfahrt bis Biasca liegen vor uns
Meine Wenigkeit beim Ospizi del Lucmagn (rätoromanisch) oder Ospizio del Lucomagno (italienisch).
Blick von der Gotthardpassstrasse in Richtung Leventina
Viele Autos mit gelbem Nummernschild unterwegs... und die wenigsten davon können Autofahren.
Der Name ist Programm
Das heutige Transportmittel am höchsten Punkt des Tages
Bereit für die Abfahrt nach Hospental