Quelle: orf.atLiftbetreiber weisen Kritik zurück
Neuerlich werden Stimmen laut, die die Ursachen für die vielen Skiunfälle in der enormen Beförderungskapazität moderner Lifte und in den überfüllten Pisten sehen. Dazu komme harter Kunstschnee. Die Seilbahnwirtschaft weist das zurück.
Unfallchirurgen warnen
Viele Pisten seien mittlerweile gefährliche "Autobahnen" für oft überforderte Skiläufer, die noch dazu viel zu schnell unterwegs seien, sagen beispielsweise Einsatzkräfte der Alpinpolizei, die Unfalldaten erheben.
Schwere und schwerste Verletzungen seien immer häufiger, berichten Unfallchirurgen wie der Salzburger Josef Obrist, stellvertretender Leiter des UKH Salzburg. Auch Franklin Ganelin vom Krankenhaus Schwarzach sagt, das Tempo vieler sei zu hoch, immer mehr Verletzungen dadurch sehr schwer.
Kritiker fordern deshalb eine Tempoüberwachung in Skigebieten bis hin zu Strafen für Rowdys.
Lifte-Sprecher: "Abtransporte stagnieren"
Ferdinand Eder, Sprecher der Seilbahn- und Liftbranche in der Wirtschaftskammer, weist diese Kritik zurück:
"Ich darf das relativieren. Natürlich geschehen Unfälle, besonders in einer Zeit, wo unsere Skiregionen nahezu ausgebucht sind. Faktum ist aber, dass - bezogen auf die Frequenzen in den Skigebieten - die Abtransporte stagnieren."
Appell an Eigenverantwortung
Ein Tempolimit auf Pisten sei nicht kontrollierbar, betont Eder. Auch der Einsatz einer Pistenpolizei sei nicht sinnvoll. Eder appelliert vielmehr an Vernunft und Eigenverantwortung der Wintersportler.
Obrist ersucht Gäste und Einheimische dringend, Schutzhelme und andere Protektoren beim Wintersport zu verwenden sowie das Tempo auf beinharten Pisten nachhaltig zurückzunehmen.
Als diese Forderung zieht bei mir überhaupt nicht.Kritiker fordern deshalb eine Tempoüberwachung in Skigebieten bis hin zu Strafen für Rowdys.
Wollen sie jetzt Verkehrsschilder aufstellen, die es erlauben nicht schneller als 70 Km/h zu fahren?
Wollen sie jeden den Skipass nehmen nur weil er mit hoher Geschwindigkeit fährt?
Laut FIS Pistenregeln hat jeder Skifahrer seine Geschwindigkeit an das Können, Witterung, Pistenverhältnisse und dass er niemand anderen und sich selbst gefährdet zu anzupassen.
Es gibt sehr wohl Leute, die es absolut beherrschen und ihr fahren kontrollieren können, wenn sie Gas geben.
Man muss einmal grundsätzlich unterscheiden, zwischen Skifahrer, die jeden Woche Ski fahren gehen und es absolut Können und den Touris, die halt 1 mal im Jahr Ski fahren zu uns kommen und Halbanfänger sind und im Partyrausch vollgas die Piste runterrutschen, ohne zu wissen wie man abbremst, oder stehen bleibt.
Viele Skifahrer fahren auch viel zu schweren, steilen Pisten und gefährden durch ihr Unsicherheit beim Ski fahren auch viele andere normale Skifahrer.
Das fällt mir immer wieder auf, sei es jetzt auf der Zwölfernord oder Schattbergnord in Saalbach, oder aufm Planaizielhang oder sonst irgendwo!
Ich finde daher, man sollte nicht gegen schnelle Skifahrer, die das Ski fahren absolut beherrschen vorgehen, sondern gegen unkontrollierte, alkoholisierte Skifahrer, die fahren wie die Sau, obwohl sie es einfach nicht kontollieren können und solche gibt es gerade in der Haupssaison genug!
Darum wundert es mich überhaupt nicht, dass es zu so vielen Unfällen kommt.
mfg Rainer