http://www.damuels.at/
Die ersten drei Absätze dieses Berichts richten sich ausnahmsweise an Forumsuser, die wie wir mit ihrem noch nicht skifähigen Kleinkind in den Skiurlaub fahren. Eigentlich hatten wir uns als Wunschziel das Toggenburg in der Nordostschweiz ausgesucht. Wir wollten ein von Karlsruhe nicht zu weit entferntes, eher kleineres Skigebiet mit ausreichenden Möglichkeiten, unserem Zweijährigen das Herumtollen im Schnee zu ermöglichen, ohne dass wir skifahrerisch zu kurz kamen. Wegen des milden Winters lag im Toggenburg im Tal aber kaum Schnee, so dass wir unser Ziel auf Damüls im Bregenzerwald änderten. Immerhin wirbt Damüls damit, "das schneereichste Dorf der Welt" zu sein. Außerdem sprach das Preisniveau des Bregenzerwalds für Damüls.
Als ehemalige Walserkolonie ist Damüls im Gegensatz zu bayerisch-tirolerischen Siedlungsformen eine Streusiedlung, deren Ortsteile sich über die Hänge und somit in das Skigebiet hinein erstrecken. Das hatte für uns den Vorteil, dass fast alle Unterkünfte des Ortes in direkter Nähe einer Skipiste liegen. Ursprünglich hatten wir vor, Skifahren und Kinderbetreuung im täglichen Wechsel vorzunehmen, verwarfen diesen Plan wegen der skifreundlichen Unterkunftslage dann aber zugunsten eines halbtäglichen Rollentauschs über Mittag. Dadurch musste keiner von uns einen komplett skifreien Tag in Kauf nehmen. Zum halbtäglichen Wechsel von Ski- und skifreier Zeit passt die Größe des Damülser Skigebiets sehr gut. Innerhalb eines halben Tages hat ein guter Skifahrer das Gebiet einmal von links nach rechts (oder umgekehrt) durchquert. Für die von der Elternrolle dominierte Tageshälfte bietet Damüls ausreichend Winterwanderwege und eine Rodelbahn. Damit sind die Outdooraktivitäten für den noch nicht skitauglichen Nachwuchs gesichert.
Unsere Ferienwohnung lag am Südhang im Damülser Ortsteil Uga direkt neben der blauen Uga-Talabfahrt. Diese Lage ist bis auf einen Haken, auf den man nicht hingewiesen wird, o.k.: Die Infrastruktur des Orts (Supermarkt, Post, Geldautomat) befindet sich an der Damülser Kirche in 1,5 km Entfernung. Das ist für die Lebensmittelversorgung einer Familie zu Fuß zu weit, wenn man auf dem Rückweg zusätzlich den Nachwuchs per Rückentrage bergauf befördern muss. Die Straße in den Ortsteil Uga wird von der Gemeinde Damüls - im Gegensatz zu den übrigen Straßen - aber nicht gestreut, sondern lediglich geräumt. Bei winterlichen Verhältnissen muss man beim Auto ausschließlich für wenige hundert Meter Hangstraße Ketten aufziehen, die man für jede Fahrt unterhalb der Hangstraße wieder abnehmen muss, denn dort liegt der Asphalt ja blank. Die Gemeinde Damüls sollte mal darüber nachdenken, ob das so bleiben soll. Falls wir noch mal nach Damüls fahren, werden wir nur noch "unten" wohnen.
Nun zum allgemeinen Berichtsteil. Das Damülser Skigebiet liegt zwischen 1300 und 2100 m und ist von Hängen einfachen und mittleren Schwierigkeitsgrades geprägt. Herausforderungen für gute Skifahrer darf man dort nicht erwarten. Obwohl die ersten Lifte in Damüls schon in den 1960er Jahren liefen, sind Skigebietserweiterungen nur sehr reduziert vorgenommen worden. Das ändert sich erst jetzt mit dem für die kommende Saison geplanten Zusammenschluss mit Mellau, für den noch die letzte von drei neuen Sesselbahnen fehlt, gegen die die Naturschützer vor dem Europäischen Gerichtshof klagen. Mir persönlich ist unklar, warum man nicht längst einen Zusammenschluss mit dem viel näher liegenden, direkt benachbarten Skigebiet von Faschina im Großen Walsertal realisiert hat. Das wäre viel einfacher. Vielleicht liegt es an dem relativ steilen, ausgesetzten Hang, der dazu erschlossen werden müsste.
Die Beförderungsanlagen von Damüls sind keine große Erwähnung wert. In Damüls gab es schon immer hauptsächlich Sesselbahnen, und die beiden früher existierenden längeren Schlepplifte hat man ebenfalls durch solche ersetzt. Abgesehen von zwei Übungsschleppern sind alle Damülser Anlagen somit heute entweder DM-Sesselbahnen mit Förderbandeinstieg oder DM-KSBn. Das macht die Beförderung in diesem schleppliftgeeigneten Gebiet eintönig. Aber das stört außer mir wohl nur wenige Skifahrer.
Wetter- und schneelagemäßig zog unsere Woche in Damüls alle Register bis auf Hochsommer. Wegen Regens haben wir uns am ersten Tag, dem Sonntag, gar nicht erst auf die Skier gestellt. Der Montag war von teils sonnigem, teils wolkigem Tiefdruckwetter und Plusgraden geprägt, die Pisten vom Regen beeinträchtigt, der Schnee wie Mörtel. In der Nacht zum Dienstag fiel die Temperatur um 10°C. Alle Pisten vereisten, und die 20 cm Neuschneefall fielen zu gering aus, um sich mit dem harten Untergrund zu verbinden - ein spaßloser Skitag. Das änderte sich in der Nacht zum Mittwoch, in der rund ein halber Meter Schnee fiel, der die Pisten wieder auf Vordermann brachte. Während die Sichtverhältnisse in Wald- und Siedlungsnähe am Mittwoch akzeptables Skifahren ermöglichten, verpasste ich im baumfreien Gelände die Pistenmarkierung und fiel vom Pistenrand in rund einen Meter Pulverschnee, aus dem es kaum ein Entkommen gab.
Damüls: Sonntagnachmittag nach Dauerregen bis fast 2000m. "Tolle" Aussichten für einen Skiurlaubsbeginn.
Damüls: Montag. Um +10°C, patschnasser Schnee mit einer Konsistenz wie Mörtel, Wetter o.k. Talstation 4KSB Uga.
Damüls: Montag. Blick von der künftigen Verbindung nach Mellau, der 6KSB Hohe Wacht, zur Bergstation von 6KSB Elsenkopf und 4KSB Uga. Tiefdruckwetter.
Damüls: Montag. Piste 4 der 4KSB Hasenbühl mit Berggastronomie und Bergstation Uga.
Damüls: Montag. 4KSB Hasenbühl und Ragazer Blanken, der ab übernächsten Winter (2009/2010) erschlossen werden soll. Interessante Beleuchtung.
Damüls: Dienstag. Temperatursturz um 10°C. Hurra, es hat geschneit - aber nur 20cm, die sich nicht mit dem vereisten Untergrund verbanden.
Damüls: Dienstag. DSB Hohes Licht und Damülser Mittagsspitze.
Damüls: Dienstag. Blick von der Bergstation DSB Hohes Licht ins Mellauer Skigebiet. Schnee bis in die Tieflagen.
Damüls: Mittwoch. Nochmal 40-60cm Neuschnee - Klein Harzwinter als Schneepegel. Vormittags noch Aufhellungen ...
Damüls: Mittwoch. ... nachmittags wieder Schneefall. Schlechte Sicht. Talstation DSB Uga.
Damüls: Mittwoch. Talstation DSB Oberdamüls, der einige Hang, der noch etwas Spaß machte. Aber es wurde saukalt.
Damüls: Mittwoch. Winterliche Gesamtimpression. Na ja, wir wollten mit unserem Kleinen ja "in den Schnee". Und das hat auch geklappt.
Damüls: Donnerstag. Postkartenwetter. Seit Sonntag insgesamt ca. 1m Neuschnee. Talstation 4KSB Uga.
Damüls: Donnerstag. Bergstation 4KSB Uga.
Damüls: Donnerstag. Künftige Verbindung nach Mellau. Piste 12, 6KSB Elsenkopf, 6KSB Hohe Wacht am Gegenhang.
Damüls: Donnerstag. An der Bergstation 6KSB Hohe Wacht. Hinten die Berge des Montafons.
Damüls: Donnerstag. Bergstationen 6KSB Hohe Wacht und 4KSB Uga vor den Montafoner Bergen im Zoom.
Damüls: Donnerstag. DSB Hohes Licht mit ihren sehr leichten Pisten und Damülser Mittagsspitze.
Damüls: Donnerstag. Spurenziehen im Tiefschnee an der Damülser Mittagsspitze.
Damüls: Donnerstag. Hallo Alpstein! Eine meiner Schweizer Lieblingslandschaften. Blick von der Bergstation DSB Hohes Licht.
Damüls: Donnerstag. Blick von der Bergstation Hohes Licht ins Skigebiet Mellau und den unteren Bregenzerwald.
Damüls: Donnerstag. Skigebiet Mellau im Zoom. Berggastronomie, Schlepplift, Bergstation EUB.
Damüls: Donnerstag. Skiroute 2 (oberer Teil) vom Hohen Licht zum Parkplatz Sunnegg, klasse zu fahren. Alle Damülser "Skirouten" werden präpariert und sind somit normale Pisten.
Damüls: Donnerstag. Skiroute 2 (unterer Teil). Hoher Spaßfaktor.
Damüls: Donnerstag. 6KSB Hasenbühl, Trasse durch Wald und Almgelände.
Damüls: Donnerstag. DSB Hohes Licht mit sehr leichten Pisten.
Damüls: Donnerstag. Piste 4 der 6KSB Hasenbühl zum Parkplatz Sunnegg. Zusammen mit Skiroute 2 die längste und abwechslungsreichste Damülser Piste.
Damüls: Donnerstag. Piste 4. Unten der Parkplatz Sunnegg, gegenüber die DSB Sunnegg mit ihren Abfahrten. Der dominierende Berg links ist das Glatthorn über Faschina.
Damüls: Donnerstag. 6KSB Hasenbühl vor dem Glatthorn.
Damüls: Donnerstag. Arbeitslose Schneekanonen an der Talstation 6KSB Hasenbühl.
Damüls: Donnerstag. Der Gratlift oberhalb der Bergstation DSB Sunnegg. Er dient als Zubringer zu zwei Skirouten. Ich hasse diese überflüssigen Handschuhzerstörer von Poma.
Damüls: Donnerstag. Skiroute 3 der DSB Sunnegg zum Parkplatz Sunnegg. Gegenüber die DSB Walisgaden.
Damüls: Donnerstag. Piste 6 von der Bergstation DSB Sunnegg zur Damülser Kirche bzw. DSB Oberdamüls. Hinten rechts einmal mehr das Glatthorn.
Damüls: Donnerstag. Piste 7 der DSB Oberdamüls mit Kirche.
Damüls: Donnerstag. Damülser Kirche und Blick in den Talausgang in Richtung Au.
Damüls: Donnerstag. 4KSB Uga. Unten die rote Piste 2, hinten wie immer das Glatthorn.
Damüls: Donnerstag. Abendstimmung mit beleuchtetem Galerietunnel nach Faschina / Großes Walsertal.
Faschina: Freitag. Pistenplan. Webseite hier.
Faschina: Freitag. Back to the Roots. Ehemalige Talstation des ESL Stafelalpe.
Faschina: Freitag. Talstation DSB Stafelalpe.
Faschina: Freitag. Zwischenausstieg DSB Stafelalpe mit Glatthorn und gleichnamiger 4SB.
Faschina: Freitag. Zwischenausstieg DSB Stafelalpe. Hier starten die präparierten "Skirouten" des Gebiets. Route 2 und 3 sind klasse steil! Das Förderband hätte man sich auch sparen können.
Faschina: Freitag. Skiroute 2, schön steil. Blick durchs Damülser Tal auf den Diedamskopf über Schoppernau.
Faschina: Freitag. Zoom ins Skigebiet Diedamskopf von Schoppernau.
Faschina: Freitag. Skiroute 3, Blick zurück zum Zwischenausstieg DSB Stafelalpe. Sehr schön steil! Bei Vereisung gibt's hier wohl kein Halten.
Faschina: Freitag. Skiroute 3 vom Zwischenausstieg DSB Stafelalpe mit Blick auf Damüls und sein Skigebiet.
Faschina: Freitag. Blick von der Skiroute 3 auf die zum Greifen nahe Damülser Kirche.
Faschina: Freitag. 4SB Glatthorn. Fuhr scheußlich langsam; 8 min Fahrzeit für ca. 1500m Strecke. Früher stand hier sinnvollerweise ein Schlepplift.
Faschina: Freitag. 4SB Glatthorn mit dem namensgebenden Berg gleichen Namens. Nur blaue Pisten hier oben, eine davon pseudo-rot.
Faschina: Freitag. SCHL Guggernülli, Rückbringer von der Talabfahrt Glatthorn. Dieser SCHL bietet Flutlichtbetrieb.
Faschina: Freitag. Blick aus der DSB Stafelalpe auf Faschina und SCHL Guggernülli. Im Hintergrund auf dem Almgelände das Skigebiet Sonntag/Stein, links darüber die Rote Wand (2704m) im Lechquellengebirge.
Faschina: Freitag. Zoom ins Skigebiet Sonntag/Stein im Großen Walsertal. Unten eine kleine PB, oben eine DSB - das war's. Keine Talabfahrt vorhanden, nur eine Rodelbahn.