Das Wetter machte heute schon einen etwas besseren Eindruck als gestern. Im Verlauf des Tages kam immer wieder mal sogar die Sonne durch. Zwischendrin hat es sich aber dafür auch wieder komplett zugezogen. Leider konnten wir deshalb das sicherlich tolle Dolomitenpanorama wie schon am Vortag nicht geniessen.
Natürlich ging es zuerst einmal über die Dos dei Laresi zur Cermis.
Von dort dann mit dem Lagorai ganz nach oben.
Dann haben wir als erstes die schwarze Abfahrt „Olimpia II“ in Angriff genommen. Am Vormittag war diese noch sehr gut befahrbar, da der Schnee noch nicht zu weich war. Gleiches galt für die „Olimpia III“, die bis ganz ins Tal hinabführt.
Steilstück der „Olimpia II“ unterhalb der Doss dei Laresi-Cermis
Der Schluss der „Olimpia II“ läuft dann flach aus
Doss die Laresi; links die stillgelegte Olimpia (ist im Pistenplan nicht mehr verzeichnet)
Wenn schon Piste, dann richtig, d.h. breit genug und notfalls planiert und nicht nur eine markierte und präparierte, ev. noch beschneite Wiese.
Nicht dass jetzt hier Proteste kommen: Ich fahre auch mal ins Gelände, aber wenn ich Pisten fahre, dann sollten diese eben auch richtige Pisten sein!!!
Nachdem wir also ein paar Mal die „Olimpia II“ umgepflügt hatten, durfte es zur Erholung noch etwas leichteres sein. Deshalb haben wir die „Via del Bosco“ ausprobiert. Sie bietet über 4,5 km eine Umfahrung der „Olimpia II“ und ist damit die längste "Abfahrt" im ganzen Skigebiet.
Die „Via del Bosco“ geht immer durch den Wald. Hier haben wir quasi die „Mutter aller Ziehwege“ vor uns.
Vom Depot aus wird die „Via del Bosco“ durch diesen Raupentransporter mit Schnee versorgt.
Nach der sehr empfehlenswerten Pizza im Rifugio Paion mussten wir dann natürlich noch schauen, was es denn so neues im Skigebiet gab:
Da hat der Leitner doch wieder was hingestellt!
Ein Irrsinnsandrang am frühen Nachmittag
Rechts vom Prà Fiorì die erweiterte Piste „Salera“
Oberer Teil des Prà Fiorì mit der gleichnamigen Piste links und der „Salera“ rechts
An der Bergstation des Prá Fiorì steht ausnahmsweise mal keine Hütte (völlig untypisch für Italien)
Blick zum Paion mit dem Costabella und dem Lagorai, rechts wohl die alte Schlepplifttrasse (ich war noch nie dort)
Trassse des Prá Fiorì, soweit von oben sichtbar
Nochmal die Aussicht zum Paion, angeblich kommen dahinter noch andere interessante Gipfel
Nachdem wir den Nachmittag auf den hervorragend zu fahrenden Pisten im oberen Teil des Skigebietes zugebracht haben, ging es von der Doss dei Laresi mit der Gondel zurück ins Tal. Schließlich hatten wir keine Lust, im Sulzschnee der „Olimpia III“ zu versinken wie in einem Treibsandloch.
Nach einem kurzen Besuch von Cavalese (Postkarten etc. kaufen müssen!) bot sich zum Abschluss noch ein schöner Blick auf den unteren Teil des Skigebietes.
Fazit:
Die Alpe Cermis ist ein Skigebiet, das auch dem ambitionierten Skifahrer zumindest für einen Tag großen Skispaß bieten kann. Nachdem sich der Andrang im Gegensatz zu dem, was hier im Forum über den Februar berichtet wurde, in Grenzen hielt (vor allem am Nachmittag), kamen wir skifahrerisch auf keinen Fall zu kurz.
Gefallen:
Schneeverhältnisse (vor allem am Vormittag)
Pistenangebot
Moderne Lifte
Keine Wartezeiten
Nicht gefallen:
Olimpia II ab Mittag leider zu weich
Wetter entsprach immer noch nicht unseren Erwartungen an die Südseite der Alpen