Los: wenig. So gut wie keine Wartezeiten, einzig an den beiden Gondelbahnen mal ein paar Minuten
offen: so gut wie alles an Liften (ausser am 2.Tag da war alles oberhalb 2500m zu). Die meisten Pisten waren auch auf.
Pistenplan: http://www.alpedhuez.com/hiver/dl.php?t ... lpes_hiver
Am 7.März um 5 Uhr gings los, über Lindau - Zürich - Basel nach Genf. Hier nun das neue Autobahnstück gleich mal getestet (ok, das Navi war der Meinung, auf dem Acker kann man nicht fahren... (3 Tage später rächte es sich dann mit dem Versuch, uns über den verschneiten und gesperrten Sarennepass zu locken)), weiter bis Grenoble. Dann auf einer Bundesstrasse an Vizelle vorbei nach Alpe d'Huez (geile Kehren, hier mit dem Rad rauf ist sicher anstrengend). 1 Stau bei Bern (Unfall) und einer vor Vizelle (nichts offensichtliches), so waren wir um 16 Uhr da. Für die ersten 3 Nächte hatten wir nun eine Ferienwohnung im "Le Grand Sud", von hier musste man entweder mit der 4SB Bergers oder der Telecentre zu den Liften fahren. Abends konnte man bis zur Eclose 2SB fahren und dann mit dieser fast direkt bis vor das Quartier.
Im Skiatlas hatte ich mir das Gebiet schon öfters angesehen, war mir aber nie so richtig klar obs mir gefallen würde. Der erste Eindruck vor Ort war dann erstmal: riesiges Anfängerareal. Noch nie so viele flache Pisten gesehen. Der ganze untere Sektor zwischen Signal und Marmottes ist optimales Anfängerland - bei gutem Schnee kann man als Carver hier aber auch Spass haben, vor allem gleich um 9 bevor die Skischulen kommen. Der Bereich nun zwischen 2200 und 2800 ist eher schlechtes Skiland, fast alles Fels, so dass nur schmale mittel- bis schwere Abfahrten hier sind. Aber alle nicht breit genug um Spas zu habne. Ganz oben am Pic Blanc gibts dann vorne rum die Tunnel, ein sogenannter Klassiker. Steil, nicht präpariert, mir hats gefallen! Hinten geht die Sarenne Abfahrt runter, ein weiterer Klassiker. Die erste Hälfte läuft schön, mittelschwer runter, dann kommt ein langer Ziehweg. Oben gibts noch 2 fixe 4er, besonders Herepie bietet ein paar tolle Wiederholungsabfahrten (schade dass es keine KSB ist...). Von der Sarenne aus bietet sich dann ein Abstecher nach Auris an. Die Lombards 4SB ist ewig lang und lahm, die weiter oben beginnende Fontefroide hat 2 Stangenschlepper parallel (sind viel schneller). Auris selber bietet viele blaue Abfahrten, nett aber nichts was in Erinnerung bleibt. Und bis auf die Verbindung Richtugn Alep d'Huez alles fix geklemmt. Sehr schön hat mir die Signal und die Abfahrten nach Villard gefallen. Signal selber hat 3 steile, meist präparierte Abfahrten (und ein paar Tellerschlepper die einen schnell wieder hoch bringen) und von Villards aus kommt eine 4KSb, die 2 blaue Carvingbahnen bedient. Weiter nach links auf der Karte kommt man nach Oz, die rote poutret und die l'olmet Abfahrt sind sehr schön, nur leider meist recht voll. Zurück oder weiter kommt man mit 2 12EUBs, zwar nicht die Gemütlichkeit in Person (oder Maschine), dafür kapazitätsstark und schnell. An der Alpette kommt auch die 160PB von Vaujany an, ausserdem geht die baugleiche Pendelbahn zur Petites Rousses weiter (und von doert ist man direkt wiee in Alpe d'Huez). An der Alpette geht es erst auf einem blauen Cruiser (Chalets) los, an einer Abzweigung geht dann links die beste Abfahrt im Gebiet (meine bescheidene Meinung) los: la fare. steil, beschneit, präpariert. circa 800hm am Stück. Unten dann mit einer Gruppenumlaufkabinenbahn (Graffel von Creissel...
Bei schlechtem Wetter kann man besonders den Bereich Montfrais empfehlen, windgeschützt ist es hier und die beiden fixen 4er bieten nette Abfahrten. Und es gibt einen Picknickraum.
Am ersten Tag verschafften wir uns einen guten Überblick über das Gebiet, per Marmottes 1 bis 3 gleich auf den Gletscher, ein paar Fahrten dort, dann die Sarenne runter und nach Auris. Zurück nach Alpe d'Huez und ein kurzer Schlenker nach Villards. Über Oz und Alpette gings nach Vaujany, noch schnell nach Montfrais und über Petites Rousses wieder nach Alpe D'Huez, dort noch bis 17 Uhr Schlepper gefahren (vor allem Jeux).
Am nächsten Tag war das Wetter nix, vormittags Signal und nachmittags Montfrais. Am Dienstag gings morgens gleich über Marmottes (brr, die Canyon war die mieseste Piste des ganzen Urlaubs, schmal, eisig, nicht präpariert, dafür übervölkert...) gen DMC und dann auf den Pic Blanc. Thomas und ich nahmen die Tunnel, Jens die Sarenne, so dass wir uns an dern Fontfroide Bahn bei Auris wieder trafen. Mittag in Auris (belegte Brötchen auf einer Parkbank), dann noch mal Villard und Alpette. Nachmittags wurde es dann wieder ungemütlich, in der Chalvet 2SB war es saukalt und es fing wieder an zu schneien.
Fazit: tja, von den Pisten her find ichs ganz nett für 3 Tage. Was fehlt sind eindeutig ein paar lange KSBs, Romains bedient ja nur grüne Pisten. Das DMC ist leider mit Stehgondeln, die 12er ebenso. Und in Auris und an der Sarenne gehört die Beschneiung ausgebaut. Lievre blanc, Lombards und Fontfroide (und vielleicht noch Signal) als schnelle 6er und es wär schon mal viel geholfen.
Am Anreisetag in Alpe d'Huez. Im Hintergrund die Signal mit dem Stade de Slalom
Alpe d'Huez.
Ort mit Kirche, ein neuzeitlicher Zweckbau.
dito, rechts die leichten Pisten an der Romains 6KSB.
in der 4SB Bergers. Leider extrem langsam (vor allem morgens bei so eine Vorfreude...)
Anfängerbereich, auch zum cruisen optimal.
in der 6KSB Romains. Genial ist die Fernsteuerung der Liftler, ein kleines Kästchen mit den Steuerknöpfen (Notaus, Geschwindigkeit), aber immer am Mann und so kann man sich auch mal bewegen.
Blick auf Alpe d'Huez