Wetter: Sonnig, teilweise mit leichter, nicht störender Schleierbewölkung, Titlisgipfel um 0°C, Engelberg am Nachmittag ca. 20°C.
Schnee: Skigebiet Titlis/Jochpass 50 - 385 cm Altschnee (über 2800m z.T. pulvrig), gesperrte Talabfahrt gut, aber unterhalb 1300 m schneemangelbedingt 3x kurz unterbrochen
Anlagen geöffnet: Alle außer -> Anlagen geschlossen
Anlagen geschlossen: SSB Gerschnialp, PB Gerschnialp-Trübsee, Skilifte Gerschnialp und Untertrübsee, KSB Engstlensee
Gefallen: Großes Skiangebot für die Zeit nach Ostern
Nicht gefallen: nix
Bewertung: 6 von 6 Punkten - einfach klasse und 100% gut
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Nach fast genau einem Jahr war ich am 25. April 2009 endlich wieder in Engelberg. Hier war fast noch das gesamte Skigebiet Titlis/Jochpass geöffnet - im Vergleich zum Mitbewerb, der fast ausnahmslos nach Ostern den Betrieb eingestellt hat, ein tolles Serviceangebot der Titlis-Bergbahnen! Die Schneesituation am Titlis ist bis Anfang Mai bis zum Trübsee (1800m) hinunter i.d.R. unbedenklich, so auch in diesem Fall.
Das Wetter spielte voll mit und bot neben dem gesamten Titlis-Alpenpanorama Fernsicht bis zum Jura und Schwarzwald, wo der noch schneebedeckte Belchen und Feldberg zu erkennen waren. Wie immer sorgten zahlreich vertretene Japaner, Koreaner und Inder für ausgelassene Stimmung am Titlisgipfel. Der Altschnee war morgens natürlich noch hart und nachmittags natürlich total weich und patschnass - was gibt es beim Frühjahrsskilauf auch anderes zu erwarten. Wenn man es vorher weiß, stört es nicht. Wie gewohnt war die Abfahrt Rotegg-Stand per Windenmaschine präpariert und gut zu fahren. Traditionell-bucklig habe ich sie wohl zuletzt vor 7 (?) Jahren erlebt. Wer will, tobt sich neben der präparierten Fläche aus.
Neben der Piste des SCHL Rotegg stehen diverse Paletten voller Metallteile im Schnee. Die Teile sehen nach Zauberteppich oder Mini-Coaster aus. Weiß jemand genauer, was das wird?
Highlight des Tages war der Alpamare Waterslide Contest an der Jochpasshütte. Hier hat man mit Gartenfolie direkt vor der Hüttenterrasse ein etwa 10 Meter langes und 3 Meter breites, wassergefülltes Bassin geschaffen. Die Contest-Teilnehmer nehmen am Hang Anlauf und versuchen mit ihren Ski/ihrem Board, die Strecke per Wasserskitechnik zu meistern. Das gelingt nicht jedem (Wassertemperatur 4°C). Wer es schafft, darf nochmal. Dem Sieger winkt ein Preis. Das ganze ist ein Riesenspaß! Die coolsten waren zwei ca. 18jährige, die als Duo Hand in Hand und jeder ein Bierchen haltend ganz locker durchfuhren.
Die Zeit reichte mir, zwischen den Teilgebieten Titlis und Jochpass zweimal hin- und zurückzuwechseln. Es ist im Frühjahr übrigens sinnvoll, den Skitag am Jochpass ausklingen zu lassen, damit man auf der letzten Abfahrt zum Trübseehopper sehen kann, ob sich noch Skifahrer auf die gesperrte Talabfahrt begeben. Dann kann man statt der EUB-Talfahrt dieses kleine Abenteuer wählen.
Nur einen Tag später blieben die beiden Lifte am Titlisgipfel und das gesamte Jochpassgebiet sturmbedingt gesperrt ... Glück gehabt! Offenbar wurden auch die verbliebenen Anlagen vorzeitig geschlossen. Beim Blick auf die Titlis-Webcams um 15:30 Uhr war im Skigebiet kein Mensch mehr zu sehen.
Verglichen mit dem April 2008 ist der Abtaufortschritt bei den Pisten in diesem Jahr ca. 10 Tage weiter. Das liegt sicherlich am warmen Frühjahrswetter des Monats April. Im Bereich Laubersgrat/Rindertitlis gibt es neben der Piste bereits viele große apere Flächen. Und während ich am 20. April 2008 auf der gesperrten Talabfahrt nach Engelberg nur zweimal für 50 Meter abschnallen musste, waren es diesmal dreimal für je 100 Meter, und es galt mehr Engpässe (schmale Schneestreifen) zu passieren.
Wer noch hin will: Das Skigebiet am Titlis ist noch bis 24. Mai geöffnet (Abfahrt Stand-Trübsee bis ca. 10. Mai), die beiden Sesselbahnen am Jochstock und der Trübsee-Hopper öffnen noch einmal vom 1.-3. Mai. Von der Talabfahrt nach Engelberg rate ich dann allerdings schon ab.
Wie in jedem Jahr hier die immer gleichen Fotos eines großartigen Frühjahrsskitages. Angesichts dieser Bedingungen gibt es für mich kaum einen Grund, im Winter nach Engelberg zu fahren.
Talstation Titlisbahnen im Engelberger Talfrühling.
Bergfahrt in der 6EUB zur Gerschnialp.
Gerschnialp. Schlepplifte sind schon abgebügelt.
Bergfahrt in der EUB. Station Trübsee aus interessanter Perspektive. Die PB Angel Eyes ist in Revision und macht gerade Bremstests.
Bergfahrt in der PB Trübsee-Stand. Rechts DSB Rindertitlis.
Weiterfahrt mit der PB Titlis Rotair von Stand zum Gipfel.
Bergfahrt in der PB Titlis Rotair.
Dohlenspektakel auf der Titlis-Aussichtsplattform.
Blick von der Aussichtsplattform auf dem Titlis auf die Berner 4000er.
Rückblick von der Titlis-Aussichtsplattform auf die PB Titlis Rotair und zum Trübsee.
Rückblick zum Bergstations-Ensemble auf dem Titlis. Hinten links die Berner 4000er.
Piste 6KSB IceFlyer, schön leer.
Von Süden drückt das Schlechtwetter, kann sich aber nicht durchsetzen.
SCHL Rotegg am Titlisgipfel.
Abfahrtsroute Rotegg-Stand. Dank Windenpräparation problemlos zu fahren.
PB Titlis Rotair vor der Kulisse des Reissend Nollen.
4KSB Laubersgrat mit schwarzer Piste.
Bergstation 4KSB Laubersgrat.
Piste der DSB Rindertitlis.
PB Trübsee-Stand vor der Kulisse des Reissend Nollen.
Trübsee mit PB-Station. Das Trübsee-Hotel wird offenbar gerade renoviert.
Trübsee-Hopper zum Jochpassgebiet. Unten hat man bereits den Seewanderweg freigefräst.
4KSB Jochpass. Schöne Piste.
6KSB Jochstock Xpress. Habe nie verstanden, warum man den alten Doppelschlepplift mit dieser modernen Bahn ersetzt hat. Die kurze Piste lohnt das kaum.
Waterslide Contest am Berghaus Jochpass. Unten rechts warten die Startkandidaten am Hang auf ihre Fahrt durchs (oder ins) Bassin.
Waterslide Contest am Berghaus Jochpass. Die einen fuhren souverän durchs Wasserbassin ...
... die anderen weniger.
LSAP gibt's auch: Ehemaliger SCHL Bitzi, der abgelegen am anderen Trübseeufer sein Dasein fristet. Dort hat sich über die letzten Jahre nichts geändert.
Gesperrte Talabfahrt bei Untertrübsee.
Gesperrte Talabfahrt auf dem letzten Kilometer. Hiernach noch einmal abschnallen und 100 Meter tragen. Als Belohnung winkt dann die Abfahrt bis vors Talstationsgebäude.