An Tagen wie heute, wo man bei der Anfahrt die ganze Zeit im Nebel sitzt, ist es ja ganz unabhängig von den Schneeverhältnissen schon mal toll, weit genug oben zu sein und das Nebelmeer von der schönen Seite betrachten zu können:
Die Verhältnisse konnten mich anfangs auch nicht wirklich begeistern, auch wenn das so mancher vielleicht nicht erwarten mag, war mir zu viel los. Die Wartezeiten bei der Quattralpina hielten sich zwar sehr in Grenzen, wenn man gerade nach einer Skiclub-Gruppe hinkam maximal zwei Minuten, aber nachdem vorerst die Ennslingalmabfahrt zu Trainingszwecken komplett gesperrt war und am Kulmhofersteilhang am Rand auch noch zwei Kurse gesetzt waren, wurde es auf dem restlichen Hang halt ein bisschen eng, zumindest zu eng um richtig runterheizen zu können.
Eine Zeit lang hab ich mit dem Gedanken gespielt auf die Planai oder auf die Reiteralm zu wechseln, eigentlich war ich sogar schon entschlossen das zu tun, doch gerade da wurden die Leute weniger (das war schon ca. um 11 Uhr) und die Sonne auf den Pisten wurde mehr und damit nahm auch mein Vergnügen deutlich zu und ich hab die Wechselgedanken zumindest mal bis nach der Mittagszeit verschoben.
Eigentlich könnt ich mir die Kritik ja auch sparen und euch nur Bilder wie dieses hier zeigen – unterhalb der Kulmhoferhütte war’s wirklich ideal!
Welche Jahreszeit haben wir? Ein Blick auf die Lärchen bringt Sicherheit
So um 11 Uhr wurde die Ennslingalmabfahrt geöffnet, was ein bisschen Abwechslung brachte. Ich blieb trotzdem vorwiegend auf der FIS-Abfahrt, da die Ennslingalmabfahrt ziemlich knollig war:
Der Blick runter aufs Nebelmeer tut immer wieder gut
Und verfärbte Lärchen im Schnee sind auch immer wieder was Schönes
Nicht fehlen darf natürlich ein Blick zur neuen Gipfelbahn:
Und das Ganze noch im Zoom:
Dachstein-Panorama:
Der Nebel im Tal wollte sich einfach nicht lösen, dafür war’s am Berg am Nachmittag schon direkt einsam. Nun konnte ich fahren, wie ich wollte ohne auf bewegliche Hindernisse Rücksicht zu nehmen und dementsprechend lang war ich auch noch unterwegs.
Bei der letzten Abfahrt um kurz vor vier schaut’s auf der Piste schon einigermaßen finster aus, ich hatte jedoch zu meiner Überraschung noch keine Schwierigkeiten mit der Bodensicht und wenn sich nicht schön langsam die Oberschenkel bemerkbar gemacht hätten, hätt ich wohl noch eine Fahrt angehängt
Am Ende des Skitages doch äußerst zufrieden trete ich die Talfahrt an und mache mich auf der falschen Seite des Nebels auf den Weg nach Hause…
Für alle, die sich dafür interessieren, gibt’s hier zum Abschluss noch meine Skiline.