Tausend Wagen westwärts (Burt Lancaster, James Stewart, Elizabeth Taylor)
A Foggy Day (Fred Astaire, Ginger Rogers, Gene Kelly)
Der Weg nach La Rösa (Humphrey Bogart, Paul Henreid, Ingrid Bergman)
Piraten der Karibik IV (Johnny Depp, Orlando Bloom, Keira Knightley)
Anflug auf Samedan (Sean Connery, Tony Curtis, Catherine Zeta-Jones)
Shining II (Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd)
Intermezzo in Paradise (Woody Allen, Scarlett Johansson, Michael Caine)
Indiana Jones und die ewige Finsternis (Harrison Ford, Sean Connery, Cate Blanchett)
La ultima Strada (Anthony Quinn, Giulietta Masina, Richard Basehart)
Freitag, 27.Februar 2009
Eine knappe Woche ist es her seit den fulminanten Tiefschneeerlebnissen auf der Tauplitzalm, die nahezu alles bisher Erlebte in den Schatten gestellt haben. Und jetzt startet endlich die schon zur lieben Gewohnheit gewordene spätwinterliche Alpentour, die – im ersten Jahr noch durch fix vorgebuchte Quartiere klar vorgezeichnet – mittlerweile nur mehr von aktuellen Schnee- und Wetterverhältnissen gesteuert durch spontane Entscheidungen oft in ganz andere Gegenden führt als ursprünglich vermutet. Teilnehmer sind, wie schon in den beiden vergangenen Jahren, meine Frau Sabine, Helmut und der Schreiber dieser Zeilen.
Mit vielem haben wir gerechnet vor dieser Reise, allerdings nicht mit der Tatsache, dass wir auf dem Trip insgesamt drei Mal aus verschiedenen Gründen erheblich an unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden sollten. (Aber davon später!).
Die Reise beginnt leider ziemlich feucht. Nachdem in den Wetterprognosen Ende letzter Woche noch von weiteren Schneefällen im Salzkammergut – jedoch bei tiefen Temperaturen – die Rede war, haben wir den größten Teil der Ausrüstung in Altaussee gelassen, da wir eigentlich die „weisse Ernte“ endlich auch am Krippenstein einfahren und erst nach dem Wochenende weiter nach Westen fahren wollen. Doch nun sitzen wir etwas frustriert im Auto und ärgern uns über den üppigen Niederschlag in Verbindung mit viel zu hohen Temperaturen, die in unserer Zielregion die Lawinengefahr soweit ansteigen lässt, dass etwa Obertraun mit dem Auto nicht mehr erreichbar ist und an ein Schifahren am Krippenstein an diesem Wochenende wohl kaum zu denken ist. Und irgendwo im Wald herumkurven bei Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes mit entsprechend schwerem und feuchten Schnee wollen wir nicht, schon gar nicht nach dem tollen letzten Wochenende.
Damit steht bald fest, heute fahren wir zwar nach Altaussee, doch dort wird nur die Ausrüstung verstaut und am nächsten Morgen soll es dann weitergehen nach Westen. Aber wohin? Warmwettereinbruch überall, hohe Lawinengefahr durch die Erwärmung in Verbindung mit dem schweren und feuchten Neuschnee, das Zielgebiet sollte also möglichst hoch liegen, viele Variantenmöglichkeiten anbieten und aktuell nicht zu viel von dem feuchten Neuschnee abbekommen haben. Nachdem wir ja schon vorher St. Moritz als zweites Etappenziel nach dem Salzkammergut ins Auge gefasst haben, fällt dieser Entschluss nun leicht, da die Höhenlage zwischen 1800 und 3303 Meter doch einen Schutz vor übergroßer Erwärmung bieten sollte, der Oberengadin schon vor Wochen mit reichlich Schnee versorgt wurde und wie bei unseren bisherigen Äufenthalten einige Klassiker wie etwa die Morteratsch-Abfahrt von der Diavolezza oder die südseitige Variante zur Alp Rösa vom Piz Lagalb aus Schneemangel nicht befahren konnten.
Nachdem ich dieses Mal einen Traktor zum Freiräumen des Autoabstellplatzes bestellt habe, sparen wir uns eine Stunde Schneeschaufeln und können sofort die weiter angewachsenen, aber leider sehr feuchten Schneemauern ums Haus bewundern.
Der Abend wird unter anderem damit zugebracht, diverse Utensilien hin und her zur räumen und langsam dämmert mir, dass es offenbar wirklich nicht ganz so einfach ist, zwei Haushalte bezüglich Tourenausrüstung voll im Griff zu haben, denn irgendwie sind die beiden Garnituren Schiunterwäsche, die ich fix hier vermutet habe, offenbar doch in Niederösterreich geblieben......
Tausend Wagen westwärts
Helmut Johnston, Landvermesser ........... James Stewart
Gerrit Halloway, Farmer ......................Burt Lancester
Sabina Maynard, Abenteurerin ................Elizabeth Taylor
Zusammenfassung:
Eng ist die Welt geworden für den Landvermesser Helmut und den Farmer Gerrit, keine Perspektiven sehen sie mehr und so beschließen sie, der Heimat den Rücken zu kehren und ins ferne Engadiniana zu ziehen, einem westlichen Bundesstaat, in dem alles viel besser, größer und freier sein soll. Zu ihnen gesellt sich die Abenteurerin Sabina, die auch neue Herausforderungen sucht.
Doch der lange Weg ins gelobte Land ist ein schwieriger, zwei Routen gibt es für den Treck dorthin, einer durch die Berge, der andere durchs flache Land. Schnee und Sturm machen den Pfad durchs Gebirge ungangbar, und so müssen die drei so wie viele andere Auswanderer die Ebene durchqueren. Zudem wird dabei auch das Stammesgebiet der Bajuwachen durchquert, die jungen Krieger dieses Indianerstammes beenden genau in dieser Zeit eine Woche eines Initiationsritus in den Bergen und strömen nun in Massen wieder in ihre Dörfer in der Ebene, was auf dem schmalen Pfad zu vielen gefährlichen Situationen führt.
Doch die drei Reisenden trotzen allen Gefahren und meistern auch eine kritische Situation knapp vor der Grenze Engadinianas, denn die Normalroute ist unpassierbar und das Ziel kann nur auf einem abenteuerlichen Pfad durch die Berge erreicht werden.
Klassischer Western mit solider Besetzung und vorhersehbarem Skript, phasenweise etwas langatmig inszeniert.
Samstag, 28.Februar 2009 - Im Stau
Der Schneeregen, mit dem uns der Tag begrüßt, bestätigt uns in unserer Entscheidung, und so sitzen wir bald im Auto.
Vorbei geht es an der Katrin in Bad Ischl, deren Talabfahrt sich nun sicher in besserem Zustand befindet als bei Chasserals Besuch, wir passieren St. Gilgen, die ehrwürdige Zwölferhornbahn läuft und die Schiabfahrt bis zur Talstation ist augenscheinlich möglich, doch beide Berge hüllen sich in Wolken und das Thermometer zeigt deutliche Plusgrade.
An und für sich haben wir geplant, unsere Fahrt irgendwo im Inntal zu unterbrechen, um ein uns bis dato unbekanntes Schigebiet kennen zu lernen, etwa den Glungezer oder die Hänge von Fendels. Doch das Ferienende in Bayern und die aktuelle Lawinensituation machen uns einen Strich durch die Rechnung: das kleine Deutsche Eck ist gesperrt und auf der Autobahn Salzburg – München verursachen Unfälle bald einen ordentlichen Stau, sodass unser Zeitplan zunächst gefährdet wird und bei weiteren Staus nach Rosenheim und auf der Inntalautobahn in sich zusammenbricht. Gleichzeitig hören wir im Radio zahlreiche Meldungen über Lawinenabgänge praktisch im gesamten Bereich der nördlichen Ostalpen, von denen Straßen, Bahnstrecken und auch gesicherte Schipisten betroffen sind, sodass wir letztendlich auf einen Stopp verzichten und ohne wesentliche Pause nach St. Moritz fahren. Auch die Straße nach der Schweizer Grenze ist wegen Lawinengefahr gesperrt und so verlieren wir eine weitere halbe Stunde durch die Umleitung über Nauders. Schließlich gestaltet sich auch die Quartiersuche als nicht ganz einfach, zwar habe ich schon vor einigen Tagen vom Bernina-Hospiz telefonisch ausreichend freie Zimmer bestätigt bekommen, damals allerdings ausgehend von einer Anreise am Sonntag oder Montag, dass die Nacht von Samstag auf Sonntag dort jedoch komplett ausgebucht ist, erfahren wir erst jetzt. So beginnen wir schon einige Ortschaften vor St. Moritz mit der Suche und werden schließlich in Zuoz in einem alten Hotel direkt am Hauptplatz fündig. Hier werden wir die Nacht zum Sonntag verbringen und dann ins Hospiz übersiedeln.
Der Abend verwöhnt uns mit wolkenlosem Himmel und einer großen Portion Engadiner Rösti und so sind wir guter Dinge, was die kommenden Tage betrifft.