Rauris | 05.01.2010 | Neuland

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philipp23
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Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von philipp23 »

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Endlich hält der Wettergott während der ersten Woche des neuen Jahres wieder einmal zu uns und beschert uns einen Sonnenscheintag nach dem anderen. Das lässt wenigstens etwas über die äußerst dürftige Schneelage hinweg sehen. Trotzdem sind bei der Suche nach dem geeigneten Skigebiet die höheren Lagen bevorzugt, dazu sollte es auch in der Neujahrswoche von der Frequentierung noch akzeptabel sein.
Das Areal um die Rauriser Hochalm hat mich schon länger interessiert, ist es doch ein kleines, eher unbekanntes Gebiet, bei dem mir die vorhandenen Möglichkeiten nicht so richtig bekannt waren. So fiel die Entscheidung auf das eher einsame Nebental des Pinzgaus, in das sich die Anfahrt etwas zieht. Braucht man auf der zwar gut ausgebauten, aber dennoch holprigen B 311 schon eine Zeitlang bis Taxenbach, muss man anschließend noch eine kleine Passhöhe überwinden, bevor sich das einsame Seitental öffnet. Der Hauptort und zugleich die einzige größere Siedlung ist Rauris, wenige Kilometer hinter dem Ortsende teilt sich das Tal auf, unter anderem in einen Zweig nach Kolm Saigurn, das bei den großen Erschließungsplänen von Sportgastein der 70er Jahre eine nicht unerhebliche Rolle eingenommen hat und wo die abenteuerliche Materialseilbahn mit dem bekannten „Kisterl“ zum Sonnblick beginnt.
Aufgrund der äußerst spärlichen Berichte hier im Forum – eine gute Einschätzung habe ich nirgends finden können – im Folgenden eine etwas ausführlichere Charakterisierung des Gebietes:

Wetter/Schnee: Sonnenschein, kalt. Hart, aber griffig, gut zu fahren.
Geöffnete Anlagen: alle
Wartezeiten: nichts, höchstens mal 5 Kabinen
Gut: wenig Betrieb, nette Pisten zum Cruisen, gute Verhältnisse
Schlecht: zum Pistenskifahren etwas wenig Abwechslung, Pistenzustand am Waldalmlift
Statistik: 18 Liftfahrten, 8.143 Höhenmeter
Bewertung: 5,5 / 6,0

In das Skigebiet der Hochalmbahnen gibt es zwei Einstiege, einerseits die weiter talauswärts gelegene Doppelsesselbahn Kreuzwiesen, die jedoch nur von wenigen als Zubringer genutzt wird. Ein, zwei Kilometer weiter befindet sich der Talstationskomplex der Hochalmbahn mit den Parkplätzen, Kassen- und Verpflegungseinrichtungen, dazu einem Übungsareal mit zwei Seilliften.
Das Skigebiet selbst gliedert sich im Wesentlichen in zwei Teile, einerseits das Hauptgebiet der Hochalm mit insgesamt drei Kabinenbahnsektionen und drei Schleppern und andererseits das Waldalmgebiet mit einer Doppelsesselbahn und zwei Schleppern.
Auf die Hochalm führt eine 6er EUB von Felix Wopfner mit Swoboda-Kabinen in zwei Sektionen, wobei die zweite Sektion durch einen Doppelschlepper (Jackalmlifte) gedoppelt wird. Unterhalb der Mittelstation beginnt die schwarz markierte Talabfahrt, die zunächst einige nette, durchaus anspruchsvolle Hänge bietet, bevor die letzten 300 Höhenmeter nur noch ein serpentinenreicher Ziehweg sind. Insgesamt ist sie aufgrund des doch relativ langen Ziehers nur bedingt interessant – trotz der oberen Hänge.
Die obere Sektion mit dem Doppelschlepper bildet den zentralen Hang des Gebietes, eine durchweg breite und blaue, aber doch angenehm kupierte, Abfahrt, die insbesondere bei Anfängern beliebt ist.
Etwas unterhalb der Bergstation der unteren EUB beginnt eine weitere 8er EUB von Doppelmayr, die mit Baujahr 2002 modernste Anlage im Gebiet. Sie erschließt mit 2400 m Länge und 525 m Höhenunterschied die Gipfelbereiche der Schwarzwand, endet jedoch leider knapp 20 Höhenmeter unterhalb des eigentlichen Gipfels. Der kurze Aufstieg zum Gipfelkreuz lohnt sich allerdings auf alle Fälle, hat man von dort doch einen grandiosen Rundblick auf den höchsten Berg der Alpenrepublik: man steht direkt vis-à-vis der Glocknergruppe mit ihren vielen Dreitausendern. Die Abfahrten an der Gipfelbahn sind ebenfalls als leicht einzustufen, die mehreren Varianten laden jedoch zum wunderbaren Cruisen ein, viel Betrieb herrscht hier wohl nur äußerst selten.
An der Mittelstation der Hochalmbahn beginnt die Verbindung zum anderen Skigebietsteil um Kreuzboden und Waldalm – wie sollte es auch anders sein – mit einem Ziehweg, der gerade so ohne größere Schiebestücke zu meistern ist. Die untere Sektion des dortigen Areals bildet eine Felix-Wopfner DSB aus den 90er Jahren mit dazugehöriger roter Abfahrt, die einige nette Hänge bietet, aber ebenfalls mit einem langen Flachstück und Querfahrt endet. Im oberen Teil steht ein langer Doppelmayr-Schlepper, der eine sicherlich sehr reizvolle und wunderbar kupierte Waldschneisenabfahrt erschließt, die leider aufgrund der Schneeverhältnisse nicht brauchbar war – dazu später mehr. Die Rückkehr ins Hauptgebiet erfolgt wieder über einen Ziehweg, diesmal aber völlig problemlos gänzlich ohne Anschieben.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass es sich bei den Rauriser Hochalmbahnen um ein älteres, ursprüngliches Skigebiet mit weitgehen unmodellierten Pisten handelt, was einen sehr schönen Kontrast zu den meisten restlichen Salzburger Gebieten darstellt. Allerdings ist das Gebiet für das reine Pistenfahren doch etwas eintönig, in ein paar Stunden hat man alles abgefahren, die größeren Herausforderungen fehlen, dazu kommen doch einige Ziehwege, die die Attraktivität für Snowboarder etwas einschränken. Diese Eindrücke spiegeln sich auch im Publikum des Gebietes wieder, es sind hauptsächlich Familien mit ihren Kindern und Anfänger unterwegs, hierfür ist es ausreichend und geradezu ideal: meist einfache Abfahrten, dazu ein übersichtliches Gebiet und wenig Betrieb. Gerade in der Neujahrswoche auch mal für mich angenehm, in Ruhe und relaxed fahren zu können, ein Gefühl, das sich in der Sportwelt nicht so recht einstellen will zu dieser Jahreszeit.
Daneben dürfte das Gebiet noch einige Möglichkeiten für Freerider bieten, die zurzeit jedoch aufgrund des Schneemangels nicht wirklich zu gebrauchen sind. Einerseits sind alle Hänge total verspurt, andererseits fehlt es einfach generell an Schnee. Es gibt aber vor allem im Bereich der Schwarzwand einige Hänge in unmittelbarer Pistennähe, die zum Variantenfahren einladen, aber auch schnell verspurt sein dürften, andererseits existieren auch ein paar Hintenrum-Varianten, die ebenfalls ganz nett aussehen.

Die Verhältnisse am Dreikönigstag waren insgesamt ganz gut, zumal man die momentane geringe Schneedecke berücksichtigen muss, deshalb gibt es auch 5,5 Punkte. Im Detail:
- Hochalm/Talabfahrt: hart, aber durchaus noch ganz in Ordnung zu fahren, hauptsächlich Kunstschnee, gegen nachmittag abgefahren, teils eisig. Der Ziehweg hart, aber in Ordnung
- Hochalm/2.Sektion: griffige, eher harte Verhältnisse, sehr gut zu fahren, keinerlei Haufenbildung oder Eisplatten aufgrund geringem Gefälle und wenig Leuten.
- Gipfelbahn: sehr gute Naturschneepiste, nur ganz, ganz vereinzelt lose Steinchen, zwei sehr abgefahrene, vereiste (im Tagesverlauf) Engstellen, aber gut passierbar
- Waldalmlift: Piste wurde erst kurz vorher offiziell geöffnet, hätte man besser sein lassen. Im oberen Drittel inakzeptabel, fast nur Steine, hier macht sich die fehlende Beschneiungsanlage bemerkbar. Untere Hälfte besser, gehört insgesamt eigentlich geschlossen.
- Kreuzboden: hart, aber griffig. Fast nur Kunstschnee.

Da es mein Erstbesuch in Rauris war, gibt es noch ein paar Gedanken zur Erschließung:
- Die Tatsache, dass die Gipfelbahn nicht ganz zum Gipfel führt, sondern 20 Hm darunter endet, fällt zunächst einmal negativ auf, da man somit das grandiose Panorama von oben nicht immer genießen kann. Allerdings ist dort oben eindeutig zu wenig Platz und die Vorgängeranlage dürfte ebenfalls dort unten geendet sein, von daher ist das schon in Ordnung. In ein paar Minuten kommt man auch zu Fuß hinauf, worauf man keinesfalls verzichten sollte!
- Die 8er EUB oben im Skigebiet wäre als eine der Hauptwiederholungsanlagen als KSB nicht schlecht, aber durch die enorme Länge (2200 m), die hohe Trassierung und die starke Frequentierung durch Anfänger und Familien ist die EUB hier wohl die richtige Wahl.
- Das Gebiet bietet noch relativ viele alte Anlagen, wie Schlepper (darunter sogar ein Kurzbügler mit Liftomat) und Doppelsesselbahnen. Eine weitere Modernisierung hat mir aber keinesfalls gefehlt, da das Gebiet generell einen relaxten und zugleich älteren Charakter besitzt, zu dem die Anlagen sehr gut passen. Es existiert eine sehr gute Mischung, denn bsp. die Gipfelbahn stammt ja auch den letzten zehn Jahren. Zudem würden weitere Hochleistungsbahnen die gefühlte Größe des Gebietes stark verringern, also kann man das ruhig so lassen!


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^ Blick vom Parkplatz auf die untere Sektion der 6er EUB Hochalm. Die Talabfahrt ist im zu erkennenden Abschnitt der Fahrweg.

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^ im Übungsbereich an der Talstation mit den zwei Seilliften lief den ganzen Tag die Schneekanone, Schneeverhältnisse in diesem Bereich ausreichend.

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^ 1993 wurde die Bahn von Felix Wopfner errichtet. Weiß jemand, was sie ersetzte? Vmtl. DSB?

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^ dort, wo der Ziehweg die Bahn in der Mitte des Bildes kreuzt, enden in etwa die anspruchsvollen Hänge

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^ Bergstationsbereich der zweiten Sektion, rechts ist der Gratlift zu erkennen, links die Gipfelbahn

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^ Zoom zur Bergstation der EUB auf etwa 1750 m

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^ die Gondeln sind von Swoboda

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^ im Hintergrund müsste das Hochkönig-Massiv mit Steinernem Meer erkennen zu sein

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^ Panorama Richtung Osten

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^ Dito

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^ Bergstation Jackalmlifte, durch den Bau der Hochalmbahn sind die Lifte redundant, deshalb auch nur einer in Betreib. Aber gute Alternative zur zweiten Sektion EUB. Darüber der Speicherteich.

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^ die Talstation der Gipfelbahn liegt ca. 50 Hm unterhalb der Bergstation der Hochalmbahn. Für den direkten Wechsel etwas unpraktisch, außerdem der Knotenpunkt des Gebietes, soweit man von so etwas überhaupt sprechen kann.

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^ Ausfahrtsstütze Gipfelbahn, weit darüber quert die Hochalmbahn

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^ Hochalmbahn, Swoboda-Gondeln

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^ im Tagesverlauf etwas abgefahrener, aber insgesamt sehr gut zu fahren

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^ die Gipfelbahn hat eine relativ geringe Kapazität (trotzdem absolut ausreichend), deshalb die großen Gondelabstände

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^ Talstation des Gratliftes: Kurzbügler mit Liftomat 2000, meine diesbezügliche Premiere.

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^ sehr ausgesetzte, spektakuläre Trasse. Pistenraupe fährt hier keine hoch, coole Anlage!

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^ Bergstation, sehr exponiert.

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^ Umlenkung Berg

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^ Blick rüber zum obersten Teil der Gipfelbahn. Die vielfältigen Freeride-Möglichkeiten sind hier schon zu erahnen. Daneben gibt es noch eine Möglichkeiten vom Gratlift rechts und links runter und Hintenrum-Abfahrten.

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^ Ganz nette Ecke dort oben, die KSB-untaugliche Trassierung ist gut zu erkennen.

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^ Einfahrtsstütze Gipfelbahn

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^ Dito. Hinten Hochkönig. Um die Bahn überhaupt finanzieren zu können, wurde die Hälfte der Kabinen von lokalen Beherbergungs- und Handwerksbetrieben gesponsert, die dafür auf den entsprechenden FBM’s verewigt wurden.

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^ UNI-G-Standardstation

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^ den Hügel muss man hinaufgehen, um das tolle Tauern-Panorama zu sehen. Es lohnt sich! Toller Blick auf der anderen Seite steil hinab in die absolut verlassene (zumindest im Winter, wenn die nicht erkennbare Glocknerstraße Wintersperre hat) und einsame Hochgebirgswelt.

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^ Blick zurück während des Aufstiegs auf die Gipfelbahn

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^ Dito. Hinten Dachstein (?)

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^ die gegenüberliegende Talseite des Rauriser Tals. Dahinter liegt das Gasteiner Tal. Rechts im Bild die Stanzscharte, die eine wichtige Rolle bei den Gasteiner Erschließungsplänen der 70er Jahre spielte. Zentral die Bergkette vom Kramkogel (2454 m) bis zur Türchlwand (2577 m).

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^ Talauswärts Richtung Hochkönig

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^ das Große Wiesbachhorn (3564 m) … ein mächtiger Berg mit steilen und weit herausragenden Flanken

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^ müsste der Schwarzkopf (2765 m)

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^ Panorama in die Glocknergruppe

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^ nocheinmal

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^ wieder zurück im Skigebiet muss noch die andere Seite um Waldalm/Kreuzboden unter die Lupe genommen werden. Die Pisten im Bereich Waldalm hätte man aber besser geschlossen lassen, komplett steinig.

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^ im Grunde aber nette Landschaft hier, etwas anderer Charakter als „drüben“, Waldschneisen, schön kupiert, noch relaxter und ruhiger.


Zum Abschluss noch zwei zusammengesetzte Panoramen der Hohen Tauern zum Großen Wiesbachhorn, zum Vergrößern bitte anklicken:

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Was vom Tage übrig bleibt:
- eines der besten Panoramas der Gegend
- Skifahren ohne Massenauflauf macht mehr Spaß als mit
- es geht auch ohne KSB’s und maximales Plattwalzen

Fazit:
Der Weg hierher hat sich auf alle Fälle gelohnt, stand das Gebiet doch schon länger auf meiner To-Do-Liste; zum Pistenfahren gehen einem als ambitioniertem Skifahrer allerdings recht bald die Möglichkeiten aus, zumal anspruchsvolle Abfahrten weitgehend fehlen. Die Stärken liegen eindeutig bei Familien, aber auch bei Freeridern. Zudem ist hier recht wenig los, für die freuqenzstarken Wochen also durchaus eine Alternative. Ein nettes kleines Areal, das seinem Ruf als Geheimtipp durchaus gerecht wird.

Edit 04.03.2011: Serverumzug (Bilder)
Zuletzt geändert von philipp23 am 03.04.2011 - 19:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von Hochkönig »

Ich kenne das Gebiet ziehmlich gut.
Früher war anstatt der Gipfelbahn, die jetz eine 8-er gondel ist ein richtig kultiger Kurvenschlepper.
allerdings ging der damals etwa 150hm über der Bergstation der Jackalmlifte los und man musste daher den Gratlift benützen, um dorthin zu kommen. Aufgrund dessen ausgeprägter Lage, wie ja schon der Name sagt (Gratlift), wurde dieser jedoch früher desöfteren im Laufe des Tages geschlossen und man konnte dann den oberen Gipfellift nicht mehr erreichen.

Zum Waldalmlift noch kurz: Die rote Piste zu diesem Lift ist normalerweise meiner Meinung nach die schönste in dem ganzen Gebiet. Das kommt auch daher, dass dort meistens die wenigsten Leute fahren und es eine reine Naturschneepiste ist, was sich jedoch zum jetzigen zeitpunkt auch wieder als Nachteil herausstellt.
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von gerrit »

Auch von mir ein Dankeschön für diesen Bericht aus einem selten besuchten Schigebiet, das auch mich schon immer sehr interessiert hat, jedoch hab ich es bisher nur zum Vorbeifahren auf dem Weg nach Kolm Saigurn gebracht.
Die Scharte rechts auf dem Bild könnte die Stanzscharte sein, hier war in den 70-er Jahren eine Schischaukel ins Gasteinertal geplant, auf der anderen Seite des Berges befinden sich die Gadaunerer Hochalmen.
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von schafi »

Ach ja, Rauris wär für diese Saison auch noch auf meiner Wunschliste - danke für den ausführlichen Bericht, der Lust darauf macht, dieses Vorhaben bald mal umzusetzen!
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von vovo »

Schöne Bilder. Allein der Kurzbügler mit der interessanten Trasse wäre ein Grund, da mal vorbeizuschauen.
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von Richie »

Danke für den Bericht über ein bislang für mich unbekanntes Skigebiet!
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von lanschi »

Dachstein hat geschrieben:Cool, endlich mal ein gscheiter Bericht von dort! Bisjetzt haben sich ja die Berichteschreiber irgendwie um das Schigebiet herumgedrückt. ;)
Ich hab den Seitenhieb schon verstanden. 8)

Schöner Bericht - Dankesehr! Auch ich hab Rauris mittlerweile den dritten Winter auf meiner Liste, aber auch ich schaff es nie, dorthin zu fahren. :) Ich warte dann wohl auf die neue KSB im Bereich Kreuzboden, die ja in den nächsten 1-2 Jahren dort errichtet werden soll. :wink:
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von vovo »

philipp23 hat geschrieben:^ 1993 wurde die Bahn von Felix Wopfner errichtet. Weiß jemand, was sie ersetzte? Vmtl. DSB?
Müsste eine DSB auf gleicher Trasse ersetzt haben. (Ich war noch nie dort, aber der DSV Atlas von 1990 lag grad in Reichweite...)
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von Martin_D »

philipp23 hat geschrieben:
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^ der höchste Berg Österreichs… Großglockner (3798 m)
Könnte es sein, dass dein "Großglockner" das Große Wiesbachhorn ist ?
Bild vom Großen Wiesbachhorn

Der Großglockner ist es jedanfalls nicht. Der schaut von Nordosten aus anders aus.
Ich habe ein Bild vom Großglockner vom Shuttleberg aus aufgenommen. Die Entfernung ist zwar weitaus größer, aber die Richtung ist in etwa die gleiche.

Bild
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von Emilius3557 »

Vielen Dank für den interessanten Bericht.

Zum Thema Vorgängeranlage der 6-EUB. Das müsste eine DSB aus dem Jahr 1972 gewesen sein. Die Vorgängeranlage der DSB Kreuzboden war eine ESL Baujahr 1970. Kann es sein, dass die heutige DSB die alte Hochalm-DSB ist?

Das ist definitiv nicht der Großglockner auf Deinen Bildern. Aber Wiesbachhorn kommt gut hin, ragt gewaltige 2500 Hm über dem tief eingeschnittenen Ferleitental auf.
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von fettiz »

Der Standort der Gipfelstation erscheint ziemlich sinnvoll. Es duckt sich komplett vom Wind weg. Klar könnte man die Aussicht noch besser zugänglich machen. Aber für wen? Eine Hütte gibt es nicht. Für Fußgänger im Winter uninteressant, da die Gondelbahn unterhalb der Bergstation der unteren Sektionen startet. Und die paar Interessierten könne auch locker die paar Meter hochlaufen.
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von stavro_ »

an den esl und die alte dsb kann ich mich auch noch erinnern.
ich glaub die bin ich beide noch gefahren.

was wurde eigentlich aus dem geplanten muldenlift ?
wurde dieses projekt + abbauf gratlift verworfen ?

siehe: http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 6#p4664546
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von philipp23 »

Erstmal vielen Dank für die zahlreichen Bemerkungen und die entstandene Diskussion!

@gerrit: Unter Betrachtziehung des Fotostandorts und Blickwinkels und einem Blick in die Karte könnte das mit der Stanzscharte ganz gut hinkommen, müsste stimmen. Die Bergkette links davon müsste demnach die Gruppe vom Kramkogel (2454 m) bis zur Türchlwand (2577 m) sein.

@lanschi: Ah, interessant, plant man also wieder eine neue Liftinvestition in Rauris. Die KSB soll den Waldalmlift ersetzen, nehme ich mal an? Dann wird man aber wohl auch über eine Schneeanlage in oberen Teil der Abfahrt nachdenken. Und seiner Linie mit den niedrigen Kapazitäten sollte man ob der geringen Pistenfläche auch hier treu bleiben.

@Großglockner/Wiesbachhorn: Nach längerem Verifizieren in Topographischer Karte und bei Google Earth bin ich mir inzwischen auch sehr sicher, dass es sich um das Wiesbachhorn handelt. Hab mich da etwas von den Angaben im Skipanorama fehlleiten lassen. :oops: Der Großglockner ist zwar prinzipiell zu erkennen, lag aber am 5.1. einerseits hinter den Wolken und andererseits ist er auch eher „klein“ sichtbar, da in seiner Sichtlinie zwei größere Berge (Schwarzkopf und Fuscher Karkopf) liegen. Hab die entsprechenden Stellen im Bericht ausgebessert.

@fettiz: Ich bin ja letztlich auch zu dem Schluss gekommen, dass die gewählte Lage die optimale ist. Zumal für eine weiter oben liegende Bergstation vermutlich auch gravierende Erd- und Sprengarbeiten hätten vorgenommen werden müssen, die negativ zu beurteilen wären und auch nicht zur Philosophie und Finanzplanung Rauris' gepasst hätten.

@stavro_: Naja, umgesetzt hat man lediglich die Gipfelbahn und den Abriss der entsprechenden Schleppliftanlagen. Der Gratlift steht weiterhin als cooler Kurzbügler und exponierter Trasse herum, ein Ersatz wie im verlinkten Topic erscheint mir allerdings auch eher wenig sinnvoll. Einen Schlepper durch einen anderen kürzeren ersetzen? Da kann man den alten auch stehen lassen, klar nicht einfach zu fahren, aber das ist ja auch keine Anfängeranlage, sondern eher was für die Freerider, Pistentechnisch nicht wirklich was besonderes. Die Wiederholungsmöglichkeit würde ebenfalls verloren gehen.
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von esa »

Ich war zufällig am 4. Januar in Rauris. War ebenfalls ganz angetan von dem Gebiet. Anbei noch ein paar Bilder
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Hochalmbahn
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Perfekte Pisten am Morgen
Perfekte Pisten am Morgen
Hochalmbahn
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Bergstation Hochalmbahn
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Schneekanone auf der Talabfahrt
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Bergstation Gipfelbahn
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Piste an der Gipfelbahn
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von schifreak »

Eins zur Vorgänger - DSB, das war ne alte Swoboda Bahn, die sehr lang und teils steil durch den Wald dahinfuhr, das kann sich keinesfalls um jetzigen Felix Wopfner Lift handeln. Ich bin diese alte Bahn mal an einem Sommertag vor vielen jahren gefahren.

Und zwegs Gipfelaufstieg, den muß ma einfach machen, da war ich auch ganz begeistert von dieser grandiosen Aussicht. Nach der letzten Auffahrt. Bin damals als ich vor glaub 2 jahren in Rauris war dann von ganz oben bis zur DSB runtergfahren, also die Pistenlänge iss schon sehr lang, wenn auch einige Ziehwege drinnen sind. Mir hat dieses Gebiet recht gut gefallen. Damals war der Waldalmlift aber recht nett zum fahren.
Fabi,alpiner Schifreak

TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von SnOOp87 »

Hallo zusammen,

sehr schöner Bericht von meinem "Heimskigebiet". Ich fahre seit Jahren nach Rauris und kann über das Skigebiet eigentlich nicht meckern. Lediglich die Investitionen im Jahr 2008 fand ich nicht optimal. Da wurde die Talabfahrt etwas geändert, sinnvoller wäre es gewesen die Abfahrt am Osthang zu realisieren, die vor einigen Jahren schon geplant war. Das ist eine traumhafte Abfahrt, die auch ohne Präparierung sehr schön ist.

Ganz neu für mich ist das am Kreuzboden eine neue Investition getätigt werden soll. Da muss ich mich mal erkundigen.

Zum Thema Großglockner, den Großglockner kann man vom Gipfel sehen, allerdings ist er in weiter Entfernung und das Wiesbachhorn wird oft mit ihm verwechselt. Aber das passiert 80 % der Besucher dort. Also kein Grund um sich zu schämen :wink:

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starli2
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von starli2 »

So, waren für mich auch die ersten Bilder, die ich aus Rauris gesehen hab. Bisher hat mich das Gebiet nicht wirklich interessiert (auch etwas zu abseits von mir aus), auf den Bildern scheint es aber doch recht nett zu sein. Allerdings scheinst du nur die linke Seite mit den EUBs fotografiert zu haben, und auch dort nur den oberen Teil, von den DSBs oder den unteren Abfahrten seh ich keinerlei Fotos - seh ich das so richtig?
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philipp23
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Re: Rauris | 05.01.2010 | Neuland

Beitrag von philipp23 »

Von der rechten Seite gibt's leider nur sehr wenig Fotos, das stimmt, aber die Schneelage war dort ziemlich katastrophal (oben extrem steinig, unten eisig), sodass ich vor allem im "linken" Sektor unterwegs war. Die Abfarht am rechten Schlepper dürfte bei ausreichender Schneelage aber relativ interessant sein, die Talabfahrt zur DSB ist unten raus halt ein recht langer Ziehweg.
Der untere Teil der "linken" Seite ist ebenfalls nicht so interessant, die Abfahrt zur Mittelstation der EUB ist nichts besonderes, ziemlich flach. Unterhalb der Mittelstation kommen dann zwar ein paar interessante Hänge, das Vergnügen wird jedoch leider durch den endlosen Fahrweg zur Talstation in Rauris getrübt.
Skitage 15/16: 22 ..... 5x Hochkönig, 3x Werfenweng, 2x Saalbach, 2x Skiwelt, 1x Kitzsteinhorn, 1x Wagrain/Alpendorf, 1x 4 Berge, 1x Bad Gastein, 1x Obertauern, 1x Winklmoosalm/Steinplatte, 1x Kitzbühel, 1x Zauchensee, 1x Sportgastein, 0,5x Dachstein West, 0,5x Flachauwinkl/Kleinarl

Sommer 2015: 24 x Bergsteigen .. u.a. 8x Tien Shan, 6x Koralpe, 3x Rätikon, 3x Watzmann, 2x Tennengebirge
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