Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

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vovo
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Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von vovo »

Am Samstag, den 23.01.2010 musste ich in Anbetracht der positiven Wettermeldungen unbedingt zum Skifahren. Nur hatte ich keine Lust, wieder ewig weit zu fahren und von der A8 hatte ich auch genug. Nun ist das Problem, dass die nah bei München gelegenen Skigebiete (GAP Classic, Spitzingsee und vor allem das Brauneck) an Wochenenden nicht gerade menschenleer sind. So entschloss ich mich, eines der oberbayrischen Kleinstgebiete aufzusuchen und landete in Bad Kohlgrub. Der dortige Skiberg heißt Hörnle und wird von einer alten DSB erschlossen, die Schwenksessel besitzt. Man bleibt am Ausstieg einfach stehen und der Sessel klappt nach außen um. Die gleiche Bahn gab es bis vor ein paar Jahren am Breitenberg. Die DSB Hochalp (Name hoffentlich richtig) wurde aber dann von einer 4SB ersetzt.

Pistenplan:

http://www.hoernlebahn.de/skigebiet.html

Die DSB, 1954 erbaut, bringt es immerhin auf eine Länge von 2.000 m bei 500m Höhenunterschied. (Kapazität nur bei 400 Personen pro Stunde)

Am oberen Stück der Talabfahrt gibt es noch den 400 m langen Stockhanglift, einen dieselbetriebenen Kurzbügler, der 1966 erbaut wurde.

Im Talbereich bedient der Tannenbankerllift (auch er ein Kurzbügler, gebaut 1973) mit 730 m Länge noch eine breite Übungspiste. Der Reindllift ist zwar im Plan miteingezeichnet, gehört aber nicht zum Skigebiet. Hab das erst von der Liftfrau erfahren, als ich meine Karte vorzeigte. Irgendwie voll der Schwachsinn! Wenigstens durfte ich „umsonst“ rauffahren, um zurück zur Talabfahrt in Richtung DSB zu gelangen.

Fazit: Für ein paar Stunden Skifahren am Wochenende kann man das Gebiet bei entsprechender Schneelage durchaus empfehlen. Ich war schon bei Betriebsbeginn an der Bahn und hab für die Tageskarte nur 16 EUR bezahlen müssen. In Bad Kohlgrub gibt es natürlich keine Beschneiung, so dass an der Talabfahrt und im Laufe des Tages auch oben beim Stockhanglift schon einige braune Stellen rauskamen. Dafür war die rote Variante ins Tal eigentlich eine schwarze und nicht präpariert sowie menschenleer. Anstehen brauchte man nur ein bisserl beim Tannenbankerllift und am Nachmittag an der DSB, die vor allem wegen der Rodelbahn gefragt war. Das Ganze ist echt der totale Gegensatz zu Skigebieten wie die Scheffau, Kaltenbach, Sölden und Co.

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In der Früh herrschte im Tal noch Nebel (Talstation auf 900m; Bergstation auf 1.400m), doch ungefähr nach 800m Sesselliftfahrt lichteten sich die Schwaden...

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Die Skier konnte man übrigens nicht anlassen. Am Einstieg legte sie ein Liftbediensteter auf eine Halterung an der Seite des Sessels. Fußraster gibt es bei der 56 Jahre alten Anlage natürlich auch keine.

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Seitenblick

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Hier kommt die als rote Piste ausgewiesene Variante der Talabfahrt herunter

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Fahrt durch den Wald

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Im Hintergrund sieht man die Wolkendecke

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Die Fahrt zieht sich hin – müssten ca. 20 min sein

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Das Schwenksessel-Prinzip

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Blick von der Bergstation

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Beste Bedingungen!

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Ausstieg des Stockhanglifts. Hier stand er noch, doch als ich runterfuhr, wurde er gerade angeschmissen und ich schaffte es zum ersten Mal in meiner 25jährigen Skifahrerkarierre, der erste Fahrgast am Tag zu sein.

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Da konnte man es – zumal noch keine alte S.... unterwegs waren, gscheit krachen lassen!

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Nach meiner ersten Liftfahrt waren dann schon ein paar andere Skifahrer unterwegs...

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Im Stockhanglift

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Blick zurück. Ich müsste unbedingt mal auch ein Video reinstellen von dem alten Diesel-SL!

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Stockhang-Piste

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Hier geht die rote Variante der Talabfahrt herunter, doch zunächst fuhr ich die blaue

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Ich war mutterseelenallein unterwegs...

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Talstation des PRIVATEN Reindl-Lifts, der idiotischerweise nicht im Verbund mit der Hörnlebahn enthalten ist. Zustände wie am Grünten! Aber ich durfte wenigstens einmal umsonst herauf...

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Bergstation – so jetzt sollte der Reindl-Lift genug dokumentiert sein...

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Pistenpräparierung am Reindllift

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Bei meiner zweiten DSB-Auffahrt hatte sich der Nebel im Tal schon etwas gelöst

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Blick hinüber zum Tannenbankerllift

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DSB kurz vor Bergstation

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Die Bergstation selbst

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Mal was anderes als diese modernen, hässlichen, sich immer gleichenden Sessellift und Seilbahnstationen

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Hier geht die rote Talabfahrt runter

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Der Reindllift aus der Vogelperspektive

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Der Tannenbankerllift mit Skiabfahrt

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So macht Skifahren Spass!

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Hier fährt man direkt auf die DSB-Trasse zu

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Über diesen Abschnitt gelangt man zum Tannenbankerllift

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Hier die Talstation des Kurzbüglers

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Später am Tag war die Sonne hier schon weg

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Gleich daneben kommt die DSB rauf. Vorne der Parkplatz des Schleppers

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Im Lift

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Blick zurück

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Bergstation Tannenbankerllift

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Zurück zur unbestrittenen Hauptanlage der Skiarena

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Am Anfang verläuf die Hörnlebahn recht flach dahin

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Nochmals der Stockhanglift

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Mein Mittagessen in der Hörnlehütte – absolut zu empfehlen!

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Blick Richtung GAP

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Hier oben hätte man vielleicht noch wo einen SL hinstellen können

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Panorama mit Stockhanglift

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Später setzte sich im Tal wieder der Nebel durch. Hier sieht man den geringen Bodenabstand bei der DSB.

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Talstation Tannenbankerl von der DSB aus gezoomt

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ohne Zoom

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Nach der letzten Talabfahrt war auch hier schon Schicht im Schacht...

Ich hoffe, ich habe es mit der Bilderanzahl nicht zu gut gemeint....
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Harzwinter
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von Harzwinter »

vovo hat geschrieben:Das Ganze ist echt der totale Gegensatz zu Skigebieten wie die Scheffau, Kaltenbach, Sölden und Co. ... Mal was anderes als diese modernen, hässlichen, sich immer gleichenden Sessellift und Seilbahnstationen ... So macht Skifahren Spass!
Willkommen im Club, Vovo! ;-) Skifahren in Scheffau, Kaltenbach, Sölden und Co. ist sicherlich auf seine Weise "gut" für den, der's mag. Aber die Athmosphäre eines Kleinskigebiets mit 3-5 Anlagen ganz ohne Menschenmassen ist wiederum Urlaub vom Halligalli-Skifahren. In einem Gebiet wie Bad Kohlgrub ist nichts cool, schnell, laut - das genaue Gegenteil der Marschrichtung des Massenskilaufs. Was freue ich mich, dass von Gebieten dieser Art in Allgäu, Oberbayern, Schweiz, Ostösterreich und Italien einige überlebt haben. Noch kann man sie besuchen, in 10 Jahren wird das schon wieder anders aussehen.

!
vovo hat geschrieben:Ich hoffe, ich habe es mit der Bilderanzahl nicht zu gut gemeint....!
Von Skigebieten dieser Art kann man gar nicht genug Bilder bringen! Dankeschön für den Bericht!
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Frankenski
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von Frankenski »

Vielen Dank für die vielen Bilder von einem Gebiet das glaube ich hier noch nicht vorgestellt wurde 8)
http://farm3.static.flickr.com/2689/433 ... 3763_o.jpg
was für ein geiles Bild 8)
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von seilbahner »

Supergeiler Bericht von dem Gebiet. Vielen Dank dafür.

Und eine Fendt Pistenraupe :!: :!: :!:
Dass ich sowas noch erleben darf.
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ATV
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von ATV »

Gefällt mir auch ausserordentlich. Diese Klappodeste müssen nicht überwacht werden?
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von lift-master »

super bericht! werwar denn der hersteller der coolen klappsesselbahn?
...willst du die berge sehn,dann mußt du zum schi fahrn gehn...
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vovo
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von vovo »

http://www.hoernlebahn.de/50Jahrfeier.html

Ich kenn mich mit Herstellern nicht so aus, aber auf der gelinkten Seite stehen noch interessante Sachen....
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von Zottel »

Also hat Fendt mal eigene Raupen gebaut? Ich dachte im ersten Moment, dass sich da jemand was aus nem alten Traktor und vllt Teilen eines Ratrak zusammengebastelt hat ;)
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münchner
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von münchner »

Danke für den Bericht, nach dem Besuch im Sommer muss ich da auch unbedingt mal im Winter hin.

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thun
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von thun »

Die DSB müsste eine Heuss sein, oder?
Dürfte ziemlich baugleich mit den Nesselwanger Anlagen sein.

Sehr schöner Bericht, im Übrigen!
Yeti01
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von Yeti01 »

Da läuft sogar mir das Wasser im Mund zuammen!
Merci für den Bericht.

Übrigens, ich habe eher das Gefühl, daß diese kleinen, gemütlichen Gebietle in den nächsten Jahren eine Renesance (wie schreibt man das?) erleben werden, da viele Schifahrer dieser großen Massenschianstalten überdrüssig werden - ich höre immer wieder mal den Satz

Back to the Roots!! :bindafür:

Ich besuche gerne mal so ein kleines feines Paradies!!
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vovo
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Jahren

Beitrag von vovo »

So, noch ein paar Videos vom Skigebiet:

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Dieseltom
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Ja

Beitrag von Dieseltom »

Die DSB HÖRNLEBAHN ist ein Lizenzbau nach WOLF & SWITZENY ,Wien. Sie ist damit die letzte nach Wolf und Switzeny in Europa. Die Schwenksitze sind von Ing.RIEGER entwickelt worden. Aus der Heimseite der Hörnlebahn : HISTORISCHES
Geschichte der Hörnle Schwebebahn
Aufs Hörnle schweben - ein Traum wurde Wirklichkeit
Und so fing's an ... ein Blick zurück1953/54
Die Bundesrepublik Deutschland ... nach einer schrecklichen Notzeit - die Menschen leisteten sich wieder Kuren und Sport.
Der Freistaat Bayern ... förderte den Fremdenverkehr.
Bad Kohlgrub ... vorwärtsblickende Bürger und Gemeinderäte versuchen Weichen zu stellen für die Zukunft als Kurort - als Fremdenverkehrsort.
Das Hörnle, der Bad Kohlgruber Hausberg. Ziel vieler Wintersportler aus dem Oberland, aus München - aus Augsburg ...
Sehnsucht vieler Kurgäste, die Schwierigkeiten hatten, zu Fuß diesen herrlichen Aussichtsberg mit seiner guten Luft, seinen Wäldern und Almen zu ersteigen.
Der Plan: Auf's Hörnle eine Schwebebahn zu bauen, die sowohl gehbehinderten Kurgästen, als auch Skisportlern und Wanderern eine kräftesparende Aufstiegshilfe sein kann.
Die Probleme: Woher das Geld dafür nehmen?
Die Lösung: Bürger, der Kur- und Verkehrsverein und die Gemeinde legten Mark um Mark zusammen und gründeten eine GmbH.


Eine Schwebebahn mit hoher stündlicher Beförderungsleistung und bequemer, sicherer Zu- und Aussteigmöglichkeit für ältere und gehbehinderte Menschen.
Die Lösung: Schwenkdoppelsitze - eine Konzeption von Dipl.-Ing. Rieger. Drei Bahnen gab es weltweit schon (Pfronten, Sarajewo, Squaw Valley).

Und das waren die Männer die nicht locker ließen und die Bahn zustande brachten:
Hans Reiner, damaliger Bürgermeister der Gemeinde Bad Kohlgrub (sitzend), Otto Brda (2. v.l.) und Felix Schwarz als Bauleiter.
Vom Kur- und Verkehrsverein:
Eduard Schlichting (rechts), Dr. Leonhard Kopp und Georg Wimmer.
Interessante Zahlen aus der Bauzeit
Baubeginn: 04.08.1953
Betriebseröffnung: 01.04.1954
Zahl der am Bau beteiligten Arbeiter: 15
Stundenlohn: DM 1,54
Und das waren damals die Preise für:
1 Wecken Brot DM 0,65 1 Maß Bier DM 0,89,
1 Breze DM 0,07, 1 VW DM 3.480,-
Tägliche Arbeitszeit: 12 - 14 Stunden, beim Betonieren manchmal 39 Stunden in einem Stück.
Gesamtkosten DM 348.000,-.
Ein Einfamilienhaus kostete damals ca. DM 24.000,- plus Grundstück 1 qm DM 10,-.
Aus dem gemeindlichen Haushalt 1953/54 stellte die Gemeinde DM 10.500,- zur Verfügung. DM 100.000,- wurden über Bankdarlehen finanziert. Der Rest wurde durch Einlagen des Kur- und Verkehrsvereins und zahlreicher Bürger bestritten.
Interessante Zahlen aus dem Betrieb der Bahn
Länge: 2000 m
Höhenunterschied: 500 m
Zahl der Stützen: 20
Stündl. Beförderungskapazität: 400
Zahl der Doppelsessel: 100
Antrieb: Elektromotor mit 100 PS,
ab 1980 mit 140 PS
Fahrpreis 1954: Berg- und Talfahrt DM 3,-

Die Sicherheit - ein Markenzeichen der Hörnle-Schwebebahn. Tägliche Inspektionen durch das Liftpersonal; je zweimal jährlich Revisions­untersuchungen durch den TÜV, bzw. Oberbergamt München - die stets auf den guten Zustand der Bahn hinwiesen. Frühjahr und Herbst Bergungs­übungen durch die Bergwacht Bad Kohlgrub, in Zusammenarbeit mit der SAR Hubschrauberstaffel des Lufttransport­geschwaders 61 bei der Bundeswehr in Penzing.
Ein bahnspezifisches Rettungsgerät wurde 1958 durch den damaligen Betriebsleiter Otto Brda in Zusammenarbeit mit Eduard Schlichting und Ernst Neser entwickelt.
Technische Verbesserungen
1979 Einbau eines stufenlosen Antriebs: DM 349.000,-, damit konnten vor allem gehbehinderte Menschen mühelos und noch sicherer die Bahn benützen.
Die Schwebebahn war vor allem in den Wintermonaten ein Anziehungspunkt für viele Skifahrer. Es ergaben sich oft längere Wartezeiten an der Talstation. Abhilfe konnte nur durch zusätzliche Lifte geschaffen werden.

Die Hörnle-Schwebebahn bekam Kinder


1966 Stockhang-Schlepplift
Länge: 400 m
Höhenunterschied: 100 m
Zahl der Doppelbügel: 30
Stündl. Beförderungsleistung: 900
Kosten: DM 130.000,-


1973 Tannenbankerl-Schlepplift
Ein ideales Übungsgelände für
Anfänger.
Länge: 700 m
Höhenunterschied: 100 m
Zahl der Doppelbügel: 62
Stündl. Beförderungsleistung: 900
Kosten: DM 250.000,-

Pistenpflege
In den ersten Jahren besorgten die Pistenpflege Mitglieder des SC Bad Kohlgrub und Schulklassen durch „Eintreten". Dafür gab's begehrte Freikarten. Seit 1968 steht eine Pistenraupe (Fabrikat „Leitner" - 250 PS - 4 m breit) zur Verfügung. Erfahrene Liftangestellte sind oft schon während der Nacht unterwegs, um die Abfahrtsstrecken zu präparieren.
Dank an die Bürger - Die Hörnle-Schwebebahn verdankt ihre Entstehung und ihren reibungslosen Betrieb vielen engagierten, verständigen und hilfsbereiten Bürgern: den jeweiligen Bürgermeistern mit ihren Gemeinderäten, den Grundstücksbesitzern, dem Liftpersonal, den Bergwachtlern der Bergwachtbereitschaft Bad Kohlgrub, den Genehmigungsbehörden des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, dem Freistaat Bayern (Wirtschaftsministerium), dem Oberbergamt München, dem Technischen Überwachungsverein.


Für das Wohl der Gäste sorgten die jeweiligen Hüttenwirte der Hörnle-Hütte des Deutschen Alpenvereins, Sektion Starnberg.



Text: Rudolf Schnell, Bad Kohlgrub


Ich werde deshalb wohl meinen geplanten Glungezerausflug Ostersonntag hintanstellen und aufs Hörnle fahren.....obwohls schwerfällt.....die Swobodawelt auf dem Glungezer gibt steinstark was her.....

Greets Tom :ja: :ja: ;D
Wer die Natur liebt und die Berge muss dieselben respektieren mit allen ihren Eigenheiten.
Absoluter Liebhaber von WOLF& SWITZENY , WIEN , HÖLZL - LANA Anlagen ; STEURER ESL und WITO Anlagen samt ihren einzigartigen Gehängen.

WEGE SIND DA UM GEGANGEN ZU WERDEN - Franz KAFKA

HERZBULLIALMBAHNER mit Leib und Seele!
WER FRÄGT SCHEINT UNWISSEND -WER ES NICHT THUT - BLEIBT ES ! Johann Wolfgang v.GOETHE
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intermezzo
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Ja

Beitrag von intermezzo »

vovo hat geschrieben:Am Samstag, den 23.01.2010 musste ich in Anbetracht der positiven Wettermeldungen unbedingt zum Skifahren.
Wenn auch reichlich verspätet:

Für mich der Spruch des Jahres! Okay, werden jetzt nicht viele verstehen, aber ich finde den Spruch grosses Kino.

Ansonsten wie meistens von Dir ein wiederum überaus cooler Bericht von Dir von einer noch cooleren Destination!
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vovo
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Re: Hörnlebahn Bad Kohlgrub 23.01.10-Skifahren wie vor 40 Ja

Beitrag von vovo »

Da fährt man oft ewig weit in die Berge hinein, dabei gibt es diese tollen Kleingebiete in unmittelbarer Nähe zur Landeshauptstadt... Diesen Winter habe ich es leider nicht geschafft, aber noch ist er ja nicht vorüber, denn draußen schneit es wie verrückt.

Hier noch ein qualitativ besseres Video der Hörnlebahn vom Oktober 2012:
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Am Breitenberg in Pfronten gab es eine gleiche Bahn, nur kürzer und mit langweiligerer Trasse.
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