Mitterfirmiansreut ist das einzige Skigebiet in der Umgebung, dessen Lifte direkt in der Ortschaft starten. Entlang der Durchgangsstraße säumen sich einige Pensionen, Gasthäuser und ein Hotel. An die Straße grenzen mehrere Parkplätze an, von denen aus man die oberhalb und unterhalb des Dorfes gelegenen Lifte und Pisten erreichen kann. Insgesamt besitzt das Gebiet durchaus einen gewissen Charme.
Die Mitterdorfer sind recht investitionsfreudig. Die Schlepper wirken alle relativ neu, vor einigen Jahren leistete man sich sogar eine Sesselbahn als Schleppliftersatz. Die Hälfte der Pisten ist zudem beschneibar. Die Komplettbeschneiung folgt demnächst. An der neu errichteten (und gelungenen) Zentralkasse erhielt ich meine Zweistundenkarte mittlerweile wie selbstverständlich auf KeyCard. Seit heuer wird an den Liften ausschließlich das Skidata-Freemotion-System eingesetzt.
Wetter/Temperatur:
zunächst Sonne pur, später bedeckt bei -5°C
Schneehöhe (lt. Homepage):
50cm (auf der Sonnenseite deutlich weniger!)
Schnee:
griffig und leicht aufgefirnt
Lifte/Pisten:
alles offen
Hier habe ich nicht vergessen den Pistenplan zu fotografieren
Eigentlich sind mit Ausnahme der Piste am Kißlingerlift alle Abfahrten blau. Man könnte durchaus soweit gehen und das Skigebiet als ein einziges großes Skischulgelände bezeichnen. Für zwei Stunden ist Gebiet aber trotzdem interessant genug.
Gestartet war ich am Kleinen Almberglift. Die erste Fahrt führte mich dann direkt zur Almbergsesselbahn.
Knapp 1,3km ist die Piste an der Almbergsesselbahn lang. Durch das konstante Gefälle kommt man ordentlich in Schwung! Zum Carven optimal.
Talstation "Modell rustikal"
Hier knallt die Sonne voll auf die Piste. Entsprechend dürftig ist die Naturschneelage auf der linken Seite.
Die Bahn stammt von Girak/Garaventa. Die Sitzflächen sind komplett aus Gummi. Überraschend bequem und auch warm.
Die Piste am Almwiesenlift.
Die "Alpe" von "unten" gesehen.
Der Almwiesenlift besitzt eine Kurve. Wieso? Keine Ahnung. Am Gelände kann es nicht liegen.
Hinter der Talstation liegt der Junior-Ski-Zirkus. Eigentlich könnte man das ganze Gebiet so nennen
Jetzt sollte es weiter zum Kirchenlift gehen. Dabei quert man den Rücklauf des Almwiesenlifts. Wie man sieht, könnte die Schleppspur problemlos hier raufkommen.
Einer dieser tollen Ziiiiiieeeeehhhhweeeeege.
Nach a bissl Schieberei steht man auf der Piste des ultrakurzen Kirchenlifts. Der Hang endet quasi direkt vor der Kirchenpforte. Zwischen Kirche und Lift beginnt der Fußweg zum Kißlingerlift.
Was bietet der Hang? Einen Lift, eine Schneilanze und Flutlicht
Der erste Höhenzug im Hintergrund gehört bereits zu Tschechien. Wir sind keine 500m von der Grenze entfernt.
Nach ein paar Minuten Fußmarsch und der Überquerung der Straße erreicht man den Kißlingerlift. In ein paar Jahren wird ein Wieli die beiden Lift verbinden.
Mein (fast) privater Lift für einige schöne Fahrten.
Nach einer letzten Fahrt mit dem Kißlingerlift, dem Fußmarsch zurück zum Kirchenlift, der Liftfahrt und einiger Schieberei kommt man zurück zum Kleinen Almberglift (die "Piste" fällt in meine Richtung ab!)
Abschließend reichte die Zeit noch für ein paar Fahrten mit dem Kleinen Almberglift, der ebenfalls eine Kurve besitzt und direkt neben dem Almwiesenlift endet.
Für (Wieder-)Einsteiger ein schönes Gebiet, für den fortgeschrittenen Skifahrer gibt es immerhin die Piste am Kißlingerlift und auch die Abfahrt an der Almbergsesselbahn hat ihren Reiz. Trotzdem wird es wohl mein einziger Besuch in Mitterfirmiansreut gewesen sein.