Die geplante Tour:
Vom PP der Ehrwalder Almbahn über den „Hohen Gang“ und Seebensee zur Coburger Hütte. Weiter übers Tajatörl durch das Brendlkar (Ganghofer Steig) und dann über den Immensteig retour nach Ehrwald. Eine schöne lange Tour mit grandiosen Panoramablicken.
Durch Zufall erfuhr ich unterwegs durch einen einheimischen Bergführer, dass der Immensteig gerade gesperrt wird. Also nahm ich dann den Umweg übers Skigebiet der Ehrwalder Alm mit in den Retourenweg auf.
Parkplatz TS Ehrwalder Almbahn. Durch die Wand dahinter zieht sich linksseitig der „Hohe Gang“
Stationsausfahrt Ehrwalder Almbahn
Kurzer Seitenblick zum Skigebiet Lermoos Grubigstein
Wegweiser. Immensteig leider gesperrt wie sich unterwegs rausstellen sollte daher Abstieg über die Alm
Flach geht’s zunächst übers Almidyll dahin
Steiler werdend in Kehren durch den angenehm schattigen Wald.
Weiter über dieses Geröllfeld
Höher geht´s in abwechslungsreicher, leichter Kraxelei.
Angekommen an der „Coburger Rast“, zeigt sich die Zugspitze bzw. dass Wettersteinmassiv von seiner wohl imposantesten Seite. Die Österreicher haben halt die schönere Seite abbekommen
Bergstation DSB „Neue Welt“ im Zoom.
Blick hinunter in den Ehrwalder Kessel. Hinten grüßt der „König der Ammergauer Alpen“, der Daniel.
Nachdem man den höchsten Punkt des „Hohen Ganges“ passiert hat, endet das felsige Gelände abrupt und man geht leicht bergab durch lichten Bergwald und Wiesen zum Seebensee.
Seebenalm
Blick hoch zur Ehrwalder Sonnenspitze (2417m)
Doch eindeutig dominiert dieser Berg das Panorama
Angekommen am kristallklaren Seebensee. Auf dem grünen Sattel links der Bildmitte das nächste Zwischenziel, die Coburger Hütte.
Verlockend, bei diesen Temperaturen
Wohl das Ehrwalder Postkartenmotiv schlechthin: Seebensee und Wettersteinmassiv
Fast schon kitschig
Coburger Hütte
„Terrasse mit Bergblick“ würde wohl im Katalog stehen.
Blick von der Coburger Hütte in die andere Richtung hinunter zum Drachensee
Hinterer Tajakopf und in der Bildmitte der Übergang zum Brendlkar, das „Tajatörl“ (die tiefste Stelle des Sattels, 2259m). Die Tajakopfüberschreitung habe ich mir bei der Hitze geschenkt. Wären dann noch mal ca.300 Hm extra gewesen.
Drachensee, Coburger Hütte, Ehrwalder Sonnenspitze
Auf dem Anstieg zum Tajatörl wurde noch das Geheimnis von Stonehenge gelüftet
Zwischenzeitlich dachte ich, mir kommt die Ameisenarmee aus Biene Maja entgegen
Stellte sich aber als geführte Gruppenwanderung heraus. Auf dem weiteren Weg durch das Brendlkar kamen mir dann aber höchstens noch vier Leute entgegen. Eher verwunderlich, bei diesem Traumwetter.
Weiterer Wegverlauf zum Tajatörl. Endlich was zum Abkühlen
Das Tajatörl. Das Steinmandl markiert den Übergang ins Brendlkar. (Hier jedoch der Blick zurück)
Blick auf den weiteren Wegverlauf durchs geröllige Brendlkar. Das Wetter wurde schlechter. Es zogen Wolken auf
Im Zoom der verbaute Zugspitzgipfel.
Kurze Firnabfahrt auf Schuhsohlen
Abschmelzender Restschnee löste immer wieder kleinere Steinschläge aus dieser Wand aus. Hab dann doch zugesehen, dass ich zügig weiterkomme.
Am Ende des Kars erreicht man dann den kleinen glasklaren Brendlsee. Man kann sogar in der Mitte bis zum Grund sehen.
Nächstes Etappenziel; die Ehrwalder Alm
Fast da
Der Issental-„Flitzer“
SL Klämmli. Die „schönen Gehänge“ sind in der Sommerpause.
Skischul-Übungsgelände im „Sommerbetrieb“
Nach fast 8 Stunden Tour leistete ich mir dann auf der Alm das wohlverdiente Feierabend-Radler. Da – wie oben schon angesprochen – der Immensteig gesperrt wurde und ich keine Lust hatte noch kilometerweit über Forststraßen zu hatschen, gönnte ich mir die Fahrt hiermit.
Es war gut heiss in den Kabinen
Der ebenfalls gehängelose SL- Hochbrand.
Ganghoferexpress ebenfalls im Sommerschlaf
Tourfacts:
2300 Höhenmeter in ca. 7h zzgl. etwa 1h Pause. Die Tour ist lang jedoch bestimmt auch flotter zu machen. Aber ein Tag wie dieser lädt halt doch öfter zum innehalten und verweilen ein.
Da die Ehrwalder Alm für viele berginteressierte aufgrund der tollen landschaftlichen Lage etwas zu bieten hat, ist man dort natürlich nicht alleine. Die Tour zum Seebensee sowie das ganze Gaistal ist auch bei Mountainbikern natürlich kein Geheimtipp während im Brendlkar eine schon fast unheimliche Stille herrscht (Hab ich jedenfalls so empfunden) Der „Trubel“ lässt sich aber gut umgehen. indem man über den Immensteig absteigt und die Alm aussen vor lässt.
Interessant finde ich es immer wieder. Skigebiete auch im Sommer zu besuchen. Man bekommt irgendwie einen ganz anderen Eindruck vom Gelände.