1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

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miki
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1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von miki »

Dem aufmerksamen Leser des News - Topic wird es bestimmt bereits aufgefallen sein, dass Mausi und ich die vergangene Woche in Osttirol verbracht haben. Unser Quartier haben wir, wie bereits im Vorjahr, wieder im malerisch gelegenen Kals ausgesucht. Eine Woche Wanderurlaub in den Alpen hatten wir schon die ganze Zeit geplant gehabt, wann genau wir das machen, wurde kurzfristig entschieden. Leider hatte ich eine Woche vorher ein blödes Symposium (und die Woche davor vorher musste ich an der Präsentation arbeiten :evil: ), so konnten wir gerade an den zwei heissesten Wochen des Jahres nicht in die Berge fahren. Und nun, wo ich endlich Zeit hatte, soll das Wetter umschlagen? Ach was, wir fahren und schluss.

Am Donnestag habe ich noch im Haus Untermoa - dort wo wir schon letztes Jahr Mitte Juli 4 Tage verbrachten - angerufen, eine FeWo um 47 Euro/Tag hatten die noch frei, also gleich reserviert. Noch ein heisser Freitag in Maribor, noch eine Nacht mit laufender Klimaanlage :evil: , am Samstag in der Früh ging es los. Mit unserer Abfahrt und mit dem Regen :(. Im slowenischen Drautal und Unterkärnten regnete es noch bei etwas über 20 Grad, westlich von Klagenfurt wurde es trocken und in Lienz gab es sogar etwas Sonne bei +23. Für den ersten Tag habe ich was kurzes ohne Seilbahnbenutzung geplant, und zwar die Panoramastrasse auf den Hochstein und dann die leichte Tour zum 2521m hohen Bösen Weibele. Nach einer interessanten Auffahrt zum fast 2000 m hoch gelegenen Parkplatz (5 Euro Maut finde ich fair) dann draussen der Schock: nicht die +9 Aussentemperatur, darauf waren wir eingestellt und auch entsprechend bekleidet, sodern der stürmische NW - Wind.

Im Bereich wo wenigstens noch ein paar Bäume stehen ging es gerade noch ... :
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... und der Weg ist, wie man sehen kann, wirklich familientauglich:
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Wenn nur der Wind nicht wäre: selbst ich hatte Probleme geradeaus zu gehen und meine Maus wurde fast 'vom Winde verweht', deshalb haben wir und am 2057m hohen Gipfel des Hochstein entscheden, umzukehren :( . Schnell noch ein Foto nach NW zum heute unerreichtem Ziel:
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Und eins Richtung Osten, die Lienzer Dolomiten passen so gut auf jedes Foto:
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Ins Tal nach Lienz:
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Und dann war es Zeit für eine heisse Suppe (ja, Suppe - die die mich kennen wissen dass ich normalerweise von Anfang Juni bis Mitte September um eine heisse Suppe einen grossen Bogen mache :wink: ) im sehr sympatischen, modern gebauten Hochstein Haus:
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Nach der Stärkung machten wir wenigstens einen kleinen Rundweg zur Bergstation des Hochstein - Schleppers (3. Sektion):
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Den Rest des Tages verbrachten wir dann grossteils im Auto, was aber durchaus nicht uninteressant war: zuerst fuhren wir die 'Pustertaler Höhenstrasse', wo wir schon so oft unten an der Abzwiegung vorbeifuhren, aber uns niemals die Zeit genommen haben raufzufahren, Richtung Westen (sehr empfehlenswert, kaum zu glauben wo sich alles Leute schon von Jahrhunderten niedergelassen haben 8O ). Danach ging es ins Villgratental, ich wollte unbedingt das Dorf sehen welches sich zu schade ist um einen Anschluss ans Skigebiet zu bekommen :twisted: . Wirklich eine nette Ecke, dieses Innervillgraten, nur leider sehr sehr tot und ausgestorben. Ob da eine Seilbahn und Piste am Dorfanfang wirklich so wiel zerstören würden oder eher ein wenig Leben ins verschlafene Nest bringen, sei nun dahingestellt ...

Kirche in Kalkstein, auf fast 1700 m ganz im Talende:
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Zuletzt ging es noch von Ausservillgraten die schmale, mautfreie, asphaltierte Strasse hinauf zum Gasthof Thurntaler Rast, wo die aus dem news - Topic bekannten Fotos von der Talstation der neuen 6KSB entstanden. Danach fuhren wir endlich hinauf nach Kals, wo wir es uns bei kuscheligen 10 Grad in der schönen FeWo im Haus Untermoa bequem machten: http://www.untermoa.at/. Sehr empfehlenswert, modernes Haus mit nur 2 FeWos, freundliche Vermieter (nein, ich bekomme kein Rabatt von denen wenn ich da ein wenig Schleichwerbung mache :wink:), gute Lage - knapp 100m von der Talstation der 4SB - und nebenbei noch ein Schmusekater, der gerne mal eine offene Tür ausnützt und bei den Gästen vorbeischaut :P :
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Nichts aufregendes bisher, ich weiss. Aber der Urlaub hat ja erst begonnen. Und: schlafen unter einer Daunendecke, bei einstelliger Aussentemperatur und Fenster in Kippposition, schon das alleine war mir die Reise wert!

(to be continued ... )
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miki
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von miki »

Sonntag, 25. Juli. Nach einer seeehr erholsamen Nacht erst mal ein Blick in den Himmel: wie erwartet, Nordwestlage mit Wolken und Regen im Norden, Sonne im Süden. Kals, obwohl streng genommen im Süden, bekommt bei solchen Wetterlagen noch ein wenig vom Regen und Wolken ab, während das Wetter nur wenig südlich ganz anders ausschaut. Selbst von unserem Haus konnte man gut sehen, wie Richtung Lienz die Wolken immer weniger werden. Also nichts wie ins Auto und Richtung Sillian!

Das Wetter ist schon mal OK, die Temperatur knapp über 20 Grad, schnell an der Kassa die osttirolcard um 42 Euro / Person gekauft und rauf mit der 6er EUB:
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Perfekt gepflegter Rasen! Da werden Erinnerungen wach: ich war mit meinen Eltern vor mehr als 20 Jahren hier oben, einen Sommer nachdem das Skigebiet gebaut wurde. Und ihr könnt es mir glauben, es hat keinesfalls schön ausgesehen, ganz in Gegenteil. Also: bei frischen Baustellen abwarten und Tee trinken, mit fachgerechter Begrünung siht es in ein paar Jahren so aus:
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Zuerst folgten wir dem 'Thurntaler Rundweg' der am Südhang unterhalb des Gipfels Richtung Westen geht, die Blicke in die Dolomiten sind fantastisch:
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Von einem kleinen Sattel westlich vom Thurntaler marschierten wir dann in einem weiten Bogen von Süden zum 2436m hohen Grenzberg Hochrast, der bekanntlich schon seit Jahren Objekt der Begierde der familie Schultz ist:
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Die Dolomiten am Horizont:
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Langsam verfallende italienische Militäreinrichtungen wenige Meter jenseits der ungerechten Grenze:
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Aus der Nähe kaum erkennbar:
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Dolomiten - pano:
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Wieder am vorher genanntem Sattel *namevergessen* zwischen dem Thurntaler und dem Hochrast:
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Dass ich bei der Tour fleissig 'projektiert' habe, ist selbstverständlich. Erster Eindruck: die Geländekammer ist für eine Skigebietserweiterung einfach ideal, da brauch man kaum was zu sprengen oder gross modellieren, die Pisten kann man in Gelände fast schon sehen :wink: . Vor allem an der Hochrast - Seite kann ich mir ganz gut 3 - 4 Pisten mit etwa 400 m HU vorstellen, an der Thurntalerseite 1 - 2:
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Abstieg auf der Fahrstrasse entlang der Baustelle der neuen 6KSB ... :
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... an der Bergstation der 4KSB Aussevillgraten vorbei:
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Die Runde ist fertig, vor der Talfahrt gibt es auf der Terasse des Restaurants noch das verdiente Essen ... auf 2100m bei angenehmen Temperaturen schmeckt mir alles wesentlich besser als im Tal :wink: . Das Wetter - fast schon kitschig:
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Nachdem wir wieder im Tal waren, ging es weiter durch Innichen, wo es an der 4KSB und der Rodelbahn regen Betrieb gab:
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In Sexten haben wir dann (nach dem Besuch der nicht vorhandenen Baustelle der Verbindung zwischen Helm und Rotwand) noch einen Tiramisu und Latte Macchiato mit diesem wunderbaren Blick auf die Dolomiten genossen:
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Zoom:
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Damit war unser erster richtiger Urlaubstag erfolgreich zu Ende. Ein Kommentar muss aber noch folgen: klar, die osttiroler Urlaubsorte sind schön und romantisch, sonst würden wir nicht hinfahren. Aber Sexten hat uns noch einen Tick besser gefallen, vor allem wegen dem pulsierenden Leben am Nachmittag. Volle Cafes, Gasthäuser, Konditoreien, dazwischen flanierende italienische Touristen, ein Hauch des Südens mitten in den Bergen auf 1300m. Welch ein Unterschied zu Kals, wo es ganze 3 Gasthäuser gibt, und selbst die waren fast immer leer ... Kann gut sein, dass wir unsere Alpenwoche im Sommer 2011 in Sexten verbringen :wink: .
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Oliver199
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von Oliver199 »

Wiedermal ein sehr schöner Sommerbericht aus Osttirol.

Die Tour aufs Böse Weibele ist eine sehr nette kleine Wanderung mit schöner Aussicht auf den Lienzer Talkessel, doch kurz vor dem Gipfel wird es dann sogar ein wenig steil, soweit ich es in Erinnerung habe muss man über einen kleinen Felsen aufsteigen. Schade dass ihr diese Wanderung Witterungsbedingt nicht fortsetzen konntet.

Deine Beschreibung von Sexten würde meiner Meinung nach aber 1:1 auch auf Lienz zutreffen.

Seid ihr auch mal den Drauradweg gefahren? Sehr nett, man kann sich in Lienz am Bahnhof ein Rad ausborgen und dann ganz gemütlich Richtung Innichen rollen. Dort fährt man dann mit dem Zug wieder zurück nach Lienz. Diejenigen die weniger strampeln wollen können das natürlich auch umgekehrt machen.

Ich hoffe du setzt deinen Bericht hier noch fort, oder war's das schon?
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Volker_Racho
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von Volker_Racho »

Oliver199 hat geschrieben:Diejenigen die weniger strampeln wollen können das natürlich auch umgekehrt machen.
Hehe, erwischt... ein wirklich toll zu fahrender superschöner Radweg, bin damals irgendwo aus dem hintersten Villgratental abgefahren bis nach Lienz - zugegebenermaßen keine sportliche Herausforderung ;)
Danke Miki auf jeden Fall für den schönen Bericht aus der Urlaubsregion meiner Jugend... da werden Erinnerungen wach. Wenn jetzt noch Bilder von der Erklimmung des weltberühmten Goggsteigs kommen ist der Bericht perfekt ;)
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miki
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von miki »

Klar gehts weiter, eben in meinem Tempo :wink: (wie ich vor kurzem bereits geschrieben habe: je heisser draussen, desto schneller kommen die Berichte, weil ich dann eh zu Hause mit laufender Klimaanlage sitze - derzeit ist es aber nicht der Fall).
Deine Beschreibung von Sexten würde meiner Meinung nach aber 1:1 auch auf Lienz zutreffen.
Definitiv, sehr nette Stadt mit pusierendem Leben und leicht südländischem Flair, wir waren in der Woche auch dreimal am Nachmittag/Abend in der lienzer Altstadt, es war eine wilkommene Abwechslung zum fast schon zu ruhigen Kals. Nur: im Juli würde ich niemals ein Zimmer oder FeWo in Lienz buchen, ich suche im Sommer bekanntlich möglichst hoch gelegene und kühle Orte, und da ist Kals doch wesentlich geeigneter. Die Vorwoche war ja für Ende Juli untypisch kühl, trotzdem hatte es in Lienz an Nachmittagen so um +25, das ist mir bereits grenzwertig - Kals war immer 7 odr 8 Grad kühler, zum Schlafen und Wandern also ideal :P (OK, dafür konnte man in Lienz besser draussen sitzen und Bier triken, in Kals am Abend draussen zu sitzen war in der Woche kaum möglich - und wenn ich das sage ...).

Nun aber zu unserem dritten Urlaubstag, Montag, 26. Juli. Noch immer Nordwestlage, dichte Wolken mit kurzen sonnigen Lücken über Kals, aber wenigstens trocken. Richtung Süden sonniger, aber wir hatten keine Lust auf eine Autofahrt, also versuchen wir es trotzdem in Kals:
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Blick von der Bergstation ins matreier Skigebiet:
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Zuerst geht es über die im Vorjahr gebaute und eher schlecht begrünte Piste runter in den Sattel, der Wanderweg ist serpentinenartig in die Piste gebaut worden:
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Ideale Temperaturen hier am Kals - matreier Törlhaus auf 2200m, und es soll heute noch 400 HM höher gegen :mrgreen: :
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Eigentlich stand unser Ziel nicht fest, wir haben wetterabhängig improvisiert. Ein paar Regenschauer haben uns zum Glück verfehlt bzw. es fielen nur ein paar Tropfen, trotzdem gingen wir am kürzesten Weg (breit und gut ausgebaut) zum knapp 1 Stunde entfernten Bergresturant Blauspitz unter dem gleichnamigen Gipfel:
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Da das Wetter sogar eine Spur besser wurde, haben wir und dann entscheiden, die Tour bis auf den 2575m hohen Blauspitz zu verlängern, und zwar 'rechts herum' am Speicherteich vorbei. Blick gegen Norden:
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Die vergletscherten 3000er wollen sich noch nicht richtig zeigen:
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Zwischen unergiebigen Schneeschauern (!) erreichten wir von Norden her den Gipfel, wo es unerwartet fast windstill war, ohne Niederschlag und sogar kurzzeitig sonnig. Die Tiefblicke vom Gipfel sind wirklich genial, und obwohl mein Hauptinteresse dem Speicher gewidmet war, fand ich doch genug Zeit um ein paar Fotos runter nach Kals zu machen:
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Im Zoom ist sogar das Haus unserer Vermieter zu erkennen, genau hinter dem Baukran liegt Untermoa (der Kran steht übrigens bei den Nachbarn, die machen einen Ersatzbau für ihr altes Wohnhaus):
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Dieses Foto, aufgenommen nach Süden, zeigt die Bergstation der 8EUB aus Kals sowie den Grossteil unseres Weges (mitten durch die sonnseitig gelegene Wiesen):
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Um nicht den selben Weg zurück gehen zu müssen, haben wir den Abstieg über den Blauen Knopf (der soger 20 m höher ist als der Blauspitz, aber bei weitem nicht so markant) und die Kalser Höhe, also am Grat entlang gemacht. Nur am felsigen Blauspitz kommt etwas Hochgebirgsfeeling auf, 90% des Weges sind ganz sanfte Almwiesen:
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Am Ende der Tour kam die Sonne endlich durch:
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Seine Majestät:
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Wieder am Kals - matreier Haus angekommen, waren wir natürlich zu faul un die 200 HM hinauf zur Bergstation der 8EUB zu gehen (warum auch ?), dann doch lieber 200 HM runter zur Mittelstation:
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Und wie so oft, gab es dann am Ende des Tages das beste Wetter:
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So, ein weiterer idealer Tag war hinter uns. Wir hatten das Thema schon im (anti)hitze Thread, aber hier ist nochmals der Beweis: selbst für Wanderungen zwischen 2000 und 2600m braucht man kein 'ideales hochsommerliches Wetter mit straaahlendem Sonnenschein', auch bei wolkigem Himmel mit gelegentlichem leichtem Niederschlag kann man wunderbar wandern, ohne auch nur einen Schweisstropfen zu vergiessen!
Zuletzt geändert von miki am 06.08.2010 - 08:37, insgesamt 1-mal geändert.
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miki
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von miki »

Am Dienstag, dem 27. Juli, zeigte sich der Himmel am Morgen noch eine Spur grauer als an dem beiden Vortagen, ausserdem war es diesmal auch Richtung Süden nicht weniger grau. Trotzdem fuhren wir nach einem guten Frühstück gut gelaunt ins Defereggental mit dem Ziel St. Jakob. Zwei Berge sind von der Bergstation der 3SB bequem zu erreichen, zum einen der 2811m hohe Leppleskofel mit mickrigen 1,5 Stunden Aufstieg, zum zweiten der 2946m hohe Deggenhorn, mit 3 Stunden angegeben. Welchen von den beiden wir dann letztendlich besteigen, wird an Ort und Stelle entschieden :wink: .

Dass ich an dem Tag noch fotofauler war als sonst, hat einen guten Grund: das Wetter! Mix aus Wolken und Nebel, dazwischen kurze Schauer. Beim ersten waren wir noch in der EUB, der zweite hat uns dann auf den Sesseln der langsamen 3SB erwischt :cry: :
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Nach der Auffahrt waren wir so gefroren, dass wir zuerst im Restaurant einen Tee trinken mussten. Wenigstens hat es in der Zwischenzeit ein wenig aufgehellt, der Leppleskofel ist hinter der Bergstation der 6KSB zu sehen:
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Ich war noch ein wenig unentschlossen - die längere Tour kam eh nicht mehr in Frage, selbst die kürzere erschien mir fraglich. Aber meine Mausi, die war entschlossen: probieren wir es doch, umdrehen kann man immer noch.

Eineinhalb Stunden - und drei Schneeschauer - später stehen wir auf gut 2800m:
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Die Sicht war bei dem Wetter nicht gerade grossartig, aber runter zur Bergstation 3SB (und Baustelle Speicher :wink: ) sowie ins Tal konnte man doch sehen. Von Norden her kommen weiter Schauer:
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Ziel für unseren nächsten Osttirol - Urlaub: Deggenhorn, 2946 m. An dem Tag wäre es dort auch nicht besser gewesen als am Leppleskofel ... :
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Echt oder Fake? Naja, echt schon, aber im Steingarten neben dem Restaurant gepflanzt:
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Nette Tiefblicke ins Defereggental:
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Again: bei der Talfahrt gab es dann zum ersten Mal Sonne :? :
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Sodele, zwar nicht ganz nach Plan, aber OK war auch dieser Tag. Immerhin 500 m HU und insgesamt 3 Stunden gelaufen. Da es noch zu früh war um in die FeWo zu fahren, haben wir noch das schloss bruck bei Lienz besucht, Eintritt ebenfalls in der Osttirol Card inbegriffen. Die Kunstsammlung ist zwar nicht so ganz meine Sache, die Burganlage selbst sowie die Fledermaus - Ausstellung schon eher:
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Nach einem gemtlichen und lauwarmen Tagesabschluss in Lienz (kaum zu glauben dass ich mir wenige Stunden zuvor auf der 3SB fast den Ar*** abgefroren hätte) ging es dan wieder hinauf, ins kühle, wolkenverhangene, aber trotz allem wunderschöne Kalser Tal.

(es geht weiter - der nächste Bericht wird wieder interessanter und bei tollem Wetter gabs wesentlich mehr Fotos, versprochen!)
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von starli2 »

Wie heißt das "Edelweiß" eigentlich bei auf Slowenisch? Mir gefällt ja der italienische (oder ist's der lateinische?) Name wesentlich besser als der deutsche: "Stella Alpina" (übersetzt wäre das wohl "Alpenstern")
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miki
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von miki »

@starli: die Blume heisst Planika, das Wort bedeutet an sich nichts, ist aber im Zusammenhang mit den Bergen bzw. Almen (Planina = die Alm, in Umgangssprache oft auch der Berg). Also weder Edelweiss noch Alpenstern :? .

So, nach 3 Tagen Internetausfall nach dem Gewitter von Sonntagabend :evil: kann ich den Bericht weiterschreiben, es ist Mittwoch, der 28. Juli. Das Wetter sollte an dem Tag trocken bleiben, mit viel Sonne am Vormittag und aufziehenden Wolken am Nachmittag. Unser Ziel: Schleinitz, 2905m, nordwestlich vom Zettersfeld, Aufstieg zwischen 3 und 3.5 Stunden.

Also zuerst mit der 4EUB und anschliessend mit der 4KSB hinauf auf 2200m:
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Hochstein, rechts das böse Weibele:
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Zu beginn geht der Weg ganz gemütlich über saftige Almwiesen, das Ziel ist die ganze Zeit vor den Augen:
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Guter alter SCHL Schoberköpfl:
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Die erste Stunde oder so geht man ganz flach am Südhang entlang und macht dabei nur wenige HM, hier der Blick zurück:
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Ab etwa 2500m wird es dann steiler:
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Der Weg verläuft oft sehr zeitraubend über grosse Felsblöcke, an ein oder zwei Stellen muss man auch ganz leicht klettern, man schafft es aber mit einer freien Hand und Stöcken in der anderen (zusammenklappen macht wenig Sinn, weiter oben braucht man die Stöcke eh wieder :wink:):
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Gutes Gefühl, wenn man zurückschaut und weiss, dass man das alles schon hinter sich hat :wink: :
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Ein bescheidenens Schneefeld gab es auch noch:
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Geschafft!
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Es folgen die obligatorischen Gipfelfotos, Richtung NW zum Alkuser See:
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Richtung Osten zu den Neualpseen:
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Richtung SO zu unserem Ausgangspunkt:
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Zoom zu den Neualpseen ... :
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... und zum Zettersfeld:
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Was ist denn das?
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Genau, der Mölltaler Gletscher, sieht noch sehr ordentlich aus:
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Der Abstieg geht zuerst am selben Weg, etwa auf der Hälfte des Weges hat man dann zwei Möglichkeiten: zum einen den Südhang, wo wir aufgestiegen sind, oder an der Nordseite entlang der Neualpseen - selbstverständlich haben wir uns für die zweite Variante entschieden, ein Rundweg ist immer interessanter als am selben Weg hinauf und wieder runter. Interessante Blumen da im Feuchtgebiet:
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Bei der Bergstation der 4KSB waren wir fast eine Stunde vor Betriebsschluss, Zeit genug für ein gutes Essen mit dem Blick auf die von SW her aufziehende Wetterfront:
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Nun gehts wieder runter. Lob den Lienzer Bergbahnen: die Anlagen sind bis 17:00 oder 17:15 (EUB Zettersfeld) in Betrieb, mir ist das zwar immer noch etwas zu früh, aber immerhin besser als die anderen Liftgesellschaften die schon un 16:00 oder 16:30 Feierabend machen:
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Ein weiterer schöner Tag mit einer etwas anstrengenden, aber insgesamt netten Tour war damit hinter uns, es folgte ein gemütlicher Abend mit Bier am lienzer Hauptplatz und eine weitere Nacht im kühlen Kals. Nur die Wetterprognose für Donnerstag (viel Regen und das von der Früh weg), die bereitete ein wenig Sorgen ...
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von miki »

Donnerstag, 28. Juli. Wie bereits vorhergesagt, hängen schon von der Früh weg dicke graue Wolken über Kals, dazu ist es merklich milder als an den Vortagen - keine allzuguten Wetterzeichen also. Regen gibt es am Morgen noch keinen. Was tun? Ein paar Ideen hätte ich schon auf Lager: Wildpark Assling mit Sommerrodelbahn, oder DSB Obertilliach, oder wenn es ganz regnerisch sein sollte Schloss Anras. Oder alles zusammen? Sehn mer mal ...

Erste Station war Aslling, der kleine Ort an der Pusteraler Panoramastrasse. Hier oben, auf 1300m, gibt es neben einem geplegt aussehendem Gasthaus noch einen recht grossen Wildpark und zwei Schlepplifte:
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Der rechte, Lt. Karte etwa 1 km lang, erschliesst eine mittelschwere Piste, wobei ich nicht ganz sicher bin, ob es im Winter hier überhaupt noch Skibetrieb gibt oder nicht. Der kurze linke Schlepper erschliesst eine relativ kurze Sommerrodelbahn, System Brandauer, eine fahrt pro Tag ist in der Osttirol Card inklusive. Lt. der HP von Brandauer ist sie 550m lang und damit die kürzeste Brandauer - Sommerrodelbahn der Alpenrepublik, im slowenischen Bled gibt es hingegen noch eine um 30m kürzere.
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Die Auffahrt mit dem Schlepper war für mich was neues, bei allen mir bisher bekannten Sommerrodelbahnen (Maribor, Kranjska Gora, Klippitz, Turrach, Nassfeld) fährt man mit einer Sesselbahn oder Gondel hoch:
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Umlenkscheibe des Sommerrodelbahn - Schleppers und Stütze des längeren Liftes:
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Rodelbahn: nett, aber grenzwertig kurz. Bevor man richtig in Schwung kommt, ist man schon unten. Naja, als Abwechslung trotzdem OK:
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Mit Handypics (dazu bei wolkigem Himmel) vom Wildpark will ich hier keinen langweilen, generell eine nette Anlage mit dem klassischen Wildpark - Angebot, mein Favorit war (welch ein Wunder) ein junger Luchs, der am selben Tag wie unser kleiner Kater zur Welt kam, also zu dem Zeitpunkt knapp 3 Monate alt war.

Als wir dann mit dem Wildpark fertig waren und es entgegen aller Prognosen immer noch nicht Regnen wollte, fuhren wir weiter nach Obertilliach, die DSB war in Betrieb, es begann leicht zu tröpfeln:
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Eine Zeit lang haben wir uns noch überlegt, ob wir trotzdem rauffahren wollen oder nicht (ich war natürlich dafür, vor allem nachdem ich am Parkplatz das Matterial für die Beschneiung gesehen habe und folglich oben eine Baustelle vermutet habe :twisted: ), dann siegt doch die vernunft. Bzw. ich wollte keinen Familienstreit und habe nachgegeben. Gottseidank, weil 10 Minuten später hat es dann wie aus Kübeln geregnet, wir wären vermutlich nicht einmal mit der Bahn bis zur Bergstation trocken gekommen und runter ganz bestimmt nicht, der Regen dauerte nähmlich den ganzen Nachmittag und die ganze Nacht lang.


Am Heimweg besuchten wir dann noch das Schloss Anras, an sich sind solche kulturellen Einrichtungen zwar nicht ganz meine Sache, aber mei, wenn es schon regnet und der Besuch nix kostet :wink: . Und, soviel sei verraten, ganz uninteressant war es dann doch nicht:
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von moglrat »

miki hat geschrieben: Der rechte, Lt. Karte etwa 1 km lang, erschliesst eine mittelschwere Piste, wobei ich nicht ganz sicher bin, ob es im Winter hier überhaupt noch Skibetrieb gibt oder nicht.
Ja gibt es bei ausreichender Schneelage. Es gibt sogar eine zweite Piste die erst am Ende (etwa Bergstation Sommerrodelbahn) in die zweite Piste mündet.
Ansonsten, schöne Bilder und passende Texte aus/über meinem Heimatbezirk.
Deinen Vergleich von Sexten und Kals kann ich 100% bestätigen. Touristisch besteht nicht nur in Kals sondern in ganz Osttirol großer Nachholbedarf!
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maartenv84
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von maartenv84 »

moglrat hat geschrieben:Touristisch besteht nicht nur in Kals sondern in ganz Osttirol großer Nachholbedarf!
Da stimme ich dich zu. Im Winter und im Sommer.

Früher war Kals halt ein bergsteigerdorf. Aber bergsteiger gibt es halt immer weniger, oder die zelten irgendwo in der natur (parkplatz Lucknerhaus, oder auf dem Ködnitzkees/bei der Stüdlhütte). Und für einen familien urlaub in den Bergen hat Kals eindeutig zu wenig zu bieten im vergleich zu andere Orte.

Von der schleinitz aus gibt es interessante ausblicke. Aber richtung Norden (Schobergruppe) hast du keine Bilder gemacht?
Einmal war das Zettersfeld startpunkt von eine kleine Hüttentour in der Schobergruppe.
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miki
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von miki »

@molgrat: vielen Dank für die Erklärung zum Schlepper in Assling, klingt interessant.

@maarten: gerade nach Norden habe ich vom Schleinizt leider nicht fotografiert, ich hätte aber ein Foto in Richtung NW zu bieten. Leider habe ich Null Ahnung welche Gipfel da zu sehen sind, vorne könnte es die Rotspitze sein und dahinter evtl. einer der Gipfel um den Hochschober?
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Generell zum Tourismus in Osttirol: ich bin mir ja selbst nicht ganz sicher was ich mir für die Region wünsche, ein neues Ischgl oder Mayrhofen bestimmt nicht (ist auch nicht zu befürchten, so langsam wie sich die Situation entwickelt :twisted: ). Ein bisschen mehr darf es aber ruhig sein, sowohl im Sommer wie auch im Winter.

Nach der Mittagspause konnten wir es im Tal nicht mehr aushalten und fuhren mit der 8EUB zur Adlerlounge hinauf:
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Im Süden hinter der Bergstation der 6KSB Cimaross der markante Rotenkogel mit einem Hauch Neuschnee:
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Bekannter Blick nach Norden mit dem markanten Blauspitz. Unsere Tourenplanung an diesem wettermässig noch nicht ganz stabilen Tag war der Weg links am Blauspitz vorbei zum Hohen Tor (2477m) und dann runter über die Pahl - und Kehrer Alm zum Taurerwirt:
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Blick von unserem Weg zur angezuckerten Kendlspitze:
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Blauspitz einmal von der Nordseite:
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Diesen Abstiegsweg haben wir bereits im Vorjahr vom Blauspitz beobachtet und die Gegend sah wenigstes von oben sehr schön aus, sehen wir mal wie der Abstieg sein wird:
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So viel sei verraten: es war definitiv der schönste und romantischste Weg der ganzen Woche: zunächst über saftige Almwiesen an netten kleinen Almhütten vorbei, danach im lichten Lärchenwald und erst ganz unten durch dichten Fichtenwald geht es ins Tal, z. T. am Fahrweg, z. T über markierte Abkürzungen:
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Etwa eine halbe Stunde bevor wir unser erstes Ziel, das Hotel Taurer im Talschluss erreichten ... :
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... kamen wir an einer Aussichtsstelle der Extraklasse vorbei, man hat einen direkten Blick ins ganze Dorfertal. Leider wurde das Foto bei diffusem Licht nicht besonders gut :? :
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So, das war's mit den Fotos. Nach einem gutem Abendessen beim Taurer gingen wir dann noch den netten Weg am Kalser Bach hinunter zu unserer FeWo in Grossdorf, da war es aber leider schon zu dunkel um brauchbare Aufnahmen zu machen. Generell aber wieder eine sehr eindrucksvolle Tour, auch ohne einen richtigen Gipfel macht Bergwandern Spass :P !
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von Oliver199 »

Aah, eine sehr nette Wanderung!
Mal sehen, wenn es morgen wettermäßig halbwegs stabil wird, werde ich den Weg vielleicht mal nachgehen. Denn neben der heutigen Wanderung am Thurnthaler, einer Wanderung auf die Wangenitzseehütte und auf die Laserzwand fehlt noch irgendwie etwas um die Woche ganz zu füllen.
Wie immer alles in allem ein sehr netter Bericht von dir Miki, vielen dank dafür.

Grüße aus Osttirol
Oliver
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von Nuno »

Danke für die Bericht, da hast du sogar ein Pfad gefunden in Kals auf dem ich noch nicht war!

Zu Kals / Entwicklung; irgendwie bin ich da zweispaltig; ich mag es so wie es ist, zu hause ist es bei mir schon hektisch genug, das brauch ich nicht immer im Urlaub. Dazu, das was z.B. in Sexten gibt, kann man schon wegen die Lage von Kals vergessen (kein Durchgansgverkehr, kalteres Klima). Ein bisschen mehr darf es aber sicher sein, sonst wird es wirtschaftlich auch nicht reichen. Mir tut es leid für die Kalser, dass sie nicht mehr auf die Beine stellen (können?!?), weil sonst wird Schultz es einfach machen.

Freue mich schon auf weitere Bilder :-)
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von miki »

2 Wochen sind schon vergangen, seit wir wieder zu Hause sind? Höchste Zeit dass ich den Bericht zu Ende schreibe :oops: !

Samstag, der 31. Juli, letzter Urlaubstag. Eigentlich hätte die Vermieterin die FeWo noch einen Tag frei, ein paar Euro sind auch noch in der Tasche geblieben und die Wetterprognose ist gut ... aber leider, leider können wir nicht verlängern. Warum nicht, erzähle ich bei einer anderen Gelegenheit, hat was mit unseren Katzen zu tun :? ...

Endlich wieder bestes Tourenwetter: sonnig, kühl, tiefblauer Himmel, Nordwind. Allzu anstrengend sollte der letzte Tag nicht verlaufen, es steht noch die Heimfahrt am Programm. Aber mit der Gondel hinauf und zum 2762m hohen Rotenkogel, das sollte doch eher ein Spaziergang sein. Viel ist von der 'Tour' nicht zu erzählen, die ganze Zeit gehts eher leicht am Grat entlang Richtung Süden, nichts besonderes, aber sehr gute Aussicht. Vor allem an einem solchem Tag - ich lasse die Bilder sprechen:
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Hoffentlich stehen sie gut an Hang :wink: - wir müssen ja unter ihnen queren:
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Nach einer Gehzeit von gut einenhalb Stunden ist der Gipfel erreicht und Mausi ist gut gelaunt :). Bei dieser Gelegenheit: danke dass du mich erträgst, ich weiss es ist nicht immer einfach mit mir. Wenn ich so mit Bekannten oder Kollegen spreche, wird mir (immer wieder) bewusst, was ich da habe. Die meisten Frauen würden am liebsten den ganzen Sommer irgenwo am Strand liegen, und wenn drei Tropfen vom Himmel fallen tun sie so als wäre es der Weltuntergang - meine Mausi geht ohne zu jammern bei leichtem Schneefall auf eine Halbtagestour und am Abend plant sie schon munter wohin es denn am nächsten Tag gehen soll :P . Von all den Skitagen bei Regen oder Schneesturm ganz zu schweigen, diese 42 - kilo Maus ist bei Wind beständiger als ne Funitel :wink: (kein Spass, wir waren mal in VT so lange auf der Piste, bis sogar die letzte Funitel wegen Wind den Betrieb einstellen musste).
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Schluss nun mit Sentimentalität, schauen wir lieber ob sich in Matrei heuer was tut:
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Schaut nicht danach aus, muss auch nicht sein - schliesslich war hier jetzt 3 Jahre lang Baustelle, heuer kann es zur Abwechslung ruhig bleiben:
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Für maarten: das sollte die Schobergruppe sein, oder?
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Im Hochgebirge ziehen mal wieder ein paar Nebelschwaden herum, macht nichts, damit ist das Bild noch besser:
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Venedigergruppe. Schade dass aus dem geplanten Gletscherskigebiet nitchs gew ... nee, lassen wir das. Ihr wisst schon was ich bei diesem Blick bedauere :( ?
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So, das war's. Ein besseres Motiv für das Abschlussfoto dieses Berichtes konnte ich kaum finden, oder?
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von philipp23 »

Dann musst du deine Mausi doch auch mal dazu bringen, hier rein zu schauen, sonst liest sie deine netten Zeilen ja gar nicht ;-).

Vielen Dank für den schönen Bericht!

Das ist schon der Glockner, oder?
http://img43.imageshack.us/img43/5784/img4762h.jpg
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Sommer 2015: 24 x Bergsteigen .. u.a. 8x Tien Shan, 6x Koralpe, 3x Rätikon, 3x Watzmann, 2x Tennengebirge
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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von maartenv84 »

miki hat geschrieben:Für maarten: das sollte die Schobergruppe sein, oder?
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Stimmt. Die runde Kuppe in der linke Bildhälfte ist der Klein Schober. Hochschober sollte dann rechts daneben sein, ist allerdings nicht zu sehen.

@Phillipp: Ja das ist der Grossglockner.


@Miki: Geile Bilder sind das. Oben neuschnee unten grün dazu blauer Himmel. Hast du sehr gut erwischt.

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Re: 1 Woche Osttirol, 24. 7. - 31. 7. 2010

Beitrag von miki »

@Maarten: danke für die Erklärung zur Schobergruppe. Und die Bilder vom letzten Tag gefallen mir auch, es war eben einer der Tage wo alles stimmte: Sonne, frisch gewaschener Himmel, Neuschnee im Hochgebirge.

Nun, ich weiss, ich schrieb was vom Abschlussfoto, so war es geplant und so habe ich es auch gedacht als wir gegen 14 Uhr wieder in Kals waren (wo zu dem Zeitpunkt übrigens unser in der Sonne geparktes Auto 19 Grad angezeigt hat, was auch die höchste Temperatur der Woche in Kals war ... Hitzeflucht definitiv gelungen ;D ). Aber zum nach Hause fahren war es noch zu früh und gegessen haben wir auch noch nicht ... Moment mal, da gibt es doch ein nettes Restaurant gleich neben der Bergstation der 1. Sektion in Lienz und unser Heimweg führt eh dort vorbei. Also:
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Das Essen war gut - für unseren Geschmack zwar alles mit etwas zu viel Salz zubereitet, aber dass ist in 80% der österreichischen Gasthäuser, Restaurants und Hütten so :( . Und weil ein voller Magen zwar sehr ungerne läuft, aber absolut nichts gegen eine Liftfahrt hat, stiegen wir gegen 16 Uhr noch in die alte Wito - DSB der 2. Sektion, kann sein dass es meine letzte Fahrt mit ihr war - oder zumindest die letzte im Sommer:
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Idylle bei der Bergstation mit den Lienzer Dolomiten im Hintergrund:
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Ein besonderes Erlebnis mit genialer Aussicht ist immer wieder eine Talfahrt mit einem Sessellift, im Winter hat man ja kaum die Gelegenheit dazu :wink: und im Sommer gibt es auch immer weniger Sesselbahnen mit Sommerbetrieb, da die Hauptzubringerbahnen immer mehr als Kabinenbahnen gebaut werden. Aber das da kann keine Gondel bieten:
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Geradeaus das Zettersfeld, etwas links im Schatten unser Ziel vom 28. Juli:
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So, nun das endgültig letzte Foto, kurz vor 17 Uhr waren wir dann in der Gondel der neuen Schlossbergbahn. Osttirol, wir kommen ganz bestimmt wieder, im kommenden Winter ganz bestimmt und bald auch wieder im Sommer, wenn auch 2011 wahrscheinlich noch nicht, ich habe da soo viele Ideen und leider viel zu wenig Urlaub:
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