Wo also hin?
Ich entschied mich, mal zum Hirschberglift nach Kreuth zu fahren, den ich bereits im Sommer einmal besucht hatte. Der Schlepper bringt es immerhin auf ca. 1.100 m Länge und bedient eine ganz interessante Abfahrt. In dem „Skigebiet“ zwischen Kreuth und Tegernsee gibt es ansonsten nur 4 Seillifte, wovon 2 auch als Zubringer zum Hirschberglift dienen. (Meines Wissens nach das einzige Skigebiet mit einem Seillift als Zubringer!)
Zum Pistenplan:
http://www.hirschberglifte.de/
In Sachen LSAP: Zwischen dem „Übungslift“ unten links und der Talstation des Hirschberglifts fällt eine Lücke auf. Hier verlief früher mal im Wald ein weiterer Seillift, auf dessen Überreste ich bei meinem Sommerbesuch gestoßen bin:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 32&t=31817
(Siehe Bilder am Ende des Berichts)
Hirschberglift im Sommer:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 49&t=31833
Ich hatte mir am Samstag ne 4 Stundenkarte für 12 EUR gekauft und bis am frühen Nachmittag wieder zurückgefahren. Am Rückweg nach München habe ich noch die Sonnenbichllifte in Bad Wiessee mitgenommen, wo zwei kurze Schlepper einen netten Hang erschließen.
Doch nun erst mal die Hirschbergbilder:
In der Früh am Parkplatz. Vorne ist der Seillift zu sehen; die 1. Sektion auf dem Weg zum Hirschberglift.
Da hinten ist der „Übungslift“ zu sehen.
In der „2. Sektion“, einem weiteren Seillift
Hinter der Holzhütte liegt im Wald die Talstation des LSAP-Seillifts, der ca. 150 m zum Einstieg des Hirschberglifts hinaufführte.
Die Hauptabfahrt. Links sieht man eine Stütze des Hirschberglifts
Blick nach unten. Rechts ist am Bildrand der Einstiegsbereich des Hirschberglifts zu sehen. Träummodus an: Eine DSB vom Parkplatz (unterhalb des Walds auf der linken Seite) bis hier rauf. Täummodus aus.
Kaum noch zu sehen ist die Waldschneise, wo der kurze LSAP-Seillift hochkam. Im Sommer hab ich den auch nur wegen eines Fundaments mitten auf der Wiese (von der Bergstation) entdeckt.
Talstation des Hirschberg-SL
Der Antrieb
Fahrt mit dem Hirschbergschlepper
Blick zurück. In der Früh war noch nix los; später musste man aber höchstens zwei, drei Bügel warten, bis man hochfahren konnte. Hingegen staute es sich gegen Mittag an den Seilliften schon mehr, wo sich die ganzen Skikurse und Familien tummelten.
Hersteller ist Doppelm.
Schöne Trassierung durch den Wald.
Nach der Stütze befindet sich der Zwischenausstieg, an dem die Skikurskinder immer ausgestiegen sind. Zur Piste führt ein Ziehweg durch den Wald. Ich bin natürlich ganz hoch.
Hier wird’s steil
Ich stellte hier bereits fest: Allein wegen der SL-Auffahrt lohnt sich ein Besuch in diesem Kleinstskigebiet!
Das letzte Stück
Der letzte Moment vorm Bügelabwurf
Die Bergstation des Hirschberglifts
Hier hätte man noch eine 2. Sektion hinstellen können. Aber in diesem Gebiet wird wahrscheinlich gar nichts mehr gebaut. Höchstens vielleicht mal noch ein Tellerlift als Ersatz für einen der Seillifte.
Um zur Hauptabfahrt zu gelangen muss man erst mal durch den Wald durch
Hier geht’s los!
Ein Traum!
Später waren hier mehr Leute unterwegs, aber es hielt sich zumindest im oberen Teil in Grenzen.
Direkt neben dem Hirschberglift, der hinter den Fichten im Wald verläuft habe ich diese LSAP-Bergstation entdeckt. Scheinbar hat es hier mal einen zweiten Schlepplift gegeben, der den Hirschberglift auf dem unteren Drittel begleitet hat.
In dieser Schneise kam der Lift rauf.
Auf der alten Lifttrasse
Ob der Lift hier startete oder noch weiter ober die Piste ging, lässt sich im Winter nicht sagen. Bei meinem Sommerbesuch bin ich nicht bis hier her raufgegangen, drum habe ich nichts gesehen.
Wechsel nach Bad Wiessee: Sonnenbichllift I, 300m lang (wie der 2er oben), Hersteller müsse SEBA sein.
Antrieb des Sonnenbichllifts. Sieht recht neu aus. War vielleicht früher mal ein Diesellschlepper. Der Seba-Lift scheint schon recht alt zu sein, denn in meinem 1979er Skiatlas ist er schon drinnen.
Im Lift. Den Niederhalter am Einstag hab ich nicht drauf; der wurde vermutlich nachträglich eingebaut, denn die Portalstütze vorne trägt noch die Nummer 1. War vielleicht vor 30 Jahren noch ein Kurzbügler.
Blick zurück
Auch dieser Niederhalter – baugleich mit dem am Einstieg scheint nachträglich eingebaut worden zu sein, denn er sieht noch im Vergleich zu den uralten Portalstützen recht neu aus.
Am Schluss wird’s steil
Oben kommt der Ausstieg
Der Ausstieg von oben
Blick vom Ausstieg auf die von unten aus gesehen rechts vom Lift liegende Abfahrt mit dem Tegernsee im Hintergrund.
Die Piste auf der anderen Seite des unteren Schlepplifts
Wie man sieht war hier fast nix los, nur ein paar Russen pflugten den Berg runter.
Bergstation Sonnenbichllift I – auch sieh scheint recht neu zu sein. Vermutlich wurde Lift beim Bau der dahinter liegenden 2. Sektion verkürzt, weil jetzt zwischen Ausstieg und 2er Lift eine Piste verläuft. Im Hintergrund ist der Steilhang und links davon seine Umfahrung zu sehen, welche vom oberen Schlepplift bedient werden.
Der Sonnenbichllift II. Sehr steiler, kurzer Schlepper.
Antrieb des Sonnenbichllifts II, der glaube ich, erst in den späten 80ern gebaut wurde. In den alten Panoramen gibt es am Sonnenbichl jedenfalls nur einen Lift.
Jetzt wusste ich, warum die obere Piste menschenleer war!
Seitenblick, damit man sieht, wie steil es hier hoch geht
Und noch einige „Blick-zurück-Schnappschüsse“
Der weitere Verlauf
Die Bergstation
Blick vom Ausstieg
Der Steilhang von oben. Hier konnte man es vielleicht krachen lassen!
Also für drei Stunden kann man es hier schon aushalten
Die Umfahrung des oberen Steilhangs
Die „Hüttenvariante“
Auf der von unten aus rechts gelegenen Seite des Ier Lifts kann man ein paar waghalsige Varianten durch den Wald fahren.
Die menschenleere Piste vom Ier Lift aus gesehen.
Schade, dass der Prinzenruhelift weiter rechts vom Sonnenbichlgebiet abgetragen wurde; über einen Skiweg hätte man den bestimmt anbinden können. Der LSAP-Bucherhanglift verlief weiter südlich – also links vom Gebiet. Hier befindet sich aber ein Tal dazwischen und eine Anbindung wäre wahrscheinlich nicht so leicht möglich gewesen. Ich bin aber ortsfremd und kenne die Gegend nur von einem Wanderausflug anno 2007.