SCHLICK 2000 /27.11.10/ „Auf den Spuren der Kindheit“

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Pistencruiser
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SCHLICK 2000 /27.11.10/ „Auf den Spuren der Kindheit“

Beitrag von Pistencruiser »

1976, im unschuldigen Alter von 6 Jahren, haben mich meine Eltern zu ersten mal mit in den Skiurlaub geschleift. Es ging ins Stubaital nach Fulpmes mit seinem Hauskigebiet Schlick 2000. Fulpmes sollte dann auch für die nächsten 5 Jahre unser Familenurlaubsziel - im Sommer wie im Winter – bleiben. Da ich mit der Schlick sehr viele schöne Kindheitserinnerungen verbinde, bot es sich an, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und dem Gebiet nach nunmehr 30 Jahren mal wieder einen Besuch abzustatten. Eigentlich hatte ich dies für das nächste Jahr geplant. Dann las ich hier zufällig vom Pre-Opening und somit stand mein Entschluss fest: „Schnee und Rodel gut“ im Stubai, das Wetter sollte auch passen, also ab nach Fulpmes. Fulpmes hatte ich bereits auf der Heimfahrt vom Gletscher im April einen Besuch abgestattet und leider festgestellt, dass sich der Ort nicht zum Vorteil verändert hat. Was dort an Hässlichkeiten, völlig konträr zum Ortsbild, aus dem Boden gestampft wurde, spottet jeder Beschreibung. Der Ort ufert m. E. völlig unkontrolliert in alle Richtungen aus. Aber das nur am Rande.

Anfahrt
Weilheim – GAP – Mittenwald - Zirl – Innsbruck – Schönberg - Fulpmes
1h 50min.

Rückfahrt
dito 1h 40min

Wetter
Sonne, Blauer Himmel, windstill jedoch knackig kalt im Schatten (und davon hat die Schlick recht viel zu dieser Jahreszeit)

Pisten/Anlagen
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Pistenzustand
Mix aus Kunst- und Naturschnee, viele Bereiche knüppelhart einige andere wiederum pulvrig weich (z.B. auf der 4c) Mal vereinzelt hier und da ein loses Steinchen auf der Piste aber nirgends kam Dreck oder Fels durch, also gute Bedingungen für diese Zeit. Die haben hier wirklich gut beschneit. Recht wellige Pisten, was wohl der doch noch etwas dünnen Unterlage geschuldet ist.

Wartezeiten
Morgens an der Kasse ca.15min.
SL Zirmach zur Stoßzeit wenige Minuten, meist jedoch nur ein paar Bügel

Positiv
Ermäßigte Tageskarte 28,50 € bei nahezu Vollbetrieb
(Bis auf Sl Galtalm und das Übungsgelände Froneben)

Negativ
Die Latscherei vom Parkplatz zur Talstation. Den Weg zum oberen Bereich des Parkplatzes kann man noch ein Stückweit über eine Treppe abkürzen. Will man zum unteren gelangen, muss man die Strasse entlang ziemlich weit außen rumlatschen oder die Böschungen zwischen den einzelnen Parkterrassen runterkraxeln. Wer das geplant hat hatte wohl gerade nicht den besten Tag erwischt. Ein permanenter Shuttleservice wäre hier mehr als wünschenswert. Ein paar Km weiter am Gletscher weiß man wie so was geht (falls noch Erfahrungswerte benötigt werden).

Besonders gefallen
:arrow: imposante Landschaft
:arrow: trotz der geringen Größe ein recht abwechslungsreiches Gebiet
:arrow: schöne Erinnerungen
:arrow: winterliches Ambiente

Nicht gefallen
s.o.

Blick vom morgendlichen Parkplatz rüber zum Elfer
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Auf der anderen Talseite die Serles
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Rückblick aus der zweiten Sektion der EUB Kreuzjoch zur Mittelstation und auf die Gebäude der ehemaligen Bergstation der ersten Zubringer –Sektion ( links der Bildmitte) welche aus einem ESL und einer parallel verlaufenden DSB bestand. Hinten ist der Patscherkofel zu sehen.
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Weitere Auffahrt durch den winterlichen Bergwald. Hier verlief früher auf gleicher Trasse eine superlange Dopelmayr DSB. Die Auffahrt dauerte so um die 20.min. Damals als Kind für mich immer ein großes Abenteuer. Da die Bahn mehrere Geländekuppen quert, sah man die Bergstation erst ziemlich zum Ende der Fahrt was die gefühlte Fahrtdauer nochmals steigerte. Ich glaube bis heute bin ich mit keiner längeren ungekuppelten Anlage gefahren. Bei Schlechtwetter allerdings nicht wirklich ein Vergnügen (trotz der an der Talstation verteilten Decken)
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Weiterer Trassenverlauf
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Mal ein Blick über die verschneiten Wipfel rüber zu den Kalkkögeln
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Die Bergstation inkl. der Portalstütze rückt ins Blickfeld. Selbst mit der EUB ist es keine kurze Fahrt.
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Rückblick zum Kreuzjoch auf der Blauen 1 Richtung Zirmach SL.
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Am Fuße der Kalkkögel: Blick auf die Blaue 4c,
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Auf der flachen 1 zwischen Schlicker Boden und Mittelstation Froneben
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Blick zurück auf Selbige. Die Kalkögel dominieren auch hier das Ambiente.
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Froneben am Ende der 1. Bergstationsgebäude der ehemaligen ersten Zubringer-Sektion ESL / DSB. Beherbergt heute u. a. Skischuloffice und Gästekindergarten.
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Blick zurück
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Brugger- Alm bei Froneben. Gab es in den 70ern auch noch nicht. Oftmals zog sich die Warteschlange am langen Kreuzjoch SL morgens bis auf diese Höhe am Hang. Alternativ gab es einen kostenpflichtigen Jeep-Shuttle zur Schlicker-Alm. Brachte aber auch nichts, man von dort nur mit dem Sennjoch ESL weiterkam.
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Winkelstation der EUB Kreuzjoch
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Im SL Kreuzjoch. Zieht recht gleichmäßig ziemlich steil hoch. Hatte ich flacher in Erinnerung.
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Bergstation SL Kreuzjoch. Blick auf die imposanten Kalkkögel
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In der kurzen Warteschlange am Zirmach SL. Es lief nur der linke.
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Im Zirmach SL. Damals ein Kurzbügler mit Holzbügeln
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Oben angekommen. Die Sennjochhütte und die BS der 4KSB Sennjoch.
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Die Zirmach-Alm etwas oberhalb der TS der Zirmach SL noch im „Sommerschlaf“.
Vor der Hütte rechts neben der Tür gab es damals immer eine echte Schneebar.
Das hatte noch richtig Charme. „Charme“ hatte auch die Toilette hinter der Hütte.
Damals ein Bretterverschlag mit Donnerbalken. Ein richtiges Scheiß-„Häusl“ eben.
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Winterwonderland
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Wieder am Kreuzjoch. Blick Richtung Inntal mit Einfahrtstütze der EUB und Patscherkofel im Hintergrund.
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Blick rüber zur Serles
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Paraglider über Fulpmes
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Mittag am Kreuzjoch mit Blick auf die Kalkkögel welche gerne auch die „Dolomiten Nordtirols“ genannt werden.
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Blick rüber zum Sennjoch
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Blick vom Sennjoch auf die leider schattige Blaue 4c direkt am Fuße der Kalkkögel. Die Abfahrt gab es damals noch nicht und ist eine echte Bereicherung für das kleine Gebiet. Auch waren hier heute die Schneeverhältnisse am besten. Während die anderen Bereiche doch kunstschneetypisch hart waren hat man diese Abfahrt wohl nur aus Naturschnee hergerichtet. Zumindest gibt es in diesem Bereich weder Lanzen noch Kanonen.
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Blick von der 4c zum Schlicker Boden
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Blick hoch zum Kreuzjoch. Links der Bildmitte die Zirmach-Alm, darunter die TS der Doppel-SL-te Zirmach I+II.
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Das flache Übungsgelände am Schlicker Boden.
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Schlicker Alm und TS SL Schlicker Boden
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Gegenüber die Talstation der 4KSB Sennjoch welche einen alten Wopfner ESL ersetzte.
Die Talstation des damaligen ESL befand sich in dem hinteren Gebäude..
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In der 4KSB Sennjoch. Mann hat beim Bau die Betonstützen des alten ESL weiterverwendet
und diesen lediglich neue Joche aufgeplanzt. Einige Stützen hat man noch zusätzlich verstärkt. Ein wenig Nostalgie ist somit noch erhalten geblieben.
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In der 4KSB Sennjoch. Man schwebt vorbei an der TS des SL Kreuzjoch mit Blick auf die gesamte Trasse.
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Zufahrt Kreuzjoch SL
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Noch eine letzte Auffahrt mit der EUB:
Blick auf die andere Talseite ins Pinistal mit Elfer und Kirchdachspitzen
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Letzte Sonnenstrahlen auf den östlichen Kalkkögeln.
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Talfahrt mit der EUB. Blick zur Mittelstation und zur TS SL Galtalm. Dieser lief noch nicht jedoch ballerten die Kanonen auf der Abfahrt.
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Mein Fazit des heutigen Tages
Eigentlich drängt sich der Gedanke auf, dass sich soviel Anfahrt für so ein bisschen Skigebiet nicht lohnt. Aber trotz der geringen Größe finde ich das Gebiet durchaus kurzweilig und dazu hat es noch ein bisschen von dem Charme, den ich aus Kindertagen in Erinnerung hatte, bewahrt. Ich denke einen Tag pro Saison kann man hier durchaus mal verbringen.
Noch besser wenn es zu einer solch frühen Opening-Zeit klappt wenn andere noch in die Röhre schauen. Hinzukommt das es landschaftlich einmalig schön ist. Allein die Auffahrt mit der EUB (Trägt ja nicht umsonst den Namen „Panoramabahn) ist es schon fast wert.
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Re: SCHLICK 2000 /27.11.10/ „Auf den Spuren der Kindheit“

Beitrag von andyman1609 »

Pistencruiser hat geschrieben:Ein permanenter Shuttleservice wäre hier mehr als wünschenswert. Ein paar Km weiter am Gletscher weiß man wie so was geht (falls noch Erfahrungswerte benötigt werden).
Normalerweise fährt hier ein Shuttlebus im Minutentakt, vermutlich aber an diesem Pre Opening Wochenende noch nicht.
Ansonsten siehts ja ganz gut aus.

LG, Andreas
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Re: SCHLICK 2000 /27.11.10/ „Auf den Spuren der Kindheit“

Beitrag von Pistencruiser »

^^ Na gut, ... dann will ich meine Kritik hierzu mal ein wenig relativieren :wink:
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Re: SCHLICK 2000 /27.11.10/ „Auf den Spuren der Kindheit“

Beitrag von starli2 »

Ansonsten kann man ja oben im Parkhaus parken (und zahlen), wenn man's bequem haben will :)
1. Stunde 2,- jede weitere 0,50 - sofern ich das richtig gelesen hab.

Normalerweise bild ich mir aber schon ein, auch in der Vorsaison einen (Klein) Shuttlebus gesehen zu haben - evtl. waren sie mit dem Ansturm etwas überrascht, zumindest am Sonntag (gestern) waren 3 der unteren Parkebenen voll.... evtl. sind aufgrund des schlechten Wetters viele nicht auf den Gletscher? Wartezeiten auch nur am Doppel-SL, wobei auch nur der linke offen war.
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Re: SCHLICK 2000 /27.11.10/ „Auf den Spuren der Kindheit“

Beitrag von Pistencruiser »

^^ Das es da ein Parkhaus gibt habe ich erst entdeckt, als ich schon zu Fuß an der TS war. Gegen diese Gebühr wäre ich dort aber auch nicht reingefahren, so bequem bin ich dann doch nicht :wink:

Samstag waren auch die drei oberen Etagen des Parkplatztes voll. Ein Shuttle fuhr definitiv nicht.
Ich denke spätestens zur offiziellen Eröffnung werden sie ihn dann wohl bereitstellen.
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Re: SCHLICK 2000 /27.11.10/ „Auf den Spuren der Kindheit“

Beitrag von MarkusW »

Danke für den Bericht! Schaut ja alles ganz gut aus eigentlich...
Was war gleich nochmal der Grund für den Bau der Portalstütze? :versteck:
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Re: SCHLICK 2000 /27.11.10/ „Auf den Spuren der Kindheit“

Beitrag von falk90 »

MarkusW hat geschrieben:Was war gleich nochmal der Grund für den Bau der Portalstütze?
Der Grund ist eine Bergebahn, die an der 3er Stützengruppe an der Bergstation beginnt, durch die Portalstüze fürht und dann an der nächsten Stütze mit der zusätzlichen seitlichen Verstrebung (A-Stütze) endet.

Da die Bergebahn in der Mitte der Bahn verläuft musste die Stütze in Portalform ausgeführt werden!
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Re: SCHLICK 2000 /27.11.10/ „Auf den Spuren der Kindheit“

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Pistencruiser hat geschrieben:Aber trotz der geringen Größe finde ich das Gebiet durchaus kurzweilig und dazu hat es noch ein bisschen von dem Charme, den ich aus Kindertagen in Erinnerung hatte, bewahrt.
Genau das Gefühl hatte ich damals auch als ich dort war.
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