Die alten Hasen aus dem Forum werden es wissen: Der Feuerkogel ist jener Berg, auf dem ich eigentlich aufgewachsen bin. Geschätzte 300 Mal war ich bereits am Feuerkogel, umso unglaublicher erscheint es, dass mein letzter Skitag dort oben mit dem 25.03.2007 beinahe schon 4 Jahre her ist. Und so musste meine Freundin das erste Mal seit 10 Jahren auf Skiern stehen, damit ich da wieder einmal raufkomme...
In den letzten Jahren wurde auf meinem Hausberg massiv ausgebaut - 2 Schlepplifte wurden erneuert, eine neue 8er-Gondelbahn und eine neue 6er-Sesselbahn gebaut. Eine Beschneiungsanlage gibt es jedoch nach wie vor nicht. Das Skigebiet ist immer noch auf Naturschnee angewiesen - ein Mitgrund dafür, dass ich seit dem Chaos-Winter 2006/07 keine Saisonkarte mehr kaufe. Die Rückkehr nach solanger Zeit ist auch insofern interessant, als dass sich mein Horizont in den letzten Saisonen - gelinde gesagt doch ein wenig - erweitert hat.
Mit dem 29.01.2011 haben wir einen fast perfekten Skitag am Feuerkogel erwischt. Fast, weil noch immer ein bisschen zu wenig Schnee liegt. Fast aber auch deswegen, weil die 8er-Gondelbahn wegen technischen Problemen erst kurz vor 12 Uhr in Betrieb ging. Aber ansonsten war's wirklich perfekt, ich bin begeistert!
Nun aber zu den Bildern.
Ein erster Blick vom Parkplatz rauf Richtung Berg - es sieht gut aus! Nicht einmal 48 Stunden zuvor hab ich so zum Burj Khalifa in Dubai raufgeschaut.
Binnen weniger Minuten schweben wir - um diese Tageszeit, es ist erst 8:45 - noch ohne Wartezeiten schnell dem Feuerkogel-Plateau entgegen. Am Steinkogel drehen bereits einige Skifahrer ihre Runden.
Unser Tag beginnt jedoch mit den ersten Schwüngen am Babylift.
Relativ schnell wagen wir uns jedoch in steilere Gefilde und testen die neue Abfahrt an der Grubersunkbahn. Eine toll trassierte Piste - sowohl für Anfänger geeignet, als auch interessant zum Runterheizen. Einzig unten raus wird es ein wenig langatmig. Die Grubersunkbahn bringt einen schnell und komfortabel wieder hoch.
Die neue Piste hat noch einen Abfahrt - die alte, extrem geniale trassierte Piste (neuerdings "Grubersunk Spezial") ist ständig leer und einfach unglaublich genial. Eine Piste, wie man sie in Salzburg quasi nirgends mehr vorfindet. Es hat schon seinen Grund, warum ich die früher einen ganzen Tag lang fahren konnte - das hat sich bis heute noch nicht geändert.
Das Panorama vom Feuerkogel ist einfach genial.
Die Station der 6er-Sesselbahn ist einfach, erfüllt aber ihren Zweck.
Zusehends steigt die Wehmut beim Blick auf das leere Seile des Gsoll-Jet - da komm ich einmal herauf, und dann geht die Paradebahn des Skigebiets nicht!!!
Sessel der Grubersunkbahn gegen Traunstein.
Doch auf einmal sind Gondeln auf dem Seil zu sehen, die mit Vollgas der Bergstation entgegenschweben - es scheint los zu gehen!
Noch ist die Bahn aber gesperrt - also noch 1x runter in den Grubersunk. Die Netze rechts der Piste zeigen vom Schneemangel - sie sollen zumindest einen Teil des Schnees vor dem Verwehen schützen.
Der Traunstein - beinahe ständig im Blick.
Kabinen des Gsoll-Jet über dem Nebelmeer.
Jetzt aber ist die Piste freigegeben - und so darf ich erstmals die neue Piste zur Talstation runterheizen. 512 Höhenmeter geniales Skivergnügen - eine abwechslungsreiche, sensationelle Carvingpiste, wie es sie in den Nordalpen (auch in Salzburg!) nur selten gibt. Salzburger Pisten sind ja meist perfekt glattgebügelt - nicht so eintönig hier: Mal bobbahnartig, mal flach, mal steil, mal hängend - einfach geil!
Talstation:
Wir haben Samstag in der Hauptsaison, und die Pisten sind menschenleer:
Carvatech-Kabinen auf einer Leitner-Bahn:
Das erste Spannfeld ist ziemlich steil:
Blick auf den oberen Teil der Bahn:
So schlecht die Zubringerbahn auch für die Gesamtfrequenzen sein mag, so toll ist deren Filterfunktion für die Skifahrer: Wer einmal oben ist, kann freie Pisten ohne jeglicher Buckelbildung genießen! Jetzt noch 50 Stück der T60-Heinzelmännchen hinstellen, und ich hab dort oben wieder eine Saisonkarte! Wer braucht dann noch Saalbach-Hinterglemm?
Spektakuläre Trasse direkt über die Piste:
Im oberen Teil ist die Trasse schlau angelegt, bei Föhn jedoch dennoch windanfällig:
Trasse gegen das Tote Gebirge:
Im flachen Teil gibt es nun zusätzlich zur "alten" Piste noch einen zweiten Pistenabschnitt, der das Angebot ideal ergänzt:
Bergstation Grubersunkbahn gegen Dachsteinmassiv:
Inzwischen ist der Nebel verschwunden, und der Blick auf den Traunsee wird frei:
Grubersunkbahn, Gsoll-Jet und Windfahnen am Dachstein:
Gegen 14 Uhr beenden wir einen tollen Skitag auf meinem Hausberg, der meine Erwartungen trotz teils steiniger Pistenverhältnisse voll erfüllt hat. Es war wohl der beste Tag der letzten Wochen, denn besser sind die Verhältnisse angesichts dieser warmen Tage sicherlich nicht geworden.
Das Gebiet hat definitiv Potential und braucht sich nun vor den meisten anderen Skigebieten in Oberösterreich nicht mehr zu verstecken. Dank der Pendelbahn ist es für mich sogar der Geheimtipp schlechthin für Frühaufsteher. Aber psssst - nicht weitersagen!