Ramsau am Dachstein war der Ausgangsort dieser Reise. Genaueres dazu im Planaibericht (Link folgt).
Nun, welche Skigebiete kann man hier ansteuern? Die 4 Berge, klar, aber da war doch noch so ein kleines niedliches Gletscherchen ganz in der Nähe. Der Dachsteingletscher zählt wohl zu den Unbekanntesten (beskibaren) Gletschern und somit sind auch entsprechend wenige Berichte im Forum zu finden. Der letzte war wohl Lanschis aus dem Jahre 2008. Also höchste Zeit für einen neuen.
Der Zugang zu diesem kleinen, aber durchwegs feinen Gletscherskigebiet erfolgt über eine schwindelerregend wahnsinnige PB. Die Dachstein Südwandbahn macht nicht weniger als 1000HM ohne eine einzige Stütze und das in kürzester Zeit. Hört sich doch super aufregend an! Ist es auch, wenn man nur keine Höhenangst hat - aber ich habe Höhenangst. Gut, das Gefühl der Höhenangst mischt sich mit dem Gefühl der Platzangst was es erträglicher macht.
Übrigens habe ich aus meinen Fehlern von der Planai gelernt. Diesmal bekam mein verbranntes Gesicht eine ordentliche Portion Sonnencreme spendiert.
18.4.: Eine kleine Wanderung um die Ramsau hat einen ungeahnten Blick auf die Bergstation der Südwandbahn ergeben. Sieht schon von hier aus sehr schwindelerregend und...verzeiht mir das Wort, sonst verwende ich es eigentlich nicht...krass aus.
19.4.: Dachstein ich komme! Ein Blick aus dem Fenster gen dem schneereichen Dachsteinmassiv. Sicherheitshinweis: Es handelt sich nicht um das gleiche Fenster wie im Planaibericht
Schwindelerregend! Wahnsinn wie man diese PB hier hinaufbauen konnte. Großen Respekt!
Das Wetter war einfach kitschig, wie dieses Bild der Türlwandhütte beweist.
Die Trasse nochmal leicht im Zoom, bevor es hinauf geht. Grade noch die Gondel erwischt, ging sich wirklich sehr gut aus. Ein Platz am Fenster ist bei 70 Mitleidenden immer von Vorteil. Die Fahrt ging schnell von statten, die Vöst PB macht ihren Job gut.
Oben angekommen merkte ich erst wie verdammt verkrampft ich war. Erstmal ein bisschen beugen und strecken damit sich der Rücken wenigstens halbwegs wieder entspannt.
Doch es bot sich eine grandiose Szenerie. Mit Weitsicht war heut nix, denn die Oberösterreicher hatten mal wieder schlechtes Wetter...
Über die Latschenfelder (sind das doch, oder?) bis Oberösterreich. An schönen Tagen angeblich sogar bis in den Böhmerwald.
Blick von der adlerhorstartigen Bergstation auf den Schladminger SL. Damit wär der Hauptteil des Gebiets auch schon dokumentiert.
So, noch ein letztes Panoramafoto. Auch gen Süden war nicht an Fernsicht zu denken. Dieser überdimensional wirkende rote Pfeil sieht vom Tal aus übrigens sehr winzig klein aus. Sucht ihn mal auf einem der ersten Fotos
So, jetzt aber! Am Hunerkogel SL mit seiner kurzen aber netten Piste. Hauptattraktion ist aber der Funpark der viele Snowboarder und Freestyler anzieht. Manche sind sehr freundlich, nett und wissen was sie tun, andere wiederum sind ja total...*hust*
Schwindelerregende Sonne über der Austriascharte.
Die durchwegs nette Carvingpiste am Schladminger SL war am Vormittag durch eine Renngruppe geringfügig verschmälert.
Schwindelerregend gute Schneeverhältnisse in der Mega-Makroaufnahme
Bedrohlich kuriose Wetterstimmung hinter dem Schladminger SL.
Die Bergstation thront majestätisch auf der Felsspitze.
Viel los war nicht. Nur hier auf dem kleinen Anstieg Richtung DSB Mitterstein staute es sich ein wenig und der Knäul da hinten auf der Piste war eine größere Gruppe. Hätte glatt ein AF-Treffen gewesen sein können.
Wo wir g'rad bei Mitterstein sind: Die schmale rote Abfahrt fährt sich immer noch genial, nur im Mittelteil am Nachmittag ganz leicht sulzig.
Selbige nochmals.
Eure Majestät, die 70 PB.
Ein einziges Manko möchte ich ankreiden: Wieso um Himmels Herrgott Willen steht hier noch keine SSB hinauf zur Bergstation? Es kann ja nicht sein, dass ich mindestens zwei mal am Tag den steilen Anstieg in Kauf nehmen muss, da er nicht nur für die Talfahrt erforderlich ist sondern auch der einzige Gastronom des Gebiets dort oben liegt. Hat man dann den Anstieg hinter sich gebracht darf man 30 (!) Minuten an der Selbstbedienungstheke anstehen bis die chaotische Mannschaft die noch chaotischeren Gäste bedient hat. Einzig die frisch gemachten und (für ein SB Restaurant) ungewöhnlich guten Speisen stimmen wieder versöhnlich.
Nochmals meinen Respekt an diesen Bau der 60er Jahre.
Die fast schon berühmte Leiter Richtung Edelgrießkar. Dieses war wegen Lawinengefahr gesperrt.
Um nicht auch noch die Ski mit rauf schleppen zu müssen, lassen die meisten Gäste ihre Ski während dem Mittagessen hier unten stehen.
Noch einmal am Hunerkogel.
Von Süden her ziehen die Wolken über den Dachstein, also treten wir die Talfahrt um etwa 14:20 an.
In der Gondel talwärts war es gerammelt voll. Hiiiiiitttzee! Kommentar einer Mitfahrerin: Wie in der U6 zur Stoßzeit! - und das hatte etwas verdammt wahres.
Fazit: Ein schönes Gletscherskigebiet wenn man eine schneesichere, aber etwas leerere Alternative sucht. Man muss aber mit etwas weniger Abwechslung zurecht kommen, doch die grenzgenialen Pisten entschädigen dafür. Die Seilbahnfahrt dürfte für die meisten auch ihren Reiz haben, ich kann darauf verzichten
Danke fürs Lesen, freue mich über Kommentare, Kritik und Diskussionen!