Devisenkurse und Tourismus

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Pilatus
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Pilatus »

Ich sehe das wie TPD.
Und wenn sogar die "Wirtschafts-Behörden" sagen, man solle halt im Ausland einkaufen wenn man mit den hohen Preise in der Schweiz nicht einverstanden sei, dann kann es mit unserer Wirtschaft noch nicht so schlecht stehen.
Du sprichst auf das Interview mit Bundesrat Amman an? Ich habe keine Ahnung, wieso er dafür kritisiert wird. Soll er sagen: "Ja ich weiss dass hier das gleiche Möbelstück doppelt so viel kostet, aber kauft gefälligst hier, ihr Verräter!"? :wink:

Schlussendlich hat er doch gesagt wies ist. Wenn die Leute ins Ausland fahren um das selbe Produkt zu kaufen ist das sogar gut. Dann sind die Händler hier gezwungen, endlich die Währungsgewinne an den Konsumenten weiter zu geben. Das ist Markt, hallo?
Sicher, viele Unternehmen argumentieren, hier gäbe es höhere Löhne blabla... Diese Unterschiede bestanden aber schon vor dem Absturz des Euro. Es wird nicht verlangt, dass man hier auf deutsches Niveau heruntergeht. Aber das was man dank den Währungsgewinnen reingeholt hat, sollte man schon weitergehen. Ich denke viele Konsumenten akzeptieren bis zu einem gewissen Mass auch höhere Preise, bzw. aus der Zentralschweiz muss man sich ein paar Mal überlegen, ob es sich lohnt, nach Deutschland Möbel kaufen zu gehen. Schliesslich muss man das Zeug auch noch nach Hause bringen. Aber wenn die Preise in Deutschland nur noch halb so hoch sind, dann lohnt sich das dann schon langsam...
Firmen die in der Schweiz im grossen Stil produzieren sind ein anderer Fall, aber auch hier... Solang man schwarze Zahlen schreibt, soll man nicht reklamieren. Dass es hier aber recht bitter werden kann ist klar. Mein Vater kennt so einen KMU-Besitzer, die irgendwelche Holzverarbeitungsmaschinen herstellen oder so und zu 90% in die EU exporteiren. Da hätten sie fast 50% Einbruch. Das ist schon Scheisse, das stimmt.

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Kris
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Kris »

Die Frage die man sich hierbei auch stellen kann: Wie wirkt sich ein starker Franken langfristihg auf die Schweizer Arbeitswelt aus?
Spezialunternehmen, die absolute Spitzenprodukte herstellen können auch bei teurem Franken gut funktionieren, ebenso Forschungseinrichtungen à la Rüschlikon. Aber was ist mit dem Rest, die grosse Mehrheit?

Nehmen wir als Beispiel Stadler, ein cleveres Familienunternehmen welches sich neben den "grossen" Herstellern von Eisenbahnfahrzeugen in wenigen Jahren international etablieren konnte. Innovation und das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt war hier wohl ein gewaltiges Plus. Ebenso gut ausgebildete Fachkräfte und Ingenieure. Nun, heute ist es so daß Fertigung u.zT. Entwicklung zu einem grossen Teil im Ausland stattfindet (Deutschland, Polen, Ungarn, Tschechien...).
Wie kann das langfristig funktionieren für den Arbeitsmarkt, der ja letztendlich die Bevölkerung trägt? Es geht gewiss nicht nur um das erstrebenswerte "Geld verdienen", da ist die Schweiz sowieso gut aufgestellt. Es geht auch darum, mit diesem für eine positive gesellschaftliche Entwicklung (also etwas sehr langfristiges) zu sorgen.

Kurz: Wie wird sich eine Inflationierung von Managern, Advokaten, Finanzberatern und dgl. gegenüber einem Wegschrumpfen von Unternehmertum (im klassischen Sinne) bzw. der real/industriell produzierenden Bevölkerungsschichten auf Gesellschaft und Zeitgeist selbst aus? Eine spannedne Frage wie ich meine...

Das Ganze ist nicht so demagogisches blabla wie es sich vielleicht anhören mag:
Illustrieren kann man die Effekte mit Bezug auf das Forum im Kleinen vielleicht mit der Konzentration der schweizer Seilbahnhersteller in Garaventa und der dann erfolgten Übernahme durch Doppelmayr: Welches "Wissen" wird hier noch langfristig in der Schwiez erarbeitet werden? Was wird produziert? Wie lebt die vorgelagerte Wertschöpfungskette (Produktionsmaschinen, Ausbildungsstätten...)? Denn: Ein Fingerschnipp eines HSG-Managers und schon wird 3S Know-How fortab ausserhalb des Frankenraums verwertet und weiterentwickelt (sofern dies jetzt bereits noch nicht der Fall ist). Schliesslich müsse man ja mit Leitner konkurrieren können, der ja soeben seinen ersten "unprotegierten" 3S Auftrag (Avoriaz) an Land gezogen hat...

Was bleibt in der Schweiz, welcher Menschentypus wird profitieren, welcher verlieren und was ist die Konsequenz für die Gesellschaft als Ganzes davon? Weche Werte (Ausbildung, Arbeitsethik...) werden sich durchsetzen?

Auch in der Schweiz ist nichts statisch, alles unterliegt einer langsamen Änderung, nur merkt man davon im Hier und Jetzt nichts...
Zuletzt geändert von Kris am 19.07.2011 - 15:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Bjoerndetmold »

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/i ... D=2011-402

Wenn man sich dort die Zahlen für die Wintersasion 2010/2011 ansieht, ist zusammengefasst Folgendes festzustellen:

Gästeverteilung in der letzten Wintersaison: 44% Schweizer Gäste, 56 % Nicht-Schweizer.
Bei den Schweizern eine Zunahme von 1,2% bei den Gesamtnächten, bei den Nichtschweizern ein Minus von 2,2%, insgesamt ein Minus von 0,7%.
Am stärksten der Rückgang bei den Besuchern aus Deutschland (minus 7,1 %), Gesamteuropa (mit dabei Russland (+11%!) und Türkei) liegt bei minus 5,1%.
Dass der Gesamtrückgang bei den Ausländern dann nur bei -2,2%, liegt an dem steigenden Zustrom aus Asien (allein +28% aus China). Die strömen natürlich
nicht in die Wintersportorte, allenfalls auf die kleine Scheidegg und weiter aufs Jungsfraujoch.

In der Folge verteilt sich das ganze ungleich: Nur vier Regionen haben tatsächlich einen Besucherrückgang zu verkraften, und das sind Graubünden (-6,1 %), das Wallis (-4,6%) das Berner Oberland (-4,2 %) und noch das Tessin. Die schweizer Statistik führt diese Entwicklung auf den warmen Winter zurück. Aber wenn man sich die Wechselkurse ansieht: während in der Wintersaison 2009/2010 der Wechselkurs zwischen am Anfang stabil 1,52 und gegen Ende der Saison dann 1,40 Franken für 1 Euro lag, waren es in der ausgewerteten Saison 2010/2011 eher um die 1,30 Franken mit einem Einbruch von 1,25 gerade zu Weihnachten. Seit Frühjahrsende dann Fall des Euros auf derzeut 1,15 Franken.


Die Zahlen sind m.E. recht deutlich. Ich tippe darauf, dass sich bei gleichbleibendem Wechselkurs genau diese Entwicklungen der letzten Saison in der nächsten Wintersaison verstärken werden:

- deutlicher Rückgang der Wintersportler aus den Euroländern, insbesondere aus den Ländern, in denen (oder in deren Nachbarländern) sich ohnehin Alternativen bieten.
- insbesondere also weiter starker Rückgang der Besucher aus Deutschland und den Niederlanden
- was ausgeglichen wird durch Besucher aus Nicht-Euro-Ländern, insbesondere Asiaten, aber auch Amis und Russen
- wobei die Asiaten und Amis nicht in die Wintersportgebiete ziehen
- und es auch für die Russen zukünftig deutlich attraktiver werden dürfte, z.B. nach Lech oder in andere mondäne €uropäische Orte auszuweichen

daher die Folge:

- Gesamtgästezahl im Winter weiter leicht rückläufig
- regional verteilt steigende Übernachtungszahlen in den Touristenzentren im Flachland, überproportional starker Rückgang in den Bergen :-(


Aus Sicht der Tourismusindustrie müsste die Schweiz derzeit dem Euro-Raum beitreten:
gleichbleibende Attraktivität für Touristen aus Euroländern, bei fallendem Eurokurs noch attraktiver für die Asiaten, Amerikaner und Russen.
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Pilatus
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Pilatus »

In der Schweizer Rundschau gibts im Moment eine ganz interessante Serie die etwas in diese Richtung geht. Es geht um Unterschiede in der Schweiz, die z.T. schon sehr massiv geworden sind ("Zwei Gemeinden, zwei Welten": http://www.videoportal.sf.tv/video?id=a ... uebersicht). Wenn so weiter geht werden wir zu einem Wohlfühlpark für Wohlhabende mit angegliedertem Dienstleistungsgewerbe. Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Aber um die Industrie ist es schon ein bisschen ein Jammer, diese hatte schliesslich einen wesentlichen Anteil daran, dass wir sind was wir sind.
Das sieht man im überigen auch im Tourismus. Auf dem Bürgenstock verbuttert irgend ein Araber gerade 300 Millionen in eine neue Hotelanlage (ist hier noch nicht so diskutiert worden, da es halt nichts mit Wintersport zu tun hat). M.W. soll neben einem Kongressstandort vorallem auch Medizinisches Standbein aufgebaut werden. Also dass sich reiche aus dem Osten hier behandeln lassen und dann auf dem Bürgenstock zur Reha kommen etc.
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Fab
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Fab »

Hab keine aktuellen Infos. Kann nur sagen, dass die Hotellerie In Z und nicht nur dort, in der letzten Wintersaison deutliche Einbussen bei den Nächtigungen hatte.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Bjoerndetmold »

Fab hat geschrieben:Hab keine aktuellen Infos. Kann nur sagen, dass die Hotellerie In Z und nicht nur dort, in der letzten Wintersaison deutliche Einbussen bei den Nächtigungen hatte.
Wenn Z Zürich ist, dann sagt das Schweizer Bundesamt für Statistik etwas anderes:

Für Winter (November bis April) 2010/2011
+86 636 Übernachtungen im Vergleich zu 2009/2010 (+4,7%)

(Winter 2009/2010 waren es im Vergleich zu Winter 2008/2009 +120 512 Übernachtungen (+7,0%))
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von piano »

Pilatus hat geschrieben:In der Schweizer Rundschau gibts im Moment eine ganz interessante Serie die etwas in diese Richtung geht. Es geht um Unterschiede in der Schweiz, die z.T. schon sehr massiv geworden sind ("Zwei Gemeinden, zwei Welten": http://www.videoportal.sf.tv/video?id=a ... uebersicht). ..
War ein interessanter Beitrag. Kenne viele Familien (auch ohne Migrationshintergrund), die sich in Neuenhof (also der armen Gemeinde) trotz allem Wohl fühlen. Es dürfte nicht zu verleugnen sein, dass die von dir beschriebenen massiven Unterschiede vom immer schärfer werdenden Steuerwettbewerb mitverursacht werden.
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Pilatus
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Pilatus »

piano hat geschrieben:
Pilatus hat geschrieben:In der Schweizer Rundschau gibts im Moment eine ganz interessante Serie die etwas in diese Richtung geht. Es geht um Unterschiede in der Schweiz, die z.T. schon sehr massiv geworden sind ("Zwei Gemeinden, zwei Welten": http://www.videoportal.sf.tv/video?id=a ... uebersicht). ..
War ein interessanter Beitrag. Kenne viele Familien (auch ohne Migrationshintergrund), die sich in Neuenhof (also der armen Gemeinde) trotz allem Wohl fühlen. Es dürfte nicht zu verleugnen sein, dass die von dir beschriebenen massiven Unterschiede vom immer schärfer werdenden Steuerwettbewerb mitverursacht werden.
Die Unterschiede sind sicher z.T. auf den Steuerwettbewerb zurückzuführen. Aber wir müssen auch sehen, dass wir uns hier auf Gemeindeebene und nicht auf Kantonsebene befinden. Und: Wenn man einen Standardsteuersatz in der ganzen Schweiz hätte, würden trotzdem alle Reichen am Zürichsee keiner in Neuenhof wohnen- weils halt schöner ist. Ich denke die wirklich leidtragenden sind eher die Normalverdiener in den "reichen" Gemeinden. Diese können sich das wohnen dort schlichtweg nicht mehr leisten - selbst wenn sie ein Haus geerbt haben. Wenn die "Hütte" nämlich plötzlich ein paar Millionen wert ist, muss man erst noch den Eigenmietwert versteuern können.

Von dem her halte ich den Steuerwettbewerb weiterhin für ein extrem gutes Instrument, er wird ja auch durch den Finanzausgleich abgeschwächt.
Aber er verstärkt vermutlich schon die natürlich gegebenen, geographischen Unterschiede. Aber was will man da machen? Es kommen auch nicht alle Menschen gleich intelligent auf die Welt...
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Theo
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Theo »

Die Sommersaison war bis jetzt ok. Der Wechselkurs zum Yen ist ja ungefähr gleich geblieben, die Natrkatastropfe schein keine Auswirkung auf dasd Reiseverhalten zu zeigen. Jetzt ist aber dann die asiatische reisesaison ein bisschen vorbei und nun wird man dann sehen was in den Wochen wo hauptsächlich die Leute aus CH, D und Benelux ihre Ferien haben passiert. Das Bild kann also ende August ganz anders aussehen.

Was den ganzen Wechselkurs angeht weis ich nicht wer und wo man ansetzen sollte um das wieder einigermassen hin zu kriegen denn die relationen von Arbeit und Loh stimmen ja hinten und vorne nicht mehr.
Ein kleines Beispiel: Der Internationale Tagespass gekauft in Cervinia kostet derzeit in CHF gerechnet weniger als vor 20 Jahren. Sowas kann man dann nicht einfach mal mit Preisabschlägen auf der CH Seite kompensieren.

Das sich der Wechselkurs zugunsten vom Euro wieder erhohlt glaube ich weniger. Ich glaube eher dass der derzeitige Eurokurs nur der Vorbote einer gewaltigen Inflation im Euroraum ist. Im Orf-Text gab es ja heute eine Meldung die in die Richtung geht. Nur der Vorschlag den dort jemand macht finde ich eben nicht gut. Man spricht dort von preistreibereien. Ich bin der Meinung dass in D und A endlich mal die Löhne ordentlich rauf müssen. Bei 4% Teuerung nicht mal 2% Lohnerhöhung bekommen und das über mehrere Jahre kann auf die Dauer ganz sicher nicht gut gehen. Der export läuft derzeit im Euroraum noch wie geschmiert weil man sich im Billigproduzieren versucht, der nortmale Arbeiter geht aber daran schlichtweg zu grunde.

Das kleine Slowenien und Kroatien haben es ja geschafft nach den Zerfall von Yugoslawien eigene funktionierende Währungen zu schaffen, also kan es ja eigentlich gar nicht mal so schwer sein ein funktionierenden Euro zu schaffen.

Wie schaut es eigentlich mit dem Eurokurs gegenüber den Währungen in anderen touristischen Ländern oder den nicht Eurostaaten im EU-Raum aus?

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Fab
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Fab »

Theo hat geschrieben:Wie schaut es eigentlich mit dem Eurokurs gegenüber den Währungen in anderen touristischen Ländern oder den nicht Eurostaaten im EU-Raum aus?
Hab mal seit Jahresanfang grob verglichen ($, CAD, AUD, EU-Länder, einige Urlaubsländer).
Die Kursschwankungen sind kurz gesagt irrelevant.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Bjoerndetmold »

Fab hat geschrieben:Hab keine aktuellen Infos. Kann nur sagen, dass die Hotellerie In Z und nicht nur dort, in der letzten Wintersaison deutliche Einbussen bei den Nächtigungen hatte.
Fab meinte Zermatt.

Mein Fehler... :-)

Zermatt ist eigentlich - wie wahrscheinlich auch St. Moritz und Saas Fee - etwas Besonderes.

Zum einen sind das mit Verbier und Gstaad die schweizer Gebiete, in welche evtl. auch Amerikaner und Japaner, insbesondere aber auch neureiche Russen fahren, und außerdem sind es Gebiete, um die man in einem Skifahrerleben nicht herumkommt, man wird also auch einen schlechten Wechselkurs in Kauf nehmen.

Umso erstaunlicher, wenn es sogar so ein Gebiet hart trifft.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Bjoerndetmold »

Bjoerndetmold hat geschrieben: Umso erstaunlicher, wenn es sogar so ein Gebiet hart trifft.
Die Erklärung könnte allerdings in der besonderen grenznahen Lage und dem Verbund mit Cervinia liegen. Es liegt natürlich für €uro-Gäste bei dem aktuellen Wechselkurs nahe, das Gebiet von Italien aus zu erkunden. Andere weichen vielleicht, weil Zermatt ja sowieso schon recht teuer ist, in andere Orte im Tal aus und nehmen die Anfahrt mit dem Zug in Kauf.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von eMGee »

Theo hat geschrieben:Ich bin der Meinung dass in D und A endlich mal die Löhne ordentlich rauf müssen.
Ja und nein. Durch einen Reallohnrückgang in den letzten Jahren haben wir unsere Wirtschaft international wieder wettbewerbsfähiger gemacht.
Für den einzelnen wäre natürlich mehr Geld im Sack ne feine Sache :D
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Fab
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Fab »

Viele hier haben, denke ich, eine etwas überzogene Vorstellung von der Kundenstruktur in Wintersportorten wie Z oder Moritz. Saas-Fee zählt, obwohl durchaus was Besonderes, nicht in diese Kategorie.

Lediglich ein paar Prozent der angebotenen Betten entfallen auf den 5* Bereich. In Moritz dazu noch auf 2 Wochen im Februar konzentriert. Von den Multimillionärs- u. Milliardärsvillen in Suvretta hat die Moritzer Hotellerie nicht allzu viel.
Die Masse sind Betten der 3* u. 4* Sterne-Kategorie plus Parahotellerie auf ähnlichem Niveau.

Natürlich verdienen die Kunden von Z u. Moritz über dem Durchschnitt, sind aber alles in allem ganz normale Leute (Selbstständige, Angestellte etc.).
Ich erinnere mich gut an die Klagen des Moritzer Bürgermeisters. Das Nobelimage erschwert es Moritz die betten zu füllen, denn die Leute fahren vorbei und suchen Quartier in der Nachbarschaft.

Für Z kann ich sagen, dass ein erheblicher Teil von Stammgästen die Krise relativiert. Vielleicht dämmt die aktuelle Situation die Boden- u. wohnungsspekulation ein.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Whistlercarver »

Was für mich interessant ist, wäre die Verteilung der Ersteintritte bzw. Kaufort der Skipässe, in den internationalen Skigebieten in der Schweiz.
Klar das geht jetzt im moment nicht 8)
Da müsste man dann die Gesamtbesucherzahl des Gebietes miteinander vergleichen zu den Vorsaisons und dann jeweils die Ersteintritte der einzelnen Talstationen mit einander vergleichen. Wenn die Besucherzahlen im Gesamtgebiet gleich bleiben, aber auf einmal 50% mehr im Euro-Land ins Gebiet einsteigen und dafür so gut wie fast keiner mehr in den Schweizer Stationen, dann weis man was für Auswirkungen der Wechselkurs hat.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von GMD »

Oft können die Händler in der Schweiz nicht einmal was machen, denn sie werden von global operierenden Konzernen und deren Importeuren genauso abgezockt wie die Endverbraucher. Viele Produkte haben einen höheren Einkaufspreis als der Verkaufspreis in Deutschland! Für das gleiche Produkt notabene. Parallelimport wäre eine Lösung, aber hier nutzen die Produzenten geschickt die Vielsprachigkeit der Schweiz aus. Produkte hier müssen in mindestens drei der vier Landessprachen beschriftet sein, das ist Gesetz. Sowas findet man in den Nachbarländer nicht, ergo fällt der Parallelimport ins Wasser, es sei denn, man druckt mit viel Aufwand eine Klebeetikette, welche man dann auf sämtliche Stücke draufpappen muss. Das dürfte dann die Differenz gleich wieder ausgleichen. Kein Verständnis habe ich hingegen, wenn Schweizer Erzeugnisse im Ausland billiger sind als bei uns!

Ach ja, Stadler wurde ja erwähnt. Deren CEO namens Peter Spuhler sitzt auch im Nationalrat (die grosse Kammer des Parlaments), und zwar ausgerechnet für die Schweizerische Volkspartei (SVP). Das ist die Partei, welche am stärksten auf Protektionismus und für den Einzelgang der Schweiz plagiert und ausserdem immer wieder, leider erfolgreich, die Karte Fremdenfeindlichkeit ausspielt. Die Minarettiniative ist beispielsweise auf deren Mist gewachsen.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Matze »

der hohe SFR Kurs schreckt schon ab

wenn ich bedenke das ich für mein gebuchtes Hotel in Davos vor drei Jahren 105 SFR = 65 Euro gezahlt habe und in diesem Jahr 115 SFR = 95 Euro zahle ist das schon enorm

läßt man mal die Preistseigerung des Hotel weg sind das einfach mal 20 !!! Euro pro Nacht mehr - eigentlich für nix. Macht bei 7 Nächten und zwei Personen einfach mal 280 Euro mehr.

Und das setzt sich fort der Latte für 10 SFR hat sich auch von 6,30 Euro auf 8,50 Euro verteuert

Ich habe mich in diesem Jahr schon sehr überwinden müssen bei der Buchung und den Preisesteigerungen bezüglich Wechselkurs.
Der Hotelier in Disentis (war ich im Feb dort) sagte mir, das inzwischen die Schweizer Mittel und Unterschicht lieber preiswert in Österreich oder Südtirol urlauben anstatt im eigenen Land.

Ich sehe da noch große Probleme auf die Schweizer zukommen.

Trotzdem mag ich die Schweiz und seine Bewohner sehr und so lange ich es mir leisten kann werde ich auch dorthin fahren.
Ich abe es ja selbst in der Hand für was und welches Land ich mich entscheide.

I
auf geht es in die neue Saison

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Pilatus
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Pilatus »

Der Hotelier in Disentis (war ich im Feb dort) sagte mir, das inzwischen die Schweizer Mittel und Unterschicht lieber preiswert in Österreich oder Südtirol urlauben anstatt im eigenen Land.
Die wirkliche Unterschicht macht vmtl. sowieso keine Winterferien, oder als was definierst du Unterschicht?
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Kris
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Kris »

Die am Donnerstag veröffentlichte Schweizer Außenhandelsstatistik für das erste Halbjahr 2011 zeigt, dass die Exportpreise in dieser Zeit um sieben Prozent zurückgegangen sind.
So haben die Unternehmen damit begonnen, die Arbeitszeit bei gleichen Gehältern zu verlängern. Andere senken die Löhne oder bezahlen die Löhne für die Grenzgänger in Euro statt in Franken. Andere Betriebe wiederum verlegen ihre Produktionsstätten und damit Arbeitsplätze ins Ausland.
(Quelle: http://derstandard.at/1310511862679/Nac ... em-Franken)

Das tragische an der Situation ist, daß einerseits viel Geld in die Schweiz fliesst, anderseits die Schweizer Bevölkerung nichts davon hat, da immer weniger Güter/Dienstleistungen (die ja produziert werden wollen) gekauft werden, sondern Finanzprodukte ...
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Pilatus »

Na, da bin ich mir nicht so sicher. Die Finanzbrache ist auch nicht mehr was sie mal war.
Zudem ist die Arbeitslosigkeit immernoch auf einem Rekordtief, man sollte also nicht zu schwarz malen. Zumindest im Moment profitiert noch jeder vom System Schweiz. Die Produktion dürfte schon weiter verschinden, das stimmt allerdings. Das heisst aber nicht, dass es dem Durchschnittsschweizer desshalb schlechter gehen wird, im Gegenteil. Wir werden halt zu Gross-Monaco, mit vielen Reichen und solchen, die mit den Reichen ihr Geld verdienen. Ob das toll ist, sei dahingestellt. Vielleicht gehts trotzdem allen besser.
Meine grosse Hoffnung beruhen eigentlich mehr in den Bereich Pharma, Medizintechnik, Nanowissenschaften, Chemie, aber auch IT etc. etc. Das sind wirklich geniale Industrien die mit viel Knowhow einhergehen und die in der Schweiz sehr stark geworden sind in den letzten Jahren und den Absturz der Wirtschaft nach dem Absturz der Finanzbranche verhindert haben.
Hier werden Produkte geschaffen, welche man auch teuer verkaufen kann. Das sind aber Industrien die intelligente Leute mit sehr hoher Ausbildung benötigen. Folglich muss man auch die Einwanderung entsprechend steuern. Denke die Personenfreizügigkeit ist da nicht das richtige Mittel für.
Allerdings darf man die Personenfreizügigkeit nicht zu fest kritisieren. Dank ihr sind die Löhne hier kaum mehr gestiegen, das bewahrt uns jetzt vielleicht vor dem Genickbruch...
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von missyd »

Hatten wir die gleiche Situation punkto Wechselkurs nicht schon in den 70/80er Jahre die DM runterrutschte?
Wir Schweizer profitieren vom tieferen Kurs wenn wir im Ausland Ferien machen ... und wenns dann mal wieder anders aussieht profitieren die Touristen aus dem Ausland davon wenn sie in die Schweiz kommen.

Ich hab auf jeden Fall noch nie so günstige Ferien gemacht in Italien wie diesen Juli (ausser Benzin war teuer). :mrgreen:
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von 3303 »

missyd hat geschrieben:Hatten wir die gleiche Situation punkto Wechselkurs nicht schon in den 70/80er Jahre die DM runterrutschte?
Nein. Die DM verlor zwar ggü. dem Franken, aber Anfang der 80er lag der Kurs SFr-DM fast noch auf 1 : 1.
Das fand man damals teuer, weil der Franken auf einmal mehr wert wurde, als die DM.
Mittlerweile steht der Franken umgerechnet ja fast auf ca. 1,75 DM. Der Verfall des Euro ist erstens massiver und schreitet momentan auch rascher voran, als damals der der DM.

Bild

Wechselkurs Euro-CHF - leider umgekehrt zu lesen. Habe keine passende, frei verbreitbare Datei gefunden.
Bild
Quelle : Wikipedia
[quote]Beschreibung DM-SFR.svg
Deutsch: Jahresdurchschnitte der D-Mark - Franken Wechselkurse
Datum 6. November 2009
(6. November 2009(2009-11-06) (original upload date))

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[/quote][/i]


Warten wir mal die nächste Wintersaison ab.
Wenn die Kursproblematik erstmal im Bewusstsein der Leute bzw. Touristen angekommen ist, dann wird das gerade in der Wintersaison mit den hohen Urlaubskosten für Skipass etc. noch deutlichere Einbrüche geben.
Besonders extrem wird es für Hotelgäste, die am besten noch à la Carte essen. Da reden wir nicht mehr über hier und dort ein paar Euro, wie mein eingangs zitiertes Kaffeebeispiel, sondern da geht es um hunderte von Euro, die das dann besonders für Familien mehr kostet.
Wie gesagt, wird die Hotellerie Auswege suchen, Pakete etc. anbieten, aber dennoch ist die Konkurrenzfähigkeit arg eingeschränkt - wenn der Kurs so bleiben sollte. Besonders dort, wo man kein Allseinstellungsmerkmal zu bieten hat.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von starli »

Von 1,60 auf 1,20 ist ja glatt ein Viertel - dass es so viel ist hätte ich gar nicht gedacht!
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von missyd »

starli hat geschrieben:Von 1,60 auf 1,20 ist ja glatt ein Viertel - dass es so viel ist hätte ich gar nicht gedacht!
Stimmt ist eigentlich schon sehr viel. Andere Währungen wie USD oder GBP habe viel langsamer an Wert verloren.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Kris »

Latemar hat geschrieben:Man darf schon gespannt sein, ob es eine erkennbare Verlagerung der Touristen gibt.
a) von Schweizern selbst ins benachbarte Ausland
Beim Euro Kurs von fast 1:1 ist eine Verlagerung doch sehr wahrscheinlich.

Diesen Winter gab es in Österreich ein plus von 10% an Schweizer Gästen. Damit rangieren nun an Platz vier.
Dies ist umso mehr erstaunlich, da die Schweiz alles was das östliche Nachbarland hat, in noch schönerem Maße eigentlich bei sich zu hause hat oder haben könnte...
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