Endlich war es soweit: Stabiles Wochenendwanderwetter, also a gscheite große Wandertour machen. Ein paar mal war ich schon in Oberstdorf im Oytal und habe hoch oben einen Wanderweg vernommen, welcher auf Grund der Lage sehr interessant aussieht und wunderbare Ausblicke zulassen müsste. Also schaute ich am Vorabend in meinen Wanderführer ob dieser Weg eventuell im Rahmen einer Rundwanderung angeboten wird. Und siehe da ... den Laufbacher-Eck-Weg (Teil der Via Alpina) kann man mit einer Rundwanderung kombinieren. Aber nee, Bergfahrt ab Oberstdorf mit der PB zum Edmund-Probst-Haus ... das ist ja langweilig. Und da ich persönlich lieber den Berg hinauf laufe, als herunter, fiel die Bergfahrt aus. Aber die steile Teerstraße hinauf hatte ich auch keinen Bock ... also Tour umdrehen und durchs Oytal starten. Im Nachhinein die richtige Wahl, da ich so recht lange noch im Schatten wandern konnte. Ferner konnte ich mir so die Option offen halten, von Edmund-Probst-Haus mit der PB ins Tal zu fahren, da die Teerstraße extrem steil, kräfteraubend und wenig kniegelenkschonend ist. So zog ich dann die PB vor, weil ich zum einen schon recht fertig war und befürchtete, dass mir beim Abstieg die Knie schmerzen würden. In Anbetracht des Fahrpreises (17,50 € für die Talfahrt), war ich zwar nicht so ganz überzeugt davon, aber die Vernunft hat gesiegt. Achso ... 14,50 € ... bekam von den 6 € Parkgebühr 3 € erstattet ... wie großzügig
Leider hat sich irgendwie der GPS-Track verabschiedet, daher habe ich die Wanderung in GE selber nachgestellt:
Tourbeschreibung:
Um 6:15 Uhr wurde bei + 6°C in Oberstdorf (813 m) gestartet und es ging ins Oytal, dort vorbei am Oytalhaus (1.010 m) bis hinauf zur Käseralpe (1.405). Zieht sich ziemlich der Weg und ist größtenteils Teerstraße, aber war ja sehr schattig am Morgen. Von der Käseralpe dann sehr steil hinauf zur Wildenfeldhütte (1.692 m), weiter via Mitteleck (1.835 m) zum Himmelecksattel (2.007 m). Dort eine kleine Pause eingelegt und es ging um die östliche Umwanderung des Schnecks, dafür ging es hinab bis auf ca. 1.800m um anschließend das Laufbacher Eck (2.178 m) zu erklimmen. Erklimmen passt ganz gut, da er Anstieg frontal in der Sonne lag und recht kräfteraubend war. Oben dann eine ausgiebige Pause eingelegt, das traumhafte Panorama genossen und anschließend den Laufbacher-Eck-Weg in Angriff genommen. Das war genau der Weg, den ich schon einige male vom Tal aus gesehen habe. Im Wechsel von An- und Abstiegen schlängelt sich der Weg teilweise arg ausgesetzt unterhalb der Gipfel entlang und führte mich abschließend zum Edmund-Probst-Haus (1.930 m). Dort legte ich mich noch etwas in die Sonne und trat dann die Talfahrt mit der PB an ... die 1.117 Höhenmeter Non-Stop-Abstieg (ca. 2 Stunden) sparte ich mir heute und war so nach 15 min. im Tal.
Tourdaten:
Höhenunterschied: 1.974 m
Distanz: 20,385 km
Dauer: 8h inkl. Pausen und Sonnenbad
Und nun zu den Bildern:
^^ Guten Morgen ... die Sonne geht auf und beleuchtet die Bergszenarie, in der Mitte der Himmelschrofen zwischen Trettach- (links) und Stillachtal (rechts)
^^ Ich liebe die Morgensonne in den Alpen, welche gerade die Schafalpenköpfe in Szene setzt, im Schatten darunter erkennt man die Mittelstation der Fellhorn-EUB
^^ Weil es so schön ist
^^ Im Oytal, schattig kühl. Der Rückweg für heute befindet sich nebenbei bemerkt links oben entlang der Berggipfel
^^ Vorbei am Oytalhaus
^^ Untere Gutenalpe
^^ Der imposante Höfats von Osten aus betrachtet
^^ Stuibenfall
^^ Talkessel der Käseralpe
^^ Von der Käseralpe ging es recht steil weiter, hier zurückblickend
^^ Wildenfeldhütte am Fuße Großer Wilder und Hinterer Wilder
^^ Blick zum Laufbacher-Eck-Weg (setzt sich hinten unterhalb der Berggipfel ab), vorher galt es allerdings den Schneck hintenherum zu umwandern, welcher hier von Himmelhorn (li.) und Himmeleck (re.) verdeckt ist.
^^ Blick hinab in den Talkessel der Käseralpe, hinten in der Bildmitte der Älpelesattel, der Übergang vom Oytal ins Dietersbachtal
^^ Höfats
^^ Himmelhorn (li.) und Himmeleck (re.), rechts anschließend der Himmelecksattel
^^ Tiefblick ins Oytal
^^ In der Bildmitte wieder der Älpelesattel, rechts der Höfats
^^ Ankunft am Himmelecksattel mit nochmaligem Blick auf den Höfats
^^ Nach Osten eröffnet sich nun der Blick auf den Hochvogel
^^ Der Himmelecksattel liegt am Ende vom Bärgündeletal, rechts wieder der Hochvogel
^^ Bei der östlichen Umwanderung des Schneck, das nächste Ziel liegt hinten auf dem Sattel
^^ Es boten sich immer wieder herrliche Ausblicke in die umliegenden Berge, die hier fast allesamt komplett mit Gras bewachsen sind.
^^ Nach schau mal an
^^ Also richtig Angst hatte das Tierchen nicht
^^ Dann begann der doch kräfteraubende Aufstieg zum Laufbacher Eck (weißer Pfeil), anfangs Schuttfelder mit wenig Grip, am Ende sehr steil und beides in voller Sonne
^^ Der 2.268m hohe Schneck
^^ Weiterer Aufstieg zum Laufbacher Eck
^^ Bergwachthütte auf 1.918 m Höhe mit Helikopterlandeplatz, als ich am Laufbacher Eck war schellte der Alarm
^^ Ankunft am Laufbacher-Eck-Sattel mit Blick nach Nordosten an Salober und Berggächtle vorbei
^^ Blick ins Bärgündeletal, ziemlich genau in der Bildmitte funkelt das Dach vom Prinz-Luitpold-Haus, hinten wieder der markante Hochvogel
^^ Dieser nun im Zoom
^^ Blick gen Südwesten am Höfats vorbei
^^ Der imposante Verlauf des Laufbacher-Eck-Wegs
^^ Rechts der Laufbacher Eck, ich begab mich nun vom Laufbacher-Eck-Sattel auf den Laufbacher-Eck-Weg
^^ Blick zum Nebelhorn mit Bergstation 3.Sektion sowie Edmund-Probst-Haus an der Bergstation der 2. Sektion
^^ Blick auf die Daumengruppe: Zwischen Nebelhorn (weißer Pfeil links) und Großer Daumen / Kleiner Daumen (weiße Pfeile rechts) verläuft der Hindelanger Klettersteig
^^ Hinten der Hohe Ifen, davor das Söllereck, rechts am Hang der Laufenbacher-Eck-Weg, also mein weiterer Weg
^^ Blick hinab ins Obertal, welches am Ende zusammen mit dem Bärgündeletal das Hintersteiner Tal bilden
^^ Blick zurück zum Laufbacher Eck
^^ Jetzt wurde es spannend, der Weg ausgesetzter ... sozusagen ein Pfad ins Nichts
Hinten wieder der Höfats
^^ Das ist doch mal schönes Bergwandern
^^ Talkessel um die Käseralpe, wo ich heute früh vorbeigekommen bin
^^ Weiter geht’s auf dem Laufenbacher-Eck-Weg
^^ Blick zurück auf eine sehr interessante Passage, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit unbedingt notwendig
^^ Dann ging es aber wieder über Grashänge weiter, hinten der Schochen
^^ Blick hinab ins Oytal mit Stuibenfall und Käseralpe, an dieser erkennt man links den steilen Anstieg vom Morgen.
^^ Und es geht munter weiter
^^ Blick auf die gegenüberliegende Talseite auf die Obere und Untere Lugenalpe
^^ Oytal
^^ Obertal, hinten erkennt man nun das Hintersteiner Tal
^^ Das Ziel bald erreicht, Edmund-Probst-Haus ... darüber thront das Nebelhorn
^^ Seealpsee
^^ Heute war „Tag der offenen Tür“
^^ Oberstdorf
^^ Edmund-Probst-Haus, Bergstation 2. Sektion, Talstation 3.Sektion
^^ Damit in diesem Bericht auch noch eine Seilbahn vorkommt und es so keine Beschwerden geben kann ... voila
^^ Die Einfahrt der Kabine in die Bergstation der 2. Sektion soll diesen Bericht abschließen
Fazit: Eine lange und anstrengende, aber sehr lohnenswerte Tour. Man kann sich die Tour allerdings erleichtern, indem man mit der PB bis zum Edmund-Probst-Haus fährt. Jedoch läuft man dann mit den „Massen“ in eine Richtung. Durch die Wahl den Weg umgekehrt zu laufen hat man bis zum Laufenbacher Eck die Berge für sich, auf dem Laufenbacher-Eck-Weg kommen dann zwar einem die Leute entgegen, dafür laufen einem aber keine vor den Füssen herum, denn überholen ist auf dem schmalen Weg eher schwer.