Samstag 30.7.11: Wir sitzen beim Sommeropen Air und lauschen Status Quo und Opus – live is life hat schon was….
Sonntag 31.7.11 und Montag 1.8.11: Eine kleine Bergtour mitsamt einer Hüttenübernachtung steht am Plan…
Mittwoch: 3.8.11: Sommerschi steht am Plan…
Das nenne ich mal ein dicht gedrängtes Programm.
Und die beginnt um 5:30 in Salzburg. Gepackt wurde am Vortag, die Ski wandern ins Auto und wir kommen uns etwas komisch vor, als wir den Weg ins Mölltal einschlagen. Zwei Stunden Fahrzeit vergehen wie im Flug, via Tauern und Katschberg erreichen wir, etwas am anus mundi gelegen, die Talstation in Flattach. Die Straße dort hinauf an sich ist ja schon ein Erlebnis. Vor Kolbnitz wird der Straßenzustand schlecht, die Rumpelpiste wird immer schlimmer bis dann mal ein Abzweig erreicht wird. Aja, den Güterweg da geht’s rauf?! Einige Kilometer weiter ist dann die sehr nüchtern gehaltene Talstation erreicht.
Nicht einmal ordentliche Kassen hat man hier oben – das Personal nimmt im Container Platz. Vergleicht man das mit dem Talstationskomplex vom Hintertuxer…
Auch Innen dominiert die betonige Sachlichkeit. Nur die Heilige Barbara (die Schutzheilige auch meiner Zunft) bietet etwas Heimeliges.
Und da steht nun unser Transportmittel. Der Wartebereich ist sehr spartanisch – nicht mal Bänke gibt es, dafür einen Kaffeeautomaten. Die Bahn um 8.30 verpassen wir um wenige Minuten, und so warten wir in der Betonwüste auf die 9 Uhr Fahrt, die uns, und das muss man sagen, sehr schnell hochbringt. Die Bahn fährt Höchstgeschwindigkeit, obwohl wir alleine im Wagen sind.
8 Minuten später, die Bergstation ist erreicht. Auch hier gibt’s betonartige Nüchternheit pur.
Die 6 EUB Eissee bringt uns nun weiter hinauf.
Die Vorfreude steigt nun, gleichzeitig auch die Spannung. Wie wird die Piste wohl sein? Wir haben ja August!
Die ersten Teile der Alteckbahn liegen auch schon bereit.
Et voila, das schaut ja nach Skifahren am Wurtenkees aus! Na dann, nur vorher muss man noch runtergehen, um zum Gletscher zu gelangen. Und somit muss man, um aufs Klo gehen zu können, auch wieder rauf latschen… Irgendwie eine Fehlplanung, unten bei der 6er hätte man wohl ein WC installieren können.
Warum wohl heißt eine Garnitur der SSB Sonnblick I?
Nach den ersten Schwüngen, die sich seltsam anfühlen, erreichen wir die DSB 3000. Los ist nichts, nur ein paar Rennteams sind da, und so haben wir recht viel Platz. Und die Teams sind bis 11 auch weg.
Na dann, VOLLGAS! Die Pisten sind noch erstaunlich hart, es hat durchgefroren und so kommen wir in den Genuss eines sehr passablen Pistenzustandes.
Bergstation vom Gletscherjet und der DSB 3000. Mangels Andranges ist nur die DSB offen, an der 6er läuft die Revision.
DSB 3000 vor der Kulisse der Tauern.
Ja wo sind denn die Massen, die im Winter die Skigebiete stürmen? Nicht da, na sowas aber auch.
Strecke der beiden Sesselbahnen. Die 6er hat keine Gletscherstützen, die DSB hat genau noch eine.
Und immer noch kein Mensch auf einer Piste, die immer besser wurde, je später es wurde.
Blick gen Süden.
Erster Hang unter der Bergstation. WOW!
Das Gletscherskigebiet im Pano. Wir können es wirklich genießen. Die Horden sind im Freibad, der Gletscher ist leer. So mögen wir den Sommer!
Im unteren Bereich haben die Kanonen brav nachgeholfen. Ohne sie gäbe es wohl keinen Skibetrieb hier heroben.
Stangelfahrer… oder die Überreste davon, die auch bald verschwinden. Dann gibt’s auch hier freie Bahn.
Dazu kann man eigentlich nichts mehr sagen. PERFEKT!
Und nochmal so ein leere Piste…
Pano vom Skigebiet im unteren Drittel. Oben sind die Hänge besser, unten kann man es schön auslaufen lassen. On e Schieben kommt man zur Talstation. Dort gibt’s übrigens ein großes Depot.
Sonnblick. Da sind vermutlich mehr Leute rauf an diesem Tag als am Gletscher Skifahren waren.
Auch sehr nüchtern gehalten (vergleicht man das mit der Talstation von der Mittelberg EUB und der Gletschersee 6er am Pitztaler), die Talstationen des Gletscherjets und der DSB 3000. Die DSB hat auch Fußgängerbetrieb und macht manchmal Mucken. Bei langsamer Geschwindigkeit neigt offenbar die Überwachung des Spannwagens anzusprechen. Das gibt dann ein Halt.
Grauer Gletscher… Von oben kommt nichts mehr nach, dieser Teil des Wurtenkees ist am Sterben.
Kurze Pause zum Essen. Das gesamte Gletschergebiet liegt einem zu Füßen. Netterweise gi bts hier Bänke und Tische, sodass man dem nicht vorhandenen Treiben am Gletscher zusehen kann. Nur das Rauschen des Schmelzwassers und das Gehen der nicht mit Skischuhen bekleideten Touristen (viele Italiener) stören die Stille.
Das darf euch schafi erklären.
Kurz vor 14 Uhr steigen wir noch zum Schareck hoch. Um 14 Uhr ist dann Schluss, die DSB stellt den Betrieb ein, nur die EUB und die SSB fahren noch bis 16 Uhr, um die Wanderer runter zubringen.
Sportgastein wäre so nahe…
Baustelle Alteck mit 40% mehr Pisten. Wo die sind weiß der Kuckuck – egal, die Pisten dürften interessant werden.
Nach einem erholsamen Essen ging es dann auch schon wieder hinunter, wobei anzumerken ist, dass die SSB nur im 30 Minuten Intervall verkehrt und natürlich haben wir eine Fahrt um wenige Sekunden verpasst. Und so durften wir mal wieder in der nüchternen Betonwüste einer Standseilbahnstation auf die nächste Fahrt warten….
Was bleibt zu sagen? Es war schlicht der perfekte Sommerskitag. Besser geht Sommerski nicht und die beiden Pisten laden definitiv zum Wiederkommen ein, die Anreise hingegen nicht. Tja, wo bleibt die Schareckbahn?
MFG Dachstein