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Die große Klima-Diskussion

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Der große Regen kam erst, als die Weinlese auf Sylt schon durch war. Das Frühjahr war extrem trocken. Haben viele Bauern selten erlebt! Dieses Jahr ging der Schädlingsbefall auf den Feldern viel mehr Richtung Insekten als Pilze. Sonst ist es an der Küste eher umgekehrt, da man Insektenkalamitäten eher an der Sonnenseite hat und umgekehrt die Schadpilze da wo es feucht ist.
Was ich an diesem Wochenende auf der A20 in Meck-Pom gesehen habe, war teilweise echt erschreckend, wieviele Talsohlen da großflächig unter Wasser stehen. Überall steht noch der Raps... wir haben August, der hätte schon längst drinnen sein müssen. Die Farbe geht schon langsam richtung dunkelgrau-lila. Ich hab das noch nie beim Raps gesehen...
 
^^Aber diese Erscheinungen ordne sogar ich ( :wink: ) einfach nur unter Wetter ein, hat mit Klimawandel noch nix zu tun.
Die drei kalten Winter hintereinander sind da schon was anderes....
 
Also diesen Sommer würde es zumindest teilweise eher auf Klimawandel in die andere Richtung gehen, nämlich zu einer Eiszeit. Ich war einschliesslich heute nur genau 3 Tage am See und da hab ich auch noch die wenigen stabilen Schönwettertage seit Juni ausgenutzt. Und gestern, also der Weissseeferner schaut nicht besonders gut aus, aber für Mitte August eigentlich nicht zu grausig. Der Gepatsch, oben noch so gut wie komplett weiss, hat mir gestern richtig entgegengeleuchtet

img_0253.jpg

Auf dem Kompletten oberen Teil sieht man, dass fast kein Blankeis ist, auch an manchen Eisbrüchen ist noch Schnee drüber Mitte August, wohlgemerkt. Zunge ist vollkommen aper, die reicht aber eh bis ca. 2100m hinunter. Bild ist vom Glockturm aufgenommen (3353m)

Und das nachdem Landeck (ca. 800m) der wärmste Ort Österreichs war mit 27°C, oben auf 2300m hatte ich maximal 13°C Aussen (Auto stand in der Sonne, Schatten gibts ja da ausser Bergschatten keinen) ganz oben am Glockturm, brauchte ich meine Bergjacke, da warens so um die +5°C, das ist für die Hundstage nicht heiss, aber gut die ganzen Felsgipfel der Ötztaler haben eh eine "Sitzheizung" (Dunkles Gestein=Hitzespeicher)

mFg Widdi
 
Aha.... kaum sind der zu trockene und warme Winter und das viel zu warme Frühjahr Vergessen, schon wird bei einem "normalen" Mitteleuropäischen Sommer schon nach einer neuen Eiszeit gerufen... :D
 
Der Juli war fast 2°C zu kühl (München), also das ist doch schon ziemlich unterkühlt, oder?
Und der Juli war sowas von Grottig, der war nicht einmal mehr mitteleuropäisch normal, war deutlich weniger Sonne und mehr Regen als im Schnitt. Ausserdem wars irgendwann im Juli mal so dermassen kalt, dass es bis auf 1600m runtergeschneit hatte (Nordalpen)!
Da hatte ich genau 2 Bergtouren gemacht und die bei Halbscharigem Wetter, weil was besseres war an den Wochenenden nie vorzufinden. Der August dagegen ist bisher ok, hat zwar auch seine Sauwetterschrullen gehabt aber war nicht wie der Juli fast komplett verunglückt und nächste Woche schauts eh nach einigen Tagen recht schönem Wetter aus.

mFg Widdi
 
Ein nasskalter Juli in D ist eher ein Rückfall in die Normalität.
Kann mich noch an meinen Schulatlas erinnern. Da war auf der Klimaseite Mitteleuropa mit "Sommerregen" bedruckt.
 
@Widdi
Ich seh das genau so wie Fab. In den Letzten 30 Jahren hat's mindestens 4 solcher Sommer gegeben. Unlängst hat da ein Wetterfrosch was dazu gesagt. Das nämlich solche Sommer alle 5-7 Jahre vorkommen und daher normal sind. Aber bekanntermassen haben die Menschen ein Kurzes Gedächtnis.
 
Denke in den 60iger u. 70iger Jahren waren die sommerlichen Kälteeinbrüche noch häufiger.

Meine Eltern hatten seinerzeit einen Gasthof in Hof/Nordbayern. Der Gasthof war Juli/August ca. 4 Wochen wg. Betriebsferien zu.
Die Eltern urlaubten in Kärnten. Ich bin 1 o. 2 wochen später separat 7 Wochen in die Weststeiermark zur Großmutter gefahren.
Natürlich wurde die Zentralheizung (Fremdenzimmer) abgeschaltet. Lediglich ein Raum konnte mit Gas separat beheizt werden.
Den musste ich regelmäßig nutzen, so kalt war es oft (Islandtief - der Klassiker :D ).

Bei der Fahrt durch die Alpen hatte es oft weit runtergeschneit. Erst zuhause in der Stmk. herrschte pannonischer Sommer.
 
Foto-Irrer schrieb:
... Auch in den Niederlanden gibt es bereits 100 Hektar Weinanbau.

Das hat leider nichts zu tun mit die Erwärmung des Klimas sonder damit das man da Interesse in gefunden hat, und einerseits Sorte gewählt/entwickelt hat damit es „gut“ zu machen ist bei uns und anderseits die Anbaugebiete sehr gut positionieren muss. Die Produktion pro m2 ist aber klein und Arbeitsintensiv. Damit sind die Preise hoch, besonders im Vergleich zum Qualität.
 
Info stammt direkt von einem niederländischen Landwirt, dessen Nachbar hobbymäßig mit Weinbau angefangen hat und zu ihm meinte, dass das Klima in NL jetzt vergleichbar ist wie vor 30 Jahren in der Bourgogne. Dass Sortenentwicklung auch eine Rolle hat, ist mir schon klar. Aber selbst +2 Grad können in 10-20 Jahren ökologisch eine Menge ausmachen. Der Maiszünsler z.B. war eigentlich immer nur bei den Maisbauern südlich des Mains ein Problem. Jetzt, 10 Jahre nachdem ich zum ersten mal von ihm im Studium gehört habe, wird er schon hier oben nördlich der Elbe beobachtet. Vorher war es ihm hier im Boden einfach zu kalt.
 
Hier einige links nach Forums usw. wo das Idee dass der Klimawandel die Grundursage ist das es jetzt Weinbau gibt in die Niederlände widersprochen wird. Natürlich macht es einen kleinen Betrag, aber sie ist nicht die Grundursage dass es wieder Weinbau bei uns gibt (seit dem Römer gibt es schon Weinbau in die Niederlände). Es hat andere Gründe, als Klimatologische, dass es damals fast völlig verschwunden war.

Dazu, es würde mich freuen wenn wir jetzt das gleiche Klima als die Bourgogne haben würden als die vor 30 Jahren hätten (endlich mal ein richtige Sommer), aber das ist leider nicht so. Und +2 Grad in die letzte 10-20 Jahren auch nicht.

http://wijn.blog.nl/columns/2007/03/25/wijnfabels-deel-6-door-het-broeikaseffect-wordt-nederland-een-wijnland

http://nl.wikipedia.org/wiki/Wijnbouw_in_Nederland

http://www.wijngaardwageningseberg.nl/html/nederland.html

http://eten-en-drinken.infonu.nl/bier-en-wijn/61093-wijnbouw-in-nederland-druivenrassen-en-wijngaarden.html
 
Arlbergfan schrieb:
So, wieder in Tirol, muss ich feststellen, dass der Glungezer (2500m) schon wieder angezuckert ist. Der Sommer hat sich doch bisher im Alpenraum eher kühl gemäßigt gezeigt. Und ich weiß auch, dass wir erst Ende September ein Fazit ziehen können. Ich meine jedoch behaupten zu können, dass die Gletscher bisher recht viel Glück hatten, und von einer langen Hitzeperiode verschont geblieben sind. Ansonsten hätte es dieses Jahr sicher enorme Abschmelzsummen gegeben. Was meint ihr dazu?


2 Wochen später sieht die Welt ganz anders aus. Diese Woche ist Gift für die Gletscher ... da gehts dahin, mit den letzten Resten!
 
Fab schrieb:
Zermatt - Furggsattel aktuell :(
Also für viele Schweizer Alpengletscher welche ich via Webcam und teilweise auch live beobachtet habe muss ich sagen, dass vor allem seit Anfang August der Sommer diese zu gut im Griff hatte - sprich eine schnelle Abschmelzsumme innert wenigen Tagen! Ich war den ganzen Juli am Titlis, da hatte es sicher noch stellenweise bis zu 2 Meter Schnee. Mittlerweile ist fast alles weg! Blankes Gletschereis und von Schnee keine Rede - hier mal ein Foto:

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Hatte gestern ein Buch über die Wetterwarte am Sonnblick in der Hand. Sehr interessante Sache.

Da war eben auch ein Kapitel über Klima und unter anderem Zeitreihen für die Schneehöhe.
Interessant fand ich dass die schneereichsten zwei Jahre exakt gleich anfingen und aufhörten wie die zwei schneeärmsten.
Die schneereichsten Winter starteten am 1.10. mit 0cm Schnee und hatten als Maximum über 10m Schneedecke, die allerdings im Juli und August fast vollständig abschmolz und per 1.10. des Folgejahres war alles vollständig abgetaut.
Die schneeärmsten starteten ebenfalls mit 0cm am 1.10., hatten um oder knapp unter 2m Maximalschneehöhe, hielten die Schneedecke aber gleich lang wie die Jahre mit über 10m Schneedecke (bis in den September ca.)

Zeigt also dass selbst exorbitante Schneeakkumulation alleine kein Garant für ein "gutes" Gletscherjahr ist.
 
cauchy schrieb:
Hatte gestern ein Buch über die Wetterwarte am Sonnblick in der Hand. Sehr interessante Sache.

Da war eben auch ein Kapitel über Klima und unter anderem Zeitreihen für die Schneehöhe.
Interessant fand ich dass die schneereichsten zwei Jahre exakt gleich anfingen und aufhörten wie die zwei schneeärmsten.
Die schneereichsten Winter starteten am 1.10. mit 0cm Schnee und hatten als Maximum über 10m Schneedecke, die allerdings im Juli und August fast vollständig abschmolz und per 1.10. des Folgejahres war alles vollständig abgetaut.
Die schneeärmsten starteten ebenfalls mit 0cm am 1.10., hatten um oder knapp unter 2m Maximalschneehöhe, hielten die Schneedecke aber gleich lang wie die Jahre mit über 10m Schneedecke (bis in den September ca.)

Zeigt also dass selbst exorbitante Schneeakkumulation alleine kein Garant für ein "gutes" Gletscherjahr ist.

Ich gehe davon aus, dass die Schneehöhe am 1.10. immer der Nullpunkt für die nächsten 12 Monate ist.
 
Hmmm, auch ein guter Punkt...

Dann waren eventuell die Schneehöhen jeweils am 1.10. nicht dieselben, dennoch ist in den beiden Fällen (die zwei schneereichsten und die zwei schneeärmsten Jahre) der gesamte Schnee abgetaut und das auch ziemlich zur gleichen Zeit.

Interessant fand ich halt, dass nur zwei Sommermonate dafür sorgen dass über 10m Schnee abtauen, während sie in anderen Jahren nicht oder gerade ausreichten um knapp um 2m abtauen zu lassen.
 
Der Wetterfrosch vom Schweizerfernsehen hat letzte Woche gemeint das die 0 Grad-Grenze aussergewöhnlich hoch ist. Normal wäre um die Jahreszeit 3500m effektiv war sie bei 4300m. Generell ist festzustellen das die 0 Grad-Grenze in den letzten Jahren höher liegt. Wenn wunderst also das die Gletscher dahinschwinden.
 
Ich war seit Mitte der 80er Jahre oft im Herbst (Mitte Sept. bis spätestens 10.10) zum Wandern unterwegs. Da war bei Schönwetter (überwiegend) die 0°-Grenze bei mm. 3800m.
 
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