Während der letzten Monate hat eine externe Firma verschiedene Szenarien erarbeitet; nun ist klar, dass man weiter zusammenarbeiten wird.
Zudem hat man ein Bekenntnis dazu abgegeben, dass dereinst nicht nur die Skigebiete von Andermatt und Sedrun verbunden werden, sondern auch diejenigen von Sedrun und Disentis. Für den Vorstand von Sedrun Disentis Tourismus sei die Verbiundung nach Disentis sogar "sehr wichtig".
Eine Umfrage bei den Einwohnerinnen und Einwohners von der Gemeinden Tujetsch und Disentis/Mustér hatte vor etwa einem Jahr ergeben, dass ein Grossteil der Menschen wünscht, dass Sedrun und Disentis weiterhin zusammenarbeiten und dass auch die Bergbahnen möglichst zusammenarbeiten sollten.
Etwas seltsam mutet an, dass die beiden Bergbahnchefs, die noch letzten Winter offiziell erklärt hatten, eine Zusammenarbeit käme nicht in Frage, nirgends zitiert sind (pikanterweise wurde übrigens im Frühling der Sedruner Bergbahnchef aus dem Sedruner Gemeinderat abgewählt - sein Widersacher in der Sedrun-Disentis-möglichst-zusammen-Sache hingegen erreichte ein sehr gutes Resultat). Allerdings ist es angesichts der Entwicklungen andernorts in den Alpen nur eine Frage der Zeit, bis es eine einzige Ferien-Destinantion Andermatt-Sedrun-Disentis gibt. Von der Beschaulichkeit und verhältnismässigen Ruhe, die ich an meinem Heimattal so liebe, war's das dann wohl im Winter.
Ich war heute auf dem Tgom - seit dem Abriss der Müller-SB Cungieri die einzige Sommerbahn hier. Womöglich kommt Cungieri in den kommenden Jahren zu einem Comeback... denn eine allfällige Verbindung mit Disentis ist vermutlich nur mit dieser Linienführung zu erreichen (wobei ich einen Beginn der Bahn weiter unten als am Bahnhof vorziehen würde):
Dass der Cuolm da Vi ein Rutschgebiet ist und das ganze Ding in den kommenden 10'000 Jahren mal runter kommen wird, muss uns derzeit noch nicht beschäftigen. Allerdings kann die potentielle neue Anlage nicht zu weit links zu liegen kommen. Dass allerdings nur eine einzige Anlage die Verbindung ermöglicht, ist bestechend - auch wenn eine Skipiste nach Sedrun angesichts der Topographie kaum realisierbar sein wird.