Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

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3303
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von 3303 »

jens.f hat geschrieben:
3303 hat geschrieben: Gäbe es zB diesen Ziehweg nicht, sondern die Skifahrer müssten frei bzw. ohne nennensweten Pistenbau am Hang Traversieren, wären die Leute wesentlich aufmerksamer und sich dessen bewusster, in was für einem Gelände sie sich bewegen.
Sorry, aber das ist nun völlig daneben:
.
Nein, denn die Absturzkante ist durch den Pistenbau vergrößert. Du interpretierst Falsches in mein Posting hinein. Nicht interpretieren, sondern bitte lesen, was ich geschrieben habe.

Die Tatsache, dass der sich im Freien Skiraum bewegende Mensch eigenverantwortlich handelt, stelle ich ja nicht in Frage, nur kann ich als Betreiber eben die Potentiale, die zu Unfällen führen vergrößern oder nicht. Das entbindet den Verunfallten aber selbstverständlich nicht davon, dass er selbst und ohne Fremdverschulden zu Tode gekommen ist.
Und wie gesagt soll das jeder Betreiber für sich selbst abwägen. Die Absurdität solcher Zustände wird aber immer dann deutlich, wenn die Einzäunung einer Piste quasi durch den Pistenbau selbst erst für erforderlich gehalten wird. Man baut selbst eine Absturzkante ins Gelände und überlegt dann, diese abzuzäunen.

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mic
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von mic »

3303 hat geschrieben: ....nur muss man sich dann eben mit dem einen oder anderen zusätzlichen Unfall abfinden, der dadurch entsteht, dass man entsprechende Kunden rekrutiert.
Ein häufig zu beobachtenden Phänomen ist, dass man jedem noch so unerfahrenen bzw. ungeübten Gast jedes noch so hochalpine Gelände zugänglich machen will, um Frequenzen und damit Umsatz zu steigern; sich dabei teils aber scheinbar einzubilden scheint, dass das ohne Folgen möglich sei.
...
Sehe ich genauso. Für mich ist das hier das Paradebeispiel dafür:
http://winter.mayrhofner-bergbahnen.com ... piste.html
Da wird dann auch noch ein Fotograf hingestellt der alles im Bild festhält. 8O
Sowas zieht die Geister doch nur sinnlos an.
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massatomba
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von massatomba »

3303 hat geschrieben:Nein, denn die Absturzkante ist durch den Pistenbau vergrößert. Du interpretierst Falsches in mein Posting hinein. Nicht interpretieren, sondern bitte lesen, was ich geschrieben habe.

Die Tatsache, dass der sich im Freien Skiraum bewegende Mensch eigenverantwortlich handelt, stelle ich ja nicht in Frage, nur kann ich als Betreiber eben die Potentiale, die zu Unfällen führen vergrößern oder nicht. Das entbindet den Verunfallten aber selbstverständlich nicht davon, dass er selbst und ohne Fremdverschulden zu Tode gekommen ist.
Und wie gesagt soll das jeder Betreiber für sich selbst abwägen. Die Absurdität solcher Zustände wird aber immer dann deutlich, wenn die Einzäunung einer Piste quasi durch den Pistenbau selbst erst für erforderlich gehalten wird. Man baut selbst eine Absturzkante ins Gelände und überlegt dann, diese abzuzäunen.
sehr gut formuliert!
leider gilt nicht nur für die Opfer, sondern auch für den betreiber das "trial and error prinzip"
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von Foto-Irrer »

s.oliver78 hat geschrieben:Jeder der Skifährt oder irgendwelchen Sport aussübt tut dies freiwillig und in völliger Eigenverantwortung!
Wenn was passiert, selber Schuld!
Bitte ergänze "...ausserhalb gesicherter und markierter Pisten", damit die Aussage nicht ins Lächerliche zu driften droht! Der Skisport ist, sofern man sich im entsprechenden Bereich aufhält, ein Dienstleistungsangebot für sportliche Aktivitäten und für die sehr wohl der Betreiber die Verantwortung zur Sicherheit übernehmen muss. Sonst dürfte man einem Kunden das "gesichert" überhaupt nicht anbieten!!! Frag mal die hier angemeldeten Betriebsleiter wie z.B. AF-User "zürs", wenn jemand auf einer vereisten Piste ins Rutschen kommt und tödlich verunglückt, aus welchen Gründen auch immer, wird gegen den Betriebsleiter wegen fahrlässiger Tötung ermittelt (ein Betriebsleiter a.D. hat mir da mal ausführlich über einen Fall berichtet).
Nur um es klar zu stellen: Wenn einer abseits der Piste auf einem Gletscher in eine Spalte fällt, selber Schuld, auch wenn dieser Skifahrer auf dem Bild da oben über die Kante fällt und sich alle Knochen bricht. Der Betriebsleiter müsste aber Schuld sein, wenn unten auf der Piste ein Skifahrer steht und irgendein "Depp" auf ihn fällt (aber auch nur bzgl. der Schädigung der Person, welche sich auf der Piste aufhielt, im markierten und gesicherten Bereich).

PS: Jochen Schweizer haftet doch auch dafür, wenn das Bungee-Jumping-Seil nicht richtig festgemacht wurde und sagt nicht, dass das freiwillig und auf eigene Verantwortung war und die Person ja das Seil hätte selbst überprüfen müssen. :mrgreen:
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von al.(d)EnTe »

In wirklichkeit sind nicht die Bergbahnen verantwortlich fuer die Verletztung und schaedigung des Opfers. Sondern der von oben herunterfaellt haftet. die Bergbahnen haben aber in jedem falle einen schaden.
zum vergleich strassenverkehr: der betreiber einer strasse wird wohl haften, falls er ein schlagloch nicht entfernt und dadurch ein unfall entsteht. aber sicher haftet der betreiber nicht, wenn irgend ein depp von einer bruecke auf Dein Auto runter springt oder mit anlauf aus einer seitenstrasse auf eine hauptstrasse faehrt.
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von jens.f »

3303 hat geschrieben:
jens.f hat geschrieben:
3303 hat geschrieben: Gäbe es zB diesen Ziehweg nicht, sondern die Skifahrer müssten frei bzw. ohne nennensweten Pistenbau am Hang Traversieren, wären die Leute wesentlich aufmerksamer und sich dessen bewusster, in was für einem Gelände sie sich bewegen.
Sorry, aber das ist nun völlig daneben:
.
Nein, denn die Absturzkante ist durch den Pistenbau vergrößert. Du interpretierst Falsches in mein Posting hinein. Nicht interpretieren, sondern bitte lesen, was ich geschrieben habe.
wo Interpretiere ich etwas falsch?
Natürlich wir die Kante durch den Pistenbau vergrößert - aber nochmal: Wo ist das Problem dabei?
Im freien Skiraum gibt es eh jede Menge Absturzkanten und andere Gefahren - ob hier durch einen Pistenbau eine Kante vergrößert wird spielt daher keine Rolle - im freien Skiraum muss man mit Kanten rechnen!
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von s.oliver78 »

wo Interpretiere ich etwas falsch?
Natürlich wir die Kante durch den Pistenbau vergrößert - aber nochmal: Wo ist das Problem dabei?
Im freien Skiraum gibt es eh jede Menge Absturzkanten und andere Gefahren - ob hier durch einen Pistenbau eine Kante vergrößert wird spielt daher keine Rolle - im freien Skiraum muss man mit Kanten rechnen!
Genau meine Meinung!
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von massatomba »

s.oliver78 hat geschrieben:
wo Interpretiere ich etwas falsch?
Natürlich wir die Kante durch den Pistenbau vergrößert - aber nochmal: Wo ist das Problem dabei?
Im freien Skiraum gibt es eh jede Menge Absturzkanten und andere Gefahren - ob hier durch einen Pistenbau eine Kante vergrößert wird spielt daher keine Rolle - im freien Skiraum muss man mit Kanten rechnen!
Genau meine Meinung!
ich glaube es ging mehr um die gefährdung des markierten skiraums durch "anfliegende deppen" aus dem freien gelände (skiraum will ich jetzt nich schreiben).
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von Foto-Irrer »

So, damit hier alle Spekulationen ein Ende haben, hat der regionale Hamburg-Teil von Bild.de den Fall klar und deutlich und vor allem unmißverständlich aufgeschlüsselt :D
http://www.bild.de/regional/hamburg/spo ... .bild.html
Inkl. Bilder, u.a. von ihm selbst und dem Haus des "beliebten" Zahnarztes. Das nenne ich mal vorBILDliche Informationsfülle für den interessierten AFler.

Der überraschende Grund für den Unfall... Ehe zerbrochen! 8O

Der Grund für seinen Tod ist derweil sehr mysteriös und ein Fall für Galileo Mystery, denn er starb trotz Helmes... :rolleyes: (in einer Spalte, nicht wegen einem Kliff)
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von massatomba »

Foto-Irrer hat geschrieben:So, damit hier alle Spekulationen ein Ende haben, hat der regionale Hamburg-Teil von Bild.de den Fall klar und deutlich und vor allem unmißverständlich aufgeschlüsselt :D
http://www.bild.de/regional/hamburg/spo ... .bild.html
Inkl. Bilder, u.a. von ihm selbst und dem Haus des "beliebten" Zahnarztes. Das nenne ich mal vorBILDliche Informationsfülle für den interessierten AFler.

Der überraschende Grund für den Unfall... Ehe zerbrochen! 8O

Der Grund für seinen Tod ist derweil sehr mysteriös und ein Fall für Galileo Mystery, denn er starb trotz Helmes... :rolleyes: (in einer Spalte, nicht wegen einem Kliff)

was lernen wir daraus:
- wir müssen unseren spekulationshorizont erweitern
- selbst 1,5 m tiefe g-spalten können tödlich sein, trotz helm
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Werna76
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von Werna76 »

Er hat sich doch das Genick gebrochen, wenn ich da richtig informiert bin?
Da ist es doch egal ob man Helm trägt oder ist das falsch?
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Stani
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von Stani »

Werna76 hat geschrieben:Ich empfinde das auch als mehr als dumm und habe nicht mal ansatzweise Mitleid mit solchen Typen.
Freeride is natürlich geil brauch ma ja ned reden darüber, aber im Herbst oder Frühjahr übern Gletscher... :?
Bei mir gehts sogar soweit, dass wenn ich bei Berichten wie über diesen Unfall hier denke... Ein Depp weniger!
sry, aber gerade im Frühjahr herrschen -oft- die besten Verhältnisse auf den Gletschern.
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Re: Opfer nach Spaltensturz Sölden Rettenbach

Beitrag von Stani »

ahh ja, ich könnte auch gerne Photos hochladen von der vergangenen Woche, wie schön verspurt (Hunderte von Spuren) die noch gechlosse Route Ice Age am KSH war, selbst Skilehrer mit Gruppen fuhren dort runter, recht viele fuhren einfach durch (gequert) den teils riesigen Spalten
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