Gem. ÖAMTC sollen es heute 60 km Stau vorm Oswaldibergtunnel gewesen sein, ASFINAG spricht aber "nur" von 30 km, der LH von Kärnten fordert nun eine 2.Röhre des Karawanken und den Ausbau des Knotens Villach. Beides um das Verkehrsproblem weiter nach Süden durchzureichen.
Was ich immer noch nicht ganz kapier.
Warum Blockabfertigung vorm Oswaldibergtunnel ? Der ist doch zweisröhrig oder ?
Oder gibts da etwa auch schon wieder irgendein dummes Gesetz von der EU ?
Zu Karawankentunnel. Ich glaub, der wird so schnell nicht ausgebaut. Was die Slowenen in den letzten 10 Jahren in Ihre Autobahnen Geld bepumpt haben ist schon Wahnsinn. Die Autobahn noch dem Karawankentunnel geht ja jetzt schon komplett durch bis Kroatien. Und sogar die Umfahrung von Lublijana ist mit einem Tunnel fertig.
Nur wenn du noch Richtung KRK, Bubrovnik und Split willst, muss 50 km Landstraße fahren, aber das ist auch einigermaßen in Ordnung.
Und nur für die 3 oder 4 Tage im Jahr, wo vorm Karawankentunnel mal Stau ist gleich ne 2te Röhre bauen, find ich doch etwas zu übertrieben.
Hochkönig hat geschrieben:Was ich immer noch nicht ganz kapier.
Warum Blockabfertigung vorm Oswaldibergtunnel ? Der ist doch zweisröhrig oder ?
Oder gibts da etwa auch schon wieder irgendein dummes Gesetz von der EU ?
Glaube der Stau war vorm Oswaldibergtunnel und reichte durch diesen durch. Wenn dies eintritt werden in AT die Tunnel gesperrt und aus Sicherheitsgründen nur noch in Blöcken abgefertigt, wenn der entsprechende Verkehr nach dem Tunnel wieder abgeflossen ist um keinen stehenden Verkehr im Tunnel zu haben. Da spielt es keine Rolle ob ein- oder zweiröhrig.
snowflat hat geschrieben:Glaube der Stau war vorm Oswaldibergtunnel und reichte durch diesen durch. Wenn dies eintritt werden in AT die Tunnel gesperrt und aus Sicherheitsgründen nur noch in Blöcken abgefertigt, wenn der entsprechende Verkehr nach dem Tunnel wieder abgeflossen ist um keinen stehenden Verkehr im Tunnel zu haben. Da spielt es keine Rolle ob ein- oder zweiröhrig.
Der Stau ist am Knoten Villach entstanden und hat sich bis in den Oswaldibergtunnel gestaut, wo dann die Blockabfertigung stattgefunden hat. Hier ist ja nicht der Tunnel selbst das Hinderniss (wie bisher der einröhrige Tauerntunnel), sondern der Knoten Villach. Also ist im Grunde egal ob hier Blockabfertigung herrscht oder nicht, ob man jetzt mit Stop and Go an den Knoten Villach kommt oder vor dem Tunnel etwas länger wartet und dann flüssig durchfährt.
snowflat hat geschrieben:Wenn dies eintritt werden in AT die Tunnel gesperrt und aus Sicherheitsgründen nur noch in Blöcken abgefertigt, wenn der entsprechende Verkehr nach dem Tunnel wieder abgeflossen ist um keinen stehenden Verkehr im Tunnel zu haben.
Gibt's nicht nur in AT, sondern auch jeden Morgen in MUC.
Wenn sich vor dem Allacher Tunnel alles staut (also eigentlich immer ), und der Rückstau bis zum Aubinger Tunnel geht, dann wird der Aubinger Tunnel für ca. 10 min gesperrt. Naja, lieber ein paar Minuten Motor aus und dann durchfahren...
Das Problem ist, dass am Knoten Villach jeweils nur eine Fahrspur Richtung Italien (Kanaltal / A23.it), Richtung Slowenien (A11.at / A2.si) und Richtung Wien (A2.at) zur Verfügung. Dadurch kommt es bei dieser Verkehrsbelastung (2300 KFZ/h) und mangelnder Ortskenntnis mit den damit verbundenen Spurwechseln (3 Spuren) scheinbar unweigerlich zu Stau. Direkt vor dem Knoten Villach gibt es zudem mit der Unterflurtrasse St. Andrä und dem über 4 km langen Oswaldibergtunnel 2 Zonen, wo in keinem Fall ein Rückstau entstehen darf. Aus diesem Grund - Blockabfertigung Oswaldibergtunnel.
Die Diskrepanz zwischen 30 (ASFINAG) und 60 (ÖAMTC) km Stau dürfte von der Topographie der A10 herrühren - vor den diversen anderen Tunnel (Wolfsberg, Kroislerwand, Trebesing) wird wohl aus den gleichen Gründen auch der Verkehr angehalten worden sein, weshalb es einige km lang jeweils keinen Stau gegeben haben dürfte. Die ASFINAG wird das halt dementsprechend optimistisch gesehen haben.
Unabhängig davon gab es aber auch vor dem Karawankentunnel noch weitere 11 km Stau.
Jedenfalls begann der Stau scheinbar noch deutlich vor der Raststation Eisentratten, diese liegt etwa 52 km vom Westportal des Oswaldibergtunnel entfernt.
Und wieder ist der Tschirganttunnel in der Presse ... den einen Kommentar, wer an der Verkehrsmisere Schuld ist können sie sich in der Form aber auch getrost sparen:
Als Schuldigen für die Verkehrsmisere identifizierte er „die Preußen. Die haben uns die Autobahn bis an die Grenze hingeknallt in der Annahme, dass der andere, also der Tiroler, weitertun wird.“
Die Planungen auf deutscher Seite für den Lückenschluss begannen 1970, seit dem ist bekannt, dass die A7 einmal bis zur Grenze führen wird, fertiggestellt war der Lückenschluss dann 2009 ... also 39 Jahre später. Scheinbar reicht das den Österreichern nicht als Vorlaufzeit.
Im Detail:
1992 war die A7 bis Nesselwang fertig gestellt
1999 Eröffnung des Grenztunnels
2005 Eröffnung erste Richtungsfahrbahn im Anschluss an den Grenztunnel
2009 Einweihung des letzten Teilstücks
Also bei den Planungen und Fertigstellungsterminen von "hingeknallt" zu sprechen, was ja einem Überraschungseffekt gleichkommen würde, kann man in keinster Weise sprechen. Meines Erachtens versucht man jetzt, den schwarzen Peter jemanden in die Schuhe zu schieben, weil man die Wichtigkeit des Projektes verachtet und die Folgen falsch eingeschätzt hat. Die Leidtragenden sind nun, so leid es mir auch persönlich tut, wenn ich da entlang fahre, die Anwohner.
auch wenn die Verteilung noch zu regeln wäre, müsste mal jemand hochrechnen, wieviel mehr Einnahmen man hätte, wenn die A7 quasi durch bis an die Inntalautobahn gebaut wird
Dann könnte man nämlich Wegezoll von denjenigen kassieren, die ohne Pickerl Sölden, Pitztal, SFL, Kaunertal, Reschenpass, Stanzertal und Paznaun ansteuern (linksrum, Inntaldreieck, und rechtsrum, Rheintal, kostet es ja auch!).
Jemand eine Vorstellung, was das für ein Plus an Mehreinnahmen wäre???
Im weiteren Verlauf dann die Timmelsjochroute als Autobahn bis Meran weiterziehen und wir haben eine neue Alpentransitroute
Kannst ja mal kalkulieren anhand der Verkehrsstatistik, was sich dort so in den Hauptmonaten an Verkehr durch Tarrenz bzw. Obsteig quält. Ziehst so übern Daumen gepeilt den Ziel-/Quellverkehr ab, einen Teil abziehen, die eh schon ne Vignette haben und multipizierst den ca. Rest dann mit den Kosten für die 10-Tagesvignette. Glaube da kommt schon ein nettes Zubrot raus, allerdings könnten einige Skigebiete dann nicht mehr mit mautfreier Anreise werben
Aber man korrigiere mich: Die Vignette ist in AT für B-Straßen doch eh nicht machbar (sondern nur für AS-Straßen), da nicht durch die ASFINAG betrieben.
snowflat hat geschrieben:Aber man korrigiere mich: Die Vignette ist in AT für B-Straßen doch eh nicht machbar (sondern nur für AS-Straßen), da nicht durch die ASFINAG betrieben.
Je nachdem wie nachher der Europäische Gerichtshof über das sektorale LKW-Fahrverbot in Tirol entscheidet, wird dann per sofort ein fixes Tempolimit von 100 kmh auf Tirols Autobahnen eingeführt, wenn sich die Politik das wagt.
Kippt der EuGH das Fahrverbot, tritt es von heute auf morgen außer Kraft. Folgt der Gerichtshof seiner Generalanwältin, dann zeichnet sich nur ein Weg ab, die Lkw-Bremse wieder einführen zu können: Der Preis dafür ist ein permanentes Tempolimit auf Tirols Autobahnen. Fuß weg vom Gas heißt weniger Schadstoffe, die in die Luft geblasen werden.
Ob jetzt bei 5 von 6 Mal durchfahren IG-L an ist oder gleich offiziell 100, ist auch schon wurscht. Die 130 sind in Tirol doch eh nur noch Theorie (leider).
Gerade >7 Std. von Alta Badia nach Deutschland gebraucht... in weiteren 7 Std. könnten wir zuhause sein Schuld waren klassisch die A12 von Kramsach bis Kiefersfelden und die 10-15km Stau vor der Brennermautstelle.
doch, waren um 1 vor der Tür (danke an die Nachtbaustelle und 50km Landstrasse vor Hannover).
Den Tag über fahren und dann zurück haben wir schon ein paar mal probiert. Da ist man echt zu fertig und der Wagen hat ein Bouquet...
Da empfehle ich ne Zwischenübernachtung. Ich fahr meistens erst am Nachmittag gegen 15 Uhr vom Skifahren los, schaffe es dann fast immer ohne Stau bis ins Frankenland hinter Bayreuth, übernachte für 30 € mit leckerem Frühstück und komme entspannt irgendwann gegen 13/14 Uhr hier oben wieder an.