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Das Kaiserwetter nach Weihnachten will genutzt werden und trotz der vielen Münchner, die Urlaub haben, kann man auch am Spitzingsee einen tollen Skitag verbringen. Ja, es war voll, aber bei geschickter Einteilung des Skitages kann man dies auch hier ganz gut umgehen. In der Früh bevor die Massen kommen, kann man es auf der frisch hergerichteten Stümpflingabfahrt krachen lassen, dann geht es zu den kürzeren Schleppern oben sowie dem Rosskopf mit der Grünseeabfahrt. Wenn es schließlich zu voll wird, nimmt man den Skibus zum Taubenstein, verbringt dort den Mittag, bevor man nachmittags nach Abzug der Massen noch zwei ruhigere Stündchen am Stümpfling verbringen kann.
Soweit eine möglicher Skitag bei Hochbetrieb am Spitzing. Die Bedingungen sind gut, die beschneiten Hauptabfahrten in einem guten Zustand, auf den unbeschneiten Pisten kommen hin und wieder ein paar Steine durch, gerade am Taubenstein ein paar mehr. Aber dort kann man sie auch wunderbar umfahren, es ist dort schlicht nichts los. Durch die hohen Temperaturen herrschen derzeit zwar eher Frühlingsbedingungen, aber heute und morgen soll ja wieder etwas Nachschub von Frau Holle kommen.
Wartezeiten hatte ich dank geschickter Aufteilung maximal gut fünf Minuten an der Stümpflingbahn und am Kurvenlift, sonst mal drei Minuten, oft aber auch nichts.
Am Morgen ist auch an der Stümpflingbahn noch nichts los, sodass man die Morgensonne ungetrübt genießen kann. Die Abfahrt ist schön kupiert und lädt zu großen Carvingschwüngen ein.
Auch am Osthang ist zu dieser Zeit noch nichts los, die Bedingungen sind gerade perfekt.
Auf den Rosskopf führt seit letztem Jahr die neue – seeehr langsame - DSB, durch die dort oben allerdings wesentlich mehr Betrieb herrscht.
Der Drehpunkt des Gebietes sind die Bergstationen der beiden Sesselbahnen, hier wird es an solchen Tagen höllisch eng, voll und chaotisch.
Die Fernsicht ist grandios, München ist genauso wie der Alpenhauptkamm gestochen scharf zu erkennen.
Zuerst der Blick Richtung Rosenheim.
Nach München.
Vorne zum Tegernsee, hinten der Starnberger See.
Am Taubenstein ist’s noch schattig, also warte ich noch ein bisschen bis ich rüberwechsel.
Risserkogel und Blankenstein (mit den Felszacken).
Karwendel und Wetterstein.
Schinder.
Zoom zum östlichen Karwendel.
Guffert.
Auch die Grünseeabfahrt (der skifahrerische Höhepunkt im Stümpflinggebiet) ist seit letztem Jahr stärker frequentiert. Trotz der mäßigen Schneelage ist auch der Starthang bereits sehr gut fahrbar, derzeit natürlich als steile Buckelpiste ausgefahren. Lediglich ganz unten gibt’s kurze abgefahrene Stellen mit ein paar Steinen.
Im Talboden herrscht morgens eine fast schon mystische Stimmung.
Als der Andrang zu groß wird, wechsle ich zum Taubenstein. Dort hat man auch an solchen Tagen ein Privatskigebiet, es sind vielleicht insgesamt 50 Leute unterwegs. Schade! So bedeutet das das schleichende Ende eines coolen Oldschool-Gebietes mit viel Flair! Ein erstes Anzeichen ist ja heuer schon zu erkennen, der Taubenstein hat nur noch am Wochenende und in den Ferien geöffnet.
Die Stimmung dort ist schon etwas besonders. Im Gegensatz zum Stümpfling ist Hektik ein Fremdwort, die Liftler sind entspannt, ratschen mit jedem der vorbeikommt.
Am Lochgraben gibt’s noch einige Steine, aber die lassen sich dank des geringen Betriebs gut umfahren.
Wendelstein, noch so ein kleines, aber feines Refugium (derzeit aber noch ohne Schnee).
Grünsee-Starthang in der Totalen.
Blick zur Maxlrainerhütte. Der Maxlrainerlift hat leider erst aufgemacht, nachdem ist weg war, so musste ich mich mit dem Taubensteinhang zufrieden geben. Aber auch hier war ich mittags unter den ersten, die ihn gefahren sind, er hat erst kurz vorher geöffnet. Den Dieselmotor hört man von weitem…
Der Rauhkopf bietet schließlich fordernde, steile Abfahrten und rundet das Gebiet am Taubenstein ab. Immer wieder gerne! Nutzt es, solange es den Taubenstein noch gibt!
Für die letzten zwei Stunden ziehe ich mich noch zur Suttnabfahrt zurück, hier scheint noch die Sonne, die Leute werden auch wieder weniger und so neigt sich ein guter Skitag dem Ende zu.