Auf der Suche nach einer speziellen Tierart
Es war bereits die 2. Tour der Crazy-Men in diesem Winter.
Genau einen Monat zuvor waren Chasseral, GMD, Downhill, Wintercamper und ich in den Hochsavoien in Frankreich unterwegs.
Und jetzt Kärnten. Ohne unseren 5. Mann (Chasseral) erlebten wir hier den Gegensatz zur ersten Tour!
Waren es in Frankreich noch frostige -23°, so schwitzten hier die Crazy-Men kräftig bei bis zu 40° höheren Temperaturen!
Sind die Crazy-Men in Frankreich noch fast im Schnee ersoffen, so fuhren wir hier auf weißen Kunstschnee Bändern auf grünen Wiesen ins Tal!
Und hetzten wir durch Frankreichs Großskigebiete um möglichst viele Lifte und Pisten abzufahren, so genossen wir hier die Gemütlichkeit der Hütten und des Après Skis!
Tour-Beginn bereits beim AF-Weltcup:
Begonnen hatte diese Crazy-Men Tour bereits schon mit der Teilnahme am Foren-Weltcup in Brand.
Doch hier war die gesuchte Tierart allerdings nicht zu finden! Und das trotz Ankündigung der Veranstalter !!!
Also verabschiedeten wir uns Sonntag Morgen nach dem Frühstück auf Alberts Hütte von den Forums-Kollegen und machten uns auf den Weg nach Kärnten, der über den Arlberg, Brenner und durch das Pustertal führte.
Im Pustertal reichte es noch für eine Nachmittagskarte im neu verbundenen Skigebiet Gitschberg / Jochtal. Schon hier wurde sehr deutlich, dass der Süden viel weniger Schnee abbekommen hatte als beispielsweise Vorarlberg und Tirol. Grüne Wiesen prägten hier das Bild bei der Ankunft.
Die neu entstandene Skiarena war ganz nett, allerdings ist die Verbindung mit jeweils zwei Seilbahnfahrten doch etwas umständlich. Nächstes Jahr soll eine neue Abfahrt entstehen, die zumindest den Wechsel ins Jochtal attraktiver macht.
Nach 3 weiteren Autostunden sind wir dann endlich an unserem eigentlichen Ziel angekommen.
Unserer Hotel lag direkt am Ossiacher See unweit des Skigebietes Gerlitzen. Zu unserer Überraschung stellte sich heraus, daß es sich hier um ein Familienhotel handelte. Auch an der Rezeption kam prompt der Kommentar: Oh 4 Männer ?!
Mein spontaner Kommentar: Ja, alles meine Brüder!
Na ja, die Crazy-Men sind ja inzwischen auch schon fast wie eine Familie.
Und schon bald wurde uns auch klar, dass wir in einem Familienhotel die gesuchte Tierart auch nicht antreffen würden.
Als wir am Abend der Ankunft noch einen Absacker an der Hotelbar nehmen wollten, der nächste Schock. Die Hotelbar hatte bereits um 22.00 Uhr geschlossen. Auf der Suche, den Durst zu stillen, landeten wir nach fast endlos scheinender Suche im Seilbahnstüble der Kanzelbahn am Gerlitzen. Zwar wollte die Wirtin gerade schließen, aber für uns machte sie dann doch gerne Überstunden.
Hier sollte dann auch am folgenden Tag der erste Skitag in Kärnten stattfinden!
Skitag 1: Gerlitzen
Auch bekannt als der Kronplatz von Kärnten!
Gleich 5 Lifte kommen oben auf der Kuppe ringförmig an. Immerhin gibt es auch hier den einzigen 8er Sessellift Kärntens! Das Gebiet ist jedoch wenig aufregend und der Schnee war leider gegen Mittag sehr sulzig. Nach der Talfahrt mit der Kanzelbahn (eine Talabfahrt gibt es auf dieser Seite nicht), begaben wir uns wieder ins Seilbahnstüble. Hier trafen sich überwiegend Liftpersonal und Skilehrer. Unter Letzteren entdeckten wir dann auch ein erstes Exemplar!
Skitag 2: Sella Nevea / Kanin
Das liegt zwar nicht in Kärnten, aber im Dreiländereck Österreich, Slowenien, Italien. Und da machten wir mal eine Ausnahme, schon allein der schönen Berichte hier aus dem Forum wegen.
Die Anfahrt zur Sella Nevea war Landschaftlich genau so grandios wie oben angekommen der Anblick auf die Skipisten. Im Gegensatz zum Gerlitzen war hier oben alles sehr Hochalpin mit bizarren Felswänden durchsetzt. Doch beim Blick auf die Pistentafel die Ernüchterung!
Im slowenischen Teil standen fast alle Abfahrten auf rot. Lediglich an einer DSB und einer 4erSB im oberen Bereich waren die Pisten geöffnet. Im Gegensatz zur italienischen Seite gibt es dort keinen Kunstschnee und Südhänge waren es auch noch.
Am Ende des Skitages kehrten wir noch in der alten Seilbahnstation der Sella Nevea PB ein, die zu einer kultigen Hütte umfunktioniert wurde. Hier gibt es auch den berühmten Kanin-Burger.
Allerdings, wie in Italien üblich wurde unser gemütliches Hüttendasein durch die Carabineri schnell beendet und wir wurden ins Tal begleitet.
Skitag 3: Heiligenblut am Großglockner
Klein, aber fein und super freundlich !!!
Hier sind viele Pisten mit relativ wenigen Liften erschlossen.
Besondere Schmankerl mit dem Großglockner-Falldown, der Tunnelbahn Fleißalm und einer knackigen schwarzen Skiroute mit anschließendem Aufstieg (hier müßte noch ein Seillift hin) machen das Gebiet zu einen absoluten Highlight. Auch die guten Schneeverhältnisse und nicht zuletzt die netten Hütten verleiten zu einer Wiederholungstat!
Auf der Terrasse der Hütte an der Bergstation des Tauernberg-Lifts saßen wir dann noch gemütlich nach Liftschluss bei ein, zwei Weizenbier in himmlischer Ruhe, die nur ab und an durch das surren eines Pistenbullys, der bereits die benachbarte Piste hinauf zur Seppenalm präparierte unterbrochen wurde. Von hier aus bekam auch unser daheimgebliebener Kollege eine MMS und wir zwei Runden vom Hüttenwirt spendiert.
Skitag 4: Bad Kleinkirchheim
Hier war es besonders krass mit den weißen Kunstschneebändern auf grünem Untergrund.
Ohne Kunstschnee wäre dort Skifahren nicht möglich gewesen!
Insbesondere in St. Oswald war es grün bis auf den Gipfel!
Leider viel auch der berühmte Klammer-Stich dem Schneemangel zum Opfer.
Aber was war jetzt noch mit der gesuchten Tierart?
Am Abend dieses Skitages versuchten wir unser Glück in Villach. Eine nette Bedienung unseres Hotels fuhr uns in die Stadt rein, damit nicht einer der Crazy-Men auf dem trockenen sitzen bleiben musste.
In einer Disco entdeckten wir sie dann schließlich.
Da zwei der anwesenden Crazy-Men zur Zeit solo sind, dachten sich die beiden anderen, den Kollegen etwas nachhelfen zu müssen. Aber auch hier Fehlanzeige! Nur Jungtiere und diese waren wohl noch zu scheu bzw. selbst unser jüngster Crazy-Man schon zu alt!
Der Taxifahrer, der uns um 2 Uhr morgens zurück ins Hotel fuhr, sah uns wohl an was geschehen war, denn er zeigte uns unaufgefordert Lokalitäten in denen man besagte Tierart stundenweise ausleihen könne.
Wir lehnten dankend ab, denn schließlich sollten die beiden Solo-Crazy-Men an längerfristiger Haltung interessiert sein!
Skitag 5: Nassfeld Hermagor
Nach sehr wenig Schlaf ging es dann ins Ischgl von Kärnten!
Dieses Gebiet ist eine Klasse für sich und wohl größenmäßig einzigartig in der ganzen Region.
Auch hier konnte man am Abend auf der Talabfahrt noch in einer Hütte schön bei lauter Musik und Weizenbier den Skitag ausklingen lassen. Mit dem Einbruch der Dunkelheit fuhren wir dann ins Tal ab. Sogar Nachtskifeeling kam auf, denn der Vollmond sorgte fürs Flutlicht.
Gezeichnet noch vom Vorabend fanden dann die Crazy-Men sehr schnell den Weg zur Nachtruhe. Und das ausgerechnet am letzten Abend! So konnte die Crazy-Men Tour nicht zu Ende gehen!
Skitag 6: Katschberg
Am Abreisetag fuhren wir dann noch am Katschberg Ski. Zum Gebiet selbst braucht man hier nicht viel zu sagen, gibt es doch ausführliche Berichte im Forum.
Als sich alle schon auf die Heimreise eingestellt hatten, kam Wintercamper an der Autobahnausfahrt Flachau noch die Idee, den am Katschberg nur sehr dürftig vorhandenen Apres-Ski nachzuholen und so fuhren wir noch in den Flachauer Dampfkessel!
Hier waren sie dann endlich anzutreffen: Die Rassekatzen!
Selbst Ihre Scheu haben Sie dort verloren und tanzten mit leichter Bekleidung auf dem Tresen!
Und um sie herum, jede Menge streunende Kater!
Zu den Bildern: (Vielleicht können die anderen Crazy Men ja auch noch ihre Bilder hinzufügen)