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19.9.2009 Ferrovia Mesolcinese "31 Kilometer Nordwärts"

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Re: 19.9.2009 Ferrovia Mesolcinese "31 Kilometer Nordwärts"

Beitrag von ATV » 01.06.2011 - 18:05

Den Bericht habe ich als einzigen stehengelassen, weil es keine Seilbahn ist.

By the way, der ABDe 4/4 454 wurde leider leider abgebrochen. :cry: Der ABe 4/4 Original Biasca-Aquarossa hat seine hässliche Farbe wieder gegen den Originalen Grün/Creme ausgetauscht.
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Re: 19.9.2009 Ferrovia Mesolcinese "31 Kilometer Nordwärts"

Beitrag von ATV » 08.07.2012 - 21:49

Einmal gute, einmal schlechte Neuigkeiten.
Mit der Verlegung der A13 in den Tunnel wird in Roveredo platz frei mitten im Dorf. Es ist geplant, die sen Platz neu zu überbauen. Die Bahnlinie will man nicht berücksichtigen. Könnte bedeuten, dass die Bahn nicht mehr so lange fährt. Der Original Triebwagen BM ABDe 4/4 454 wurde abgewrackt. Dafür gab es mit dem BA ABe 4/4 5 der ehemaligen Bahnlinie Biasca-Acquarossa (1911-1973) zuwachs.
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Re: 19.9.2009 Ferrovia Mesolcinese "31 Kilometer Nordwärts"

Beitrag von TPD » 08.07.2012 - 22:24

Verstehe ich nicht.
Einerseits beklagt man sich über den Rückgang im Tourismus. Andererseits zerstört man freiwillig die Infrastruktur, mit deren man Touristen anlocken könnte.
http://www.skichablais.net, die Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.

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Re: 19.9.2009 Ferrovia Mesolcinese "31 Kilometer Nordwärts"

Beitrag von oberländer » 11.07.2012 - 20:12

ATV hat geschrieben:Einmal gute, einmal schlechte Neuigkeiten.
Mit der Verlegung der A13 in den Tunnel wird in Roveredo platz frei mitten im Dorf. Es ist geplant, die sen Platz neu zu überbauen. Die Bahnlinie will man nicht berücksichtigen. Könnte bedeuten, dass die Bahn nicht mehr so lange fährt.
Du liegst leider richtig: Damit die Museumsbahn auf der Strecke fahren darf, benötigt sie eine Betriebsbewilligung, welche das BAV (Bundesamt für Verkehr), jeweils befristet ausstellt. Diese Betriebsbewiligung läuft auf Ende 2013 aus. Das BAV wird diese Bewiligung NICHT verlängern, den Bahnbetrieb auf Ende 2013 einstellen und die Strecke zum entgültigen Abbruch freigeben. Der Hauptgrund dafür liegt genau an diesem neuen Platz in Roveredo. Er bedingt, dass die Bahn für diesen Platz angepasst wird, konkret ist eine neue Brücke und eine Anpassung der daneben liegenden Strassen notwendig. Dieses Geld kann die Museumsbahn nicht aufbringen. Die Gemeinde Roveredo will das nicht bezahlen und die Bahn weghaben, die Kantone Tessin und Graubünden ebenfalls nicht, die haben kein Interesse am Erhalt, geschweige denn an einer millionenteuren Finanzierung der Bahnanlagen.

Lange Rede kurzer Sinn:
Ende 2013 wird der Bahnbetrieb nach 107 Jahren eingestellt und die Strecke stillgelegt. Mit Auslaufen der Betriebsbewiligung darf die Museumsbahn ab dann nicht mehr fahren. In Roveredo wie auch in Castione haben die ortsansässigen Behörden schon verlauten lassen, dass sie die Schienen entfernen wollen, der Rest dürfte bei Bedarf folgen.
Einerseits beklagt man sich über den Rückgang im Tourismus. Andererseits zerstört man freiwillig die Infrastruktur, mit deren man Touristen anlocken könnte.
Der Tessiner/Misoxer Einwohner hat grundsätzlich kein Interesse an Museumsbahnen, geschweige denn diese zu finanzieren. Die Fahrgäste bei der FM bestehen zu 100% aus touristen. Es ist kein Zufall, dass von ursprünglich sieben (!) Tessiner Schmalspurbahnen nur ganze zwei überlebt haben (Centovallibahn, Lugano-Ponte Tresa). Für die Ortsansässigen Bewohner und Behörden ist die Bahn in erster Linie ein Hinderniss, dass ihr überall in die Querre kommt (teure Infrastruktur, Strassenbahnabschnitte). Darum muss sie weg. Genau 40 Jahre nach Einstellung des planmässigen Personenverkehrs hat die Bahn den Kampf entgültig verloren... :cry:

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Re: 19.9.2009 Ferrovia Mesolcinese "31 Kilometer Nordwärts"

Beitrag von GMD » 11.07.2012 - 20:39

Die meisten Museumsbahnen werden nur von Touristen benutzt, das ist nun mal in der Natur der Sache! Nun ist es aber nicht so, dass man im Misox eine florierende Wirtschaft vorfindet und man auf das Geld der Besucher locker verzichten könnte. Seien wir mal ehrlich: Die meisten Touristen welche durch das Tal brausen denken keine Sekunde daran, hier einen Zwischenhalt einzuschalten oder gar ihren Urlaub dort zu verbringen! Das liegt natürlich einerseits daran, dass man nur möglichst schnell in die bekannten Ferienregionen des Tessins oder Italiens will. Aber es fehlt auch ganz klar an einer touristischen Infrastruktur. Die Museumsbahn hätte ein wichtiger Teil davon werden können. Sie wäre immerhin die einzige im ganzen Kanton gewesen. So gesehen wird hier aus falscher Sparsamkeit eine Chance verspielt.

Aber gut, wenn man weiterhin nur Transitregion auf dem Weg in den Süden sein will, bitte sehr! Aber dann bitte nicht über die schlechte wirtschaftliche Lage jammern und bei Kanton und Bund die hohle Hand machen und Subventionen verlangen! Leider ist das halt einfacher als selber was aufzugleisen (im wahrsten Sinne des Wortes!)...
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Re: 19.9.2009 Ferrovia Mesolcinese "31 Kilometer Nordwärts"

Beitrag von ATV » 11.07.2012 - 21:42

Naja anscheinend hat man nichts gelernt. Ponte Tresa scheint man die gleichen Fehler zu begehen wie in den 60er Jahren. Der Streckenabschnitt der bis jetzt als Vorortbahn von Lugano fugierte soll abgbrochen werden und als Ersatz ein direkter Tunnel von Agno zum Bahnhof. Damit wird auch dieser Teil des öffentlichen verkehrs auf die Strasse verlegt, und das Notabene in einer Stadt die jetzt schon zu Stosszeiten der Verkehr kollabiert weil so viele 5en zur Arbeit mit dem Auto in die Stadt fahren.
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Re: 19.9.2009 Ferrovia Mesolcinese "31 Kilometer Nordwärts"

Beitrag von oberländer » 12.07.2012 - 22:38

GMD hat geschrieben:Seien wir mal ehrlich: Die meisten Touristen welche durch das Tal brausen denken keine Sekunde daran, hier einen Zwischenhalt einzuschalten oder gar ihren Urlaub dort zu verbringen! Das liegt natürlich einerseits daran, dass man nur möglichst schnell in die bekannten Ferienregionen des Tessins oder Italiens will. Aber es fehlt auch ganz klar an einer touristischen Infrastruktur. Die Museumsbahn hätte ein wichtiger Teil davon werden können. Sie wäre immerhin die einzige im ganzen Kanton gewesen. So gesehen wird hier aus falscher Sparsamkeit eine Chance verspielt. Aber gut, wenn man weiterhin nur Transitregion auf dem Weg in den Süden sein will, bitte sehr! Aber dann bitte nicht über die schlechte wirtschaftliche Lage jammern und bei Kanton und Bund die hohle Hand machen und Subventionen verlangen! Leider ist das halt einfacher als selber was aufzugleisen (im wahrsten Sinne des Wortes!)...
Euch ist sicher bekannt, dass das Misox samt Bahn und Roveredo im Kanton Graubünden liegt. Von der jetzt noch erhaltenen Strecke von 12.7 km liegen gerade mal ein Viertel oder 3.4 km im Tessin, Rest ist Kanton Graubünden. Die Tessiner machten und machen öV-mässig nicht gerade eine gute Falle, doch hier sind sie mehrheitlich "unschuldig", da trägt das Bündnerland die Hauptverantwortung.
Und die Bündner haben kein Interesse am italienisch sprechenden und nach dem Tessin ausgerichteten Misox, geschweige denn haben sie es nötig, den Tourismus dort zu fördern. Davos, St. Moritz und Co. spühlt genug in die Kasse. Und so ist halt auch das "Armenhaus Misox" entstanden. Der Tessin verweist achselzuckend auf den zuständigen Kanton Graubünden, und diese vergessen zu gern, dass das Gebiet enet dem San Bernardino auch noch zu ihnen gehört...
Und von wegen falscher Sparsamkeit, wenn eine Gemeinde Millionen (!) in eine Museumsbahn investieren müsste und vom Kanton keine Unterstützung kommt, braucht einem der negative Entscheid nicht zu verwundern. Zumal die nur sporadisch verkehrende Museumsbahn weder die Bekanntheit, noch die Nachfrage noch den touristischen Einfluss anderer, erfolgreicher Musemsbahnen hat. Die BM war nie mehr als eine kleine Nebenbahn in ein Seitental einer abgelegenen Region.


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Re: 19.9.2009 Ferrovia Mesolcinese "31 Kilometer Nordwärts"

Beitrag von GMD » 14.07.2012 - 13:32

Da wäre er wieder mal, der uralte Kantönligeist, der schon so viele gute Ideen zu Fall gebracht hat. Da kocht man dann auf jeder Seite der Grenze sein eigenes Süppchen, pflegt mit Leidenschaft die Rivalität zum Nachbarkanton und macht sich so mit Inbrunst (und grossem Erfolg) gegenseitig das Leben schwer. Besonders übel ist das touristisch gesehen in Gegenden, wo die Kantonsgrenze nicht einer natürlichen Grenze folgt und so eine eigentlich gewachsene Region zerteilt. Doch den Touristen ist diese Grenze ziemlich egal, für sie ist das eine Region; vor allem wenn sie aus dem Ausland kommen wissen sie in der Regel nicht einmal von davon. Das ist im Misox zweifelsohne der Fall. Politisch zwar grösstenteils zu Graubünden gehörend, ist es doch geografisch und auch von der Mentalität her eher zum Tessin gehörend. Für die meisten Auswärtigen ist es eh ein Stück Tessin.

Um zu erfahren was so eine unnatürliche Grenzziehung auslösen kann, muss man vom Misox aus nur der A13 etwa 75min bis in die Ferienregion Heidiland (Walensee, Sarganserland & Bündner Herrschaft) folgen. Da stritten sich die St. Galler und Graubündner über zwanzig Jahre, liessen keine Gelegenheit aus um dem anderen eins ans Bein zu treten, führten sogar Prozesse gegeneinander und sind beide um Haaresbreite am Schiffbruch vorbeigeschrammt. In der Region sprach man sogar schon vom Heidikrieg! Doch man hat sich schliesslich doch zusammengerauft, und siehe da: Das Geschäft läuft nicht schlecht!
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Re: 19.9.2009 Ferrovia Mesolcinese "31 Kilometer Nordwärts"

Beitrag von Kakadu » 30.08.2012 - 13:30

ATV hat geschrieben:Schlimmer find ich die Stillegung der grossen Von Roll Stahlwerke im Tessin und Misox. [...] Trotz NEAT Grossbaustelle.

Mich würden mal die Entwicklungen in Ambri, Lavogo oder Biasca interessieren.
Die Gegend ist Landschaftlich Wunderschön, wild aber schon sehr Arm. :(
Die Landschaft in der mittleren Leventina (mindestens zwischen Bassa di Nara und Chiera) war auch schon wilder. Vor einigen Jahren wurden über und unterhalb der Waldgrenze so gut wie sämtliche herumliegenden Felsblöcke per Helikopter abtransportiert. Im kleinen ist da viel von der Wildheit und des Charakters der Landschaft zerstört worden. Wandern dort war mal wirklich interessant – inzwischen ist es oftmals eine Enttäuschung, wenn man den damaligen Zustand mit den vielen "Felsblock-Naturskulpturen" noch im Hinterkopf hat. Da latscht man heute teilweise nur noch über kahle Hügel, wo es zuvor immer wieder was zu entdecken gab.

Von der NEAT hatten sich die Einheimischen einiges versprochen. Arbeit gekriegt haben dann aber nur fremde Tunnelbauer aus aller Welt. Auch die Zusatzinfrastruktur ist nicht mit dem lokalen Gewerbe verbunden; das wurde alles herangekarrt und verschwindet später wieder; incl. des Personals, der Containerunterkünfte, etc. - die ehemaligen Hotels am Bahnhof von Faido gammeln seit Jahren vor sich hin; mit der NEAT erhoffte man sich eine Wiederbelebung. War aber nix; da ist nicht absehbar, ob sich da irgendwann mal überhaupt wieder etwas tun wird.
:argue: . . . . . . . . . :nixweiss: . . . . . . . . . :gruebel: . . . . . . . . . :verweis:

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