Beschneiung und Wasserreserve

Fachforum für technische Schneeerzeugung: Diskussionen zu Schneekanonen, Lanzen, Snowfarming, Eigenbau-Anleitungen und Beschneiungstechnik.
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gerrit
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Beschneiung und Wasserreserve

Beitrag von gerrit »

Angesichts der nun in vielen Gebieten auf Hochtouren laufenden Beschneiiungsanlagen frage ich mich Folgendes:
Wenn auf die Frühbeschneiiung eine lange Warmwetterperiode folgt und der Kunstschnee wieder schmilzt, so hat man jedenfalls einen ökonomischen Schaden durch den Stromverbrauch, soviel ist klar.
Kann es aber auch sein, dass das verbrauchte Wasser ein Problem ist und später eventuell fehlt? Oder können die Beschneiiungsteiche auch während der Saison aufgefüllt werden? Gibt es da Unterschiede zwischen verschiedenen Gebieten?
D.h. muss man beim Beschneien - vor allem am Beginn der Saison - auch ans Wassersparen denken, um später nicht ev. auf dem Trockenen zu sitzen?
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chianti
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Re: Beschneiung und Wasserreserve

Beitrag von chianti »

gerrit hat geschrieben:Kann es aber auch sein, dass das verbrauchte Wasser ein Problem ist und später eventuell fehlt?
Ja - es ist weniger der Energiebedarf als der Wasserbedarf, der bei Beschneiung der Flaschenhals ist.
gerrit hat geschrieben:Oder können die Beschneiungsteiche auch während der Saison aufgefüllt werden?
Nur wenn sie Anschluss an eine natürliche Quelle haben - die dürften aber eine kleine Minderheit sein.
gerrit hat geschrieben:D.h. muss man beim Beschneien - vor allem am Beginn der Saison - auch ans Wassersparen denken, um später nicht ev. auf dem Trockenen zu sitzen?
Kommt auf die Größe des Speicherteiches an, aber im Prinzip richtig.

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Re: AW: Beschneiung und Wasserreserve

Beitrag von molotov »

Kommt drauf an. Die Weltmeister im beschneien im Ennstal können wohl aus der Enns wieder nachfüllen. Woanders gibt es so gut wie keine Möglichkeit nachzufüllen.
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Re: Beschneiung und Wasserreserve

Beitrag von Rüganer »

In den Dolomiten füllen sie ihre unterirdischen Speicher auch immer wieder auf.
Kenne das vom Grödnertal.
Danke Schweiz und Bulgarien !
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Re: Beschneiung und Wasserreserve

Beitrag von Denker »

In Mayrhofen kommt am Ahorn das Schneiwasser vom Speicher Stillup, da spielt der Wasserverbrauch keine Rolle.
Am Penken gibt es meines Wissens nach keine Nachfüllmöglichkeiten.
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Ram-Brand
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Re: Beschneiung und Wasserreserve

Beitrag von Ram-Brand »

Wieviel Wasser aus dem Fluß entnommen werden darf, wird aber geregelt.
Man kann da nicht beliebig viel Abzapfen.
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Re: Beschneiung und Wasserreserve

Beitrag von gerrit »

Danke mal für die Rückmeldungen, war urlaubsbedingt knapp 2 Wochen im Ausland und habe mich deshalb hier nicht mehr gemeldet. Es kann also doch ein Problem sein, wenn man im Herbst zu früh sein Pulver verschießt oder Wasser verspritzt, aber offenbar sind die Schigebiete unterschiedlich davon betroffen.
Frage an die Insider unter den Usern: Wie groß ist dieses Problem in der Praxis, d.h. zerbricht man sich darüber sehr den Kopf oder rangiert diese Überlegung eher unter "ferner liefen"?
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Re: Beschneiung und Wasserreserve

Beitrag von Dachstein »

chianti hat geschrieben:
gerrit hat geschrieben:Oder können die Beschneiungsteiche auch während der Saison aufgefüllt werden?
Nur wenn sie Anschluss an eine natürliche Quelle haben - die dürften aber eine kleine Minderheit sein.
Absoluter Unfug. Erstens gibt es durchaus Skigebiete, die ihre Speicher während der Schneizeit nochmal füllen (Pumpen - Ennstal, Skiwelt, wobei die Wasserentnahme genau geregelt ist - wodurch es passieren kann, dass das Füllen länger dauert als das Verbrauchen beim Schneien), auf der anderen Seite gibt es Skigebiete, die ihre Schneistruktur so ausgelegt haben, dass sie von einem "Zentralspeicher" nochmal füllen können (z.B. Sölden).

MFG Dachstein
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Re: Beschneiung und Wasserreserve

Beitrag von Ram-Brand »

In Sölden ist es aber eher gemischt.

Dort wurde früher nur das Wasser aus der Ötztaler Ache entnommen.
Seit ein paar Jahren gibt es erst die Speicherteiche.
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