Im Sommer war ich auf dem Rückweg von einer LSAP-Wanderung am Hirschberg schon einmal hier, gelockt von interessanten Winterberichten. Damals war Freitag und der ESL lief nicht, aber so konnte ich wenigstens letzten Sonntag mit ihm endlich fahren.
Alberschwende bot sich in Verbindung mit dem Pfänder (da dürfte es den Schnee nun leider ganz schön wegputzen
Bei dem kalten Wetter wäre Andelsbuch mit den beiden langen DSBen wahrscheinlich nicht so vergnüglich gewesen, zumal ich die schon im Sommer besucht hatte.
Gerade noch hatte ich vor ein paar Tagen die Sommerbilder von hier bearbeitet – aber das liegt erst mal auf Halde. Ich hatte Glück und fand einen Parkplatz, aus dem ich bei dem Schnee auch wieder ohne durchdrehende Räder herauskommen würde und musste aber statt dessen ein Stück bis zur ESL-Talstation hinauf laufen. Aber so war ich für die sitzheizungslose Fahrt gewappnet. Währenddessen stieg der Vorfreudebarometer steil an, da wieder mal eine neue ESL-Fahrt anstand! Leider musste ich mich dann noch an der Kasse gedulden – obwohl nur ein Mann vor mir war, dauerte es ewig bis alle Fragen zur Quantenmechanik und dem Sinn der Autobahnkapellen geklärt waren. Wenigstens wollte der Herr nicht noch wissen, warum die Erde keine Scheibe sei.
Hier sitze ich dann schon im Brüggelekopflift und schwebe ca. 1,5 km nach oben. Hier unten die Talstation des 775 m langen Sohmsberglifts von Steurer. Passend zum urigen Kurzbügler der Liftler....
Geschafft! Die Liste der fehlenden ESL verringert sich.
Bei den späteren Fahrten setzte dann Schneefall ein und es wurde am Nachmittag ziemlich kalt. Trotzdem fuhr ich diesen Lift am öftesten.
Nebenan der Sohmsberglift. Hat ne nette Piste und zum Lift braucht man ja nichts sagen. ABSOLUT (
Hier geht es recht lange durch den Wald und weiter hinten wird es dann richtig steil.
Ach mei, war das schön da hinten im Bregenzer Wald! Leider halt nix für schnell mal hinfahren...
Hier scheint man eine neuerer Stütze nachträglich eingebaut zu haben. Lt. Liftworld wurde der Wopfner 1967 errichtet.
Spuren im Schnee verrieten, dass sich jemand nicht daran hielt. Warum eigentlich? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Spaß macht, da im steilen Bergwald zwischen den Bäumen herunterzufahren. Aber ich kann da auch nicht so mitreden. Die Blässe hat mich am Vortag blass aussehen lassen...
Blick zurück – später zog es zu, wenn auch mal ganz kurz die Sonne durchkam. Aber trotz des mäßigen Wetters war es total super. Immerhin ja auch perfekter Schnee...
Da oben wird es stützenmäßig interessant...
Nach dem Steilstück geht es über eine Bergwiese drüber und man hat das Ende erreicht.
Der einzige Nicht-Tallift hier im Gebiet. Der Höhenlift (lt. Plan; lt. Liftworld Berchtoldshöhenlift) - ein kurzer Zubringer zu einer Hintern-Rum-Abfahrt, die ganz nett war.
Klassische Wopfner-Station wie sie auch in Obsteig und am Patscherkofel vorhanden waren bzw. vor sich hin lottern. In Kramsach und Alpbach ebenso. Der Wopfner in Sölden hatte so was nicht.
An schönen Tagen gäbe es hier einen Seeblick, aber den hatte ich an jenem Sonntag ja schon vom Pfänder aus.
Im Sommer genießen hier sicherlich die Wanderer die Sonne und den Ausblick...
Manchmal ist weniger auch mehr...
Auf zum Tannerberglift! Da das Wetter eher düster war und die Lifte so interessant, bitte ich das Verhältnis Liftbilder vs. Pistenbilder zu entschuldigen...
Da oben endet er – im Sommer bin ich bereits ein Stück weiter unten herumgewandert und habe mir gleich gedacht, dass das hier im Winter sicherlich sehr urig ist. Zwar hat der Lift noch seinen alten Dieselantrieb, wie ich erleben sollte, aber die Kurzbügel wurden gegen lange und Teller ausgetauscht.
Der Hang ist auch ganz nett zu fahren – keine 0815 Übungswiese...
Wie der Dresslerberglift auch geht der Schlepper über eine Brücke.
Hier röhrte es laut...
Kaum war ich im Lift, stand er auch schon. Zunächst dachte ich mir noch nichts, zog die Knipse raus, doch nach einigen Minuten ging immer noch nichts. Der Liftler sprang aufgeregt zwischen Antrieb und seinem Häusl umher. Immer wieder versuchte er, zuletzt unterstützt von einem der Skifahrer und einem herbeigeeilten Kollegen, den Schlepper in Gang zu setzten. Ich kam mir unterdessen wie in einem Alptraum vor – ein uriges Gebiet (die Sonne spitzte dazu auch noch raus!) und dann muss ich im toten Schlepper warten. Natürlich war es einer, den man unbedingt brauchte, um wieder zurück ins restliche Gebiet zu gelangen. Man konnte also nicht einfach mal währenddessen woanders seine Bögen machen. Aber gut, es gibt Schlimmeres. Ich dachte an die armen Leute, die man 2010 oder so aus den Kabinen der Brauneckbahn mit dem Helikopter hat holen müssen und auch mal im Sommer aus der Tegelbergbahn. So was ist viel übler – oder einfach auch nur eine Verletzung oder ein Autounfall. Mit diesen Gedanken tröstete ich mich über die verlorene halbe Stunde Stillstand hinweg. (2005 hatte ich so was schon mal im Bernadeinlift im Steilhang vorm Ausstieg erlebt. Dürfte auch so ne halbe Stunde still gestanden haben. Aber da hatte ich nen Rucksack mit ner Brotzeit drinnen um und machte dann im Schlepper hängend meine Mittagspause.)
Unter dem Jubel der Anstehenden orgelte der alte Diesel schließlich wieder und ich freute mich natürlich auch ein bisschen.
Brückendiesel
Im oberen Bereich des ca. 700m langen Lifts...
Am Ausstieg. Ich fuhr noch zum kleinen Tannerberglift nebenan. Danach musste ich den hier wieder nehmen, um eins weiter zum Dresslerberglift zu gelangen.
Bergstation des kleinen Tannerberglifts – hier hatte ich im September noch mein Auto geparkt bei einem wunderschönen Abendrundgang in der warmen Sonne. Tja...
Kleiner, flacher Lift, aber den nahm ich dennoch mit – dafür ließ ich den 2005 gebauten Tellerlift neben der ESL-Talstation aus.
Alte T-Stützen wohl. An der Bergstation fragte ich eine Frau, wo man denn hier zum Dresslerberglift kommt, der weiter in Richtung Sessellift liege.
„Sessellift? Wo bitte gibt’s denn hier einen Sessellift?“
Ich meinte, sie sei wohl auch Tourist und nicht vor hier, doch weit getäuscht!
„Ich bin vom Nachbarort und einen Sessellift in Alberschwende gibt es nicht. Ich kenne zumindest keinen.“
Ich glaube, ich muss dann ein ziemlich dummes Gesicht gemacht haben. Ein Tennisball hätte mühelos in meinen Mund fliegen können, so stand der offen! Ein Ehepaar an der Talstation erklärte mir dann, dass ich noch einmal den Tannerberglift nehmen und den Skiweg an der Bergstation weiterfahren musste.
Hier mal noch eine Übersichtskarte, die ich dann am Dresslerberglift vorfand. Der Lift von eben ist der zweite von links. Der dritte von Links schein LSAP zu sein – den habe ich auch im Sommer nicht gesehen.
Als nächstes kommt der vierte von links – der Kurzbügler Dresslerberg, auch so 700 m lang...
Da freut man sich natürlich...
Trassenzoom. An der Brücke oben war ich noch drei Monate zuvor herumgelaufen.
Hier machte ich drei Fahrten, da neben dem urigen Lift die Piste auch ganz nett ist.
Ach wie ist das herrlich, da neben dem Kurzbügler runterzubügeln, vorbei an Holzhäusern und über nicht 10 x umbetonierte Hänge. Für mich sind solche Kleingebiete halt einfach schöner und Alberschwende eines der besten. Da muss ich unbedingt nochmal hin!
Neben der Brücke hat es ein leer stehend wirkendes Haus...
Auch Leute, die kleiner sind wie Kurzbügel können hier noch fahren. Der Knirps war anscheinend ohne Eltern unterwegs, ratschte noch mit dem Liftler und fuhr dann alleine hinauf. Wenn ich da an die Münchner-Muttis hier in der Stadt denke...
Selbstbildnis...
Später ging es im Schneetreiben mit dem ESL nach oben, dazwischen fuhr ich auch mal mit dem Kurzbügler Sohmsberg nebenan.
Hier blies dann recht ordentlich der Wind und ich betete jedes Mal darum, dass der Lift nicht genau an jener Stelle anhielt.
Winterlich angehauchtes Wetter am Höhenlift...
Für solches Wetter ist die Kompaktknipse wie geschaffen.
Am Ende nochmal der Sohmsberglift neben dem ESL – ich war letzten Sonntag dort der letzte Fahrgast.
Gleich sollte der Lift still stehen...
Auf zur letzten Abfahrt des Tages...
Besser als zugefrorene, glatte Kunstschneeautobahnen, finde ich...
Blick zurück. Froh, unverletzt einen weiteren Schitag geschafft zu haben, froh zwei Hauptziele dieser Saison besucht zu haben, froh um die herrlichen Stunden in diesem kleinen Paradies im Bregenzerwald und natürlich ein bisserl traurig, dass es so schnell vorbei gegangen war.
Im Radio brachten sie schon Staumeldungen vom Pfändertunnel und so wunderte es mich nicht, auch in der Stadt nur kriechend voran zu kommen. Aber wegen des Wetters wollte ich nicht über Hittisau nach Oberstaufen und von der weiter nach Kempten gurken. Aber auch die A96 sollte nicht ohne sein. Mit Tempo 60 ging es durch die Schnee-Nacht...