Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

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Theo
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Theo »

Ich habe mir erlaubt ein Bild von kaldini aus Liftworld zu nehmen um zu zeigen wo die ÜS meiner Meinung nach sein sollte. Ich habe die Linien hoch in die Fenster gezogen, so kann man die Distanz zu erkennen. Die ÜS gehört auf der Aussenseite um minimum 1.5m zurück versetzt und dann ist noch immer genug Platz für den Ausstieg und das Risiko dass es immer Nothalte gibt weil jemand die ÜS als Halteseil missbraucht ist minim.
Theo hat geschrieben:Das Teil gehört gleich um mehrere Meter verschoben.
Ich zweifle, ob das sooo viel ändern würde.
Also ich zweifle daran nicht, vor allem da ich ja seit mittlerweile 20 Jahren aus solchen Hütten rausschaue.
Mir ist als Laien ehrlich gesagt nicht klar, warum diese Bahn so weiter in Betrieb sein darf.
Die vorhandene Sicherheitsausrüstung hat versagt. Aus welchem Grund auch immer. Für mich heißt das aber, dass so ein Unfall jederzeit wieder auftreten kann. Zumindest müsste man kurzfristig das Fangnetz verlängern.
Das ist nicht nur dir als Laien ein Rätsel, auch ich kann darüber nur den Kopf schütteln. Fangnetz verlänger geht nicht kurzfristig. Einzige mögliche Lösungen sind die ÜS und wenn das nicht reicht Tepo drosseln.
Von BAV-Mediensprecher Herr Andreas Windlinger:

Zitat : Eher zufällig haben wir genau diese Bahn im vergangenen Herbst bei einer unserer stichprobenmässigen Kontrolle angeschaut. Der damalige Befund habe gezeigt, dass die Bahn einwandfrei funktioniere.

Zitat : Das BAV geht davon aus, dass die Bahnen entsprechend konzipiert sind und bei einem manuellen Nothalt die Sessel über den Netzen anhalten. Es gebe jedoch keine Vorschrift, wo die Bahn anhalte müsse, wenn sie durch die automatische überfahrsicherung gestoppt werde.
Hat der das wirklich so gesagt. Das BAV geht davon aus dass die Bahnen entsprechend konzipiert sind. Das ist ja schön und gut, aber was kontrolliert man denn wenn man so eine bahn stichprobenartig anschaut?
Es gibt keine Vorschrift wo der Sessel zu stoppen hat wenn die ÜS kommt? Bitte, dann kann man ja das Teil gleich ausbauen.
Sorry, aber wenn das BAV nur zu solch dämlichen Kommentaren mehr fähig ist zeigt das nur wie weit es schon gekommen ist und verdeutlicht nur eins, den Verein kann man in der Pfeife rauchen.
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Kakadu
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Kakadu »

Theo hat geschrieben:Ich habe mir erlaubt ein Bild von kaldini aus Liftworld zu nehmen um zu zeigen wo die ÜS meiner Meinung nach sein sollte. Ich habe die Linien hoch in die Fenster gezogen, so kann man die Distanz zu erkennen. Die ÜS gehört auf der Aussenseite um minimum 1.5m zurück versetzt und dann ist noch immer genug Platz für den Ausstieg und das Risiko dass es immer Nothalte gibt weil jemand die ÜS als Halteseil missbraucht ist minim.
Sehe ich das richtig, daß die ÜS-Leine diagonal/schräg verläuft, und zwar beginnend am Betonsockel (genau auf Höhe Deiner hinteren Linie – ausfahrender Sessel) schräg nach außen zum Pfosten (genau bei Deiner vorderen Linie – einfahrender Sessel)? D.h. Du postulierst, der Pfosten außen sollte auch auf Höhe der Mitte des Betonsockels stehen? Kann man machen – weiter zurück geht aber wohl kaum mehr; aber reicht das schon? Talfahrende Passagiere gibt's ja keine, sonst müßte das nochmal anders aussehen.
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scratch
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von scratch »

Theo hat geschrieben: Also ich zweifle daran nicht, vor allem da ich ja seit mittlerweile 20 Jahren aus solchen Hütten rausschaue.
Sorry für die Zwischenfrage, aber welche Erfahrungen hast du in dieser Zeit bezüglich Rucksack und Sessellift gemacht?
Sind Rucksäcke generell ein Problem oder kann man das Problem auf große Wanderrucksäcke bzw. auf die Verschlüsse reduzieren?
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snowking
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von snowking »

Ein Problem ist sicher die Frage, wo kommt der Sessel bei Vollbremsung mit maximal zulässiger Bremsleistung bei Auslösung der Überfahrsicherung zum stehen, wobei die Pendelwegung des Sessels von hinten nach vorne zu berücksichtigen ist. Hierzu gibt es keine Vorschriften. Das ist natürlich fatal, denn es muss inklusive einer Sicherheitsreserve doch sichergestellt sein, dass der Stillstand ein ganzes Stück vor Ende des Auffangnetzes erreicht wird, da nicht nur eine Person, sondern auch Gegenstände (z.B. Stöcke, Rucksack o.ä.) herunterfallen können. Wenn es dann auch noch so wie bei der KSB Hesisbol ist, dann können davon auch noch Personen auf der darunterliegenden Piste getroffen werden.

ABER das zentrale PROBLEM ist doch auch der RUCKSACK AUF DEM RÜCKEN, das wird hier irgenwie noch nicht so richtig gesehen, nach meinem Eindruck. Denn - ich habe das in einem vorangegenen Beitrag schon mal angemerkt - das begünstigst ein Herausfallen aus dem Sessel in erheblichem Maße. Denn ein Rucksack ist locker 20 cm tief, selbst wenn er nicht ganz voll geladen ist. Sitzt nun eine Person auf dem Sessel mit angezogenem Rucksack, so befindet der Rücken nicht hinten an der Rückenlehne, ebneso der Po nicht hinten, sondern die Person sitzt ca. 20 cm zu weit vorne. Dadurch rutscht man viel schneller und leichter vom Sessel bei offenem Bügel, da man schlechter zurückgehalten wird, wenn das Gewicht nicht ganz hinten an der tiefsten Stelle des Sessels ist, weil zudem die Reibungsfläche der Person am Sessel geringer ist, denn die Beine liegen dann nur noch teilweise auf dem Sessel auf. Ohne Rucksack auf dem Rücken fällt eine Person auch bei einer Vollbremsung einer KSB bei Volllast von 5m/s auch bei offenem Bügel nicht raus, sofern es ein Erwachsener ist und er richtig hinten im Sessel sitzt.
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Kakadu »

scratch hat geschrieben:Sind Rucksäcke generell ein Problem oder kann man das Problem auf große Wanderrucksäcke bzw. auf die Verschlüsse reduzieren?
Sämtliche Kleidungsstücke oder "umhängbaren weichen Gerätschaften mit Bändeln mittlerer Tragkraft" (d.h. stärker, als daß sie beim wegtreten gleich reißen, aber schwächer, als daß sie einen Menschen tragen könnten) können ein Problem darstellen – nicht nur Rucksäcke oder Umhängetaschen, auch Fastnachtskostüme, Bergsteigerutensilien – oder was auch immer; alles, woran man hängenbleiben kann! Zudem kommt auf dem Rücken noch der "massiv verminderte Sitzkomfort" dazu, der alles andere als ungefährlich ist. Aber auch wenn man Rucksäcke auf dem Rücken verbieten will, wird es immer wieder Leute geben, die dennoch einen tragen.

Fazit: Rucksäcke sind zwar schon ein Probem; aber eines, das man nicht so einfach aus der Welt schaffen kann – d.h. man kommt dennoch nicht darum herum, problematische Folgen von Rucksacktragen abfangen zu müssen – auf welche Art auch immer. Zudem können mit ungeeigneter Kleidung (Fasnachtskostüm etc.) ähnliche Probleme auftreten wie mit Rucksäcken. Im Endeffekt heißt das: auch wenn man Rucksäcke wegbringen würde – das Problem mit dem Absturz außerhalb des Fangnetzes muß dennoch angegangen werden; das kann auch ohne Rucksack passieren.
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chianti
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von chianti »

snowking hat geschrieben: Sitzt nun eine Person auf dem Sessel mit angezogenem Rucksack, so befindet der Rücken nicht hinten an der Rückenlehne, ebneso der Po nicht hinten, sondern die Person sitzt ca. 20 cm zu weit vorne. ...Ohne Rucksack auf dem Rücken fällt eine Person auch bei einer Vollbremsung einer KSB bei Volllast von 5m/s auch bei offenem Bügel nicht raus, sofern es ein Erwachsener ist und er richtig hinten im Sessel sitzt.
20 cm halte ich für übertrieben - der Rucksack geht ja normalerweise nicht bis hinunter zum Hintern. 10 cm sind aber sicher realistisch, so weit vorne sitzt aber auch ein Kind. Weiß jemand, ob es ganz allgemein Tests gab, ob jemand, der nicht ganz hinten sitzt bzw. sitzen kann, bei einem Notstopp mit offenem Bügel noch im Sessel bleibt oder herausgeschleudert wird? Oder wurde solch ein Szenario als unrealistisch erachtet (was ich fast befürchte)?

@ Helm: die Norm prüft eine Geschwindigkeit, die bei einem Fall aus ca. 1,65m Höhe entspricht - also unter 20 km/h. Bei einem Sturz aus 7m Höhe werden aber über 40 km/h erreicht - da hilft ein Helm auch nicht mehr viel, z.B. wenn man mit dieser Geschwindigkeit auf einen Baum prallt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Absturz_(U ... C3.A4tzung
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snowking
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von snowking »

@Chianti
Glaub mir, mit dem Rucksack hinten drauf hat man ganz schnell 20cm Abstand von der Rückenlehne und das ist dann sehr ungünstig, weil man einfach zu weit vorne sitzt. Mir ist das selbst schon mal passiert, da ich - weil mit Kind unterwegs - sehr oft mit Rucksack skifahre. Ich ziehe ihn aber immer ab, er kommt auf den Schoss. Einmal jedoch war ich beim Einsteigen in eine 4 KSB/B abgelenkt und hab vergessen ihn abzunehmen. Das war ein richtiges Problem. Wegen dem Rucksack (alle vier Sitze waren besetzt, also auch kein "Schrägsitzen" möglich, bin ich soweit vorne gesessen, dass der Bügel, der zu allem Überfluss noch Wetterschutzhaube und Kindersicherung hatte, erst nach mehreren Versuchen zuzubekommen war. Hätte die Bahn bei voller Fahrt bevor der Bügel zu war einen Notstop gemacht, wäre ich sicher vorne runtergerutscht, denn es gibt ja nichts, wo man sich festhalten kann.

Was das generelle Rausrutschen/Runterrutschen anbelangt so wurden natürlich Tests gemacht. Ein Ergebnis dieser Untersuchungen war die Entwicklung der Kindersicherung für Sesselbahnen/Sessellifte. Denn man hat festgestellt, dass Kinder unter ca. 1.40 cm Körpergröße sogar bei geschlossenem Bügel und Vollbremsung rausrutschen können (unter dem Bügel durch). Dass Kinder vom Sessel fallen, weil sie unten durchrutschen, kommt leider immer wieder vor, da bis heute die wenigsten Bahnen mit Kindersicherung aus-/nachgerüstet wurden. Obwohl dies sehr einfach machbar ist, da nur dreieckförmige Kunststoffelmente auf den Bügel geschraubt werden müssen. Erwachsene sollten eigentlich bei richtigem Sitzen nicht runterfallen, auch nicht bei offenem Bügel. Um das zu verhindern sind die Sessel immer so gebaut, dass die Sitzfläche nicht waagerecht, sondern deutlich nach vorne ansteigend konstruiert ist und die Lehne überdurchschnittlich nach hinten zeigt (Winkel Lehne zu Sitzfläche ca. 90 Grad). Diese Bauform ist auch gerade wegen der möglichen starken Pendelbewegungen beim Notstop sehr wichtig. Durch die heutige Konstruktion der Sessel wird also verhindert, dass die beim Bremsen ausschließlich gerade nach vorne wirkende Energie sich so stark auf den Passagier auswirken kann, dass er vom Sessel rutscht. Denn die Energie müsste so hoch sein, dass die Person nach oben gezogen wird über die Vorderkante des Sessel als höchsten Punkt des Sitzes drüber. Kinder können jedoch definitv bei offenem Bügel bei Notstop einer KSB runterfallen, da sie in der Regel sehr weit vorne sitzen und weniger Masse (Gewicht) haben.
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Theo
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Theo »

@Kakadu: Ja, das siehst du genau richtig. Die Leine verläüft schräg.

@scracht: Das Problem mit Rucksäcken hängen zu bleiben ist kleiner als auch schon, vor allem da es eigentlich immer nur die Aussenplätze betrifft und bei Haubensesseln wo auch sonst rundum abgeschlossen sind fast gar nicht auftritt. Aussenplätze gibt es bei grösseren Sesselbahnen halt protzentual viel weniger als früher bei den ganzen 2ern und 3ern. Ausserdem gibt es ja fast keine Lattesessel mehr.
Was die Rucksäcke selbst betrifft. Beim Einstieg und hinsetzen sind die grossen Rucksäcke ein Problem, beim Ausstieg kann auch ein kleiner Rucksack zum problem werden, vor allem da die meisten die Schlingen wo für um die Taille um gedacht sind meist offen sind.

@snowking: Auch ich bin auf das zentale Problem " Rucksack am Rücken" nicht eingegangen. Dies deshalb weil man ja bisher eigentlich nur von sagen wir mal reparierbaren Verletzungen ( Armbruch, Beinbruch, Schnittwunden ) die ein solches hängen bleiben und daraus folgendem Dominoeffekt mit den Mitfahrern haben kann ausgegangen ist. Das ein solches Vergehen " pardon, mir fällt grad kein passendes Wort ein" tötlich endet ist aber doch zu heftig.
Ich habe auch nichts zum Personal und dessen Überwachungsaufgabe geschrieben und werde das Personal sicherlich nicht verurteilen. Nun gut, ich weis zwar nicht wo das personal war und was es gemacht hat, wenn ich aber vom Personal erwarte dass es solchen Unfälle vermeidet muss ich dem Personal auch die möglichst Optimnalen Bedingungen schaffen um seine Aufgabe wahr zu nehmen. Das ist hier mit der Positionierung vom Kommandoraum definitiv nicht der Fall.
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snowking
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von snowking »

@Theo
Stimme Dir voll zu, was die Position des Kommandoraums anbelangt. Der müsste meiner Auffasung nach definitv an der Längsseite der Bahn nach dem Ausstieg stehen. Also quasi parall zur Beschleunigungsstrecke mit großen Fenstern über Eck am Ausstieg. Dann könnte man von dort sowohl den gesamten Ausstiegsbereich einsehen als auch die gesamte Strecke in der Station (Ein- und Ausfahrtsbereich). Und man wüde die Personen am Ausstieg aus direkter Nähe und von VORNE sehen.

Aber soweit ich festgestellt habe, sind alle KSBs mit 90 Grad-Ausstieg so gebaut wie die KSB Hesisbol, was die Lage des Kommandoraums anbelangt.

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Theo
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Theo »

Nein, hinten an der Station ist an und für sich richtig. Was man aber auf dem Bil im DM Jahrbuch sieht ist dass der Kommandoraum von der einfahrtseitig aüsseren Stationskante bis ca. hin zur Stationsmitte reicht. Es müsste aber genau umgekehrt sein, von der ausgahrtseitig äusseren Stationskante bis zur mitte.
Paralell zur Beschleunigungsstrecke geht nicht, dann sieht man wieder nicht was die Gäste so alles treiben bevor sie mit den Ski den schnee berühren weil einem der vordere sessel die Sicht verdeckt.
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Chlosterdörfler »

Bin in 20min.ch die Kommentare durchgegangen die mich zum Nachdenken angeregt haben.

Von R.I.P. am 27.01.2013 14:15
Abrupt gestoppt
Der Lift hat abrupt gestoppt und die Frau ist dadurch vom Sessel katapultiert worden.
Von T. Gloor am 27.01.2013 19:48
Wir habens gesehen Ich sass mit 5 Freunden 2 Sessellifts hinter ihr... RIP!
Von Nie&Nimmer am 27.01.2013 13:12
aufmerksameres Personal!
so etwas ähnliches ist mir in HochYbrig leider auch schon passiert. als ich am lift beim aussteigen hängen geblieben bin, wurde ich auch erstmal mitgeschleift. und obwohl ich lauthals gebrüllt habe, wurde der Lift erst angehalten, als mein Bein fast ausgedreht und gebrochen war! vielleicht das Personal mal wieder unter die Lupe nehmen. geht gar nicht. der Unfall hätte definitiv vermieden werden können. kann doch nicht war sein, dass es so lange braucht bis der Lift angehalten wird!
Von Christ am 27.01.2013 12:55
Die Aussage stimmt nicht
Letzten Sonntagvormittag saß ein Kind in der Überwachungskabine und Nachmittag konnte man niemanden mehr sehen. Die Lifte sind nur in der Station belegt.
Von Chris am 27.01.2013 13:40
Ich hatte Glück
Ich bin auch schon mit der Jacke hängen geblieben, aber konnte die jacke noch rechtzeitig abziehen!
Von Bruno Vegler am 28.01.2013 10:10
Nachdenken?
Tragisch das tut mir leid. Hatte auch schon Snöber auf Sessli neben mir. Der hatte einen so grossen Rucksack, dass er ganz vorne an der Kante sitzen musste. Das ging noch knapp gut denn er lies den Rucksack talwärts fahren. Verbot von Rucksack auf Sesseli? Auch der Betreiber des Lifts tut mir leid, aber er ist wirklich nicht dafür verantwortlich was 34ig Jährigen tun.
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Chlosterdörfler »

Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) zwei Sofortmassnahmen angeordnet.

http://www.schwyzerzeitung.ch/nachricht ... t96,235864

Ps: mit Leserbild :!:
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Ram-Brand »

Naja Benutzerkommentaren, die jeder schreiben kann, würde ich jetzt nicht sehr viel Vertrauen auf Wahrheit schenken.
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Kakadu »

Wie bitte??? Der Sessel hat erst dort angehalten???

Das ist doch ein Bild vom Vorfall? http://www.schwyzerzeitung.ch/storage/o ... 4e5eee.jpg

Das sieht aber ganz bös aus – da nützt eine Vorverlegung um die nicht einmal ca. 1.5m wohl auch nicht allzu viel, wenn nicht noch die Fahrgeschwindigkeit gedrosselt wird ...

Daß das Kabäuschen am falschen Ort steht, ist auf den Photos hier ja gut zu sehen (oberste Reihe): http://www.stahlseil.ch/gallery/main.ph ... &g2_page=7
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Dachstein
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Dachstein »

Kakadu hat geschrieben:Wie bitte??? Der Sessel hat erst dort angehalten???

Das ist doch ein Bild vom Vorfall? http://www.schwyzerzeitung.ch/storage/o ... 4e5eee.jpg


Das kann man glaube ich nicht so sagen. Die Bahn wird zwar nach dem Unfall angehalten haben, andererseits sitzen immer noch Personen auf den Sesseln. Es ist also denkbar, dass die Bahn Zwecks Räumung (?) der Anlage weitergefahren wurde. Daher stimmen die Positionen nicht mit jener des Unfallzeitpunktes überein.

Wo die Person aufgeschlagen ist lässt sich nicht genau aus dem Bild eruieren. Für mich sieht es so aus, als wäre die Person bereits auf einer Vakuummatratze, sprich, die Erstversorgung ist gelaufen und der Patient ist transportfertig. Also Erstversorgung, Schaufeltrage (hier wird die Person vom Unfallort entfernt), Vakuummatratze (Stabilisierung der Wirbelsäule, Schienung des Körpers), Hubschrauber.

MFG Dachstein
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Kakadu »

Dachstein hat geschrieben:Das kann man glaube ich nicht so sagen. Die Bahn wird zwar nach dem Unfall angehalten haben, andererseits sitzen immer noch Personen auf den Sesseln. Es ist also denkbar, dass die Bahn Zwecks Räumung (?) der Anlage weitergefahren wurde. Daher stimmen die Positionen nicht mit jener des Unfallzeitpunktes überein.
Schon – aber ich wundere mich über die ziemlich große Distanz zur Station. Ich würde mich auch wundern, wenn das der Sessel wäre, der direkt oberhalb steht – und setzte durchaus ein Fragezeichen, ob auf dem Bild wirklich der betreffende Sessel zu sehen ist. Item – das ist das eine; aber ...
Dachstein hat geschrieben:Wo die Person aufgeschlagen ist lässt sich nicht genau aus dem Bild eruieren. Für mich sieht es so aus, als wäre die Person bereits auf einer Vakuummatratze, sprich, die Erstversorgung ist gelaufen und der Patient ist transportfertig. Also Erstversorgung, Schaufeltrage (hier wird die Person vom Unfallort entfernt), Vakuummatratze (Stabilisierung der Wirbelsäule, Schienung des Körpers), Hubschrauber.
... auch hier: die Skispuren oberhalb der Personengruppe (zwischen den Leuten und der Station) sind nicht zertrampelt. Und soo weit wird die Person ja auch vom Absturzort für die Vorbereitungen zum Rettungsflug verschoben worden sein; d.h. also: viel weiter oben als das gelbe Snowboard wird sie auch nicht aufgeschlagen sein – und das ist immer noch ziemlich weit weg und müßte fast ein 45°-Flug gewesen sein, wenn man davon ausgeht, daß der Sessel noch einigermaßen über dem Netz hätte zum Stillstand kommen sollen (wobei so ein Kriterium offenbar für die Überwachungsbehörden nicht zu existieren scheint). Es ist nur schwer vorstellbar, daß es sie in so einem Bogen rausgespickt hätte; d.h. der Sessel muß schon viel zu weit aus der Station gefahren sein, als daß sowas noch vertrebar sein sollte – v.a. bei dem großen Bodenabstand gleich nach der Ausfahrt; und spekuliere mal, daß hier früher oder später ein Fangnetz bis auf halbe Strecke zur Stütze vorzufinden sein könnte.
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oberländer
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von oberländer »

Kakadu hat geschrieben:Wie bitte??? Der Sessel hat erst dort angehalten???
Das ist doch ein Bild vom Vorfall? http://www.schwyzerzeitung.ch/storage/o ... 4e5eee.jpg
Das sieht aber ganz bös aus – da nützt eine Vorverlegung um die nicht einmal ca. 1.5m wohl auch nicht allzu viel, wenn nicht noch die Fahrgeschwindigkeit gedrosselt wird ...
Gemäss Info ist die Dame aus sieben Metern Höhe rausgefallen. Beim Mast sind das sicher mehr als sieben Meter. (Man vergleiche mit dem Mensch unten und multipliziere mit vier).
Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) zwei Sofortmassnahmen angeordnet.
Wer den Artikel liest, stellt fest, dass die SUST nicht Massnahmen angeordnet sondern nur Empfehlungen ausgesprochen hat, über die der Betreiber erstens anscheinend nicht informiert ist und zweitens diese nicht befolgen will. Das stärkt mein Vertrauen in die SUST auch nicht gerade. Obwohl begründete Zweifel an den Sicherheitsvorkehrungen der Anlage bestehen, darf diese offensichtlich mit voller Pulle weiterfahren. Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 4 m/s oder 3 m/s wäre nach meiner Meinung durchaus angebracht gewesen...
Bin in 20min.ch die Kommentare durchgegangen die mich zum Nachdenken angeregt haben.
20min ist eine Boulevard-Gratiszeitung. Die wählen explizit die polemischsten Kommentare aus, um die Geschichte gröstmöglichst auszuschlachten. Bitte nicht zu ernst nehmen.
Zuletzt geändert von oberländer am 01.02.2013 - 19:46, insgesamt 1-mal geändert.

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TPD
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von TPD »

Wer den Artikel liest, stellt fest, dass die SUST nicht Massnahmen angeordnet sondern nur Empfehlungen ausgesprochen hat, über die der Betreiber erstens anscheinend nicht informiert ist und zweitens diese nicht befolgen will. Das stärkt mein Vertrauen in die SUST auch nicht gerade.
Das hast Du richtig bemerkt.
Aber die SUST würde die Kompetenzen überschreiten, falls sie einem Betreiber verbindliche Vorgaben machen würde.
Eine allfällige Umsetzung bzw. Durchsetzung der SUST-Empfehlungen ist Aufgabe des BAV.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Chlosterdörfler »

Mit den eigenen Fotoaufnahme vom Gelände ohne Schnee habe mal versucht anhand des Fotos http://www.schwyzerzeitung.ch/storage/o ... 4e5eee.jpg plus der Geländetopografie den Fundort abzuschätzen. Zu hilfe nahm ich das Geoportal mit der Luftaufnahme als Vermessungsgrundlage. Vom der Stützen bis anfangs Dach der KSB sind es ca. 24.1m, vom Dach der Seilline bis zum ungefähren Unfallort sind es 10 m. Das Gelände hat ein Höhenunterschied von der Bergstation Stationsteher bis zur Stützenfuss von ca. 15 m.

Noch eine ander Frage welche KSB mit 90° austieg gibt es noch mit dem gleichen Baumass (17.8m) welche auch betroffen sind in der Schweiz.
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Kakadu
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Kakadu »

Mal ganz profan gefragt: wie hoch ist die vordere Oberkante des Fangnetzes dort über Boden? Bewegt sich das im Bereich von 7m (dann könnte sie ziemlich steil runtergekommen sein), oder ist das weniger (dann muß sie in einer gewissen Distanz dazu runtergekommen sein), oder gar mehr (dann wären die Angaben von 7m ohnehin falsch und alle Angaben mit noch größerer Vorsicht zu genießen als bisher).
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von ATV »

Chlosterdörfler hat geschrieben: Noch eine ander Frage welche KSB mit 90° austieg gibt es noch mit dem gleichen Baumass (17.8m) welche auch betroffen sind in der Schweiz.
Die diesen Sommer gebaute Sesselbahn Bochasses dürfte von Ausstieg her identisch sein.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Chlosterdörfler »

Kakadu hat geschrieben:
Mal ganz profan gefragt: wie hoch ist die vordere Oberkante des Fangnetzes dort über Boden?
Geschätzt ohne Doppelmeter zu hilfe zu nehmen zu können ist das Gelände von 2.1m bis 2.4 m zur Oberkante des Fangnetzes tief auf meinen Fotos. Aber das Gelände ist dort nicht gleichmässig tief durch die Aushubablagerung vom Bau und Piste.
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Dachstein »

@ Kakadu: ich denke, dass der Punkt des Aufschlages auf der Piste nicht mal am Foto zu sehen ist, zumal die Bahn im Bild schräg auf uns zu verläuft. Rechts neben der rechten Person in der Rettungsuniform ist alles zertrampelt. Hier kann es sich um den Weg handeln, der genommen wurde, um die Verunglückte auf die Vakuummatratze zu legen.

Kurzum, auf diesem Bild sieht man viel zu wenig, um einen Absturzpunkt identifizieren zu können. Warten wir lieber mal, was die offiziellen Stellen nach der Untersuchung verlautbaren.

MFG Dachstein
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Chlosterdörfler »

ATV hat geschrieben:
Chlosterdörfler hat geschrieben: Noch eine ander Frage welche KSB mit 90° austieg gibt es noch mit dem gleichen Baumass (17.8m) welche auch betroffen sind in der Schweiz.
Die diesen Sommer gebaute Sesselbahn Bochasses dürfte von Ausstieg her identisch sein.
Wenn man das Foto http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... &p=4881745 der Bergstation genau anschaut merkt man die unterschiede. Die Bahn hat 2 Fensterelemente mehr das Fangnetz geht weiter hinaus und die Lage des Kommandoraums ist in der mitte.
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Re: Frau stirbt nach Sturz von Sessellift (Hochybrig)

Beitrag von Kakadu »

@Dachstein: ich versuche nur, mir vorzustellen, wie eine Lösung aussehen soll, die dann auch bei Fullspeed* nicht nochmal zu einem ähnlichen Absturz führen kann; und die (natürlich nicht kurzfristig errichtbare) naheliegendste Lösung wäre wohl ein Fangnetz untendrunter – und da ist dann die Frage, bis wie weit das gehen muß, daß bei einem ÜfS-ausgelösten Nothalt die "Last" (resp. Person) auch wirklich im Netz hängenbleibt, wenn sie nicht nur runterfällt, sondern gar nach vorne "abgeworfen" würde. Von daher ist die Rekonstruktion der "ungefähren Flugbahn" und somit auch des Aufschlagpunkts hier nicht ganz uninteressant – v.a. auch im Hinblick darauf, in etwa abschätzen zu können, wieviel die Zurückversetzung der Nothaltleine ausmachen könnte/sollte/müßte. Denn wenn der Aufschlagpunkt soooo weit vorne war, zweifle ich, ob die Zurückversetzung substantiell wirklich so viel am Problem ändert.

*Die Bahn ist ja für 5m/s ausgelegt – und die sollen auch gefahren werden können. Es ist aber absehbar, daß eine Geschwindigkeitsreduktion angeordnet werden könnte, wenn nicht anderweitig die Gefahr beseitigt werden kann, daß sich so ein Szenario wiederholt.

@Chlosterdörfler: Bochasses ist m.E. nicht wesentlich länger als hier, und das Fangnetz geht auch nicht weiter als bündig über die Station hinaus – aber (und das ist doch ein wesentlicher Unterschied): vornedran geht das Gelände nicht gleich sooo tief und steil runter, und die Stütze steht viel näher und fast an der Station dran; d.h. die Bodendistanz wird nicht so schnell so riesig wie hier – was heißt: bei einem Absturz dort dürfte es zwar Verletzte, aber wohl nicht gleich Tote geben.

Zudem ist der Kommandoraum auch geschickter angeordnet. Ich frage mich aber: weshalb ist die Tür so, daß ein Bediensteter hinter einem vorbeikommenden Sessel rauskommen würde; da müßte er zuerst um den Sessel herum, um einem Passagier helfen zu können, der beim absteigen hängenbleibt. Oder ist das Absicht, daß der von hinter dem Sessel herkommen soll und nur hinter dem Sessel bleiben soll, um nicht aufgeladen zu werden? Oder ist nicht wirklich relevant – oder wurde das einfach nicht bedacht?
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