Anfahrt:
01.00 Uhr Bus-Zustieg Autohof Münchberg - A 9 - München - A 99 - A 8 - A 93/A 12 - Innsbruck - Ischgl, Ankunft ca. 08.30 Uhr Parkplatz Silvrettabahn
Rückfahrt:
21.00 Uhr Abfahrt, Rückfahrt auf gleicher Strecke, Ankunft Münchberg 04.00 Uhr
Wetter & Temperaturen:
Kaiserwetter!!! Strahlender Sonnenschein, am späten Nachmittag leichte Eintrübung. Morgens/vormittags ziemlich zapfig, Temperaturen ganztags im Minusbereich, aber in der Sonne hat man's gut aushalten können.
Schneehöhe & -zustand:
Im Wesentlichen sehr gute Schneeverhältnisse. Leider nicht perfekt, weil:
Durch die Wärme der Vorwoche und die neuerliche Kälte waren einige Pisten auf Ischgler Seite sehr hart und glatt, teilweise eisig. In den Tallagen Samnaun und Ischgl häufig kleine und auch größere Steine auf der Piste, was zu zahlreichen Kratzern im Belag geführt hat. Auf Samnauner Seite deutlich bessere/weichere Pistenverhältnisse.
Geöffnete Anlagen:
alle
Geöffnete Pisten:
alle außer 7a (Velliltal-Ischgl)
Gefahren mit (in Reihenfolge des Tages):
A1 Silvrettabahn 1 x
C3 Sassgalunbahn 1 x
E2 Höllspitzbahn 2 x
E3 Bodenalpbahn 1 x
E2 Höllspitzbahn 1 x
E4 Gampenbahn 2 x
C5 Lange Wandbahn 2 x
D2 Zeblasbahn 2 x
L1 Doppelstöckige Pendelbahn 1 x
N2 Visnitzbahn 1 x
M1 Grivaleabahn 1 x
M2 Mullerbahn 1 x
N4 Viderjochbahn I 1 x
O1 Greitspitzbahn 2 x
A2 Pardatschgratbahn 1 x
F1 Velilleckbahn 1 x
A1 Silvrettabahn II 1 x
Insgesamt etwas über 12.000 hm. Ich vermisse die Skiline in Ischgl...
Wartezeiten:
Nicht nennenswert. Wir haben uns ohnehin hauptsächlich in den etwas ruhigeren Ecken bewegt.
Gefallen:
Sehr großes und abwechslungsreiches Skigebiet
Gute Pistenmischung, lange Abfahrten, viele anspruchsvolle Pisten
Traumwetter
Gute Verteilung der Massen im Gebiet
Nicht gefallen:
Teilweise Eis und Steine
Apres-Rummel in Ischgl
Betriebsschluss bereits um 16.00 Uhr
Fazit:
Abzüge:
Siehe nicht gefallen. Deshalb auch nur "beinahe super". Wenn ich allein das Wetter und das Skigebiet betrachte, wäre es wahrscheinlich der beste Skitag der Saison geworden. Aber es gibt halt doch ein paar Abzüge in der B-Note...

Morgens um kurz nach halb 9, der erste Blick nach oben. Auf der Talabfahrt laufen die Schneekanonen. Auch oben im Skigebiet liefen bis in den Vormittag hinein etliche Kanonen/Lanzen, was teilweise etwas störend war.

Angekommen auf der Idalp der erste Blick zum Palinkopf. Sieht lecker aus...

Aber erst einmal haben wir uns zur Höllspitzbahn aufgemacht. Klasse Pisten dort, wenig befahren.

Höllspitzbahn mit schwarzer Abfahrt.

Blick nach unten ins Fimbatal und Richtung Ischgl.

Und nochmal, weil es so schön war... Geht doch nix über kaum befahrene Pisten bei Schönwetter. Aber kalt war's...

Blick aus der Höllspitzbahn um "Objekt der Begierde". Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine Erschließung des Piz Val Gronda unnötig ist. Vielleicht wäre ich ja als Freerider anderer Ansicht, aber als reiner Pistenfahrer reicht mir das Angebot in Ischgl auch ohne diese Neuerschließung sehr gut aus.

Am Palinkopf geht der Blick Richtung Samnaun.

Aber vor dem Duty-Free-Run nach Samnaun standen erst einmal die schwarzen Abfahrten an der Lange Wandbahn und Zeblasbahn auf dem Programm.

Schwarze Pisten an der Zeblasbahn. Nix los und schön zu fahren, inzwischen wurde es etwas weicher. Danach ging es runter nach Samnaun. Der Ziager zur PB-Talstation war leider mit Steinchen übersät.

Am Alp Trider Sattel mit Blick auf die Alp Trida.

Nach einer Mittagseinkehr auf der Alp Bella (König Ludwig Weizen - lecker, Essen auch lecker, halt zu Schweizer Preisen...) ging es langsam wieder Richtung Ischgl. Blick von der Mullerbahn zum Alp Trider Sattel.

Die gleiche Sohlenlänge hat uns nach der Mittagspause einen Skitausch ermöglicht. Chianti hat meine Race TI getestet, ich seine Dynastar. War durchaus interessant und sehr spaßig

In der Viderjochbahn I. Leere Pisten, haben höchst verlockend ausgesehen. Aber wir hatten noch was anderes vor und haben es beim optischen Genuss belassen. Insgesamt waren Schnee- und Pistenqualität auf der Samnauner Seite angenehmer.

Am höchsten Punkt im Skigebiet: Zoom über die Greitspitze und die Silvretta-Gipfel Richtung Schweiz. Von hier nahmen wir dann die "Eleven", also die Talabfahrt nach Ischgl über 11 Kilometer und knapp 1500 Höhenmeter unter die Latten.

Kurz vor der Talstation Fimba-/Pardatschgratbahn. Die Piste in diesem Bereich war nicht so der Brüller, eisig und mit Steinchen versetzt.

Auffahrt mit der Pardatschgratbahn. Das würde ich mal als "typisch Ischgl" bezeichnen, in der Gondel liegen leere Schnapsflaschen herum. Nach einer Abfahrt durch das Velilltal sind wir nochmal hoch zur Idalp, um noch einen kurzen Abstecher zur Paznauner Thaya zu machen. Tja, leider war es schon 16.03 Uhr und der Liftler an der Sassgalunbahn hat uns nicht gerade sonderlich freundlich abgewiesen. Zwei Sessel vor uns durften noch welche einsteigen. Naja, ist halt so, aber grundsätzlich finde ich den Betriebsschluss bereits um 16.00 Uhr alles andere als positiv. Also machten wir uns auf die Talabfahrt.

Die Talabfahrt natürlich ziemlich überfüllt, viele schlechte Fahrer und etliche Promille waren sicher auch dabei. Wir sind munter dazwischen durch, hatte direkt was von Stangerlfahren...

Den hab ich am Busparkplatz gefunden. Was mag der wohl für Passagiere transportieren? Und dann noch in Ischgl, irgendwie passend

Nach dem Umziehen im Bus mussten wir uns ins Apres-Getümmel stürzen. Die Überredungsversuche an den Busfahrer, doch gleich heimzufahren, hatten leider keinen Erfolg. Also rein in den Trubel. Dachten wir uns. Kuhstall voll, Trofana voll, ein Stehplatz auf der Außenterrasse und ein 0,4 Weizen für 5,50 Euro.

In die Champagnerhütte haben wir uns kurzzeitig mit reingequetscht, aber das war auch nicht lang erträglich. Schließlich hat uns der Hunger in eine Pizzeria getrieben, wo wir immerhin einen Platz bekamen. Dort gesellte sich noch Stäntn zu uns, der den Skitag in Kappl verbracht hatte. Etwas quatschen war deutlich entspannender als der Apres-Rummel. Wir haben dann noch einen erfolglosen Versuch im Kuhstall gemacht und dann im Hexenhaus (oder so ähnlich) noch ein beengtes Steh-Weizen erwischt. Der Preis dafür war natürlich wieder Oktoberfest-tauglich...
Ganz ehrlich: Dieser Rummel, das kollektive Besäufnis und die horrenden Preise sind überhaupt nicht meine Welt. Ich verstehe auch beim besten Willen nicht, wie man sich dafür begeistern kann. Bin ja gepannt, wie lange diese Schiene noch funktioniert und das gutgeht. Ich war jedenfalls froh, dass es um 21.00 Uhr dann endlich wieder Richtung Heimat ging. Unter'm Strich ein sehr schöner Skitag, aber halt mit ein paar Abstrichen "neben der Piste". Sicherlich werde ich Ischgl auch wieder besuchen, rein skitechnisch gibt das Gebiet halt schon viel her...
So viel von mir, chianti wird sicherlich auch noch ein paar Bilder beisteuern können