Fakten
Wetter:
19.5.13: Bewölkt und Niederschlag, am frühen Nachmittag teils sonnig
20.5.13: Bewölkt, oberer Bereich fast dauerhaft wolkenverhangen
Temperatur:
Tal: 10°C, Berg: -5°C
Schneehöhe:
Trübsee: ~20 cm nasser Altschnee
Titlis: 30 cm frisches Pulver
Geöffnet:
Hauptanlagen auf den Titlis, Ice Flyer, Gletscherlift und Laubersgrat
Pisten bis nach Trübsee
Meisten Gefahren mit:
Gletscherlift
Wartezeiten (Vormittags):
Engelberg – Trübsee: 20 min
Trübsee – Stand: 15 min
Rest: Keine
Gefallen:
Neues Skigebiet kennengelernt
Alle möglichen Schneeverhältnisse
Mitte Mai 1200 Höhenmeter offiziell fahrbar
Nicht gefallen:
Fast komplette Restaurantkapazität für Inder reserviert
Überlastete PB und EUB
Abgesehen von der Ice Flyer Piste am 20.5. keine brauchbare Pistenpräparierung
Eigentlich war über Pfingsten ein schöner 3-Tage Wanderurlaub am Vierwaldstättersee geplant, aber dank der miesen Wetteraussichten ging die eigentlich schon eingemottete Skiausrüstung doch mit. Der Samstag (18.5.) war zum Glück noch schön sonnig sodass einem Wandertag auf dem Rigi nichts im Weg stand. Am Titilis war ab 13 Uhr sowieso wegen Sturm alles geschlossen.
Blick in Richtung Titlis.
Abendessen am Vierwaldstättersee.
Sonntag 19.5.
Über Nacht zog nun das Regenwetter von Südwesten über die Alpen. Da nicht abschätzbar war ob und wenn ja wann Skibetrieb am Titlis möglich ist hieß es erst mal abwarten. Gegen 8:30 war dann klar, dass zumindest die PBs und die Pisten offen sind. Leider ging alles nicht so schnell und ich stand erst um 10:30 auf dem Parkplatz in Engelberg. Die große Anzahl von Reisebussen hat mich dann doch überrascht – vielleicht hätte ich die Berichte hier im Forum mal etwas genauer durchlesen sollen
Keine Skifahrer weit und breit! Wie kommt man da vorbei ohne 10 mal wegen Fotos angesprochen zu werden?
Laubersgrat.
Kein Mensch auf der Piste bedeutet unverfahrener Pulverschnee. Dafür fuhr der Ice Flyer voll mit Indern im Schleichbetrieb.
Gegen 12:30 Uhr kam die Sonne heraus und es bot sich ein ähnliches Pistenbild am Gletscherlift.
Der Gletscherpark wurde dagegen gut frequentiert.
Der Schein trügt! Unter der glatten Schneeschicht waren teilweise schöne große eisige Buckel die einem das Leben schwer gemacht haben.
Inzwischen dürfte die Zahl der Schneesportler im Gebiet zweistellig geworden sein. Woher sonst die vielen Spuren?
Auch die Freerider sind unterwegs und hinterlassen ihre am Gletscher Spuren.
13:30 - die Bahn dürfte heute stundenlang leer gefahren sein. Zumindest habe ich nie jemand drin sitzen sehen.
Mittagsstop Trübsee.
Die Laubersgrat KSB wurde bereits um 15 Uhr abgestellt und die Mitarbeiter sind mit der DSB runtergefahren. 16 Uhr ging es auch für mich wieder runter ins Tal.
Kaum zurück am Vierwaldstättersee kam gleich der Regen wieder. Immerhin hat sich die Sonne mit etwas Farbe verabschiedet.
Montag 20.5.
Die im Wetterbericht angekündigte Sonne für den Vormittag blieb irgendwie hinter den Wolken hängen. Auch die Hoffnung um 10 Uhr weniger anstehen zu müssen wurde enttäuscht. In der EUB nach Trübseebekam ich noch von einem Mitarbeiter die Info, dass sie gestern am Gletscherlift ganze 19 Personen gezählt haben. Das dürften heute vermutlich 10 -20 Mal so viele werden. An der PB nach Stand war ein Mitarbeiter so freundlich mich als Skifahrer noch in eine Gondel früher reinzulassen.
Auf dem Titlis angekommen sah man hauptsächlich kontrastarmes weiß nebst deutlich mehr Skifahrern. Leider wurde das Wetter in den folgenden Stunden oben nur schlechter und bald konnte man nur noch erahnen, dass es so etwas wie die Sonne gibt.
Abfahrtsroute nach Stand heute sehr anstrengend zu fahren dank schwerem Pappschnee.
Unterhalb von Stand blieb es bis ungefähr 15 Uhr Wolkenfrei. Außerdem war es hier deutlich weniger anstrengend zu fahren als weiter oben.
Es sind mehr Leute an der Absperrung vorbei irgendwo den Hang hinunter gefahren als über geöffnete Pisten.
15 Uhr war es dann auch hier vorbei mit Wolkenfreiheit und für mich Zeit ins Tal zu fahren.
Fazit:
Eine interessante Erfahrung, da ich noch keinen Winter später als Mitte März auf Skiern stand und der Spaß auch eher eine Schlechtwetter-Notlösung war. Als Skifahrer ist man offensichtlich nur Nebensache in dieser Zeit und wird von den Asiaten quersubventioniert. Diese Lösung ist mir aber immer noch viel lieber als kein Betrieb oder absoluter Sparbetrieb wie in anderen Schweizer Gebieten im Mai.
Das Gebiet selber kann ich schlecht bewerten ohne auch die anderen Anlagen und Pisten einmal im Winter gefahren zu sein.